Project BBX: Wie Blackberry mit Android gerettet werden sollte

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Project BBX: Wie Blackberry mit Android gerettet werden sollte

Einige der ehemaligen Größen der Mobilfunkbranche kämpfen derzeit ums Überleben, unter anderem der einstige für eine ganze Dekade lang führende Branchenprimus Nokia, der Android-Pionier HTC und der reine Geschäftskundenorientierte Hersteller Blackberry. Gerade bei Blackberry sieht die Zukunft düster aus, wie die jüngsten Neuigkeiten über den Verkauf des Unternehmens zeigen. Dabei gab es mal eine andere Lösung.

Blackberry ist nach wie vor eine große Nummer im Geschäftsbereich, wenn nicht sogar der einzige Anbieter im reinen Enterprise-Umfeld und das seit ewiger Zeit. Dennoch verlangt es die Kunden nach einem modernen System, was der Konzern unter der Leitung von CEO Thorsten Heins mit Blackberry OS 10 versuchte, bisher allerdings nicht so angenommen wurde wie erhofft, trotz einiger interessanter und guter Features. Letztes Jahr wurde daher der erste Versuch „Project BBX“ unternommen, Blackberry zu retten: Aus einer Kombination der Stärken von Blackberry und dem beliebtesten Betriebssystem der Smartphone-Branche, Android.

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Ein ehrgeiziger Plan

Die zugehörigen ambitionierten Pläne  hat Investor Robin Chan kürzlich online gestellt, welche die Details zu „Project BBX“ enthalten. Unter anderem hatte Robin Chan im Sommer letzten Jahres ein Team aus Projektmanagern und Ingenieuren zusammen gestellt, welche an einer Übernahme- und Produktstrategie für Blackberry arbeiten sollten, um den Konzern auf die frühere Erfolgsspur zurückzubringen. In dieser Zeit konnte das Team immerhin 1 Milliarde US Dollar aufbringen was aber zu wenig für eine Übernahme gewesen ist. Hätte das Team 6 Milliarden US Dollar gehabt, würde Blackberry heute wohl auf Android setzen anstatt die Eigenentwicklung Blackberry OS 10.

Denn Robin Chan wollte quasi die Blackberry-Hardware mit Android als Betriebssystem kombinieren, um so die Plattform von Google zur neuen Referenz für Business-Kunden zu entwickeln. Immerhin hat Blackberry nach wie vor loyale Anhänger und die Stimmen aus der Branche sind laut, dass ein Blackberry mit Android einschlagen könnte wie eine Bombe. Und in seinem Bereich ist Blackberry nach wie vor der einzige Anbieter entsprechender Gerte und Services, die perfekt ineinander greifen. Dennoch verliert Blackberry genau da immer mehr an Marktanteilen, da Unternehmen immer mehr die BYOD- Schiene (Bring your own Device) fahren, was sich zwangsläufig in den Marktanteilen wiederspiegelt.

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Das es letzten Endes nicht zum „Project BBX“ gekommen war, verdankt Robin Chan unter anderem der Konzernleitung von Blackberry, welche vermutlich ihre mühsam aufgebaute Blackberry-OS-10-Plattform nicht einfach so über den Haufen werfen wollte. Jedenfalls sprechen die aktuellen Verkaufszahlen eine deutliche Sprache und die ist alles andere als rosig, auch wenn Blackberry mit etlichen Versuchen von sich überzeugen wollte. Gerade deshalb versucht die Konkurrenz immer stärker in das einstige Hoheitsgebiet von Blackberry einzudringen, insbesondere Samsung mit seinem SaFE-Programm und den Ambitionen von KNOX. Letzteres wird in Europa mittlerweile auf den Start vorbereitet durch entsprechende Updates.

Eigentlich schade, denn ein Blackberry Z10 oder Q10 mit Android hätte echt was gehabt.

[Quelle: SlideShare | via The Verge & MobileGeeks]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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