Projekt Ara kommt erst irgendwann in 2016

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Projekt Ara

Auch wenn Google sich kürzlich grundlegend neu strukturiert hat und so manch im Arbeitsfluss behindernde Altlast ausgegliedert wurde, so bleibt das vielversprechende Projekt Ara weiterhin ein fester Bestandteil des Konzerns. Jedoch scheinen etliche unerwartete Hürden aufgetaucht zu sein, denn nach den ersten ominösen Informationen der vergangenen Woche über den Kurznachrichtendienst Twitter, gibt es nun weniger gute Neuigkeiten. Das erste erhältliche Smartphone aus Projekt Ara scheint nun doch länger zu dauern als erwartet.

Zunächst die gute Nachricht: Projekt Ara wird keinesfalls eingestellt, was sicherlich neben den enormen Fortschritten bei der technischen Realisierung an sich noch andere Gründe haben dürfte. Die Möglichkeit, den Smartphone-Markt nachhaltig zu verändern – wie seinerzeit das erste iPhone im Jahre 2007 – ist sicherlich einer davon. Die weniger gute Nachricht ist, dass es dieses Jahr definitiv nichts mehr werden wird mit dem Start im freien Handel. Das haben die Verantwortlichen per Twitter nun mitgeteilt.

Das Warten auf Projekt Ara

Den genauen Grund für die Verzögerung nannten die Verantwortlichen nicht, nur dass sich der Start von Projekt Ara verschiebt und nicht wie ursprünglich geplant in Puerto Rico stattfinden wird (zum Beitrag). Stattdessen soll es zuerst irgendwo in den USA losgehen, bevor man den Weg auf den internationalen Markt antritt. Gut möglich, dass Google als Besitzer der ATAP-Group, welche Projekt Ara noch unter dem Dach von Motorola erdacht haben, einige unerwartete Hürden im gesetzlichen sowie organisatorischen Bereich entdeckt hat.

Denkbar wäre aber auch, dass es größere Probleme im Netz der Zulieferer der verschiedenen Module von Projekt Ara gibt. Mit dem frei verfügbaren Module Development Kit kurz MDK genannt, kann jeder interessierte Techniker eigene Module entwerfen und produzieren, welche in einem speziellen Online-Shop für Module angeboten werden sollen. Vielleicht ist es ja auch dieser Online-Shop, welcher die Quelle für die aufgetauchten Probleme ist. An der Vielfalt der geplanten Module kann es nur bedingt liegen, worüber unser folgender Beitrag noch einmal ausführlich informiert:

Projekt Ara: Wer steuert eigentlich die Technik bei?

Das letzte richtige Lebenszeichen des Projektes gab es während der Google I/O 2015 Entwicklerkonferenz, als das Projektteam auf der Bühne einen funktionierenden Projekt Ara Prototypen startete und im laufenden Betrieb ein Kamera-Modul integrierte (zum Beitrag). Damit nahm Paul Eremenko als Leiter der ATAP-Group ein Foto auf, was zu großem Beifall führte. Nach dieser Live-Demo gab es lange Zeit nichts mehr zu hören und das steht uns nun allen Anschein nach leider wieder bevor.

[Quelle: 9to5Google | via GoogleWatchBlog]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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