Projekt Ara: Motorola hat einen Hardware-Partner

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Projekt Ara by Motorola

Was für den Desktop-PC ein ganz normales Ding ist, könnte mit Motorolas Projekt Ara erstmals auf den Smartphone-Markt ausgedehnt werden: Modular aufgebaute Smartphones, deren Komponenten sich relativ einfach gegen neuere Revisionen austauschen lassen.  Die Arbeiten an dem Projekt laufen bei der Google-Tochter schon etwas länger aber jetzt konnte Motorola einen weiteren wichtigen Schritt gehen.

Motorola selbst hat behauptet, dass man am Projekt Ara nun schon seit geraumer Zeit arbeiten würde, fast 2 Jahre um genau zu sein. Neu war die Idee allerdings nicht wirklich, als Motorola die Katze aus dem Sack gelassen hat: Phonebloks ist quasi dasselbe Konzept. Mit dem Unterschied, dass Phonebloks ein rein gedankliches Projekt war und ist, welches nicht wirklich nach der Machbarkeit strebte. Anders ist es wie gesagt bei Motorolas Projekt Ara und ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg zur Realisierung hat Motorola jetzt machen können. 3D Systems wird Hardware-Partner von Motorola, um das Projekt Wahr werden zu lassen.

 

Der Weg zum Traumhandy mit Projekt Ara

Konkret wird 3D Systems eine Plattform entwickeln, um eine maschinelle Fließband-Fertigung von Kunststoff-Bauteilen realisieren zu können. Motorola nennt das die „Fabrik der Zukunft“, sollte der mehrjährige Exklusiv-Deal mit 3D Systems zum Tragen kommen. Denn die Google-Tochter hat lediglich die Exklusivität in Aussucht gestellt, sollte 3D Systems tatsächlich eine funktionierende Produktionsstrecke entwickeln und bauen können. Das umfasst unter anderem 3D-Drucker für neue Materialien, welche „funktional und leitend“ sind. Letzteres dürfte insbesondere für Akkus und Leiterbahnen einzeler Komponenten von Interesse.

Für 3D Systems wäre das freilich ein ganz besonderer Megadeal, insofern wird das Unternehmen sein Bestes geben, um die Anforderungen Motorolas erfüllen zu können. Für uns Kunden würde dadurch ein Traum wahr werden: Ein Smartphone mit der Technik, die wir wollen und das jederzeit durch entsprechend austauschbare Module immer auf dem aktuellen Stand der Technik. Das es Motorola Ernst ist mit Projekt Ara, zeigt dieser Schritt nur zu deutlich. Ob sich allerdings der Erfolg wirklich einstellen wird, hängt nicht zuletzt vom Preis und den verfügbaren Modulen ab.

Weder Phonebloks noch das Eco-Mobius von ZTE wären jedenfalls eine Konkurrenz für Projekt Ara: Beide sind nur Konzepte und Gedankenspiele.

[Quelle: GlobeNewswire | via Engadget]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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