Projekt Ara von Motorola: Smartphones zum Selberbauen

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Motorola Projekt Ara

Vor etlichen Wochen machte mal eine ziemlich kühne Idee die Runde im Netz und scheinbar will Motorola diese Idee im Projekt Ara in die Realität umsetzen. Ein nahezu komplett modular aufgebautes Smartphone, bei welchem sich einzelne Hardware-Komponenten nach dem bekannten Baukasten-Prinzip nach Lust und Laune austauschen lassen.

Liest man sich die Beschreibung von Motorolas Projekt Ara durch, kommt man nicht von ungefähr auf die Idee Phonebloks von Dave Hakkens. Bei dieser Idee handelt es sich um ein Smartphone, bei welchem sich diverse Komponenten wie Akku, Kamera, Speicher und selbst der Prozessor nach Belieben austauschen lassen. Damals war eine Realisierung relativ unwahrscheinlich aber Motorola will zeigen, dass es dennoch geht. Laut eigenen Aussagen arbeitet die Google-Tochter an diesem Projekt seit etwa einem Jahr. Und eines ist schon mal sicher: Projekt Ara wird weit mehr ermöglichen als nur Klingeltöne, Wallpaper und die Gehäusefarbe zu ändern.

 

Wechselspiel der Hardware

Die Existenz von Projekt Ara hat Motorola nun enthüllt und dazu aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Die technischen Grundlagen hat der US-Konzern scheinbar bereits erarbeitet, denn Interessierte können die ersten Hardware-Module für das Projekt Ara entwerfen und bei Motorola einreichen. Das erklärte Ziel von Motorola ist es, mit Projekt Ara das zu schaffen, was Android für die Software geschaffen hat: Ein offenes Ökosystem für Hardware zu schaffen, welches für alle Hersteller offen steht und Innovationen fördert.

Basis von Projekt Ara ist das sogenannte Endoskeleton, kurz Endo. Ist im Prinzip nichts weiter als eine Grundplatte, auf welche die einzelnen Komponenten angebracht werden können. Motorola spricht bei den Modulen unter anderem von Displays, Tastaturen, Anwendungsprozessoren, ein Extra-Akkus, Sensoren oder gar Hardware, an welche derzeit noch nicht einmal zu denken ist.

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Diesen Winter will Motorola zunächst ein erstes Module Developent Kit (MDK) an registrierte Entwickler verteilen, mit dessen Hilfe die ersten funktionstüchtigen Module entwickelt werden können. Dennoch wird es ein Smartphone des Projekt Ara frühestens in einem Jahr geben laut Paul Eremenko, Leiter des Projekt Ara. Aber wie Dave Hakkens schon bei Phonebloks sagte: Es wird ein Smartphone werden, auf das es sich zu warten lohnt.

Und wie seht ihr die Sache: Lohnt es sich wirklich auf solches Smartphone zu warten oder bleibt ihr doch lieber bei einem klassischen Smartphone?

[Quelle: Motorola  | via Engadget]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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