Projekt Loon ist bereit für den richtigen Start

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Google Projekt Loon

Google ist ein stark vom Internet abhängiges Unternehmen, weswegen der Konzern unter anderem Möglichkeiten wie Projekt Loon forscht, womit in quasi jeder Ecke der Erde Internet verfügbar sein soll. Nachdem die Ballone des Projektes seit gut zwei Jahren intensiv getestet und verbessert wurden, ist Google bereit für den richtigen Start.

Google forscht und entwickelt an einer Vielzahl von neuen Technologien, mit deren Hilfe das tägliche Leben einfacher und bisweilen auch effektiver werden soll. Unter anderem Forscht der Konzern an Möglichkeiten, wie man auch die abgelegensten Regionen der Erde mit Internet versorgen kann, was unter anderem das Ziel von Google Projekt Loon ist. An den speziellen Ballons entwickelt das Unternehmen nun schon seit gut zwei Jahren und nun scheint man vor dem großen Durchbruch zu stehen.

Projekt Loon kann abheben

Denn wie der Konzern in einem neuen Video berichtet, sind die Testläufe der experimentellen Ballons hervorragend gelaufen und das ambitionierte Projekt Loon ist bereit für den kommerziellen Start. Eines der Ziele seit dem Start ist es unter anderem gewesen, die Haltbarkeit eines Ballons zu analysieren und zu optimieren, damit dieser möglichst lange in der Luft bleibt. So erklärt Projektleiter Mike Cassidy, dass die ersten Ballons zwischen einigen Stunden und wenigen Tagen in der Luft blieben, bevor sie aufgrund von Beschädigungen an der Hülle wieder zur Erde kamen. Mittlerweile sind die Hüllen so widerstandsfähig, dass ein Projekt Loon Ballon im Schnitt bis zu 100 Tage in der Luft bleiben kann. Manche sogar deutlich länger (zum Beitrag).

Eien der größten Herausforderungen neben der Widerstandskraft der Ballons, ist deren möglichst effiziente Herstellung und anschließender Start gewesen. Anfangs dauerte es zum Beispiel noch drei bis vier Tage, um einen einzigen Ballon für Projekt Loon zu bauen, aber mittlerweile schafft es das automatisierte System innerhalb von wenigen Stunden. Das bedeutet, dass man mittlerweile Dutzende Ballons an einem Tag in die Luft bekommt, und nicht mehr nur einen.

Ähnlich viel Arbeit hat das Team in die Entwicklung des Kontrollsystems gesteckt, welches sämtliche Projekt Loon Ballons auf der Welt überwachen und steuern kann. Zum Beispiel gibt es schon eigene Einträge in Apps zur Flugüberwachung (zum Beitrag). Und damit auch wirklich in allen Ecken der Welt Internet anliegt, kooperiert Google mit den Netzbetreibern in den jeweiligen Ländern wie zum Beispiel mit Vodafone in Neuseeland, wo Projekt Loon in all seinen Facetten getestet wird.

Derzeit sind die meisten der Ballons auf der Südhalbkugel im Einsatz, was aufgrund verschiedener Bedingungen der ideale Testort ist: Die thermischen Strömungen sind besser, die Regularien für Internet sind nicht so streng wie in den Nationen auf der Nordhalbkugel und die Technologie wird auf der Südhalbkugel dringender benötigt. Dennoch ist ein Einsatz auch in Gebieten mit guter Netzabdeckung mittlerweile vorgesehen. Allerdings nicht als Konkurrenz, sondern als Möglichkeit, die Netzqualität selbst noch weiter und auch kostengünstiger zu steigern.

[Quelle: Google]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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