PyPortify: Spotify-Playlist zu Google Play Music übertragen

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spotify_zu_google_musicDer führende Anbieter für Musik-Streaming ist ohne Zweifel Spotify, aber andere Anbieter wie Google Play Music sind gerade für Android Smartphone Nutzer ebenfalls sehr interessant. Hat man allerdings etliche umfangreiche Playlisten angelegt, die man beispielsweise bei einem Umzug mitnehmen möchte, so ist das mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden, weswegen viele den Wechsel meiden.  Gut das es hier PyPortify gibt welches euch bei einem eventuellen Umzug unterstützt.

Vor fast zwei Wochen fand die WWDC 2015 von Apple statt, wo der US-Konzern mit Sitz in Cupertino seinen eigenen Streaming-Dienst Apple Music vorstellte. Die Beschreibung liest sich fast wie eine Kopie von Spotify, wobei der Marktführer aus Schweden in einigen Bereichen die Nase vorne hat (zum Beitrag). Dennoch gibt es auch abseits beider Anbieter interessante Angebote wie Google Play Music, nur schreckt der Umzug der Playlisten ein wenig ab.

Vorbereitungen für PyPortify

Aber wie behauptete Apple früher mal in seinen Werbe-Spots: Es gibt für alles eine App. Im Fall eines Wechsels von Spotify zu Google Play Music ist es zwar keine kleine App, aber einen mehr oder weniger automatisierten Weg gibt es dennoch und der nennt sich PyPortify. Leider braucht es dafür ein Mac OS X oder Linux-Betriebssystem, da das in Python geschriebene Programm mit Windows und einer Cygwin-Installation mehr schlecht als recht läuft. Wenn überhaupt. Daher ist Windows-Nutzern dringend die Installation einer Linux-Distribution wie Ubuntu in einer virtuellen Maschine mit zum Beispiel VirtualBox empfohlen. Zwar arbeitet der Entwickler an einer Windows-Portierung namens GoPortify, aber da gibt es anscheinend noch keine funktionierendes Ergebnis.

Um die Spotify-Listen zu übertragen, muss man neben PyPortify natürlich Python und dessen Erweiterung Pip installieren. Dazu benötigt ihr der Reihe nach folgende Befehle, die ihr in die Konsole eingebt und mit der Entertaste bestätigt:

Ubuntu:

curl -s https://apt.mopidy.com/mopidy.gpg | sudo apt-key add –

sudo sh -c ‚curl -s https://apt.mopidy.com/mopidy.list > /etc/apt/sources.list.d/mopidy.list‘

sudo apt-get update

sudo apt-get install -y python-pip python-dev libffi-dev libspotify-dev

sudo pip install pyportify

Fedora:

yum -y localinstall –nogpgcheck http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-$(rpm -E %fedora).noarch.rpm http://download1.rpmfusion.org/nonfree/fedora/rpmfusion-nonfree-release-$(rpm -E %fedora).noarch.rpm

sudo yum check-update

sudo yum -y install gcc python-pip python-devel libffi-devel libspotify-devel

sudo pip install pyportify

Mac OS X:

# Install libspotify

$ brew install homebrew/binary/libspotify

$ brew install libffi

# Workaround on OSX (see https://pyspotify.mopidy.com/en/latest/installation/)

$ ln -s /usr/local/opt/libspotify/lib/libspotify.12.1.51.dylib

/usr/local/opt/libspotify/lib/libspotify

# Install pyportify

$ pip install pyportify

Damit sollten die nötigen Programme für den Wechsel von Spotify zu Google Play Music installiert sein und PyPortify kann gestartet werden. Dazu bleibt man in der Konsole, gibt den Befehl $ pyportify ein und lässt die Konsole offen. Nun öffnet man im Web Browser http://localhost:3132 und schon erscheint ein neues Fenster, in welchem der eigentliche Umzug der Playlisten von Spotify zu Google Play Music erfolgt. Der Startbildschirm der eigentlichen App sieht wie folgend aus:

Nach einem Klick auf Get started muss man sich zunächst in seinem Google Play Music Account einloggen, damit PyPortify auf den Dienst überhaupt Zugriff bekommt. Um die Sicherheit möglichst hoch zu halten, kann man für diesen Zwischenschritt auch ein temporäres App-Kennwort mit Google erstellen, was sich unter diesem Link erstellen lässt. Der zweite Schritt ist natürlich der Login bei Spotify selbst, wo man seine zu übertragenden Playlisten auswählt. Das Fenster sollte dann so aussehen:

Um die von Spotify zu Google Play Music zu transferierenden Playlisten, Alben oder Künstler auszuwählen, muss man deren jeweilige Checkboxen aktivieren und schließlich übertragen lassen. Ob der Import der Playlisten funktioniert hat, lässt sich in der zuvor nicht geschlossenen Konsole überprüfen: War der Vorgang erfolgreich, dann steht vor jedem importieren beziehungsweise übertragenen Titel ein Found. Nun muss man nur noch Google Play Music ganz normal im Browser öffnen und sich im Menu Drawer seine Playlist-Sektion ansehen. Natürlich erst nachdem der Export und Import von Spotify zu Google Play Music abgeschlossen wurde.

[Quelle: GitHub]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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