Qualcomm: Akku-Technik ist am Limit angekommen

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Akku-Technologie ist am Limit

Akkus sind nach wie vor eines der zentralen Bauteile eines Smartphones, Tablets und allen anderen mobilen Geräte, welche ganz entscheidend mit über die Ausdauer richten können. Während einfache Handys früher locker eine Woche mit einer Akkuladung auskamen, beten wir heute regelmäßig mit unserem Smartphone wenigstens über einen Tag zu kommen. Laut Qualcomm wird sich daran auch kaum noch etwas ändern.

Damit topaktuelle Smartphones überhaupt noch weggehen wie warme Semmeln, müssen diese besonders schick aussehen. Leider ist dazu auch ein schlankes Äußeres notwendig, damit das Smartphone noch in die Hosentasche passt oder zumindest die Aufmerksamkeit potentieller Kunden erhascht. „Schneller, besser, dünner“ ist das Motto, nach welchem sich die Branche richtet und darunter muss zwangsläufig der Akku leiden: Laut Qualcomm-Manager John Stefanac braucht die Technologie für Akkus einen radikalen Paradigmen-Wechsel, ansonsten bleiben wir weiterhin bei knapp einem Tag Durchhalte-Vermögen für moderne Top-Smartphones.

 

Mehr Ausdauer trotz dünnerer Geräte gefordert

Obwohl Smartphones immer dünner werden und regelmäßig neue Schlankheitsrekorde aufgestellt werden, siehe Huawei Ascend P6 oder Umeox X5, müssen Akkus entsprechend mitschrumpfen, ohne dabei großartig an Kapazität zu verlieren. Zwar hat das Ascend P6 von Huawei bei gerade mal 6,18 mm Gehäusedicke einen 2.000 mAh Akku verbaut, mehr ist aber bei solch schlanken Geräten technisch einfach nicht mehr möglich. Deutlich längerlebige Akkus sind heutzutage nicht mehr möglich, zumindest nicht mit der bisherigen konventionellen Akku-Technologie.

We all recognize that the rate at which our devices have developed has far outstripped the capabilities and the evolution of power in batteries. The demands we put on these devices is extraordinary. We have all these devices, but now we’re carrying around battery packs. If we compromised a little bit maybe we could get a little thicker and get a little more battery out of it.

Deutsche Übersetzung:

Wir erkennen alle an, dass das Tempo, mit dem sich unsere Geräte entwickelt haben, bei weitem die Fähigkeiten und die Evolution der Power der Batterien übersteigt. Die Nachfrage, die wir in diese Geräte stecken, ist überwältigend. Wir haben alle diese Geräte aber dennoch tragen wir Akku-Packs mit uns herum. Wenn wir einen Kompromiss eingehen würden, könnten sie möglicherweise etwas dicker sein und ein wenig mehr Energie bereitstellen.

Doch nicht die Hardware des Smartphones selbst sei immer der größte Energie-Fresser, auch wenn die Displays der Geräte nach wie vor die größten Energie-Fresser sind. Vielmehr könnten alleine auf Seiten der Netzbetreiber bis zu 30% an Energie eingespart werden durch entsprechende Optimierungen in der Software, so Stefanac. Mobilfunkdienste wie LTE, 3G oder WLAN sind auch nicht gerade sparsam, was deren Energiebedarf anbelangt. Allerdings wären solche Optimierungen lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein und zögert das Unvermeidliche nur noch ein wenig hinaus. Eine wirkliche Lösung des Energie-Problems moderner Smartphones bringt womöglich tatsächlich erst eine fundamental neue Technologie für Akkus mit sich. Und sei es eine Technologie, mit der Akkus innerhalb weniger Minuten wieder komplett aufgeladen sein könnten: Es wäre zumindest ein Anfang.

[Quelle: CNet | via AndroidPit]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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