Qualcomm Quick Charge: HTC verzichtet darauf beim One

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Qualcomm Quick Charge

Eine ganz großer Erwartungshaltung gegenüber modernen Smartphones ist, trotz der immer weiter ansteigenden Leistung der Prozessoren, vor allem ein längerer Atem. Mancher Hersteller geht einfach den Weg der größer werdenden Akkus und manch anderer Hersteller passt seine Software umso stärker an die Hardware an, um jedes Quäntchen an Energie optimal nutzen zu können.

Sicherlich können wir nie etwas dagegen haben, wenn die Akkus selbst immer ausdauernder werden, wie beispielsweise der Sprung von 500 mAh zwischen Galaxy S3 und Galaxy S4. Das ermöglicht dann auch wieder zusätzliche Spielereien wie es eben Samsung beim Galaxy S4 mit all den Gesten und Air-View-Zeugs gemacht hat. Am Ende kommt dann zwar eher selten ein deutliches Plus in der Akku-Ausdauer heraus aber rein von den trockenen Daten her ist solch ein Vorgehen schon eine Ansage, erst Recht bei nahezu gleich bleibenden bzw. sogar leicht verringerten Gehäuse-Ausmaßen. Damit aber immerhin die Akkus schnell wieder bei Kräften sind, hat Qualcomm unter anderem ohne größere Bekanntmachung eine nützliche Option in seinen aktuellen Chipsätzen eingebaut: Quick Charge.

 

Mehr Energie in kürzerer Zeit

Mit Quick Charge unterstützen die aktuellen Snapdragon-Chipsätze direkt ein schnelleres Aufladen der Akkus, Qualcomm spricht von bis zu 40% schnelleren Auflade-Zyklen der Akkus. Man kann als Grund dafür vermuten, dass Qualcomm der längeren Aufladezeit durch immer größer werdenden Akkus effektiv entgegen wirken will. An und für sich daher eigentlich eine schöne Sache, wenn man sein Snapdragon-befeuertes Smartphone mal für ein paar Minuten eine ordentliche Strom-Spritze verpassen kann. Nur hat HTC bewusst auf dieses Feature im HTC One verzichtet, Qualcomms Quick Charge wird vom Snapdragon 600 (APQ8064T) im One schlicht und ergreifend nicht unterstützt, wie der Chipentwickler nun bekannt gegeben hat.

Das HTC bewusst auf das eigentlich auf den ersten Blick nützliche Quick Charge verzichtet, ist auf den zweiten Blick gar nicht mal so unbedacht. Denn durch das schnellere Aufladen des Akkus könnte selbiger schneller kaputt gehen und das ist beim HTC One im Fall des Falles ziemlich fatal. Schließlich ist der Akku fest verbaut im One und der Tausch ist selbst für Reparatur-Profis ziemlich schwer, was am „abenteuerlich“ zusammengesetzten Gehäuse des HTC One liegt. iFixIt beispielsweise sowie deren deutsche Kollegen von Fixxoo haben das HTC One als eines der bis dato am schlechtesten zu reparierenden Geräte „ausgezeichnet“. Ein defektes One gegen ein neues One auszutauschen, dürfte in den meisten Fällen im Endeffekt die kostengünstigere Methode sein.

Das Vorgehen ist insofern erstaunlich, da selbst das HTC Butterfly bzw. dessen US-Schwestermodell Droid DNA Qualcomm Quick Charge unterstützt. Durch Quick Charge selbst kann ein Snapdragon 600 beispielsweise bis zu 10 Watt über eine MicroUSB-Buchse verkraften, ein Snapdragon 800 kann sogar ganze 60 Watt aushalten, was in einer um bis zu 75% verkürzten Auflade-Zeit für diese Geräte resultiert. Aber nun ja, HTC wird den Schritt sicherlich nicht vollkommen unbedacht gemacht haben.

[Quelle: AndroidCommunity]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

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