Quartalsbericht: Google macht Milliarden – Trotz Motorola

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Quartalsbericht von Google mit Milliardengewinn

Erst kürzlich wurden die diesjährigen Nobel-Preise vergeben und die Auszeichnung im Bereich Wirtschaftswissenschaften ging unter anderem an zwei Ökonomen, welche sich mit dem Finanzwesen auseinandersetzten. Das Aktienkurse nicht wirklich vorhersehbar sind beweist Google: Der Internet-Konzern macht Milliarden Gewinne und treibt den eigenen Aktienkurs unerwartet hoch.

Google hat heute seine neusten Geschäftszahlen zum abgelaufenen dritten Quartal bekannt gegeben und für einen Höhenflug des eigenen Aktienkurses gesorgt. Die beiden Ökonomen Eugene F. Fama und Robert J. Shiller haben genau dies untersucht mit dem Ergebnis, dass kurzfristig Aktienkurse nicht vorhersehbar sind, auf einen langen Zeitraum hin jedoch zumindest ein Trend ermittelt werden kann. Ersteres Beispiel hat Google heute bewiesen, denn der Aktienkurs schnellte heute mal eben um satte 12,5% in die Höhe und liegt zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels bei über 1.000 US Dollar je Aktienpapier. Da kann selbst das Minusgeschäft von Motorola die Freude in Mountain View nicht wirklich trüben.

 

Google in Hochform

Was für den hochschnellenden Aktienkurs verantwortlich ist sind die unerwartet hohen Gewinne, die Google einfahren konnte. Während Analysten der Finanzbranche mit 14,8 Milliarden US Dollar Umsatz rechneten, gab Google stattdessen 14,89 Milliarden US Dollar an Umsatz für das dritte Quartal an. Verglichen mit dem Vorjahresquartal ist das ein Zuwachs von gut 12%, der Gewinn nahm sogar um 36% zu auf nunmehr etwa 3 Milliarden US Dollar. Kein Wunder also, dass die Aktie dermaßen zulegen konnte. Entsprechend aufstocken konnte Google daher seine Barreserven, die sich auf nunmehr 56,5 Milliarden US Dollar belaufen sollen. Verglichen mit den geschätzten 147 Milliarden US Dollar Barreserven von Apple ist das zwar ziemlich wenig, dennoch gehört Google damit zu den wirklich großen Fischen.

Einzig Motorola trübt die sonst so makellose Bilanz von Google im dritten Quartal. Der zugekaufte Smartphone-Hersteller und Mobilfunk-Pionier erwirtschaftete ein Minus von 248 Millionen US Dollar, der Gesamtumsatz schrumpfte auf etwa 1,1 Milliarden US Dollar zusammen. Bisher hat sich die Hardware-Sparte also nicht als rentabel erwiesen, trotz aussichtsreicher Geräte wie dem Moto X oder den aktuellen DROID-Modellen von Verizon Wireless. Larry Page einte nur dazu, dass man Vertrieb und Marketing für Motorola-Geräte weiter ausbauen müsse, um die Konzern-Sparte zurück in die schwarzen Zahlen führen zu können. Oder die neue Generation endlich außerhalb der USA anbieten würde aber das ist nur unsere persönliche Meinung.

 

Des Erfolges Rezept

Grund für das gute Abschneiden Googles ist das Geschäft mit der Online-Werbung, wo die durchschnittlichen Klicks auf Werbe-Banner um 26% zulegen konnten, der durchschnittliche Ertrag jedoch um 8% zurück gegangen ist. Larry Page erklärte das damit, dass immer mehr Menschen Werbung auf Mobilgeräten anklicken und dort gelten Branchenüblich geringere Preise. Page sagte sogar, dass bereits über 40% der Zugriffe auf die Videoplattform YouTube von mobilen Geräten erfolge. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es noch lediglich 6%.

Da das Online-Werbegeschäft nach wie vor glänzend läuft, kann sich Google das Abenteuer „Motorola“ dennoch locker leisten: Die Analysten und Anleger sind trotzdem in Feierlaune.

[Quelle: Google | via AndroidPolice]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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