Quizduell: Technik des TV-Experiments versagt schon wieder

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ARD Quizduell

Den öffentlich-rechtlichen Sendern fehlen die jungen Zuschauer, weswegen sich die ARD mit einem neuen Konzept auf diese Zuschauergruppe stürzen wollte. Zusammen mit der populären App Quizduell sollte erstmals eine Quiz-Show klassisches Fernsehen mit der modernen Welt von Smartphones verbinden. Aber auch im dritten Anlauf scheiterte das Vorhaben der ARD an der Technik.

Hin und wieder taucht in den einschlägigen App Stores eine neue App auf, welche im Sturm die Charts und die Herzen der App-Nutzer erobert. Anfang des Jahres gelang das Flappy Bird, einem sehr einfachen Spiel mit enorm viel Sucht- und Wutpotential. Das nächste große Ding ist ähnlich simpel und hört auf den Namen Quizduell. Dabei treten zwei Spieler in mehreren Fragerunden online gegeneinander an und müssen in einer kurzen Zeitspanne ihr Wissen beweisen. Und das wollte die ARD ins Vorabend-Programm bringen.

Pannenserie Quizduell

Mit eher sehr mäßigem Erfolg wie sich auch heute nach der dritten Folge der ersten Staffel zeigt. Moderator Jörg Pilawa – passend im T-Shirt mit der Aufschrift AppLaus“ – musste erneut im Quizduell die Kandidaten gegen das Studiopublikum antreten lassen, weil die bereitgestellten Server dem Ansturm der Online-Spieler nicht gewachsen war. Das gab Jörg Pilawa bei der heutigen Sendung erstmals ganz offen zum Beginn der Sendung zu.

Wir haben uns einen Denial of Service Situation eingefangen Das geht über eine Bandbreitenverteilung mit beliebig vielen SSH-Sitzungen, über die dann Ping-Befehle ausgeführt werden – und deshalb ist alles zusammengebrochen. Wir wollten mehr als wir leisten können. Natürlich gab es Hacker-Angriffe, wir – sage ich ganz ehrlich – haben aber auch einen Fehler gemacht.

Trotzdem wollen die Macher des TV-Experiments Quizduell weiter an ihrer Show festhalten. So verspricht Pilawa, dass in der kommenden Woche die Technik funktioniere wie zu Beginn geplant und die Kandidaten sich mit Online-Spielern von der Couch aus messen können. Bis dahin begegnet die ARD Quizduell-Spielern mit ein wenig Humor.

Übrigens scheint der Umfang von Quizduell mit der Grund für die Ausfälle zu sein: Die ARD will diverse Daten der Quizduell-Spieler in Stzatistiken zusammenfassen. Damit hätte man zeigen können, das Frauen vielleicht doch besser in Sportfragen wären als Männer, die ältere Generation besser über Geschichte Bescheid wüsste als die jüngere Generation und welche Bundesländer schlauer seien im Vergleich zu anderen.

Wer sich ein Bild machen will: Montag bis Freitag läuft die Quiz-Show ab 18 Uhr im Vorabend-Programm der ARD.

Quizduell
Entwickler: FEO Media AB
Preis: Kostenlos+
[Quelle: SmartDroid]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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