Raspberry Pi 3 kann deutlich mehr zum gleichen Preis

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raspberry-pi-3Kleinst-Computer gibt es zwar schon länger, aber der erste Raspberry Pi hatte dem Markt zum Durchbruch verholfen und nun steht bereits der Raspberry Pi 3 kurz vor seinem Start. Mit der dritten Generation wollen die Entwickler endlich einen vollwertigen PC bieten, den sich wirklich fast jeder leisten kann.

Anlässlich des vierjährigen Bestehen hat die Raspberry Pi Foundation mit dem Raspberry Pi 3 ihre neuste Kreation angekündigt. Das Spannende an dem neuen Modell ist der Punkt, dass es trotz des gleichbleibenden Preises von 35 US-Dollar im Vergleich zum Raspberry Pi 2 mehr Funktionen bietet. Die größten Neuerungen des neuen Kleinst-Rechners sind auf der Platine selbst verlöteten Module für WLAN und Bluetooth.

Der Traum vom vollwertigen PC zum kleinsten möglichen Preis ist damit wieder ein Stück näher gerückt. Vor allem wenn man bedenkt, dass auf dem Raspberry Pi ein komplettes Windows 10 in der IoT-Variante /(oT = Internet of Things) läuft. Es gab sogar ein komplettes Starter-Paket des Raspberry Pi 2 mit allem an Zubehör, was man zum Start für kleinere Projekte mit Windows 10 IoT benötigte (zum Beitrag). Zwar muss man auf eine grafische Oberfläche verzichten, aber es handelt sich trotz allem um ein echtes Windows 10 Betriebssystem.

Drahtloser Raspberry Pi 3

WLAN und Bluetooth sind die am meisten nachgefragten Funktionen der Nutzer, wie Eben Upton als CEO von Raspberry Pi Trading erzählt, dem kommerziell agierenden Arm der Raspberry Pi Foundation. Insofern ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Raspberry Pi 3 eben diese beiden gewünschten Funktionen erhalten hat.

Ach wenn der Kleinst-Rechner mit 35 US-Dollar extrem günstig ist darf man nicht vergessen, dass Monitor, Maus, Tastatur und andere Peripherie trotz allem noch dazu gekauft werden muss. Mit dem WLAN-Modem nach dem 802-11n-Standard wird es zumindest nun erheblich einfacher den Raspberry Pi 3 ins Internet zu bringen.
Insbesondere Schulen sollen mit dem WLAN-Modul angesprochen werden, um Klassenzimmer kostengünstig zu vernetzen. Schließlich ist der Bildungssektor das Hauptgeschäftsfeld der Raspberry Pi Foundation.

Das Bluetooth 4.1 Modul ist hingegen in erster Linie für Forscher und Hobby-Tüftler von Interesse, welche auf diese Weise drahtlos Daten von den verschiedensten Sensoren direkt anzapfen können. Für kleinere Hobby-Projekte ist der neue Raspberry Pi 3 daher sicherlich sehr verlockend.

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Schnellere Hardware mit 64-Bit

Neben den beiden Drahtlos-Technologien bekommt die Hardware des neuen Raspberry Pi auch allgemein ein Upgrade spendiert. Denn nun kommt ein Boardcomm BCM2837 Prozessor mit vier bis zu 1,2 GHz schnellen Kernen auf Basis der ARM Cortex A53 Architektur zum Einsatz, was einen spürbaren Geschwindigkeitsschub mit sich bringt. Der RAM wird allerdings bei 1 GB bleiben.

Ebenso bei vier USB 2.0 Schnittstellen, einem HDMI-Ausgang für Bildschirme, die 40 PIN GPIO-Leiste und zwei VideoCore IV Grafikkerne von Broadcomm.

Nach Ansicht von Eben Upton reicht diese kleine Veränderung bereits aus, damit die Menschen beginnen den neuen Raspberry Pi 3 als vollwertigen PC zu betrachten.
Zu beachten ist, dass die neue Hardware auch mehr Strom benötigt. So wird nun ein mindestens 2,5 Ampere starkes Netzteil vorausgesetzt, um den Kleinst-Rechner überhaupt in Betrieb nehmen zu können.

Käuflich zu erwerben ist der neue Raspberry Pi unter anderem für 42 Euro bei Wetterott und als gewerblicher Kunde für 36,92 Euro bei RS.

[Quelle: The Verge]

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Stefan

Stellvertretender Chef-Redakteur
Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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