Referenztablet von NVIDIA

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NVIDIA ist ja eigentlich eher für seine GPU’s und der ARM-Plattform Tegra bekannt, doch es ist Mode in der Branche sich mehreren Geschäftsfeldern abseits des Kerngeschäfts zuzuwenden. Samsung macht es schon lange vor und bietet Geräte sowie Komponenten aus einer Hand an, Huawei und HTC wollen zumindest in Sachen CPU nachziehen. Mit NVIDIA kommt nun das nächste Schwergewicht auf den gleichen Geschmack.

Und das ausgerechnet mit einem Tablet als Referenzdesign für die hauseigene Tegra-Plattform, welches optimistischen Schätzungen zufolge für 199 US Dollar zu haben sein soll. Wer sich noch erinnert: Anfang des Jahres, als die CES 2012 in Las Vegas stattfand, wollte ASUS mit dem MeMO 370T getauften Gerät in eine ähnliche Kerbe schlagen. Nur für den US amerikanischen Markt bestimmt sollte das mit einem Tegra3 ausgestattete 7″ Tablet vor allem dem Kindle Fire ordentlich zusetzen, doch das Tablet wurde von ASUS eingestampft. Gerüchteweise wurde es wegen der Nexus-Tablet-Gerüchte aufgegeben, für welches ASUS anfangs als Produzent auserkoren wurde und dann doch nicht sein soll.

Mit dem Projekt „Kai“ soll dennoch der Traum eines preisgünstigen Tablets für 199 US Dollar und mit einem Tegra3 Quadcore in Erfüllung gehen, auch wenn dafür an manch anderer Stelle gespart werden muss. Rob Csonger, Vizepräsident des Marketing bei NVIDIA, bezeichnete passend dazu das Gebiet des Kindle Fire von Amazon als bevorzugtes Revier, wo man auf Kundenfang gehen möchte. Dennoch ist Kai nicht als Produkt im eigentlichen Sinne zu verstehen, NVIDIA will vor allem eine Plattform für kommende Tablets zu Kampfpreisen schaffen, mit denen erfolgreich gegen Amazon und sicher auch  Apple angekämpft werden soll. Rob Csonger sagte dazu:

„Our strategy on Android is simply to enable quad-core tablets running Android Ice Cream Sandwich to be developed and brought out to market at the $199 price point, and the way we do that is a platform we’ve developed called Kai. So this uses a lot of the secret sauce that’s inside Tegra 3 to allow you to develop a tablet at a much lower cost, by using a lot of innovation that we’ve developed to reduce the power that’s used by the display and use lower cost components within the tablet.

Unsere Strategie für Android besteht darin, Quadcore Tablets mit Android Ice Cream Sandwich zu entwickeln und für Startpreise um die 199 US Dollar anzubieten. Aus diesem Grund entwickelten wir die Plattform namens ‚Kai‘. Die große geheime Zutat ist der Tegra3, welcher günstige Gerätepreise ermöglicht. Durch unsere Innovationen beim senken des Stromverbrauchs wie zum Beispiel beim Display, ist die Verwendung von preisgünstigeren Komponenten möglich.“

Diese ehrgeizigen Pläne könnten durchaus Früchte tragen, denn 199 US Dollar für ein Tegra3 Tablet sind mehr als nur eine Kampfansage, das Kindle Fire von Amazon wirkt damit zumindest technisch wie aus dem letzten Jahrhundert. Denkbar wäre auch, das Kai nicht nur eine Referenzplattform darstellt sondern auch ein Endprodukt unter dem Banner von NVIDIA. Zudem liegt damit auch ein Nexus Tablet wieder in greifbarer Nähe zum Kindle Fire, denn neben Amazon bietet gerade mal Google ein annähernd großes Ökosystem für den Medienkonsum direkt vom Tablet aus. Die Zukunft wird spannend.

[Quelle: NVIDIA Annual Meeting of Stockholders | via The Verge]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

3 Kommentare

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