Roaming: Ab 2014 keine extra Gebühren mehr in Europa

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Roaming

Wer einen Vertrag bei einem der vielen Netzanbieter in seinem Heimatland abschließt, der legt meistens Wert auf möglichst geringe Kosten beim Telefonieren, surfen und simsen (falls das wer in Zeiten von WhatsApp und Co. noch macht). Wenn es dann aber mal in den Urlaub geht, wird die tägliche Nutzung von Telefon und Internet jedoch sehr schnell richtig teuer. Aber nicht mehr lange, wie es scheint.

Wer ins europäische Ausland verreist, der wird von Haus aus seine Nutzung von Telefon, SMS und mobilem Internet sehr stark einschränken. Immerhin kostet das Roaming nicht gerade wenig, teilweise bis zu 1,56 Euro pro Minute oder 83 Cent pro MB an Datenübertragungen. An der Sache an sich ändert auch der gesetzliche Kosten-Airbag von maximal 59,90 Euro für Roaming nichts, was prinzipiell mal eine gute Sache von der EU gewesen war. Daher wünschte sich so mancher Tourist bzw. Europa-Reisender, dass die Roaming-Gebühren abgeschafft werden würden.

 

Telefonieren und surfen im Ausland

Und genau das wird im kommenden Jahr der Fall sein, denn die EU plant tatsächlich die Abschaffung der Roaming-Gebühren innerhalb Europas für alle europäischen Staatsbürger. Touristen von außerhalb Europas werden jedoch auch weiterhin die bekannten Roaming-Gebühren bezahlen müssen, für Reisende aus den USA, Japan, Kenia und so weiter wird sich nichts großartig ändern. Für die Abschaffung in den 27 Mitgliedsstaaten der EU haben übrigens alle 27 EU-Kommissare votiert. Die Änderung wird jedoch frühestens ab dem 1. Juli 2014 in Kraft treten können, nachdem das EU-Parlament neu gewählt wurde. Die genauen Details des Beschlusses werden in den kommenden 6 Wochen veröffentlicht werden, sodass wir EU-Bürger uns die Sache einmal selbst anschauen können und feststellen werden: Die EU kann ja doch mal was sinnvolles zu unseren Gunsten entscheiden und das auch noch einstimmig.

Die EU rechnet übrigens damit, dass die Einnahmen der europäischen Mobilfunker lediglich um 2% nachgeben werden, nachdem die Roaming-Gebühren abgeschafft wurden. Das wird vor allem darauf zurückgeführt, dass die EU in den letzten Jahren viel für eine straffere Marktregulierung getan hat, um den europäischen Binnenmarkt der Mobilfunk-Branche zu stärken. Laut Ansicht der EU werden die Mobilfunkanbieter von dieser Änderung profitieren können, indem Kunden im Ausland die Dienste ihres Anbieters wieder stärker nutzen werden, insbesondere das mobile Internet. Aber was haltet ihr eigentlich von dieser Entscheidung: Begrüßt ihr die effektive Abschaffung der Roaming-Gebühren oder seht ihr dadurch Nachteile aufkommen und wenn ja, welche?

[Quelle: The Telegraph | via 9to5Google]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. kerub schreibt:

    Wer außer den Bossen bei den Providern hat hier schon einen Nachteil? Das ganze ist doch super. Wobei: So ist man nicht mal mehr im Urlaub sicher vor der täglichen Dosis Internet 😉

  2. Kuckuck schreibt:

    Endlich setzt sich der gesunde Menschenverstand (GMV). Und die ganzen Apps, die den Touris im Urlaub helfen sollten und Internet brauchen, könnten sinnvoll genutzt werden.
    Schade nur, dass wir noch bis zum nächsten Sommer warten müssen.

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