Sag Hallo zu Allo – Google präsentiert seine WhatsApp Konkurrenz

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google-allo-flashnewsEs hatte sich ja bereits Anfang der Woche angekündigt, mit dem Google Allo Messenger macht das Unternehmen nun heute seine auf der Google I/O 2016 vorgestellte Kommunikations-App offiziell verfügbar. Wie auch bei der Video-Chat Anwendung Duo dauert die kostenlose Google Play Store Verfügbarkeit je nach Nutzer unterschiedlich lang.

Google Allo ist ab sofort verfügbar

Wahrscheinlich werden sich nun viele die berechtigte Frage stellen warum Google nun einen weiteren Messeneger mit dem Namen Allo, bei der nicht minder starken Konkurrenz wie dem Facebook Messenger, Threema und allen voran WhatsApp, ins Leben ruft. Einige behaupten da Google+ und Hangouts nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Ich behaupte um die neue Suchfunktion Google Assistant zu integrieren.

Google Assistant

Denn schlussendlich dreht sich alles im neuen Google Messenger um den kleinen Sprachgesteuerten Assistenten. Google Assistant funktioniert nicht nur wie Google Now, sondern soll diesen aller Wahrscheinlichkeit nach komplett ersetzen.
Im Fall des Google Allo Messengers würde das in der Praxis wie folgt aussehen: Man bekommt von seiner Chat-Partnerin eine Frage gestellt, wie beispielsweise ob man nicht Lust hat sich zu treffen. Der Google Assistant analysiert nun deinen augenblicklichen Standort, verfasst eine entsprechende Antwort vor, dass man auf dem Weg sei und wann mit einer Ankunft zu rechnen ist. Parallel wird die Navigation mit den vorgegebenen Zieldaten gestartet und unter Umständen der nächste Blumenladen in der Nähe gezeigt um noch entsprechendes Grünzeug kaufen zu können.

Google Allo – die clevere Messaging-App
Google Allo
Entwickler: Google Inc.
Preis: Kostenlos
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  • Google Allo Screenshot
  • Google Allo Screenshot
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  • Google Allo Screenshot

Handicap

Leider hat das Ganze bei soviel intelligenter Technik wieder einmal vorab für uns einen kleinen Nachteil. Der Google Assistant versteht bis dato kein Deutsch, beziehungsweise lernt er es gerade und ist von daher nur wirklich begrenzt einsetzbar. Man muss seine Fragen schon in der englischen Sprache stellen um eine Antwort zu erhalten. Gleiches geht für seinen Aufgabenbereich wie das Erstellen von Kalenderterminen und anderen Dingen.

Kann was alle können

Einmal von dem Google Assistent abgesehen funktioniert Google Allo auch nicht anders als andere Messenger. Funktionen wie Sticker, Texte groß und klein ziehen (um zu schreien oder zu flüstern), Einbindung von Fotos, Bilder und Videos als auch Audio-Aufzeichnungen sind mit Allo möglich.
Neben der bereits üblichen End-to-End Verschlüsselung, sieht Google für seinen Messenger auch den sogenannten Ingognito-Chat vor, der die eigenen Nachrichten nach einer vorgegebenen Zeit (niemals, 5 Sekunden, 10 Sekunden, 30 Sekunden, 1 Minute, 1 Stunde, 1 Tag und 1 Woche) verschwinden lässt. Snapchat lässt grüßen.

Kann ich deine Nummer haben?

Google Allo ist wie eingangs erwähnt nun ab sofort offiziell für Android und iOS kostenlos verfügbar. Kann aber unterschiedlich lang dauern bis es für jeden zum Download bereit steht. Wie auch bei Google Duo, verzichtet das Unternehmen aus Mountain View bei Allo auf die Anmeldung über ein Google Konto, sondern benötigt „nur“ eure Handynummer. Das bedeutet natürlich auch dass ein übergreifender Chat von Smartphone über PC, wie beispielsweise bei Google Hangouts, nicht mehr möglich ist.

Fazit

Meiner Meinung nach sind die Erfolgschancen für Google Allo nicht sonderlich hoch. WhatsApp hat einen Marktvorteil der nicht mehr einholbar ist. Das Facebook Tochterunternehmen versucht zwar alles seine Nutzer loszuwerden, doch die bleiben diesen treu. Warum soll ausgerechnet ein Google Assistent, der noch einmal deutlich macht wie sehr Google uns ausspioniert, das Killer-Feature werden. Ich werde mir zwar den neuen Messenger installieren, aber höchstwahrscheinlich mangels Gesprächspartner links in der Ecke liegen lassen.

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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