Samsung: 2 Milliarden Dollar Aktienrückkauf für Wertstabilisierung

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Samsung

Seit zwei Geschäftsquartalen ist der südkoreanische Smartphone-Hersteller Samsung ein wenig ins straucheln gekommen, was manche bereits als das Ende des asiatischen Giganten deuten. Noch ist der Konzern nicht im freien Fall wie einst andere Hersteller und um das zu verhindern, will man sein Portfolio überarbeiten und einen größeren Aktienrückkauf starten.

So paradox es auch klingen mag, aber für den Erfolg ist nicht nur ein gutes Angebot an hochwertigen Produkten entscheidend, sondern auch was die Anleger für Vertrauen in ein Unternehmen haben. Natürlich nur wenn das betreffende Unternehmen an der Börse vertreten ist und gehandelt wird. Gerade Samsung kann davon ein Lied singen, denn obwohl man beispielsweise letztes Jahr seine Absätze und Gewinne steigern konnte, fiel die Bewertung an der Börse eher mau aus.

Samsung unter Druck der Börse

Grund damals waren niedrigere Prognosen als von Analysten im Vorfeld erwartet, was einmal mehr die nach ihren eigenen Regeln spielende Finanzwelt zeigte. Das weiß auch Samsung und um das Vertrauen der Anleger in den Konzern wieder zu stärken, plant Samsung Electronics Aktienanteile im Gesamtwert von über 2 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Das wäre das erste Mal seit 2007 und die zweitgrößte Aktion dieser Art, da man 1,65 Millionen Anteile und 250.000 bevorzugte Anteile wieder zurückkaufen will.

Sollte der Rückkauf wie geplant klappen, dann kann der Konzern seinen Aktienwert stabilisieren und den Wert für die eigenen Aktionäre steigern. Wie gesagt sind etliche Großaktionäre alles andere als glücklich mit den fallenden Gewinnen des Konzerns. Letzterer ist unter anderem durch die erstarkende Konkurrenz wie Xiaomi un China zustande gekommen, wo Samsung einfach nicht schnell genug im Einsteiger- und Mittelklasse-Bereich reagiert hat, konkurrenzfähige Geräte auf den Markt zu bringen.

Daher will man sein Portfolio kommendes Jahr um bis zu 30 Prozent verkleinern und auch im Management der Smartphone-Sparte einiges ändern. Unter anderem werden auch nicht-profitable Bereiche geschlossen wie Samsung Video mit dem Video Hub oder der Messenger ChatON. Letzterer soll allerdings doch weitergeführt werden wie es heißt. Übrigens ist der komplette Neustart bei den letzten Gerüchten zum Samsung Galaxy S6 aka Project Zero ziemlich gut zu erkennen: Man fängt am Punkt Null des Gerätes an (zum Beitrag).

[Quelle: Reuters]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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