Samsung Galaxy S7: Darum gibt es wieder den MicroSD-Slot

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Samsung Galaxy S7

Nachdem im Galaxy S6 der MicroSD-Slot sehr zum Ärger vieler Fans gestrichen wurde, feierte er im Samsung Galaxy S7 seine Rückkehr. Samsung hat dies als eine echte Neuerung vermarktet, doch hinter der ganzen Sache steckt etwas mehr als man auf den ersten Blick hin erkennt. Nun erklärt sich der südkoreanische Konzern gegenüber der Öffentlichkeit, warum er seinerzeit zu dieser schwerwiegenden Entscheidung mehr oder weniger gezwungen wurde.

Was noch für das Samsung Galaxy S6 galt, ist für das Samsung Galaxy S7 (zum Beitrag) nicht mehr das Problem: Die Kombination aus sehr schnellem UFS 2.0 Flash-Speicher und dem nicht so schnellen Flash-Speicher einer MicroSD-Speicherkarte. Man war in der Entwicklungsphase des 2015er Flaggschiff-Modells ganz einfach zu der Entscheidung gekommen, dass eine MicroSD-Speicherkarte das Smartphone an sich zu sehr ausbremsen würde, so Kyle Brown als Head of Technology, Content and Launch Management von Samsung.

Rückkehr zu alter Tugend mit dem Samsung Galaxy S7

Deswegen hat Samsung auch ein Modell mit 128 GB internem Speicher des Samsung Galaxy S6 angeboten, um den Wegfall der MicroSD zumindest für Power-User ein wenig zu kompensieren.
Mit dem Samsung Galaxy S7 scheint der Konzern allerdings keine Performance-Probleme mehr zu haben, sobald eine MicroSD-Speicherkarte genutzt wird. Genau deswegen ist der Slot auch wieder zurück gekommen – trotz UFS 2.0 Flash-Speicher.

Die Behauptung, dass der UFS-Speicher-Controller nicht mit dem eMMC-Standard für Speicherkarten klar kommt, ist damit widerlegt. Oder Samsung hat eine neue Generation des besagten Speicher-Controllers im Samsung Galaxy S7 verbaut, welcher genau diese Brücke schlagen kann, ohne dabei signifikante Einbußen bei der Leistung zu verursachen (zum Beitrag).

In jedem Fall ist die Nutzung der MicroSD-Speicherkarte nur als Ablage für Medien und Dokumente zu gebrauchen. Den „Adoptable Storage“-Modus des vorinstallierten Android 6.0 Marshmallow unterstützt das Samsung Galaxy S7 allerdings nicht. Die Option wurde von den Samsung-Ingenieuren kurzerhand entfernt (zum Beitrag).

Als Erklärung hierfür wird unter anderem eine Empfehlung von Google herangezogen, in welcher eine stark nachlassende Leistung erwähnt wird. Man habe die Funktion in erster Linie für Smartphones in Entwicklungs- und Schwellenländer entwickelt, um deren Kosten durch einen kleinen internen Speicher möglichst niedrig zu halten.

Letzten Endes kommt es sowieso darauf an, wie man sein Smartphone nutzt. Prinzipiell wird eine MicroSD nicht mehr zwangsläufig benötigt, was auch unser nachfolgender Artikel zu verdeutlichen versucht:

MicroSD: Wozu braucht ein Android Smartphone noch eine Speicherkarte?

Wenn man so will könnte das Design und die Performance des Samsung Galaxy S6 damals stärker im Vordergrund gestanden haben, anstelle eines möglichst flexiblen Speichers.
Umso größer war die Freude, dass im Samsung Galaxy S7 der MicroSD-Slot wieder vorhanden ist.

Laut Brown ist der MicroSD-Slot auch einer der Punkte die besonders positiv aufgenommen wurden. Neben dem gemäß der IP68-Richtlinien wasserdichten Gehäuse übrigens, was von innen heraus versiegelt wurde, anstelle über das äußere Gehäuse und dessen Anschlüsse.

[Quelle: TechRadar]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. DasE schreibt:

    Was ein Blödsinn…besitze ’n HTC A9 und benutze ne 64GB Karte von Samsung die pro + als internen Speicher ..läuft einwandfrei …das is nur geldmacherrei von seitens Samsung und ne Frechheit das Feature einfach mal rauszunehmen…

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