Samsung Pay war für Nicht-Samsung-Geräte im Gespräch

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Samsung Pay

Neben Apple und Google will auch Samsung ein großes Wörtchen mitreden im Bereich des mobilen Bezahlens, wofür man extra LoopPay gekauft und in Samsung Pay integriert hatte. Damit hat der südkoreanische Konzern einen kleinen technischen Vorsprung und auch der Start im Heimatmarkt Südkorea ist bestens verlaufen. Sogar eine Öffnung für andere Smartphones war mal angedacht.

Dies und weitere Details hat Injong Rhee, Executive Vice President und Head of Enterprise Business von Samsung in einem umfangreichen Interview gegenüber ZDNet erzählt, in welchem es um die auf NFC und MST basierende Bezahlmehode ging. Natürlich hob Rhee unter anderem die ersten Erfolge mit mehr als 1 Million Nutzer und 88 Millionen US-Dollar Auftragsvolumen hervor, womit Samsung Pay, welches zusammen mit dem Samsung Galaxy S6 Flaggschiff-Duo vorgestellt wurde (zum Beitrag), besser gestartet ist als man dachte.

Samsung Pay auf dem Vormarsch

Dabei betonte Injong Rhee, dass man bei Samsung nicht die Geldbörse im Gesamten ersetzen wolle, sondern im Idealfall lediglich die Kreditkarte(n), die man so mit sich führt. Um dies zu erreichen wird man diesen Monat ein erstes Update für die App von Samsung Pay ausliefern, welche Gutscheine, Kundenkarten und auch In-App-Käufe unterstützt, zusammen mit einer leicht verbesserten Oberfläche.

Dennoch war die Geräte-Unterstützung ein größeres Thema bei dem Interview bezüglich Samsung Pay. So spielt Samsung tatsächlich mit dem Gedanken auch Nicht-Samsung-Smartphones irgendwann in der Zukunft zu unterstützen, aber derzeit ist man mehr damit beschäftigt, den Dienst und die nötige Technologie bei NFC-Terminals im Markt zu etablieren. Vor allem Überzeugungsarbeit im Einzelhandel ist nötig, da etliche Händler Samsung Pay lediglich als einen weiteren Dienst wie Apple Pay oder Android Pay (zum Beitrag) betrachten.

Um den Erfolg der eigenen Bezahlethode zu steigern, braucht es jedoch auch potentielle Nutzer, die nur mit Flaggschiff-Modellen nicht zu erreichen sind. Daher will man die MST-Technologie (Magnetic Secure Transmission) weiter ausbauen und Samsung Pay damit auch auf Mittelklasse- und Budget-Modelle bringen. Dazu ist NFC nicht zwingend nötig, denn MST arbeitet mit einer kleinen Metallspule, welche ein magnetisches Feld wie eine handelsübliche Kreditkarte erzeugt, was wiederum von jedem Händler-Terminal ohne Probleme gelesen werden kann. Ein immenser Vorteil gegenüber NFC, wofür Händler sich extra neue Terminals zulegen müssen, was wiederum die Verbreitung von rein NFC-basierenden Lösungen wie eben Apple Pay und Android Pay stark behindert.

Wie genau all das genau funktioniert und wie Samsung den Dienst absichert, haben wir für euch in diesem Artikel näher beschrieben:

Samsung Pay: Drahtloses Bezahlen made in Südkorea

Das heißt aber nicht, das ältere Samsung-Modelle per Update tauglich werden für Samsung Pay. Derzeit haben laut Samsung nur die aktuellen Premium-Modelle der Galaxy-S6-Familie und das Samsung Galaxy Note 5 eine solche Metallspule. Sollten andere Hersteller eine solche Spule einbauen, dann könnte Samsung Pay der ganz große Durchbruch für das mobile Bezahlen in Deutschland werden, wenn Händler nicht extra neue Terminals anschaffen müssen. Zumal hinzu kommt, dass zahlreiche Terminals lediglich ein Software-Update für MST benötigen.

Doch Händler sind nur eine Seite der Gleichung: Auch die Bankbranche muss bei solchen Plänen mitspielen und da sieht es trotz großzügiger Zugeständnisse seitens Samsung wie der Verzicht auf eine Transaktionsgebühr für den Smartphone-Konzern noch sehr düster aus (zum Beitrag). Bisher heißt es nu, dass man „irgendwann in 2016“ auch in der DACH-Region – Deutschland, Österreich und die Schweiz – mit dem Aufbau des Händlernetzwerkes plane.

[Quelle: ZTNet]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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