Samsung startet Music Hub in Europa

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Eines kann man Apple echt nicht vorwerfen und das ist Erfolgslosigkeit oder Zurückhaltung beim digitalen Vertrieb. iTunes, die Plattform für Musik und Filme ist ungemein erfolgreich und hat die Musikbranche wieder ein gutes Stück positiver in die Zukunft blicken lassen. Google und Amazon ziehen zwar in Amerika nach, doch hierzulande sieht es eher mau aus. Ein Umstand, den Samsung mit seinem Music Hub auszunutzen sucht.

Denn mit dem Verkaufsstart des Galaxy S III hierzulande am gestrigen Tag hat der südkoreanische Konzern zeitgleich seinen Music Hub offiziell gestartet. Im Music Hub, der vorerst exklusiv für das Galaxy S III bleiben soll, können Kunden aus einem Katalog von über 19 Millionen Songs auswählen, Probehören und bei Gefallen kaufen und herunterladen. An und für sich nichts Neues doch Samsung will damit etablierten Diensten wie iTunes, Spotify oder last.fm Konkurrenz machen. Grundlage für den Music Hub ist übrigens das Anfang des Monats übernommene Unternehmen mSpot, welches im Streaminggeschäft Spotify und Co. Konkurrenz machen wollte.

Jeder der über 19 Millionen Songs lässt sich 30 Sekunden lang vorhören und anschließend zu iTunes-ähnlichen Preisen kaufen, was auch für ganze Alben gilt. Oder man streamt sich die Musik auf’s Gerät, was pro Monat markttypische 9,90 Euro kosten wird. Für das Abomodell stehen dem Nutzer satte 100 GB an Cloudspeicher zur Verfügung, von dem sich einzelne Songs auch downloaden lassen. Gestreamt werden kann übrigens auf bis zu 4 mobile Geräte der Galaxy-Reihe, wer zusätzlich noch einen PC oder Mac zur Liste der empfangenden Gerätschaften hinzufügen will, der muss 12,99 Euro auf den Tisch legen.

Wie das Vorbild iTunes scannt Music Hub die eigene Musikbibliothek nach Titeln und lädt diese bei Bedarf in den Cloudspeicher, gefundene Titel hingegen werden direkt aus dem Musikkatalog von 7Digital abgespielt. Ebenfalls ähnlich wie iTunes oder Spotify werden dem Kunden Musikvorschläge nach den eigenen Vorlieben vorgeschlagen, was das erkunden des umfangreichen Katalogs erleichtern soll. Ebenfalls bei der Konkurrenz abgeschaut: Die Zusammenstellung eines eigenen radioähnlichen Kanals. Zunächst ist der Dienst wie bereits erwähnt für das Galaxy S III exklusiv, Samsung plant aber die AUsweitung auf weitere Modelle der Galaxy-Reihe, TV Geräte und BluRay Player. Zum Start sind in Europa neben Deutschland noch  Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien.

[Quelle: CNet.com | via ZDNet.de]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Bei bis jetzt 10 Millionen verkauften Geräten könnte sich da schon etwas entwickeln. Aber ich solange nicht ander Preisschraube gedreht wird, denke ich, werden sich die mp3’s bzw. Abos nur schleppend verkaufen.

    • Die Preise liegen mehr oder weniger auf dem Niveau der Konkurrenz, einziger richtiger Nachteil den ich sehe: Die App ist nur für Galaxy-Modelle geplant udn für keine anderen…

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