Samsung und LG: Namensstreit wegen „Unpack“

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Samsung gegen LG wegen Unpack

Im Haifischbecken der Smartphone-Hersteller tummeln sich etliche große Namen und noch viel mehr kleinere Namen. Das es da auch mal zu kleineren (oder größeren) Reibereien wegen bestimmter Dinge kommt, ist nicht zu verhindern. Was aber Samsung derzeit auf die Palme bringt ist schlicht gesagt lächerlich und Schuld daran ist die in letzer Zeit hin wieder recht gewitzte landeseigene Konkurrenz namens LG.

Seit etlichen Jahren vollzieht Samsung im Stile von Konkurrent Apple eigene Events, auf denen die kommenden Flaggschiffe mit ganz viel Tamtam enthüllt werden. Diese Events finden meistens im Rahmen größerer Messen wie dem Mobile World Congress in Barcelona oder der Internationalen Funkausstellung in Berlin statt unter der Bezeichnung Samsung Unpacked. Allerdings wird ein Unternehmen gleichzeitig meistens arroganter, je größer es wird bzw. umso größer dessen Erfolg ausfällt. Insbesondere Apple wurde das gerne mal vorgeworfen, nachdem der Konzern alles und jeden wegen kleinster Ähnlichkeiten „vor den Kadi“ gezerrt hat.

 

Wenn der Erfolg zu Kopf steigt

Mittlerweile ist Samsung kaum noch besser, denn die neuste Episode kann man wirklich wie Kollege Danny von SmartDroid es bezeichnet, als „Kindergarten“ bezeichnen. Samsung stört sich daran, dass LG in einer Einladung zum Presse-Event für das G2 kommenden Monat in New York City den Terminus „Unpack“ verwendet, da Samsung der Meinung ist, dass man mit diesem Begriff automatisch die Unpacked Events von Samsung meinen würde. Laut dem aktuellen Marktführer im Mobilfunk-Bereich würde die Kombination aus „Unpack“ und „Event“ mittlerweile ein eigenständiger Begriff sein und daher für Samsung vorbehalten, was LG jedoch nur müde lächeln lässt.

Zumal die zuständige Behörde für Geistiges Eigentum den Terminus „Unpack“ als nicht schützenswert betrachtet und daher nicht als Marke, in welcher Form auch immer, Markenrechtlich geschützt werden kann, unter anderem da es sich um ein allgemeines Verb des englischen Sprachgebrauchs handelt. LG konterte unter anderem damit, dass bereits etliche andere Firmen ebenfalls „Unpack“ für ihre Events nutzten und da hat auch niemand die Verwendung moniert. Außerdem fügte LG hinzu, dass man „Unpack“ lediglich bei der Ankündigung verwendete, die Veranstaltung selbst wird anders genannt und gegen Ende des Monats bei der offiziellen Einladung der Presse bekannt gegeben.

Andererseits ist es nicht das erste Mal, dass sich LG im Schatten von Samsung einen kleinen Vorteil ergaunern will. Wobei für uns Außenstehende die letzten Aktionen von LG in dieser Richtung eher amüsant waren, beispielsweise das Plakat am Times Square oder die Reaktion beim Twitter-Schlagabtausch zwischen HTC und Samsung, wer denn nun die meisten Preise für sein Flaggschiff bekommen hätte. Bleibt nur zu hoffen, dass Samsung nicht zu sehr abhebt aufgrund des anhaltenden Erfolgs.

[Quelle: ETNews | via SmartDroid]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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