Sony: Die Version ist egal, solange man es gut verkauft

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Android 4.0 Ice Cream Sandwich ist seit fast einem dreiviertel Jahr erhältlich in Form des Quellcodes und erst seit kurzer Zeit trudeln hier und da die Updates für bestehende Geräte auf die neuste Androidversion ein. Wenn man allerdings Sony Mobile Glauben schenken darf, dann ist dem Kunden egal was für ein Android er hat. Lebkuchen oder Eiskrem, wo ist da schon der Unterschied?

Diese gewagte These stellte Sony Mobile Marketing Manager für Australien, Sean Coulson. Seiner Meinung nach ist es dem Kunden egal was für eine Version von Android auf seinem Smartphone oder Tablet laufe, wichtig sei nur das man die eigenen Produkte gut verkaufen könne. Sony Mobile brachte sein aktuelles Lineup zwar recht zügig auf den Markt, das Xperia S beispielsweise war noch vor der Konkurrenz auf dem Markt, allerdings mit dem bereits da schon veralteten Android 2.3 Gingerbread. Bis heute ist für die ersten Xperia-Modelle der NXT-Reihe kein Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich erschienen, ein Marktstart mit der Systemversion wäre also ohnehin verspätet gewesen. Dieses soll übrigens Ende Juli endlich kommen.

Sollte das als Begründung für die eher schleppenden Verkäufe des Xperia S bei den diversen Elektroläden herhalten? Denn Coulson sieht anscheinend die Verkäufer als Schuldige, die den interessierten Kunden schlicht und ergreifend neuere Modelle empfohlen hätten, statt auf die Vorzüge des Xperia S einzugehen. Es ist eigentlich nachvollziehbar, wieso Verkäufer lieber Geräte mit neuerer Software an den Mann/die Frau bringen wollen als Geräte mit veralteter Software. Die Unterschiede zwischen Gingerbread und Ice Cream Sandwich sind dann doch zu groß, als das man dem Kunden ein Smartphone mit Android 2.3 Gingerbread ohne entsprechende Hinweise empfehlen könne. Die Unterschiede in Sachen Performance oder Akkulaufzeit sind doch zu verschieden.

Allerdings konnte Coulson doch noch eine plausible Erklärung geben, wieso das Xperia S mit Android 2.3.7 Gingerbread auf den Markt kam. Die Verantwortlichen Bei Sony Mobile standen vor der Wahl zwischen einem frühen Marktstart mit dem veralteten Android 2.3.7 Gingerbread oder einem späteren Marktstart durch andauernde Entwicklungsarbeiten bei Android 4.0 Ice Cream Sandwich. Die Wahl fiel auf den früheren Marktstart, um die Chance auf mehr Marktanteile wahrnehmen zu können. Dennoch stellt sich die Frage, warum Sony als das Unternehmen mit den meisten Codeänderungen bei Android 4.0 Ice Cream Sandwich erstens so lange für das Update braucht und zweitens nicht als erster mit einem entsprechend ausgerüstetem Smartphone zuerst am Markt war.

[Quelle: PC Welt Australia | via SmartDroid.de]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

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