Sony Mobile Communications kurz vor dem Verkauf?

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Laut einer Statistik streichen sich Apple und Samsung fast alle Gewinne in der Smartphone-Branche ein, weswegen es kleineren Herstellern wie HTC, LG, Motorola oder auch Sony finanziell nicht gerade blendend geht. Für die Japaner könnte das kommende Jahr zudem zum Schicksalsjahr werden, wie die Konzernspitze nun in einem Ultimatum für das Tochterunternehmen Sony Mobile Communications bekannt gibt.

Sollte die Hardware-Sparte für Android Smartphones und damit den Geräten wie dem Sony Xperia Z3 oder Sony Xperia Z5 nicht im laufenden Geschäftsjahr einen signifikanten Gewinn erwirtschaften, wird die Abteilung aufgegeben und zum Verkauf angeboten. Zwar hatte CEO Kazuo Hirai dies nicht so drastisch formuliert, aber aus seiner Aussage gegenüber Reuters könnte man genau dies herleiten. Ein Weg, den auch BlackBerry einschlägt (zum Beitrag).

Schicksalsjahr für Sony

So sagte er in dem Interview, dass man sich das Geschäft im kommenden Jahr noch ein wenig anschauen werde. Wenn jedoch der Break-even-Punkt, sprich die Grenze zu den schwarzen Zahlen nicht erreicht werde, müsse man die entsprechenden Maßnahmen in Angriff nehmen. Was das bedeutet hatte man letztes Jahr mit der Notebook-Sparte und der Vaio-Marke gesehen: Man hat sie kurzerhand verkauft.

Von daher wird der Absatz der aktuellen Xperia Z5 Modelle (zum Beitrag) sehr genau beobachtet. Die technischen Voraussetzungen sind mit dem Sony Xperia Z5, dem Xperia Z5 Compact sowie dem Xperia Z5 Premium durchaus gegeben. Vor allem durch den Punkt, dass Sony den im Allgemeinen als problematisch bekannten Snapdragon 810 was die Abwärme betrifft in den Griff bekommen hat (zum Beitrag). Hinzu kommen noch eine hochauflösende Kamera, ein strammer Akku und ein Fingerabdruck-Sensor in der Power-Taste.

Ob das allerdings reicht und ob das Sony Xperia Z6 – wie bisher – schon in einem halben Jahr folgt und was Sony sonst noch an Modellen in der Entwicklung hat, wird maßgeblich die Zukunft der Xperia-Smartphones beeinflussen. Immerhin gehören die preiswerten Hersteller aus China mit zu den größten Bedrohungen des japanischen Herstellers im Smartphone-Bereich, wo man preislich nicht mithalten kann. Auch der Ausflug mit MediaTek-Prozessoren brachte bisher nicht den gewünschten Erfolg.

Von daher kann man Sony nur Erfolg wünschen, denn ohne die Japaner würde es nicht nur weniger Konkurrenz geben, sondern auch Smartphones mit Wasserdichtem Gehäuse als Standardausstattung.

Update!

Wie nun ein Sprecher von Sony bekannt gibt, sei der Sony CEO falsch verstanden worden. Ein Verkauf der gesamten Mobilfunksparte Sony Mobile Communications kommt bis auf weiteres nicht in Frage. Vielmehr werde man bei anhaltenden Verlusten über den Austausch der Führungsebene nachdenken und diese mit Risiko freudigen Managern besetzen.

[Quelle: Reuters | via AndroidMag]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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