ST-Ericsson NovaThor L8580: Nächster Günstig-Quadcore mit Brachialleistung

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stericsson_novathor

Das neue Jahr hat nun fast schon seine ersten beiden Monate hinter sich gebracht, weswegen der Mobile World Congress 2013 unaufhaltsam näher rückt. Neben den üblichen Neuheiten in Form von Smartphones und Tablets scheinen auch Chiphersteller verstärkt die große Bühne zu suchen, denn mit ST-Ericsson macht sich der nächste Chiphersteller bereit, seine neuste Generation vorzustellen.

Allerdings ist der Chip, den die europäische Chipschmiede ST-Ericsson in Barcelona vorstellen will, eigentlich ein alter Bekannter. Denn der L8580 getaufte Quadcore hatte seinen ersten Auftritt bereits während der Consumer Electronics Show 2013 Anfang Januar gehabt, wo quasi der Großteil der Spezifikationen bekannt gegeben wurde. Bis heute hat sich daran auch kaum etwas geändert, außer das ST-Ericsson den Takt Marketing-technisch ordentlich in die Höhe getrieben hat und ein wenig an den unterstützten Technologien geschraubt hat.

Während der Takt noch Mitte Januar bei schon damals respektabel maximalen 2,5 GHz je Cortex A9 Kern lag, kann der aktuelle Chip bis zu 3 GHz hochgetaktet werden. Die GPU kommt nach wie vor von PowerVR Technologies, hört auf den Namen SGX544 und geht mit gut 600 MHz zu Werke. Dieselbe GPU kommt nebenbei erwähnt auch in Apple’s für das iPad 4 entwickelter CPU A6X zum Einsatz, was damit allein schon eine ordentliche Performance attestiert. Mit dem doppelt so hohen Takt dürfte also in Sachen Grafikleistung ebenfalls neue Höhen erklommen werden. Kein großes Wunder also, wenn ST-Ericssons selbst seinen mobile Quadcore mit der Leistungsfähigkeit einer Desktop-CPU vergleicht.

 

Alles drin im Chip

Allerdings muss der NovaThor L8580 das spätestens auf dem MWC 2013 auch unter beweis stellen, denn erzählen kann man bekanntlich wenn der Tag lang ist. Abgesehen von diesen Leistungsdaten bietet der NovaThor L8580 nahezu alles, was derzeit an Zusätzen möglich ist. Egal ob WLAN, WiFi Direct, Miracast, Bluetooth, GPS/GLONASS, NFC und ein FM Radio, im Prinzip alles was an Funktechnik geht, ist im L8580 anzutreffen. Darüber hinaus befindet sich noch ein Modem für LTE-Advanced, welches unter Live-Bedingungen bereits experimentell eine Downloadrate von knapp 900 MBit/Sekunde erreichte.

Okay, damit wäre die doch ziemlich umfangreiche Feature-Liste abgehakt und wir kommen zum nächsten Punkt, den ST-Ericsson hervorgehoben hat. Und zwar die Tatsache, dass der NovaThor L8580 mit seinem FD-SOI Fertigungsprozess in 28nm bis zu 35% weniger Strom benötigen würde als bisherige vergleichbare ARM-Prozessoren bei hoher Belastung. Ob man sich hier lediglich auf A9 Kerne oder A15 Kerne bezieht, bleibt ST-Ericsson uns schuldig. Auch hier werden erste Referenz-Geräte zeigen müssen, ob ST-Ericsson seine Versprechen einhalten kann. Sollte das der Fall sein, dürfte der NovaThor L8580 das nächste große Ding in der Mobilfunkbranche werden.

[Quelle: ST-Ericsson | via AndroidNext]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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