Statistik: Samsung hat die größten Geräte-Subventionen

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Samsung und die Subvention von Geräten

In jedem Markt dieser Welt findet ein unaufhörlicher Konkurrenzkampf statt, in welchem mal der eine Kontrahent über die anderen siegt. Aufstieg und Fall sind allgegenwärtig, wobei sich die Wechsel an der Spitze manchmal auch über Jahre hinziehen können, so wie Nokia über 12 Jahre lang der Marktführer im Mobilfunk gewesen war. Doch nicht nur in Sachen Marktanteile konkurrieren manche Hersteller miteinander.

Insbesondere Apple und Samsung sind sehr harte Konkurrenten, welche sich nicht nur im Verkauf ihrer Geräte einen teils heftigen Schlagabtausch liefern. Dennoch war Apple auf einem Feld absolut ungeschlagen: Der Subvention der eigenen Geräte bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages. Schon immer waren die Smartphones mit dem kleinen i die Teuersten auf dem Markt, mit einem 2-Jahresvertrag kostete schon immer jedes aktuelle iPhone 199,99 US Dollar für das Einstiegsmodell. Kein Wunder also, dass die Subventionen der Mobilfunkbetreiber die Größten waren. Doch auch in diesem Bereich hat Samsung den Konkurrenten aus Cupertino überholen können.

Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens ABI Research, hat mittlerweile Samsung die Krone in Sachen Geräte-Subvention übernommen. Durchschnittlich satte 84% des Gerätepreises eines Samsung-Smartphones verteilen die Mobilfunkbetreiber mittlerweile über die Laufzeit von Verträgen, um den Kaufpreis eines Smartphones von Samsung attraktiv niedrig zu halten. Zum Vergleich sind es bei Apple mittlerweile nur noch durchschnittlich 74%, während selbst HTC mit durchschnittlich 80% noch vor Apple liegt in Sachen Hardware-Subvention. Ob diese Entwicklung allerdings wirklich gut für den Markt an sich ist, darüber zweifelt der ABI-Research-Analyst Nick Spencer:

The smartphone market in particular is entering a new phase focusing on execution and price, rather than innovation and value. Samsung’s scale and supply chain excellence is allowing it to put its competitors under increasing price pressure and win market share. This is a major concern for the rest of the market, especially for smaller, less efficient vendors, as margins will be squeezed and overall market value reduced.

Deutsche Übersetzung:

Der Smartphone-Markt im Besonderen geht in eine neue Phase über, deren Schwerpunkt auf der Ausführung und den Preisen liegt, anstatt auf Innovationen und Werte zu setzen. Samsungs Größenordnung und die Zulieferer-Kette im Besonderen erlauben es dem Konzern, die Konkurrenz unter einen steigenden Kostendruck zu setzen und dadurch selbst Marktanteile zu gewinnen. Das ist zweifelsohne eine wichtige Angelegenheit für den Rest des Marktes, insbesondere für kleinere und weniger effizientere Anbieter, was Margen und den Marktwert allgemein drückt.

Spencer von ABI Research sieht die Entwicklungen somit in einem eher weniger guten Licht, da durch die entstandene Marktmacht von Samsung insbesondere kleinere Anbieter und StartUps Probleme haben werden, ihre Produkte am Markt kostendeckend etablieren zu können. Insbesondere neue Plattformen wie Firefox OS, Ubuntu Touch oder Sailfish OS werden es schwer haben, gegen den Riesen Samsung bestehen zu können. Gerade Plattformen wie Ubuntu Touch bieten mit ihren neuartigen Bedien-Konzepten innovative Ansätze, wie wir mit unseren mobilen Begleitern künftig interagieren werden. Allerdings auch nur, wenn diese für den Kunden bezahlbar und somit attraktiver werden.

[Quelle: ABI Research | via PhoneArena]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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