Stellenabbau bei HTC

Geschrieben von

HTC ist mit eines der Urgesteine der Smartphone-Branche, auch wenn das kaum noch jemand weiß. Im Jahre 1997 gegründet, hat das taiwanische Unternehmen anfangs hauptsächlich als OEM-Hersteller für nahezu alle Mobilfunkprovider gearbeitet. Geräte wie T-Mobile’s MDA oder der XDA bei o2 kamen von HTC, bis man 2008 mit dem T-Mobile G1 in das Androidgeschäft einstieg.

Damals schon sehr erfolgreicher Produzent von Smartphones und Pocket PC’s mit Windows Mobile, traute man dem taiwanischen Unternehmen mit dem T-Mobile G1 und Android nicht allzu viel zu. Heute, knapp 5 Jahre nach dem Android-Debüt ist man einer der größten Hersteller für Android-Smartphones überhaupt, auch wenn Samsung in den letzten 2 Jahren HTC deutlich überholt hat an Größe und Marktanteilen. Die Sensation-Reihe aus dem letzten Jahr ist technisch gesehen zwar alles andere als schlecht gewesen, das Problem ist allerdings die Modellvielfalt gewesen. Das führte dazu, dass Samsung wie schon erwähnt wurde, an HTC vorbeiziehen konnte und der taiwanische Konzern mit sinkenden Gewinnen und Verkaufszahlen zu kämpfen hat.

Das der Umsatzrückgang härter als bisher gedacht ist, belegt der Stellenabbau von ganzen 1.000 Arbeitsplätzen nur zu deutlich. Von dem Stellenabbau ist zudem die Schließung kleinerer Standorte mit betroffen, auch wenn HTC die Sache etwas herunterspielt. Die Entlassungen seien zum Teil Saisonbedingt und basieren auf staatlichen Regelungen. Angesichts der Schätzungen einiger Analysten ist das freilich etwas schwer zu glauben, immerhin erwarten Analysten 2012 einen Rückgang von knapp 30% bei der Auslieferung eigener Smartphones. Ein weiterer Grund zum zweifeln ist der Verkauf von 25% der Anteile von Beats by Dr. Dre, was die Vermutung einer Unternehmenskrise nur weiter nährt.

Wie HTC weiterhin auf diese Entwicklungen reagieren wird, lässt sich schwer sagen. Möglich wäre es, dass HTC nun weniger in Forschung und Entwicklung investieren wird. Vielleicht können die Taiwaner mit den auf der IFA vorgestellten Neuheiten noch die Kurve kriegen, zum Beispiel mit dem angedeuteten Tablet.

[Quelle: DigiTimes | via SmartDroid]
The following two tabs change content below.
Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. Pingback: HTC verliert 40 Millionen US Dollar wegen OnLive-Krise | anDROID NEWS & TV

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*


209 Abfragen in 0,417 Sekunden