Sundar Pichai über Nexus, das One und Samsung

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Sundar Pichai

Vor etwas mehr als 2 Wochen fand wie jedes Jahr in San Francisco die Google I/O statt, die Google-eigene Entwickler-Konferenz von und für Entwickler. Dieses Jahr rückten wieder die eigentlichen Entwickler von Apps und Programmen in den Vordergrund, weshalb Consumer-Produkte und Android selbst etwas zurücktreten mussten. Insbesondere das fehlen eines neuen Nexus-Gerätes irritierte uns.

Zwar stellte Googles Produktmanager für Android ein Galaxy S4 mit Stock Android vor, doch zu einem Nexus wird das spezielle Galaxy S4 dadurch dennoch nicht. Kurz darauf machte das Gerücht die Runde, dass Google künftig komplett auf weitere Modelle der Nexus-Familie verzichten könnte aber dem hat Sundar Pichai, der Nachfolger von Andy Rubin als Verantwortlicher für den kompletten Android-Bereich, eine klare Absage erteilt: Google hat und wird auch weiterhin am Nexus-Programm festhalten.

Das schließt aber nicht aus, dass auch mal Hersteller außerhalb der üblichen Zyklen und Ausschreibungen ein wenig von der Google-Erfahrung ausliefern dürfen. Den ersten Schritt hatte wie hinlänglich bekannt ist Samsung getan. Das Smartphone wird ab dem 26. Juni exklusiv in den USA über den Play Store von Google verkauft werden. Allerdings wird das Samsung-Smartphone mit dem Vanilla Android ab diesen Termin nicht alleine zu kaufen sein, denn HTC zieht nun tatsächlich nach mit einem speziellen One, sowie vor Kurzem noch spekuliert und dann irgendwie bestätigt wurde.

 

HTC One mit purem Android

Das HTC One mit Vanilla Android wird sich technisch nicht vom normalen One mit HTCs Oberfläche Sense 5 unterscheiden, selbst die BoomSound Stereo-Frontlautsprecher sowie die Ultrapixel-Kamera als auch der Infrarot-Port sind mit an Bord. Ab dem 26. Juni word es das HTC One mit der „Google Nexus Experience“ und purem Android 4.2.2 Jelly Bean für 599 US Dollar geben, was gleich mal 50 US Dollar unterhalb des Galaxy S4 liegt. Dafür kann der Nutzer den verbauten Speicher von 32 GB nicht per MicroSD erweitern, wie es beim Galaxy S4 der Fall ist. Den gesperrten Bootloader kann übrigens wie bei Nexus-Geräten üblich via ADB und Kommandozeile entsperren:

fastboot oem unlock

Was aber hellhörig werden lässt ist die Formulierung „initially“. Übersetzt heißt das soviel wie anfangs, weswegen die Hoffnungen auf einen weltweiten Vertrieb via Play Store rapide in die Höhe schnellen dürften. Andererseits dürfte das Gerät enorm schnell bzw. fast schon dauerhaft ausverkauft sein, da HTC selbst laut Gerüchten lediglich 1% des One ohne der Sense-Oberfläche verkaufen will. Nach derzeitigen Schätzungen würden somit etwa 50.000 Geräte via den Play Store verkauft werden können. Selbiges scheint übrigens auch für das Galaxy S4 zu gelten.

Abgesehen davon wurde Sundar Pichai zum Thema Samsung befragt, da die Südkoreaner ja nun doch eine ziemlich starke Macht im Android-Geschäft sind. Pichai selbst bekräftigte erneut, dass er in der Marktdominanz von Samsung keine Bedrohung für Android als solches erkennen kann. Stattdessen erfreut sich Pichai an der sehr engen Beziehung zu Samsung aber man kann es auch anders sehen. Pichai selbst sieht den Erfolg von Android eher auf den Diensten wie Gmail oder Google Now, die Google über sein eigenes Betriebssystem anbieten kann. Hardware-Partner wie eben Samsung könnten diese Dienste nicht in solch einer Fülle und Qualität anbieten, wie es Google kann.

[Quellen: AllThingsD, HTC]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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