Technik in Print-Magazinen: Eingebettete Smartphones und WLAN-Router

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Technik-Gadgets

Wir nutzen in unserer modernen Zeit allerlei Arten von Technik wie selbstverständlich, als ob wir nie etwas anderes jemals genutzt hätten. Egal ob Smartphone, Waschmaschine, Wasserhahn oder einfach nur eine Uhr: Überall ist moderne Technik mit im Spiel. Doch nicht überall würden wir Technik vermuten, auch wenn die Forschung enorme Fortschritte gemacht hat. Und dennoch: Sie ist überall anzutreffen.

Schon lange wird unter anderem an Technologien geforscht, mit denen sich transparente Komponenten herstellen lassen oder Displays, die biegsam und faltbar wie Papier sind. All diese Technologien und Forschungsprojekte sind zwar noch im Versuchsstadium und noch lange nicht tauglich für den Endkunden aber man konnte bereits hin und wieder Einblicke in den Forschungsstand erhaschen. Auch wenn diese Zukunft noch weit vor uns liegt, ist heutzutage einiges machbar, was man eher für Unmöglich gehalten hat. Oder was würdet ihr zu einer Zeitung sagen, in deren Mitte eine interaktive Werbung läuft, bzw. ihr über eurem eben frisch gekauften Magazin per Smartphone ins Internet gehen könnt?

 

Das telefonierende Magazin

Nicht wenige Leser der Entertainment Weekly durften im Oktober 2012 überrascht gewesen sein, als sie die Ausgabe des Print-Magazins gelesen haben. Der herausgebende Verlag hatte die Aktion zwar damals im Voraus angekündigt aber niemand wollte bis dahin so recht glauben, dass zwischen den Seiten ein voll funktionstüchtiges Smartphone mit 3G-Funk versteckt sein würde. Das Smartphone fungierte dabei als eine art „digitale Werbung“, auf dessen Display das neue Lineup des CW Networks in einer Dauerschleife läuft. Zudem spielte das kleine Display Werbespots zu zwei der neuen Shows ab, sobald man das Magazin auf der entsprechenden Seite aufschlug und wechselte danach zu einem Live-Feed des Twitter-Accounts von CW Network.

Das im Entertainment Weekly versteckte Smartphone ist eine Eigenentwicklung gewesen, die auf einem Android-Smartphone basiert und ihre Daten per 3G-Modem abrufen kann. Hergestellt wurde das sprichwörtlich hauchdünne Stück an Technik wie eigentlich Vieles in China bei Foxconn. Übrigens handelte es sich um ein komplettes Smartphone ohne Gehäuse. Beim auseinander nehmen kamen eine QWERTY-Tastatur zum Vorschein sowie ein Akku, eine Kamera, Lautsprecher und sogar ein MiniUSB-Anschluss waren in dem Gerät versteckt. Die Auflage des Magazins mit dieser besonderen Art der Werbung betrug übrigens geringe 1.000 Ausgaben und eines ist mal sicher: Hierzulande würde der Werbe-Gag sicherlich auch auf regen Zuspruch treffen.

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Über die Zeitung ins Internet

Eine ähnliche Idee greift zudem das Forbes-Magazin auf, jedoch auf nicht ganz so witzige Art und Weise. Die kommende Ausgabe vom 6. Mai wird eine vierseitige Beilage enthalten, in welcher sich ein komplett funktionstüchtiger Mini-WLAN-Router befindet. Leider kann man diese Ausgabe nicht am Zeitungskiosk erwerben, da diese speziellen Ausgaben an eine begrenzte Gruppe von Entscheidungsträgern aus den Bereichen Technologie und Business ging, wie ein Microsoft-Sprecher gegenüber Mashable erklärte. Denn der WLAN-Router mit einem 15 Tage-Testzugang soll den neuen Cloud-Dienst Office 365 von Microsoft bewerben und die Aufmerksamkeit mit dieser Aktion dürfte definitiv erreicht sein.

Zwar muss der Router zuerst einmal aufgeladen werden, bevor bis zu 5 Geräte per WLAN über das Netz von T-Mobile USA bis zu 15 Tage lang surfen können. Der enthaltene Energie-Speicher liefert übrigens Strom für bis zu 3 Stunden Dauerbetrieb des WLAN-Routers, bevor er den Dienst wegen zu geringer Restladung des Akkus verweigert.

[Quellen: Mashable (1) & (2) | Danke für die Tipps, Medusa]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

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