Technik mit Android-Betriebssystem – Wenn der grüne Roboter "fremdgeht"

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Wir alle lieben und schätzen Android als Betriebssystem, nicht weil es von Google kommt. Es sind vielmehr die unzähligen Funktionen, die wir auf Smartphones und Tablets kennen und zu lieben gelernt haben. Ganz besonders für Android als mobiles Betriebssystem gilt: Die Grenzen des Machbaren liegen da, wo die Fantasie der Entwickler ihre Grenzen hat.

Deswegen gibt es für viele Dinge eine App im Play Store, für was man Smartphone und Tablet „missbrauchen“ könnte. Die entsprechende Hardware vorausgesetzt, kann ein Smartphone als Wasserwaage, Metalldetektor oder gar als Babyfon genutzt werden. Als Konsolenersatz brauchen wir da gar nicht erst anfangen. Nur wer dachte, dass Android nur auf Smartphones und Tablets ein Zuhause gefunden hat, der irrt gewaltig.

 

Android in der Küche

Samsung ist der derzeit größte Smartphone-Hersteller der Welt, der mit 31,3% den mit Abstand größten Anteil am weltweiten Markt für Mobilfunkgeräte hat. Aber Samsung baut nicht nur sehr erfolgreich Smartphones, Tablets oder Smartlets. Auch Haushaltselektronik gehört in das Produktangebot des Megakonzerns aus Südkorea. So zum Beispiel ein Kühlschrank mit der Produktbezeichnung Samsung RF4289. Dieser viertürige Kühlschrank ist mit einem Tablet als Bedieneinheit ausgestattet, auf dem Android als Betriebssystem läuft.

Auf dem 8″ großen Touchscreen-Display lassen sich per WLAN beispielsweise Kochrezepte herunterladen, falls einem das eigene Smartphone oder Tablet für den Einsatz als Kochbuch zu teuer ist. Außerdem können schnell Notizen zur Verfeinerung eines Rezeptes angelegt werden oder der eigene Backerfolg schnell via Twitter verbreitet. So viel Nerd-Technik hat allerdings auch ihren Preis: knapp 3.700 US Dollar werden für den nie offiziell in Deutschland erhältlich gewesenen Kühlschrank fällig.

 

Android im Bad

Der morgendliche Gang zum Klo gehört für viele einfach dazu. Manchmal dauert es im Bad bei der Morgentoilette etwas länger, weshalb etwas Abwechslung schön wäre. Manche nehmen dazu einfach ihr Smartphone mit aufs Klo, um Aktienkurse, eMails oder die Wettervorhersage zu konsumieren. Oder man vergisst etwas schläfrig das Smartphone auf dem Weg dorthin und ärgert sich dann. In diesem Fall ist es dann hilfreich, wenn einfacher weise im Spiegel schon alles drin steckt, inklusive Android als Betriebssystem.

Es lässt sich zwar trefflich streiten ob sowas überhaupt wirklich viel Sinn macht, genügend Abnehmer dürfte der derzeit noch etwa 5.000 US Dollar teure Spiegel Cybertexture Mirror von  Firmeninhaber James Law allerdings genügend finden. Noch ist der Spiegel nicht in die Serienproduktion gegangen aber Law hofft trotzdem, dass sich die Stückpreise auf unter 1.100 US Dollar senken lassen.

 

Android im Büro

Kommt man morgens im Büro ein, hilft nicht selten zuerst ein kräftiger Schluck Koffein zum Arbeitsbeginn. Nur blöd, wenn die halbe Belegschaft unterschiedliche Vorlieben beim Konsumieren des schwarzen Goldes hat. Der Kollege nebenan mag seinen Kaffee süß und schwarz, die Kollegin gegenüber mag in hell, der Kollege aus dem Buchwesen mag lieber Cappucino und der Chef schwarz und stark. Nicht leicht da den Überblick zu behalten und eine gesunde Mischung in nur eine Kanne reinzupressen.

Das südkoreanische Unternehmen Metatrend Media hat dafür eine Kaffeemaschine namens Appresso ersonnen, die genau diese Vorlieben per eigenem Smartphone regeln kann. Dazu wird selbiges einfach auf die Maschine oben angedockt und per QR-Codes auf den Kapseln lassen sich umfangreiche Informationen zum Kaffee abrufen. Und damit man mal kurz die Maschine verlassen kann und die Belegschaft dennoch weiß wessen Kaffee gerade zubereitet wird, ertönt eine individuell einstellbare Melodie während des aufbrühens. Wird aber vorerst noch eine Idee bleiben.

 

 

Android im Auto

In diesem Bereich gab es schon einige Versuche der verschiedensten Hersteller, Android im KfZ-Bereich unterzubringen. Beispielsweise das Autoradio Asteroid von Parrot, für das allerdings noch ein Smartphone mit Android notwendig war. Wer in vollkommen autonomes Autoradio MIT Android haben will, der wird auch hier wieder in Deutschland offiziell nichts bekommen und das obwohl der Hersteller dieses Autoradios in Karlsruhe eine Standortvertretung hat.

Die Rede ist vom Unternehmen Dynavin, welches ein solches Autoradio namens DVN-E46 anbietet, nur eben nicht in Deutschland wie schon erwähnt. Als Betriebssystem kommt ein vollständiges Android zum Einsatz, in der schon etwas veralteten Version 2.2 Froyo. Daneben hat es einen 600 MHz ARM Cortex A8 Prozessor mit 600 MHz, 256 MB internen Speicher und unterstützt Speicherkarten bis 64 GB Größe. Über 3G und GPS ist zudem der Navigation keinerlei Riegel vorgeschoben, sodass es sich letzten Endes fast um ein vollwertiges Android-Gerät handelt. Nur das es im Auto eingebaut ist.

[Quelle: Chip Online]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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