[Teil 2] Android L vs. Android KitKat

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Android L vs. Android KitKat

Mit der Developer Preview von Android L für das Nexus 5 und Nexus 7 WiFi (2013) gibt Google erstmals vorab einen Ausblick auf das kommende Android-Update. Eigentlich für App-Entwickler gedacht ermöglicht das System aber auch Ausblicke was sich denn alles ändert. Was sich alles ändert zeigen wir euch in dieser kleinen Serie.

Auch wenn die Developer Preview von Android L nicht als Produktiv-System eingesetzt werden sollte, läuft das Betriebssystem schon erfreulich stabil. Neben einigen Veränderungen unter der Haube tut sich vor allem optisch so einiges und das hat einen Namen: Material Design. Unter der Federführung von Vice President of Design Matias Duarte werden alle Google-Dienste und Plattformen nach und nach stärker aufeinander abgestimmt und sollen einen nahtlosen Übergang zwischen mobilem Begleiter, Desktop und Web-App ermöglichen. Im zweiten Teil unserer keinen Serie schauen wir uns die Telefon-App an. Wer eine kleine Einführung in das Material Design braucht kann sich den kurzen Film von Google anschauen.

Auch für diesen Teil unseres Vergleiches zwischen Android L und Android 4.4 KitKat gilt wieder: Der jeweils linke Screenshot stammt von einem LG Nexus 5 mit installiertem Android L in der Developer Preview (Build LPV81C) und rechts sind die jeweils zugehörigen Screenshots von einem Samsung Galaxy S4 mit CyanogenMod 11.

Benachrichtigungsleiste unter Android L

Auf den ersten Blick hat sich in der Benachrichtigungsleiste unter Android L nicht allzu viel getan. Lediglich die Uhrzeit ist an ihrer gewohnten Stelle verblieben, denn der aktuelle Tag nebst Datum ist nicht mehr vorhanden und in der rechten Ecke befinden sich die Zustandsicons für WLAN, GSM-Netz, Akku und eingeloggter Google-Account. Im Gegensatz zu Android Android 4.4 KitKat ist die Benachrichtigungsleiste übrigens nicht mehr ein „nach unten ziehbarer Kasten“, sondern legt sich wie schwebende Elemente über den aktuellen Bildschirminhalt.

Android L vs. Android KitKat

Benachrichtigungsleiste

Um die Quick Settings zu öffnen muss man unter Android L jedoch keinen Button mehr drücken, sondern zieht den oberen Balken einfach weiter nach unten. Erst dann werden die Quick Settings sichtbar ohne aktive Benachrichtigungen komplett zu verstecken. Erst dann zeigt sich unter anderem das Icon für die Einstellungen, ein Helligkeitsregler und das Datum. Interessanterweise scheint das Chromecast SDK fester Bestandteil zu sein, denn das Icon zur Bildschirm-Übertragung ist auch ohne installierter Chromecast-App verfügbar.

Etwas durchdachter ist nun die Handhabung der Quick Settings: Anstatt wie bei Android 4.4 KitKat mit einem Klick in die jeweiligen Einstellungen zu verweisen, wird jetzt die jeweilige Funktion umgeschalten. Sprich WLAN, Bluetooth und dergleichen werden aus- oder eingeschaltet. Ein Gedrückthalten zum Öffnen der zugehörigen Einstellungen ist jedoch nicht vorgesehen. Lediglich WLAN- und Bluetooth-Optionen sind aus diesem Bereich heraus erreichbar, indem man auf die jeweilige Bezeichnung tippt.

Android L vs. Android KitKat

Benachrichtigungsleiste

Einstellungen

Die Einstellungen sind unter Android L mehr oder weniger dieselben geblieben. Neue Menüpunkte oder größere Änderungen sucht man vergebens, lediglich die farbliche Gestaltung ist anders. Anstatt auf dunkle Farben mit blauen Akzenten zu setzen, dominiert ein heller Hintergrund mit Grau-Grünen Akzenten und größeren Schaltflächen. Ein Fingertipp auf ein Element bringt einen wie gewohnt eine Ebene tiefer. Sobald man eine Menü-Ebene tiefer gelangt macht sich aber eine kleine Änderung bemerkbar: Über die Suchen-Schaltfläche kann man nicht nur in der übergeordneten Einstellung-Übersicht nach einer bestimmten Funktion suchen, sondern in den gesamten Ebenen der Einstellungen.

Telefon

Auch die App zum Telefonieren wird sich deutlich wandeln was die Optik betrifft. Grundsätzlich wird sich an den Funktionen selbst nichts ändern. Der Dialer ist zudem die einzige App in der Developer Preview, die das neue Material Design besitzt wie es zur Google I/O 2014 vorgestellt wurde. Nach wie vor ist der Hintergrund weiß gehalten und das Suchfeld für die Kontakte mit Hilfe von Google Now ist ebenso vorhanden. Neu ist jedoch die Leiste mit den drei Tabs Kurzwahl, Neuste und Kontakte.

In der Kurzwahl tauchen gemäß der Beschreibung die Kontakte, mit denen man am häufigsten telefoniert. Neuste ist das chronologische Protokoll der getätigten Anrufe und der Tab Kontakte dürfte selbsterklärend sein. Der minzgrün/bläuliche Button ruft übrigens das Tastenfeld auf, um eine Telefonnummer manuell einzugeben. Hier gibt es keine größeren Veränderungen, sieht man mal von geringfügig größeren Tasten ab.

Die nicht von ungefähr an Google Now erinnernde Kacheloptik der in der Telefon-App angezeigten Kontakte bleibt übrigens erhalten. Aber auch sonst wird die Telefon-App zunehmend ähnlicher zu anderen Google-Apps. So werden in der finalen Version die kleinen Kontaktbilder als Kreis dargestellt wie es bei Google+ umgesetzt wurde, nur halt auf die Größe eines Smartphone-Displays angepasst. Es ist zudem fraglich ob Google die Developer Preview von Android L auf einen Stand bringt, der den Großteil aller geplanten Neuerungen – technisch und optisch – beinhaltet. Dabei wäre es ein begrüßenswerter Schritt, die Nutzer in den Entwicklungsprozess mit einzubinden. Bei einer gewissen Konkurrenz klappt das schließlich auch.

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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