[Teil 3] Android L vs. Android KitKat

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Android L vs. Android KitKat

Zur Google I/O 2014 gab der Internetkonzern aus Mountain View die ersten Ausblicke auf das kommende Android L, was nichts geringeres als das größte Update in der Geschichte des mobilen Betriebssystems darstellt. Da es für ausgewählte Nexus-Geräte eine Developer Preview gibt, haben wir uns kurzerhand mal das System mit dem Vorgänger Android 4.4 KitKat ein wenig verglichen.

Die zur Google-Konferenz gezeigten Ausblicke haben einen wirklich umfassenden Wechsel angekündigt, welchem sich die Android-Plattform gegenüber sieht. Vor allem die neuen Design-Richtlinien des Konzerns für Android L, den Android-Apps, dem Browser und selbst für Web-Apps sind das was man sofort als erstes sieht. In der für das Nexus 5 und Nexus 7 WiFi (2913) erhältlichen Developer Preview ist davon bereits einiges zu sehen, aber dennoch wird sich bis zum finalen Release im Herbst noch einiges ändern.

Dennoch haben wir ein Nexus 5 mit installierter Android L Developer Preview (LPV81C) mit Android 4.4 KitKat verglichen, welches in Form von CyanogenMod 11 auf einem Samsung Galaxy S4 seinen Counterpart gefunden hat. Wie schon im ersten und zweiten Teil sind auch hier wieder auf der linken Seite die Screenshots von Android L und auf der rechten Seite das jeweilige Gegenstück von Android 4.4 KitKat. Den ersten Teil dieser Serie findet ihr hier und den zweiten Teil an dieser Stelle.

Android L und die runden Kontakte

Wie schon im zweiten Teil dieser Serie erwähnt gibt es bei der Kontakte-App unter Android L zwar umfassende Veränderungen, aber in der Developer Preview ist davon fast nichts zu sehen. Zumindest fast nichts, denn lediglich die Übersicht der Kontakte zeigt eine Veränderung: Die Kontaktbilder sind kleiner, es passen mehr Kontakte auf das Display und sie erinnern an die Google+ Kreise. Wer häufig mit Kontakten die den Google-Apps hantiert wird sich sofort heimisch fühlen.

Leider hört es da auch schon mit den Veränderungen auf, denn geht man in die Detailansicht eines Kontaktes dann erblickt einen noch immer dieselbe Oberfläche wie man sie schon mehr oder weniger seit Android 4.0 Ice Cream Sandwich her kennt. In der finalen Version von Android L wird sich aber auch da einiges tun und das vor allem in Richtung des Material Designs. Wie radikal verändert das sein könnte zeigt ein kleines Detail: Will man die Uhrzeit einstellen hat man ab Android L einen gewöhnungsbedürftigen Uhrzeitkreis.

Android L vs. Android KitKat

Uhrzeit einstellen

Akku Statistiken und ein Energiesparmodus

Großen Wert legt Google bei der Entwicklung von Android L auf den Energieverbrauch, der mit dem im Herbst zu erwartenden Update signifikant gesenkt werden soll. Dazu bedient sich Google einiger neuer Ansätze was den Quellcode und das Verhalten einzelner Prozesse betrifft. Welche Apps und Prozesse die größten Stromfresser unter Android L sind kann man nach wie vor in den Akku-Statistiken nachschauen.

Diese hat Google ein wenig zum besseren überarbeitet, denn man sieht den Verlauf der verbrauchten Energie optisch besser aufbereitet und selbst eine Prognose, bis wann man einer Steckdose fern bleiben kann. Neben der Prozentanzeige der verbleibenden Restkapazität des Akkus sieht man zudem künftig, wie lange das Smartphone oder Tablet noch durchhalten wird. Sollte das jedoch nicht reichen um beispielsweise von Arbeit nach Hause zu kommen oder den Abend mit einem hübschen Date zu verbringen, dann wechselt man unter Android L kurzerhand in den eingebauten Energiesparmodus.

Dieser Modus springt automatisch an sobald der Akku nur noch 15 Prozent Energie besitzt und drosselt dementsprechend die Leistung des Gerätes. Soll das Smartphone mit Android L jedoch noch länger durchhalten, kann man diesen Modus auch manuell aktivieren.

Lautstärke für ruhigere Stunden

Den Abschluss unseres dreiteiligen Vergleiches bildet das Menü für die Lautstärke, denn dort hat sich auch ein wenig was getan unter Android L. Abgesehen vom Ändern der System-Lautstärke allgemein sind unter Android L neue Elemente hinzugekommen, die manch Hardware-Partner von Google schon seit einigen Jahren implementiert: einen „Bitte nicht stören“-Modus. Damit kann man als Nutzer sein Smartphone oder Tablet für eine definierte Zeit stumm stellen, in dessen Zeitraum kein einziges Klingeln die erholsame Ruhe stört.

Dieser Modus kann schnell und bequem direkt nach dem Betätigen der Lautstärke-Taste unter Android L aktiviert werden. Entweder schaltet er sich nach mehreren Stunden automatisch wieder aus oder wenn man manuell ihn beendet. Weitere Optionen gibt es in dem Popup-Fenster nicht, aber mit einem Klick auf „Weitere Einstellungen“ kann man zusätzlich die Lautstärke für Medien und den Wecker beeinflussen.

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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