[Test] a-JAYS versus Monster Beats In-Ear Kopfhörer

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Habt ihr euch auch schon einmal gefragt ob Beats by Dr. Dre Monster Kopfhörer nicht nur teurer sondern auch wirklich besser sind? Dann ist dieser Test genau das richtige für euch, denn wir haben unter dem Aspekt, Musikgenuss mit dem Android Smartphone, mal die Monster Beats Tour by Dr. Dre mit den a-JAYS one bzw. a-JAYS one + In-Ear Kopfhörer verglichen. Was dabei heraus kam lest ihr nach dem Break.

Teuer gegen billig

Dieser Test stand ganz im Fokus teuer gegen preiswert, denn im Ring duellieren sich die 179,-€ (UVP) teuren Monster Beats Tour by Dr. Dre gegen die ca. 30,- bzw. ca. 40,-€ preiswerten a-JAYS one (+).  Wir wollen klären ob eine solche Preisdifferenz gerechtfertigt ist oder man einfach nur den Namen und deren Ruf teuer bezahlt.

Sicherlich ist man bei einem solchen Preis Gefüge schon von vornherein vorbelastet, da unser Gewissen schon vorprogrammiert: Teuer gleich hochwertig.
Trotz alledem wollen wir versuchen die drei In-Ear Kopfhörer unabhängig vom Preis, in den Disziplinen Verarbeitung, Funktionalität, Klang und Kompatibilität zu vergleichen.

Verpackung mit Persönlichkeit

130123_6_3Die Monster Beats Kopfhörer kommen schon einmal in einer beeindruckenden Verpackung ins Haus. Die Hülle des Kartons lässt sich mit einem kleinen Gewebebändchen wie ein Buch öffnen das uns weitere Details zu den „ControlTalk“ Funktionen offenbart.
Doch hier schon die erste Hiobsbotschaft die uns in unserem weiteren Test noch unangenehm auffallen wird: Die ControlTalk Funktion ist ausschließlich für iPod, iPhone und iPad User funktionstüchtig.
Nun denn, lassen wir uns nicht entmutigen und schauen welchen Inhalt uns die hochwertige rote, ja Karton wäre fast schon eine Beleidigung, mit Magnetverschluss versehende Edelverpackung preisgibt.

Nun werden wir aber belohnt, denn die Ausbeute ist groß. Mit reichlicher Dokumentation über die Gebrauchsanweisung sowie der historische Entstehung von Monster und einigen Zertifikaten, gibt es auch eine Kreisrunde Transporttasche mit einem Reißverschluss und ein ordentliches Sortiment an unterschiedlichen Größen und Formen von Ohrstöpseln (7 Paar + 1 Paar Ohrbügel). Wenn jemand ein besseres Wort dafür kennt, bitte in die Kommentare.
130123_6_5Ach ja und die Kopfhörer an sich sind auch dabei. Auch wenn man im ersten Augenblick über die Menge und Auswahl an Ohrstöpseln verwundert ist, so bitten wir euch doch dem ausreichend Zeit zu widmen. Denn Schluss endlich steht und fällt der Hörgenuss mit der perfekten Passform der In-Ear Kopfhörer.
Zugegeben bei manch einer Konstruktion wie dem 3-Reihen Trichter muss man auch eine Portion Mut mitbringen, um sich die Stöpsel in Sorge vor Trommelfell Vollkontakt in das Ohr zu stecken.

130123_6_6Kommen wir nun zu den Mitbewerbern der preiswerten Fraktion. Diese Verpackung bietet hier ein gesondertes Feature das regelrecht den Jagdinstinkt eines jeden Kunden weckt. Die a-JAYS kommen in einem Kunststoffzylinder mit elliptischer Grundfläche daher, der gekonnt den Hörgenuss hinauszögert in dem er den ungeduldigen Anwender vor ein Rätsel stellt, wie denn die Verpackung zu öffnen ist.
Um euch nicht den Spaß an diesem gelungen Extra zu rauben, lösen wir hier nicht das Geheimnis auf. Nur soviel, es muss nichts mutwillig zerstört werden.
Ist das Werk dann vollbracht, offenbaren uns auch hier 5 Paar unterschiedliche Größen an Ohrstöpsel, eine Gebrauchsanleitung und die Kopfhörer an sich.

One und One + = Null

Etwas grundlegendes für den weiteren Test möchten wir an dieser Stelle noch voraus schicken: Die a-JAYS One und die a-JAYS One + unterscheiden sich weder im Hörgenuss, Frequenzgang, noch im Aussehen oder ihrer Verarbeitung. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die a-JAYS One + an dem rechten Flachbandkabel eine Steuerung zur Fernbedienung und einem Mikrofon haben. Doch dazu später mehr.

Verarbeitung

130123_6_11Beide Firmen setzen bei ihrem Kabel auf sogenanntes Flachkabel, was so den Vorteil bietet das sich die Kabel der einzelnen Kopfhörer nicht verdrehen können. Das nervende entknoten des Kabels hat also somit ein Ende.
Die Monster Kopfhörer sind aus Metall gefertigt und leicht angewinkelt. Auch fällt auf das sie um einiges länger sind und sich dem zu Folge auch tiefer in den Gehörgang schieben lassen.
Einen Vorteil in diesem Zusammenhang können wir aber nur bei der Verwendung der Eingangs erwähnten trichterförmigen Ohrstöpsel feststellen, da diese auch den Gehörgang deutlich verschließen und so die Außengeräusche optimal isolieren.
Doch scheint der Metallkorpus auch einen Nachteil zu haben, denn uns ist im Test aufgefallen das beim joggen oder anderen sportlichen Aktivitäten das Flachband an die Brust schlägt und dieser Körperschall bis an die Ohren überträgt. Dieses ist mit den a-JAYS, die durchweg aus Kunststoff gefertigt sind, nicht so deutlich der Fall.

Alle Testkandidaten hatten einen Winkelstecker der prinzipiell eigentlich eine gute Erfindung ist. Leider gibt es bei der ein oder anderen Smartphone Gehäuseform doch Probleme, dass ein Winkelstecker sich nicht immer komplett in die 3,5mm Audiobuchse einstecken lässt und so nicht als Kopfhörer vom Device erkannt wird. Das kann gerade in Verbindung mit der Fernsteuerung zu Problemen führen.

Zusammenfassend sind beide Kopfhörer sehr gut und hochwertig verarbeitet und geben keinen Anlass für Sollbruchstellen oder anderen Mangel.

Die akustische  Perzeption

130123_6_4So, lange genug um den heißen Brei herum geredet:
Wie klingen denn nun die In-Ear Kopfhörer?
Sicherlich ist das Hörempfinden rein subjektiv – dachten wir bis jetzt, doch was ein 1:1 Vergleichstest mit unterschiedlichen Android Smartphones als auch Audioplayern an das Tageslicht gebracht hat, dass überraschte selbst uns.
Wären die Beats Kopfhörer von Herrn Doktor Dre Standlautsprecher, so würden man annehmen es hat jemand die Tieftöner entfernt. Brillante Höhen (für manch einen eventuell zu brilliant) und laute Mitten, doch wo sind die Bässe? Für Klassik Musik mag das ja noch ein Kompromiss sein aber R&B oder Hip-Hop? No way!
130123_6_7Schnell stellt man sich die Frage ist hier irgend etwas kaputt? Falsche Equalizer Einstellung oder gar eine schlechte Aufnahme?
Nein der Wechsel zum a-JAYS One gibt Klarheit, es liegt definit am Kopfhörer. Die a-JAYS trumpfen mit einem satten und klaren Bass auf und wissen auch mit dem restlichen Klangbild in Mitten- und Höhenbereich zu beeindrucken.

Gut, also noch einmal zurück zu den Monster Kopfhörern gewechselt und unter massiver Manipulation der Frequenzbänder einen Versuch gestartet doch noch ein befriedigendes Ergebnis zu provozieren. An dieser Stelle noch einmal Dank an den Entwickler von PowerAmp, der es uns nun ermöglicht den Monster Tour Kopfhörern ein einigermaßen akzeptables Klangbild zu entlocken.
Doch auch dem sind seine Grenzen gesetzt wie wir schnell feststellen müssen, nachdem wir uns an das Ende der maximalen Lautstärke heran tasteten. Viel zu früh fangen hier Bässe und Höhen an zu verzerren und das um einiges früher als es der a-JAY One + zu leisten vermag.

Glaubensfrage

Unglaublich aber wahr, irgendwie wollten wir uns mit diesem Ergebnis nicht zufrieden geben. Das kann doch nicht sein – so ein eklatanter Unterschied wäre doch auch schon anderen aufgefallen. Da erinnerten wir uns das die Verpackung ja schon darauf hinwies, dass die ControlTalk Funktion ausschließlich für Apple Produkte sei. Also musste ein iPhone her, irgendwer wird doch noch eines haben.
Und jetzt kommt es! Der selber Track (*.mp3 Datei kopiert), der selbe Kopfhörer, nun aber von einem iPhone 5 abgespielt und es war ein Hochgenuss von einem Hörerlebnis. Alles da, Höhen, ausgewogene Mitten und auch die schmerzlich vermissten Bässe sind nun präsent. Auch bei maximaler Lautstärke keine Verzerrung (sujektiv aber leiser als bei einem Android Smartphone). Ja wie geht denn so etwas? Sind die Kopfhörer etwa Apple optimiert?
Auch die ControlTalk Funktion konnte nun endlich zeigen was sie drauf hat. So ging doch am Android Device lediglich das starten und pausieren eines Musiktitels. Doch am iPhone zeigt die Fernsteuerung mit den Funktionen lauter, leiser, Stop, Pause, Play als auch annehmen und beenden von Telefonaten seinen vollen Funktionsumfang.
Womit wir im Grunde auch schon zu unseren nächsten Themenbereich kommen

Die Funktionalität

130123_6_8Beginnen wir noch einmal mit den Monster Beats by Dr. Dre Tour In-Ear Kopfhörer. Wie schon erwähnt war die Funktionalität der ControlTalk Steuerung unter Android nur auf Play und Pause beschränkt. Im Google Play Store wurden wir aber mit der App HeadPhone Remote Controller vom Entwickler DaneZ fündig, um zumindest die wichtigsten Funktionen über den mittig angeordneten Button zu steuern. Die Lautstärkewippe bleibt weiterhin ohne Funktion.

Die Plus Edition der a-JAYS One verfügen nun zusätzlich am rechten Flachbandkabel über ein Mikrofon sowie einer Fernbedienung die durch nur einen Button zur Kontrolle der Musik und Telefongespräche dient. Die Sprachqualität wurde von unserem gegenüber als durchschnittlich bis gut beurteilt.
Auch a-JAYS hält im Google Play Store eine zusätzliche App bereit die eine Menge an zusätzlichen Funktionen bietet:

Nicht zuletzt wegen der Applikation und der dadurch ermöglichten Funktionsvielfalt, müssen wir hier doch Punktabzüge vergeben, da die Steuerung mit nur einer Taste eher etwas für trainierte Anwender ist. Schnell gerät in Vergessenheit wie oft und mit lang oder kurzer Betätigung des Buttons, man für eine bestimmte Funktion drücken muss.

Fazit

130123_6_10Monster konnte mit seinen aktuell 149,-€ teuren Beats by Dr. Dre Tour In-Ear Kopfhörer im Zusammenhang mit einem Android Smartphone nicht überzeugen. Weder klanglich noch in den Funktionen. Hier einen Style oder Mode Bonus geltend zu machen kam bei einem In-Ear Kopfhörer nicht in Frage.
Ausschließlich in Sachen Zubehör konnten die Kopfhörer punkten. Das Sortiment an Ohrstöpsel, in auch bis dato uns unbekannten Formen, sorgte für einen deutlich besseren Verschluss zur Außenwelt. Leider nicht zugunsten einer besseren Klangqualität. Ist man so wie wir kein Apple User muss man von den Monster Beats by Dr. Dre In-Ear Kopfhörern abraten. Bleibt zu hoffen das Monster auch das Potential an Android User erkennt und hier nachbessert.

130123_6_9Ganz anders überzeugen in unserem Vergleichstest die beiden identischen (bis auf die Steuerung) One und One + von a-JAYS auf ganzer Linie. Nicht nur das sie im Preis mit knapp 40,-€ weit aus günstiger sind, nein sie klingen auch um ein vielfaches besser. Mit einem satten Bass, ausgewogenen Mitten und präzisen Höhen bieten die a-JAYS alles, was wir von guten Kopfhörern erwarten.
Mit der zusätzliche kostenlosen App von JAYS aus dem Google Play Store ergibt sich so ein perfektes Gesamtpaket mit dem man lange Zeit seine Freude haben wird. Wir würden als Android Smartpone Nutzer immer zu der 10,-€ teureren Plus Variante, also ca. 40,-€ Komplettpreis raten, da der Mehrwert bei eingehenden Telefonaten auf der Hand liegt.
So erhalten Schlussendlich die a-JAYS One + von uns auch ein Gesamturteil von Gut.

Monster Beats Tour Wertung
Leistung/Funktion 2/5
Sound 2/5
Verarbeitung/Komfort 4/5
Zubehör 5/5
Preis 2/5

 

a-JAYS One + Wertung
Leistung/Funktion 4/5
Sound 5/5
Verarbeitung/Komfort 4/5
Zubehör 4/5
Preis 5/5
[Quelle: Mobilfun]

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Ultimate HeadSet Controller
Entwickler: DaneZ
Preis: Kostenlos

JAYS Headset Control
Entwickler: JAYS AB
Preis: Kostenlos

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

Keine Kommentare

  1. Nully schreibt:

    Bass-Kalotten würde ich aber auch entfernen & sie durch Konus-Lautsprecher ersetzen!
    Hochwertige Hochtöner bestehen oft aus Kalotten= Wölbung nach außen.
    Bässe sind Konus-Lautsprecher= Wölbung nach innen!

  2. mit welchem smartphone getestet?
    Mit einem vom HTC mit Beats hättet ihr geilen sound gehabt

    • Mit 6 unterschiedlichen Android Smartphones und Tablets, darunter auch das HTC One x+ mit Beats Audio Sound.

      Gruß
      MaTT

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