[Test] Creative Sound Blaster Roar Pro im Außendienst

Geschrieben von

test-soundblaster-roar-proEs ist Sommer – zumindest zeitweise und es zieht einen immer öfter mit Freunden an den See oder in den Garten zum Grillen. Schön wenn man da nicht auf die geliebte Musikuntermalung verzichten muss. Doch gerade im Freien benötigt es schon etwas mehr Kraft wenn die gesamte Party-Gemeinschaft von dem Sound partizipieren will. Für solche Zwecke gibt es den Creative Sound Blaster Roar Pro Bluetooth-Lautsprecher, den wir einmal für euch testen durften.

Wer in Sachen Bluetooth-Lautsprecher nicht auf einen der typischen Taschen-Brüllaffen um die 30 – 50 Euro Grenze zurückgreifen will, muss sich schon bei Marken wie Bose, Beats by Dr. Dre oder Ultimate Ears umschauen und wird demzufolge auch schnell mal zwischen 200 und 300 Euro los.
In dieser Preiskategorie bewegt sich auch der Sound Blaster Roar Pro von Creative mit 199 Euro, auf den ich nur aufgrund einer Empfehlung durch einen Freund gestoßen bin.

Design und Verarbeitung

Nachdem der Rote Blitz bei uns den Sound Blaster Roar Pro erfolgreich ausgepackt hatte, durfte auch ich in den Erstkontakt mit dem Bluetooth Lautsprecher. Sofort wird klar dass man schon rein vom Gewicht mit etwas über einem Kilo und der soliden Verarbeitung etwas für sein Geld bekommt.
Der Roar Pro kommt in einem Vollschalengehäuse dessen 2 Hochtöner, 1 Mitten/Bass und 2 passive Membranen sich sicher hinter einem Metallgitter verbergen. Die Bedienleiste auf der Oberseite als auch dir rückwärtigen Schalter, Tasten und Anschlüsse beeindrucken durch eine leicht gummierte Oberfläche. Auch wenn sie darauf hin den Eindruck eines Staub- und Wasserschutz nach IP-Zertifizierung hinterlassen, so muss ich euch leider enttäuschen. Mit in den Pool kann der Sound Blaster Lautsprecher nicht.

Creative hat mir der Größe und dem Gewicht des Roar Pro genau das richtige Maß gefunden, den Bluetooth-Lautsprecher in der Größe zu bauen dass er noch ohne Probleme mit genommen werden kann, aber auch ausreichend Klangvolumen bietet damit auch die Bässe nicht zu kurz kommen.

Technische Daten

Technische Daten des Sound Blaster Roar Pro


Lautsprecher 1 x 2,5 Zoll Woofer
2 x 1,5 Zoll Hochtöner
2 x Passivmembranen

Bluetooth Profile

Bluetooth 3.0
A2DP (Kabellose Stereosignalübertragung via Bluetooth)
AVRCP (Bluetooth-Fernsteuerung)
HFP (Freisprecheinrichtungsprofil)

Codecs

AAC
aptX
SBC
aptX-LL

NFC

Ja
Multipoint Ja

Anschlüsse

DC-Eingang 15V, 3,5 mm AUX-In, USB Class A, MicroUSB, MicroSD-Card-Slot,

Abmessungen (HxBxT mm) / Gewicht

57,0 x 202,0 x 115,0 mm / 1.100 Gramm
Akku Kapazität 6.000 mAh circa 10 Stunden Laufzeit (vollständige Aufladung 2,5 h)
Preis UVP 199 Euro
Besonderheit Optionales Mikrofon, als Ladestation verwendbar (1,0A max), 3 voreingestellte Audioprofile

Anschlüsse

Der Roar Pro von Creative ist auf der Rückseite recht ordentlich ausgestattet. Fast schon zu viel, welchen den weniger technisch begabte Kunden schon mit der ein oder anderen Frage zurücklassen kann, wenn dieser nicht die Gebrauchsanleitung studiert.
Der Grund dafür ist in seiner zusätzlichen Funktionalität zu sehen auch autark ohne jegliche Bluetooth oder Kabelverbindung zu funktionieren. Dafür kann nämlich der MicroSD-Karten Slot genutzt werden, welcher nicht nur dazu in der Lage ist Musik (MP3, WMA und WAV) abzuspielen, sondern auch Sprache oder sogar Telefonate aufzuzeichnen.

Der Lautsprecher verfügt neben der separaten Netzteilbuchse noch über einen 3,5 mm LineIn Anschluss, einem USB Class A, mit welchem ihr auch euer Smartphone bis zu 5 Volt und 1 Ampere aufladen könnt, noch über einen MicroUSB-Port.

Neben den Steuerungstasten für die Wiedergabe und Aufnahme der Speicherkarte gibt es noch einen Drei-Wege-Schalter für unterschiedliche Audio-Sound-Profile, welcher in meinen Augen nicht deutlich genug einrastet. Darüber befindet sich noch ein sogenannter TeraBass Button, was im Grund nichts anderes als Loudness ist und bei geringer Lautstärke den Bassbereich anhebt.

Last but not Least gibt es daneben noch einen weiteren Wahlschalter, der zwischen der Funktion als Massenspeicher oder USB-Audio Soundkarte dient. Soundkarte? Genau, der Sound Blaster Roar Pro kann via USB-Kabel oder auch Bluetooth-Verbindung als externe Soundkarte für euren Laptop dienen. Bei einer solchen Verbindung sind dann sogar noch über eine zusätzliche Software die Nutzung von SBX Pro Studio™-Technologien zur intelligenten Klangoptimierung in Echtzeit möglich.

Auf der Oberseite befindet sich dann noch zur allgemeinen Bedienung der Powerbutton, ein „Roar“ Button für etwas mehr räumlichen Klang, der Leiser- und Lauter-Button und eine Multifunktionstaste für die BT-Freisprecheinrichtung sowie dessen Kopplung. Neben der Akkustandsanzeige gibt es aber auch einen NFC-Chip, welcher das schnelle Verbinden zwischen Smartphone und Lautsprecher ermöglicht.

Etwas schade finde ich persönlich die fehlende Funktion die Musik des gekoppelten Smartphones über den Lautsprecher zu steuern. Weder das Starten, Stoppen oder vor und zurück Skippen der einzelnen Tracks ist von dem Roar Pro aus möglich.

Akku

Creative hat dem Sound Blaster Roar Pro einen 6.000 mAh starken Lithium-Ionen-Akku spendiert, welcher für 10 Stunden Musik am Stück gut sein soll. Solang habe ich in der Tat noch nicht durchgehalten, doch in meinem Test konnte ich die Werte mit Unterbrechungen bestätigen. Zu einer vollständigen Aufladung benötigt es dann mit dem mitgelieferten Netzteil knapp 3 Stunden. Über den PC mit einem MicroUSB-Kabel dauert es natürlich entsprechend länger, ist aber prinzipiell möglich.
Genauso möglich wie eben schon genannt, dass man sein Smartphone ebenfalls für eine neue Akkufüllung mit dem Lautsprecher Akku verbinden kann.

Klang

Bis zum Schluss habe ich mir das Beste aufgehoben. Dem eigentlichen Sinn und Zweck eines Bluetooth Lautsprechers dieser Kategorie – dem Klang.

Hier kann der Sound Blaster Roar Pro auf ganzer Linie überzeugen. Ich habe es mich bis heute nicht getraut den Lautsprecher bis zu seiner maximalen Lautstärke zu treiben. Weder im Büro noch in freier Natur hatte ich keine Gelegenheit diesen bis zum Ende aufzudrehen ohne eine Anzeige wegen Ruhestörenden Lärm Musik zu riskieren. Und er war schon laut – sehr laut! Wieder erwarten hatte der Roar Pro ein ausgezeichnetes ausbalanciertes Klangspektrum zu bieten. Weder einen zu satten Bass noch klirrende Höhen und dennoch druckvoll.
Auch das übliche Verzerren im lauten Betrieb blieb aus.
In Sachen Klang und Sound ist Creative wirklich ein hervorragender Bluetooth Lautsprecher gelungen, welcher auch dem anspruchsvollen Hörer Genüge tun wird.

Selbstverständlich lässt sich der Roar Pro für einen echten Stereo-Betrieb mit seinesgleichen koppeln. Hierzu benötigt es aber ein optionales Kabel. Wie im übrigen auch für den Karaoke-Betrieb – denn für 80 Euro gibt es ein BT-Mikrofon, welches man zum Sprechen oder Singen mit dem Lautsprecher verwenden kann.

Fazit zum Sound Blaster Roar Pro BT-Lautsprecher

Der Sound Blaster Roar Pro Bluettooth Lautsprecher ist trotz dem jüngst auf 199 reduzierten Preis kein echtes Schnäppchen, bewegt sich dennoch auf dem selben Niveau wie die Mitbewerber von Bose und Beats by Dre. Von Größe und Gewicht her lässt sich der Roar zwar nicht in die Hosentasche stecken, hat aber dennoch die richtige Größe für einen einfachen Transport im Rucksack.
Seinem Namen alle Ehre macht der Bluetooth Lautsprecher aber wenn er dann tatsächlich unter Beweis stellen darf, zu was er klanglich in der Lage ist. In keiner der Sound-Disziplinen gab es Grund zur Klage – im Gegenteil. Der Roar Pro kann rechts wie links, laut wie leise und alles extrem dynamisch und ausgeglichen.
Wünschenswert wäre noch eine separate Android App, wie auch die Möglichkeit direkt am Lautsprecher neben den vielen Funktionen auch die Musik des verbundenen Smartphones zu steuern.

Positiv

  • Verarbeitung
  • Klang & Sound
  • Anschlüsse
  • ext. Akku Ladefunktion
  • NFC Kopplung
  • MicroSD-Card-Slot
  • optionales BT-Mikrofon
Negativ

  • fehlende mobile App
  • keine IP Zertifizierung
  • Skip-Funktion für ext. Quelle

soundblaster-roar-pro-testurteil-go2android

Wertung
Klang 5/5
Lautstärke 5/5
Funktionalität 4/5
Verarbeitung 5/5
Preis 3/5

The following two tabs change content below.
Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*


217 Abfragen in 0,517 Sekunden