[Test] Fernsehfee 2.0 – Werbung ade durch Android OS!

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Fernsehfee 2.0 Test

Set-Top-Boxen mit Android als Betriebssystem gibt es gefühlt wie Sand am Meer und dennoch sticht die Fernsehfee 2.0 aus dieser Masse hervor. Bereits in zweiter Generation präsentiert uns das deutsche Unternehmen einen Satelliten-Receiver mit Android OS, der verspricht bei Werbung von ganz allein auf einen Fernsehkanal umzuschalten, der aktuell keine Werbung ausstrahlt. Ob der Spruch „Werbung ade“ wirklich Programm ist oder ob man dennoch von Hand umschalten muss, soll unser nun folgender Test der Fernsehfee 2.0 klären.

Fernsehfee 2.0

Fernsehfee 2.0 TestGibt man bei Amazon mal rein aus Spaß „Android Set-Top-Box“ ein, dann bekommt man Hunderte von Treffern für derartige Geräte. Manche davon sind mehr als preiswert und bieten nur ein pures Android als Betriebssystem, während andere Modelle mit bloßer Hardware-Power überzeugen wollen. Das Unternehmen hinter der sehr prägnant „Fernsehfee 2.0“ getauften Box, gehen die Sache jedoch ganz anders an: Man verspricht nicht nur einen Satelliten-Receiver mit Android als Betriebssystem sondern auch kurzerhand Werbefreies Fernsehen. Das macht natürlich neugierig, zumal die Box bereits in ihrer zweiten Generation zu haben ist und so eventuell die Schwächen des Vorgängers behoben hat.

Technische Daten der Fernsehfee 2.0

Technische Daten

Prozessor

Amlogic AMX8726-MX Dual-Core, 1,5 GHz
GPU: ARM Mali 400 MP2

Betriebssystem

Android 4.2.2 Jelly Bean

Interner Speicher

4 GB interner Speicher (SD bis 32 GB)

RAM

1 GB

Modellbezeichnung

Fernsehfee 2.0

Anschlüsse

4x USB 2.0, AV-Out, HDMI 1.4a, Sat-Eingang, LAN

Abmessungen (HxBxT mm)

168 x 132 x 30 mm

Gewicht

402 Gramm

Gehäusematerial

Kunststoff

Video

Formate: MKV, TS, TP, M2TS, RM/RMVB, BD-ISO, AVI, MPG, VOB, DAT, ASF, TRP, FLVCodecs: MPEG1, MPEG2, MPEG4, H.264, VC-1, DivX, Xvid, RM8, RM9, RM10, VP6

Untertitel

SRT, SUB, IDX, SSA, SMI

Audio

Formate: MP3, OGG, WMA, WMAPRO, Dolby Digital True HD,Dolby Digital Plus, DTS HD MasterCodecs: DTS, AC3, LPCM, FLAC, HE-AAC

Bild

JPG, BMP, GIF, TIFF, PNG

Internet

Dualband WLAN b/g/n, RJ45

Bluetooth

4.0

Preis

UVP 129,- Euro

Besonderheiten

Online-Recorder, Smartphone App, Fernbedienung

 

Zubehör

Fernsehfee 2.0 Test

Jede Set-Top-Box braucht verständlicherweise ein bisschen an Standard-Zubehör, damit das Seh-Vergnügen direkt beginnen kann. Im Fall der Fernsehfee 2.0 ist im Grunde alles an Zubehör dabei, was man für die erste Inbetriebnahme benötigt. Neben der FernsehFee-Satelliten-Receiver Box selbst, befindet sich ein passendes Netzteil, ein HDMI-Kabel, die WLAN-Antenne, ein analoges 3-poliges (R/L Audio und Video Signal) Chinch-Kabel, Fernbedienung (inklusive Batterien) und eine Schnellstart-Anleitung in gedruckter Form.

Design und Verarbeitung

Fernsehfee 2.0 TestDa eine Set-Top-Box im Idealfall weniger als Design-technischer Gegenstand für das Wohn- bzw. Fernseh-Zimmer gedacht ist, verzichtet das Unternehmen TC Unterhaltungselektronik AG auf ein stylisches Design, bei der Wahl des Gehäuses. Stattdessen besinnt man sich lieber auf ein funktionales Äußeres, sodass die Technik im Vordergrund steht, ohne das die Fernsehfee 2.0 gleich hässlich ist. So besteht die Front aus einem auf Hochglanz polierten schwarzen Kunststoff, während das eigentliche Gehäuse aus dem gleichen Material gefertigt wurde, nur eben in der Farbe Silber. Insgesamt ein sehr stimmiges Bild, welches lediglich durch die wirklich sehr vielen Anschlüsse gestört wird, die sich teilweise auch wie die USB-Anschlüsse und dem SD-Karten Slot an der Seite befinden. Ein Umstand an dem man sich zwar optisch stören kann, doch im Tag täglichen Umgang als Vorteil erweisen.

Die Front der Fernsehfee 2.0 zieren kaum irgendwelche Bedien-Elemente, sieht man mal von der großen Power-Taste ab. Diese sitzt am rechten Rand und ist durch ihre Silber-graue Farbe sehr markant. Ansonsten sind lediglich noch die Status-LED-Leuchten für Satelliten-Empfang und aktives Netz auf der gegenüberliegenden Seite hinter dem Acrylglas bei Aktivität zu sehen.

Die auf der von vorne gesehenen linken Gehäuseseite befinden sich die schon eben erwähnten vier USB-Schnittstellen für eine Vielzahl von USB-Geräten. Unter anderem kann man mit der Fernsehfee 2.0 USB-Tastaturen und –Mäuse nutzen, aber auch USB-Sticks und selbst externe USB-Festplatten. Was im übrigen in unserem Test mit einer Logitech Unify Maus als auch Tastatur ohne jegliche Treiber-Installation funktioniert hat. Neben den USB-Buchsen ist zusätzlich ein Slot für SD-Karten vorhanden. Allerdings verträgt der Slot maximal nur 32 GB und keine 64 oder gar 128 GB große Speicherkarten. Die gegenüberliegende rechte Seite ist ohne irgendwelche Elemente.

Interessant wird es wieder bei der Rückseite der Fernsehfee 2.0, wo die eigentlichen Anschlüsse der Box untergebracht sind. Dort befinden sich drei Chinch-Ausgänge für die analoge Stereo Audioausgabe und dem Videosignal. Daneben wiederum befindet sich der Eingang für ein Satelliten-Antennenkabel – es gibt auch Versionen mit einem Tuner für DVB-C oder DVB-T – ein HDMI-Ausgang für die digitalen Video- und Audiodaten und ein RJ 45 LAN-Anschluss. Also alles was man zum Fernsehvergnügen braucht.

 

CPU und GPU

Was für eine Set-Top-Box mit Multimedia-Ausrichtung großen Einfluss auf Alles hat, ist der verbaute Prozessor. In der Fernsehfee 2.0 kommt dabei ein Amlogic 8726-MX zum Einsatz, der auf 2 Cortex A9 Kerne mit jeweils 1,5 GHz zugreifen kann. Diese bieten zwar in ihrer Klasse eine ansprechende Leistung, aber eine flüssige Darstellung von Apps ist dabei nur bedingt möglich. Leider ist bei uns der AnTuTu-Benchmark immer abgestürzt, sodass wir leider keine Vergleichswerte zu anderen Prozessoren liefern können. Viel dürfte es aber ohnehin nicht gewesen sein, da der SoC seine besten Tage schon lange hinter sich hat.

Immerhin sind 1 GB RAM verbaut, sodass ein halbwegs flüssiges Multitasking möglich ist. Als Nutzer bekommt man davon allerdings kaum etwas mit, da die sonst üblichen Software-Tasten, wie „Zurück/Beenden“ und „Menü/offene Anwendungen“ von Android kurioserweise auf der Oberfläche fehlen.

Im Bereich der GPU kommt eine ARM Mali 400 MP mit zwei Kernen und 400 MHz zum Einsatz, welche ebenfalls nicht gerade vor Leistung strotzt. Für die Wiedergabe der gängigen Video-Inhalte reicht ihre Geschwindigkeit zwar aus, aber richtig hochauflösendes Bildmaterial bringt den Grafikchip sichtlich an seine Leistungsgrenzen. Ein deutlich besserer SoC (System-on-a-Chip) hätte der Fernsehfee 2.0 definitiv gut zu Gesicht gestanden. Insbesondere als Set-Top-Box, deren Hauptanwendungsgebiet das rechenintensive Darstellen von Grafiken ist. Also sozusagen die Königsdisziplin.

 

Ersteinrichtung

Fernsehfee 2.0 TestDie Fernsehfee 2.0 anzuschließen ist kein großes Thema. Einfach Kabel rein – HDMI für einen Fernseher, Netzteil für den Strom und Antennenkabel für die TV-Signale der Satellitenschüssel – Box einschalten und das Android-Setup durchlaufen lassen.

In den Optionen der Fernsehfee-App befindet sich eine umfangreiche Liste an Satelliten und den Angaben zur Ausrichtung der eigenen Satellitenschüssel, was ungemein hilfreich ist. Allerdings ist das Menü viel zu versteckt – muss aber auch nur einmal gefunden werden. Dennoch ist insgesamt die erstmalige Inbetriebnahme inklusive der ersten Einrichtung wirklich erfreulich einfach, ganz so wie man es sich erhofft. Der erste Sendersuchlauf via Satellit kann jedoch einige Minuten in Anspruch nehmen, was jedoch kein Verschulden der Fernsehfee ist, sondern ein Prozedere welche jede Ersteinrichtung unterliegt.

 

Unterstützte Medien

Wenn man sich eine Set-Top-Box kauft legt man natürlich auch großen Wert auf möglichst viele unterstützte Medienformate. In diesem Punkt kann die Fernsehfee 2.0 mit einer großen Bandbreite an Codecs aufwarten. Durch die vorinstallierte XBMC Mediacenter-App werden alle gängigen Video-Formate unterstützt: MKV, TS, TP, M2TS, RM/RMVB, BD-ISO, AVI, MPG, VOB, DAT, ASF, TRP und selbst FLV.
An Video-Codes wiederum werden MPEG1/2/4, H.264, VC-1, DivX, Xvid, RM8/9/10 und VP6 unterstützt. Hinzu kommen auf Audioseite noch die Formate MP3, OGG, WMA, WMAPRO, Dolby Digital True HD,Dolby Digital Plus, DTS HD Master sowie die Audio-Codecs DTS, AC3, LPCM, FLAC und HE-AAC. Untertitel können in den Formaten SRT, SUB, IDX, SSA sowie SMI verwendet werden.

Man kann also sagen, dass die Fernsehfee 2.0 nahezu alle gängigen Video- und Audio-Formate abspielen kann und dass zudem in voller HD-Auflösung. Natürlich nur falls der angeschlossene Fernseher bzw. Monitor ebenfalls FullHD (1.920 x 1.080 Pixel) unterstützt, was heutzutage bekanntlich Standard ist.

 

Software, Fernsehen und andere Medien

Fernsehfee 2.0 Test

Aber auch mit vermeintlich schwacher Hardware kann man bei entsprechender Optimierung der Software unerwartet viel aus einer Set-Top-Box herausholen. Die eigentliche Fernsehfee-App bietet eine richtige Fülle an Möglichkeiten und Optionen, wie man mit der Set-Top-Box fernsehen kann. Zuvor bekommt man jedoch einen ganz klassischen und altbekannten Android-Desktop zu Gesicht, wie er auf einem Tablet zum Einsatz kommt. Denn wie die meisten anderen Set-Top-Boxen – und zum Teil auch HDMI-Sticks – gibt sich die Fernsehfee 2.0 als Android Tablet zu erkennen. Als Betriebssystem kommt Android 4.2.2 Jelly Bean zum Einsatz, was wie wir alle wissen, schon sehr lange nicht mehr aktuell ist.

Aber zurück zur eigentlichen Fernsehfee-App, denn diese hinterlässt einen eher zwiespältigen Eindruck. Einerseits gibt es wirklich eine Vielzahl an Möglichkeiten – Sender-Liste, EPG (Elektronischer Programmführer), ein Manager für Aufnahmen, Timeshift für zeitversetztes Fernsehen, hinterlegte Konten zur Planung von Aufnahmen via Browser, definierbare Hotkeys, Mitteilungen und die Einstellungen der App – aber andererseits ist die Übersichtlichkeit und farbliche Gestaltung sehr gewöhnungsbedürftig. Vor allem die Einstellungen für die App der Fernsehfee 2.0 erschlägt einen förmlich mit Möglichkeiten in Hülle und Fülle. Nicht selten erwischt man sich bei der Suche nach einer bestimmten Option in den Tiefen der Menüs. Es wirkt ein wenig wie alles gewollt aber nicht zu ende gedacht. Ein Fachmann für Usability und Grafik – Stichwort: Google Material Design Guidelines – hat sich das Team rund um die Oberfläche als auch der App eingespart.

Das Hauptgeschehen bei der Fernsehfee 2.0 läuft natürlich im TV-Modus ab, denn dazu ist die Box ja auch da. Standardmäßig ab Werk ist das Umschalten bei einem Werbeblock bereits voreingestellt mit einer Wartezeit von 5 Sekunden. Sprich sobald Werbung erkannt wird startet ein Timer, innerhalb dessen man den Wechsel noch abbrechen kann. Allerdings muss man dazu im EPG der Fernsehfee 2.0 seine bevorzugten Sender bzw. Sendungen markieren, zu welchen gewechselt werden soll. Das geht recht intuitiv mit Hilfe der Fernbedienung von der Hand.

Ein grünes Sechseck dient dabei als Indikator, ob auf dem Sender gerade Werbung läuft oder nicht. Entsprechend steht ein rotes Sechseck für gerade laufende Werbung und hier kommt ein nerviges Detail zum Tragen: Das Rechteck wird dauerhaft in der rechten oberen Ecke des Bildes angezeigt. Aber immerhin ist die Senderliste sehr übersichtlich und in verschiedene Kategorien sortiert. Man sich sogar Favoriten und thematische Kategorien selbst einrichten bei Bedarf.

Fernsehfee 2.0 Test

Leider reagiert das Menü sehr träge, was sich durch das gesamte System hindurch zieht. Die Wahl für einen Amlogic SoC ist eine denkbar schlechte Wahl gewesen, denn wenn ein System langsam, träge und manchmal auch erst nach mehrfachem Drücken einer Taste reagiert, verliert man schnell das Interesse bzw. baut einen gewissen Frust auf.

Selbiges muss man auch zum automatischen Wechsel bei erkannter Werbung sagen. Bis ein Werbeblock erkannt wurde vergeht teilweise eine ganze Minute und auch das Zurückschalten passiert viel zu träge. Diese Eigenart wird insbesondere dann zu einem großen Ärgernis, wenn man eine Sendung gerade aufnehmen will: Es kann sein, dass die Aufnahme ein Stück Werbung enthält und direkt mit einigen fehlenden Szenen weitergeht. Das ist aber nicht immer der Fall, wie es sich bei unserem Test zeigte. Anscheinend ist der Effekt je nach Sender oder Sendung unterschiedlich stark ausgeprägt bis gar nicht vorhanden. Ein wirkliches Prinzip war nicht zu erkennen.

Fernsehfee 2.0 Test

Neben dem bloßen Anschauen von TV kann man Sendungen auch direkt aufnehmen. Da der interne Speicher mit 4 GB bzw. etwas über 2 GB tatsächlich frei nutzbarem Speicher enorm wenig ist, kommt man um eine externe Festplatte, USB-Speicherstick, einer möglichst großen SD-Karte oder ein NAS nicht herum. Einfach anstecken und aufnehmen ist allerdings nicht drin, da man vorher in den Optionen der Fernsehfee-App kontrollieren sollte, ob das Speichermedium auch korrekt erkannt wurde. Oder man testet es kurz mit einer Spontan-Aufnahme über die Fernbedienung.

Wahlweise kann man seine Aufnahmen auch direkt in die Cloud zu Google Drive hochladen lassen, sodass man von jedem Android-Smartphone oder Tablet auf die Aufnahmen zugreifen kann. Dabei muss allerdings bedacht werden, dass die Aufnahme lokal erfolgt und erst nach Abschluss automatisch in die Cloud kopiert wird. Das kann je nach Upload-Geschwindigkeit etliche Zeit in Anspruch nehmen.

Interessant ist jedoch die Fähigkeit der Fernsehfee 2.0 von Cloud-Anbietern direkt aufzunehmen, wie zum Beispiel OnlineTVRecorder.com. Alles was es dazu braucht ist lediglich ein Plugin für die Fernsehfee 2.0, welches als ganz normale Android APK-Datei heruntergeladen und installiert werden muss.

Download OTR-Plugin Damit lassen sich Aufnahmen direkt in OTR planen und herunterladen. Leider muss man bei dieser Möglichkeit die Aufnahmen per Hand auf ein externes Speichermedium verschieben. Es sei denn man arbeitet mit DirectoryBind (Thread bei XDA Developers) und leitet den internen Speicher direkt auf ein größeres Speichermedium um. Zum Beispiel den standardmäßigen Download-Ordner von Android. Allerdings braucht das Tool zwingend Root-Zugriff auf der Fernsehfee 2.0, womit es nur bedingt eine Lösung darstellt.

Was allerdings wirklich gut gelöst ist, betrifft die Fernbedienung (Hardware) der Set-Top-Box und die zugehörige zentrale Android App auf der FernsehFee 2.0. Die Tasten der Fernbedienung sind zwar sehr schwammig, aber dafür alle wichtigen Funktionen vorhanden. Neben Funktionstasten gibt es natürlich richtige Medien-Tasten, Zifferntasten für die Senderwahl und Schnellstart-Tasten für die FernsehFee-Software. Außerdem lässt sich der Teletext aufrufen, Infos zur aktuellen Sendung einblenden (sofern vorhanden bzw. korrekt erkannt), Untertitel einblenden (wenn verfügbar) und zwischen Fernbedienung- sowie Maus-Modus umschalten.

Android Smartphone App

Sozusagen als ideale Ergänzung versteht sich die Ad Fairy App, welche alle empfangbaren Sender auflistet inklusive der Anzeige, ob gerade Werbung läuft oder nicht. Mittels einfachem touch auf den gewünschten Sender wird zu diesem gewechselt, sofern man sich erfolgreich mit der im selben WLAN-Netz befindlichen Fernsehfee 2.0 verbunden hat. Der zweite Reiter der App ist jedoch richtig praktisch: Die Fernbedienung in digitaler Form, welche zum Teil genauer reagiert als das physische Original. Im dritten und letzten Reiter schließlich kann man seine Aufnahmen verwalten mit dem anlegen, löschen oder verschieben von Aufnahmen. Hat man eine Aufnahme einprogrammiert, egal ob über die Fernsehfee 2.0 selbst oder die App, muss die Set-Top-Box selbst immer komplett eingeschaltet sein.

Eine wirklich tolle Sache ist die Möglichkeit direkt per Streaming auf Inhalte zugreifen zu können, welche mit der Fernsehfee 2.0 aufgenommen wurden. Dazu werden die Aufnahmen kurzerhand im lokalen Netzwerk freigegeben und man kann dann per Datei Explorer mit Netzwerk-Funktion auf dem Handy oder Tablet sich diese anschauen. Am einfachsten geht es jedoch über die AdFairy-App, wo alle Aufnahmen übersichtlich aufgelistet sind.

Ad Fairy
Entwickler: Fernsehfee
Preis: Kostenlos

Da bei entsprechenden Quellen auch entsprechend viele Sender anfallen, haben die Fernsehfee-Entwickler der App eine Sprachsteuerung spendiert. Einfach die Mikrofon-Taste rechts oben drücken, Sendernamen sprechen und schon wird umgeschaltet. Dabei greift die App auf die Google-Engine zur Spracherkennung zurück, weswegen neben dem reinen Sendernamen auch Phrasen wie „Schalte zu Pro Sieben“ oder „DMAX abspielen“ funktionieren.

Neben der Fernsehfee-App selbst sind noch weitere Apps auf der Fernsehfee 2.0 vorinstalliert und dazu gehört unter anderem das Mediencenter XBMC. Wer nicht gerade Fern sieht, sondern sich ganz klassische lokale Medien anschauen will, findet mit dieser App die beste Lösung. Zusätzlich gibt es noch weitere Medien-Apps für Musik, Filme und Bilder sowie eine App zum einfachen Empfang von DVB-S2. Wem das nicht reicht kann im Google Play Store nach weiteren Apps stöbern und diese installieren, denn das Betriebssystem ist ja bekanntlich Android.

Fernsehfee 2.0 Test

Die Online-Funktionen der Set-Top-Box, lassen sich über den Browser bei Fernsehfee.de direkt bequem planen und verwalten. Allerdings muss dazu die Box auch dauerhaft eingeschaltet sein. Ob einem der maximale Verbrauch von 8 Watt bei aktiver Aufzeichnung das Wert ist, muss jeder selbst für sich entscheiden. Wo die Browser-Funktion jedoch ihre volle Stärke ausspielt ist das bequeme Einrichten von Sender-Gruppen mit thematisch passenden Sendern für einen gewissen Schnellzugriff  und die Verwaltung der bevorzugten Sender.

Allerdings braucht es dazu logischerweise ein eigenes Konto bei dem Cloud-Dienst, damit die Browser-Funktionen mit der Fernsehfee 2.0 genutzt werden können. Das Konto selbst ist kostenlos. Neben der Möglichkeit Sendungen zur Aufnahme vorzumerken bietet die Browser-Anwendung noch weiteres, wozu beispielsweise das „Wunschfernsehen“ zählt. In diesem Bereich kann man Sendungen bewerten und so ein gewisses Profil erstellen was man selbst gerne anschaut und was nicht. Das Resultat ist in den Programm-Empfehlungen zu sehen, wo nur Sendungen nach den eigenen Vorlieben angezeigt werden. Als Wertungskriterien für das „Wunschfernsehen“ stehen übrigens Genre, wie Schauspieler, Regisseur oder Titel bereit.

Was ebenfalls sehr positiv anzumerken ist: Diverse Einstellungen der Fernsehfee 2.0 lassen sich in der Browser-Anwendung ebenso vornehmen, was der hakeligen Bedienung per Fernbedienung eindeutig vorzuziehen ist. Übrigens kann man mit Hilfe von DLNA auch den Bildschirm eines Notebooks auf seinen Fernseher streamen lassen und so bequem zwischen diesem und der Fernsehfee 2.0 wechseln. Die Android-App informiert mit Ton und Vibration wenn die Werbung vorbei ist.

 

Fazit zur Fernsehfee 2.0Fernsehfee 2.0 Test

Fernsehen ohne durch Werbung gestört zu werden ist ein echter Traum, welchen einem die Fernsehfee 2.0 näher kommen lässt. Leider ist aus dem sehr guten Ansatz – trotz zweiter Generation – nur bedingt etwas geworden, was aber nicht unbedingt an der Software liegt. Die Fernsehfee-App ist durchdacht, bietet Optionen in Hülle und Fülle und auch die Smartphone-App weiß zu begeistern. Selbst Abstürze der App gehören der Vergangenheit an, was eine der größten Schwächen der ersten Box war. Probleme der Firmware nimmt das Unternehmen ernst und behebt diese umgehend, sodass man in Sachen Updates noch einiges erwarten kann. Woran die Box allerdings leidet ist eindeutig die Hardware.
Sowohl die Apps als auch die allgemeine Bedienung sind eine echte Geduldsprobe und nichts was mal eben „auf die Schnelle“ funktioniert, so wie man es von einem heimischen Fernsehapparat erwartet. Sicherlich ist die Set-Top-Box bereits ein gutes Jahr alt, aber schon damals gab es gute Quad-Core-Prozessoren die deutlich mehr Power bieten als der verwendete Amlogic-SoC.
So bleibt unterm Strich eine tolle Idee, welche leider durch die schwache Hardware an ihrer Entfaltung gehindert wird. Daher ist die Box auch als einfache Android-Box nur bedingt zu gebrauchen. Was der Fernsehfee 2.0 jedoch zum Vorteil gereicht: Es gibt so gut wie keine Set-Top-Boxen mit einem Satelliten-Receiver, inklusive unserem geliebten quelloffenen Android Betriebssystem.

Wertung
Geschwindigkeit 2/5
Medien 4/5
Funktionalität 5/5
Verarbeitung 5/5
Preis 4/5

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

3 Kommentare

  1. Michael Kamrad schreibt:

    Schade, dass Prinzip finde ich klasse aber bei den Reaktionszeiten sträuben sich mir die Haare. Das ist für mich ein wichtiger Punkt.

    Aber ich werde sie mir mal defintiv holen und mir ein eigenes Bild davon machen.

  2. Finde ich nicht besonders sinnvoll. Wenn ich mir einen Film ansehe, und dann während der Werbung auf irgend einen anderen Film umgeschaltet wird, den ich vielleicht gar nicht sehen will. Was soll ich damit? Da stehe ich lieber mal zwei Minuten auf. Das hat mehr Nutzen.

  3. genau das richtige

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