[Test] Financisto von Denis Solonenko – Video App Vorstellung

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Financisco App Test
Diesmal stellen wir euch den Finanz-Manager Financisto vor. Wir zeigen euch, was ihr mit ihm alles machen könnt, wie hilfreich er sein kann und ob sich der Download lohnt. Vorweggenommen, es lohnt sich! Vor allem für euer Portemonnaie, den geplanten Urlaub, das neue Auto oder das nächste Top-Smartphone.

Wer kennt es nicht? Monatsende und die Geldbörse klimpert vor lauter Kleingeld, an Scheine ist nicht zu denken. Der EC-Automat zeigt ein ordentliches Minus an und viel schlimmer: die Geldmaschine wirft nichts aus. „Schon wieder pleite“, denkt man sich und sagt sich „Nächsten Monat wird alles besser“.

Einen Monat später, dasselbe Bild: Kein Bargeld und an der Supermarkt-Kasse erscheint nur „EC-Karten-Zahlung nicht möglich“. Immer wieder resigniert man und hofft, dass es in kommender Zeit besser laufen würde.
Es scheint fast eine Volkskrankheit geworden zu sein über seinen Verhältnissen zu leben.

Aber muss das sein?


Denis Solonenko hat sich mit dieser Thematik beschäftigt und eine App entwickelt, die es ermöglichen soll die eigenen Finanzen zu kontrollieren: Eine App, die es verhindert, dass man Einkäufe und Konten besser abstimmt und nicht mehr am Ende jeden Monats an Verarmung leidet.

Financisto könnte die Lösung für solche Probleme sein – Kontrolle und Überwachung der eigenen Ausgaben garantiert diese Applikation. Aber ist diese App alltagstauglich, unkompliziert, fehlerfrei und effektiv? Der heutige Test geht genau auf diese Kriterien ein und sagt euch, ob diese App empfehlenswert ist oder nicht. Das Beste vorneweg – es ist eine Open-Source-App. Demzufolge kostenlos, aber beim Download ist zu beachten, dass es auch eine Financisto Donation-App gibt, die nur dazu dient den Entwickler der Software finanziell zu unterstützen.

Financisto ist laut Beschreibung ein Finanz-Manager. Die speziellen Funktionen werden vorangestellt: Mehrere Accounts, mehrere Währungen, Wechselkurse, geplante und wiederkehrende Transaktionen sowie Split-Transaktionen.

Beim erstmaligen Öffnen der App erscheint ein leerer, schwarzer, schlichter Bildschirm. Man startet im Konto-Bereich, kann aber mittels oben angeordneter Reiter auf Protokoll, Budgets und Berichte wechseln.

Auf dem unteren Bildrand links sieht man ein „+“, und rechts die Summe der Kontenbeträge. In der Mitte des Bildschirms steht die Aufforderung ein Konto anzulegen, was durch den Button „+“ realisiert werden kann. Wenn man dies nun in die Tat umsetzt erscheint ein übersichtlicher Screen in dem man zunächst den Typ (bar, Girokonto, Kreditkonto, Paypal, etc.), den Titel, die Währung, das aktuelle Guthaben, eine Notiz und die etwaige Sortierung des Kontos festlegen kann.
Bei der Wahl des Typs ist es auch möglich explizit die Bank des Giro- bzw. Kreditkontos anzugeben.

Etwas verwirrend scheint, wenn man die Konten angelegt hat, dass dort wo eigentlich der Gesamtbestand stehen sollte eine Fehlermeldung steht „Nicht verfügbar“. Auch wenn man beide Konten doch mit der gleichen Währung ausgestattet. Lässt man sich nun die Hilfe anzeigen wird man in das „Menü“ verwiesen, dort solle man die Standardwährung einstellen.
Nach diesem kleinen Hindernis ist aber auch dieses Problem schnell gelöst. Die Konten wurden erstellt, der Gesamtgeld-Bestand funktioniert auch – klappt.

Positive Geldbeträge werden durch eine grün Farbe symbolisiert, negative Bestände mit einer roten Schriftart. Wie kommt die App nun zum Einsatz? Die Software verlangt nach jedem Mal, wenn man Geld ausgegeben hat diese auch im Smartphone festzuhalten. Entweder auf dem Rückweg oder, wer schnell genug ist, direkt beim Bezahlen der Ware, man sollte aber bedenken, dass wartende Kunden dies nicht allzu gerne sehen.

Durch einmaliges Drücken auf das Konto stehen dem Nutzer verschiedene Möglichkeiten offen. Es lassen sich Info und Protokoll anzeigen, zudem kann man das Konto Bearbeiten und sowie eine Transaktion oder Überweisung durchführen. Transaktion und Überweisung unterscheiden sich in dem Punkt, dass bei der Transaktion das Geld von oder zu einer unbekannten Geldquelle kommt, mit der man selbst nichts zu tun hat.


Eine Überweisung hingegen beschäftigt sich mit dem Geldfluss zwischen den eigenen Konten.Es lassen sich auch einzelne Kategorien erstellen, die sich später als sehr nützlich erweisen werden.
Auch die Position des aktuellen Standorts wird festgehalten über deren Funktionalität man sicher streiten kann. Zudem kann ein Attribut hinzugefügt werden, sowie eine Notiz. Es folgt die Möglichkeit, die Ausgabe
bzw. Einnahme einem bestimmten Projekt zuzuordnen, ein Bild anzufügen und die Kreditkartenzahlung, welche nicht in der Gesamtrechnung erscheint, auszuwählen.
Anfangs fragt man sich noch des öfteren wozu man ein Attribut oder eine Kategorie braucht, wenn man eine Notiz ebenso angeben kann, aber diese Sachverhalte klären sich noch später auf.

Im Protokoll-Bereich lassen sich getätigte Transaktionen, Überweisungen und Kontoeröffnungen nachverfolgen.Auch in diesem Menü lassen sich Geldflüsse generieren, sowie Vorlagen erstellen, was sich als sehr nützlich herausstellt.

„Klickt“ man nun den Reiter neben Protokoll gelangt man ins Budget-Fenster. Dort erhält der User die Möglichkeit sich eigene Budgets zu erstellen. Wieder kann man verschiedenste Kategorien, Projekte etc. einrichten sowie einen bestimmten Zeitraum in dem das Limit nicht überschritten werden sollte.

Mithilfe dieser Funktion könnte man im Monatsverlauf genau sehen, wann es in etwa schlecht mit den eigenen Finanzen aussehen wird.

Im letzten Punkt Berichte erhält man eine grafische Aufbereitung der Einnahmen und Ausgaben. Aber nicht nur das, es werden auch diverse Anpassungsoptionen geben. Ob nach dem Zeitraum, der Kategorie, dem Ort oder dem Projekt Diagramme erstellt werden sollen. Zusatzoptionen sind, dass man sich u.a. die Kontoentwicklung oder kategoriespezifische Geldbewegungen in Bezug auf den Zeitraum anzeigen lassen kann.

Funktional wirkt alles sehr sinnvoll, auch wenn es, wie bei den Play Store-Bewertungen anklingt, ratsam ist sich erstmal Zeit zu nehmen hinter das System der App zu steigen.

Grafik und Design

Der User einer Finanzsoftware will keine schnörkeligen Schriftarten und prollige Farben – er will eine App, die einwandfrei funktioniert und die übersichtlich ist. Und das ist Financisto zweifelsfrei! Die Farbgestaltung beisst sich nicht: In weißer Schrift werden wichtige Informationen auf dem schwarzen Hintergrund hervorgehoben. Einzig die rote Schrift könnte den Nutzer stören, das liegt aber dann eher am eigenen Misswirtschaften. Im Grunde genommen alles sehr schlicht gehalten und intuitiv sehr gut bedienbar.

Fazit

Die App wirkt ausgereift und ist mit Sicherheit ein toller Tipp – vor allem für die Freizeit-Buchhalter unter euch. Mit Financisto habt ihr alles unter Kontrolle was eure finanziellen Rahmenbedingungen betrifft. Wer unbedingt sparen möchte oder ständig in den Dispokredit kommt sollte zu dieser App aus dem Play Store greifen. Über einige Wochen habe ich diese App getestet – irgendwann wird es zur Routine. Aber verliert ihr irgendwann mal die Routine kann es sein, dass euch ein Wiedereinstieg umso schwerer fällt. Schließlich müsstet ihr jeden Einkauf, jeden Clubbesuch, jede Arztbehandlung und jedes Mittagessen mit der App festhalten. Viel Durchhaltevermögen braucht man, aber es lohnt sich, wenn ihr das nächste Mal auf euren Kontoauszug seht. Schließlich kommt das schlechte Gewissen bereits dann, wenn man die App öffnet und sieht wie sich der eigene Geldvorrat verkleinert.

Aber auch diejenigen, denen es zu anstrengend ist jeden Geldfluss zu protokollieren. Selbst wenn man nur ungefähr die letzten Einkäufe festhält lohnt sich die App. Man wird schnell sehen, dass sparen durchaus leichter fallen kann mit Financisto.

Wertung
Leistung
4/5
Grafik / Sound
2/5
Steuerung
4/5
Nutzen 4/5
Preis
3/5

Link: Financisto im Google Play Store

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