[Test] Google Nexus 9 Tablet by HTC – Die süße Lollipop Versuchung!

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HTC Nexus 9 Test

Lange Zeit galt ASUS als der Hersteller des diesjährigen Google-Tablets, aber spätestens seit Ende Juni war klar, dass das Nexus 9 dieses Jahr von HTC kommt. Der Konzern ist bekannt für seine hervorragenden Android Smartphones sodass sich die Frage stellt: Ist das Nexus 9 der große Wurf? Unser Test soll dazu Auskunft geben.

2011 versuchte sich HTC das erste und auch vorerst letzte Mal an einem eigenen Tablet, welches schön damals hervorragend verarbeitet war. Dennoch avancierte das HTC Flyer zu einem Flop, was nicht zuletzt durch den damaligen Preis gewesen sein dürfte. Nun feiert der taiwanische Konzern mit dem Google Nexus 9 seine Rückkehr in dieses Marktsegment und uns interessiert natürlich, wie sich das neue Vorzeige-Tablet für Android so schlägt. Denn mit diesem Modell wird so einziges anders gemacht als bisher.

HTC Nexus 9 Test

 

Technische Daten des Google Nexus 9

Technische Daten


Prozessor

NVIDIA Tegra K1 Dual-Core mit 2,3 GHz und 64-Bit
GPU: NVIDIA Kepler

Betriebssystem

Android 5.0 Lollipop

Interner Speicher

16 GB Interner Speicher

RAM

2 GB

Modellbezeichnung

Volantis

Display

8,9 Zoll FullHD IPS Display mit 2.048 x 1.536 Pixel
und Gorilla Glass 3

Anschlüsse

MicroUSB, 3,5mm Audio Klinkenanschluss

Sensoren

Accelerometer, Proximity und Licht

Abmessungen (HxBxT mm)

228,25 x 153,68 x 7,95 mm

Gewicht

425 Gramm

Gehäusematerial

Kunststoff/Aluminium

Kamera

8 Megapixel Kamera, 1,6 Megapixel Frontkamera

Internet

WLAN a/b/g/n/ac

Bluetooth

4.0 HS BLE

Akkutyp

Fest verbauter Li-Ion

Kapazität

3,8 V/6.700 mAh

Gesprächszeit

n/a

Standby-Zeit

bis zu 720 Std.

Netz

n/a

Preis

UVP 389,- Euro 16 GB WiFi (ab 389 Euro, Stand 30.11.14)
UVP 479,- Euro 32 GB WiFi (ab 479 Euro, Stand 30.11.14)
UVP 559,- Euro 16 GB LTE (ab 559 Euro, Stand 30.11.14)
Besonderheit NFC, BoomSound Stereo-Lautsprecher, 64-Bit Prozessor

 

Zubehör

Der Lieferumfang des Google Nexus 9 by HTC ist quasi gewohnt übersichtlich: Neben dem Tablet selbst sind lediglich ein spezielles Netzteil, ein USB-Kabel zum Übertragen von Daten und dem Aufladen im schicken weißen Karton vorhanden und die üblichen in Papierform gehaltenen Informationen für Garantiefälle und eine Kurzanleitung. Weiteres Zubehör wie zum Beispiel ein Kabel-Headset sucht man vergebens.

HTC Nexus 9 Test

 

Design und Verarbeitung

Waren die bisherigen Nexus Tablets – die beiden Generationen des ASUS Nexus 7 und das Samsung Nexus 10 – noch im Breitformat gehalten und somit besonders Medien tauglich, so legt das Google Nexus 9 den Fokus neu. Denn mit seinem 4:3 Seitenformat orientiert sich HTC mehr am iPad als an anderen Tablets und das ist das erste was man an dem neuen Google Gerät bemerkt. Allerdings bleibt es nicht bei diesen Gemeinsamkeiten, denn auch bei der Verarbeitung will HTC an das Original heranreichen.

Das gelingt den taiwanischen Hersteller sogar: Das Tablet fühlt sich äußerst hochwertig an. „Schuld“ daran hat unter anderem die Rückseite des Nexus 9, die zwar aus Kunststoff besteht, aber eine angenehm gummierte Oberfläche besitzt. Darin eingelassen ist das Nexus-Logo in silbernen Lettern und gibt das Gerät direkt als ein Mitglied der Nexus-Familie zu erkennen.

Da wir aber von HTC reden, das Nexus 9 als Premium-Tablet konzipiert ist laut Google und die Taiwaner für ihre hochwertigen Metallgehäuse bekannt sind, fragt man sich: Wo ist es denn nun? Immerhin hieß es auch mal Monate vor der Vorstellung des Google-Tablets, dass das Gehäuse komplett aus Aluminium gefertigt werde. Das ist wie man unschwer erfühlen kann nicht der Fall. Lediglich der Rahmen des Nexus 9 besteht aus Metall und der Rest aus Kunststoff (Rückseite) bzw. Glas (Front).

Apropos schwer: Mit 425 Gramm geht das Nexus 9 nicht gerade als Fliegengewicht durch. Wer das Tablet zum Medien-Konsum wie eBooks oder Filme nutzt, der wird schon relativ schnell Ermüdungserscheinungen in seinem Arm/Armen bemerken. Andere Hersteller machen es da deutlich besser und das ohne in der Haptik sparen zu müssen. Bestes Beispiel ist an dieser Stelle das Sony Xperia Z3 Tablet Compact, welches wir ebenfalls testen konnten. Mit 8 Zoll ist es nur geringfügig kleiner, besitzt mit 330 Gramm aber ein sichtlich angenehmeres Gewicht und bietet zudem absolute Premium-Haptik.

Allerdings klagen etliche Besitzer des Nexus 9 der ersten Stunde(n), das die Verarbeitung so gar nicht dem entspricht, was man sonst von HTC bei dessen Smartphones gewohnt ist. Bei unserem Testgerät können wir das leider bestätigen. Die Rückseite lässt sich auf unangenehme Weise eindrücken, was bei einem Premium-Tablet für 389 Euro (im Google Play Store) eigentlich nicht sein dürfte. Das hat HTC bzw. Google eingesehen und die neuste Charge des Nexus 9 hat nicht mehr diese Fehler. Sofern man es denn als einen Fehler betrachtet versteht sich.

Neben dem durchaus stylisch untergebrachten Nexus-Logo sind lediglich in der linken oberen Ecke die 8 Megapixel auflösende Kamera und der zugehörige LED-Blitz auf der Rückseite zu finden. Bei der Optik der Kamera hat sich HTC was pfiffiges einfallen lassen: Der Kamera-Ring steht an der Ecke zwar gut einen Millimeter aus dem Gehäuse hervor, aber tatsächlich ist die Linse bzw. die Glasabdeckung der Kamera-Linse vollkommen planar in die Rückseite eingelassen. Ein kleiner optischer Trick der durchaus was her macht.

Einen nicht ganz so rollen Eindruck hinterlassen auch die einzigen Hardware-Tasten an unserem Google Nexus 9: Diese ragen nicht allzu viel aus dem Gehäuse heraus und haben einen ziemlich schwammigen Tastendruck. Ebenfalls ein Punkt, welcher mit der meisten Charge behoben wurde. Die Tasten selbst befinden sich übrigens auf der rechten Gehäuse-Seite des Nexus 9 von HTC. Lediglich an der Unterseite des Rahmens befindet sich noch eine MicroUSB-Buchse, ansonsten gibt es keinerlei störende Elemente im Rahmen des Tablets.

Die Front des Nexus 9 nimmt selbstverständlich das Display ein, welches im fast schon Apple-typischen 4:3 Format daherkommt, aber dazu später mehr. Überhaupt scheint man sich im Hause Google/HTC relativ stark an der Konkurrenz aus Cupertino orientiert zu haben: Der Rahmen um das Display herum ist relativ schmal, während ober- und unterhalb deutlich mehr Platz ist. Das wiederum hat seinen guten Grund und der heißt BoomSound. Das Nexus 9 hat die von vielen erhofften Stereo-Lautsprecher erhalten, für welche HTC schon oft gelobt wurde und das zu recht, aber auch dazu später mehr.

 

Display

Die wichtigsten Kennzahlen für das Display des Google Nexus 9 lauten 8,9 Zoll Diagonale und 2.048 x 1.536 Pixel Auflösung. Die Darstellung für sich genommen kann mit einer sehr hohen Helligkeit und auch kräftigen sowie natürlichen Farben überzeugen. Selbst die Nutzung im Freien unter Sonnenlicht ist mit dem Tablet möglich, wenn da nicht ein ganz dickes Aber wäre.

Das Nexus 9 von HTC leidet unter zum Teil sehr stark ausgeprägten Lichthöfen, was im Internet auch als Lightbleeding bezeichnet wird. Wir scheinen etwas Glück gehabt zu haben, denn unser Nexus 9 zeigt nicht ganz so stark ausgeprägte Lichthöfe wie man in machen Threads einschlägiger Foren sehen kann. Dennoch sind diese stärker als üblich bei LC-Displays, was bei einem 400-Euro-Premium Tablet einfach nicht sein darf.

Allerdings müssen wir an dieser Stelle anmerken, dass wir vermutlich ein Vorseriengerät des Nexus 9 bekommen haben. Hinzu kommt, dass die ersten Geräte einer neuen Revision ausgeliefert werden, bei denen das Display sichtlich besser ist und selbst die knarzende bzw. eindrückbare Rückseite ist nicht mehr vorhanden.

 

CPU & GPU

HTC Nexus 9 TestAls Google zur Google I/O 2014 das neue Android 5.0 Lollipop – damals noch als Android L bezeichnet – vorstellte, was die Android Runtime kurz ART eines der Highlights. Der Grund: Sie unterstützt von Hais aus die 64-Bit Hardware-Architektur und genau davon macht der verbaute NVIDIA Tegra K1 ordentlich Gebrauch. Anstelle des 32-Bit Quad-Core kommt der deutlich leistungsfähigere 64-Bit Dual-Core mit dem Codenamen Denver zum Einsatz und dieser lässt mehr als nur die Muskeln spielen. Satte 56.069 Punkte im AnTuTu-Benchmark stehen auf der Haben-Seite und eine jederzeit flüssige Bedienung auf der Soll-Seite. Mit diesem Prozessor hat sich NVIDIA wirklich eindrucksvoll zurückgemeldet.

Auf der Grafikseite schauen Besitzer des HTC Nexus 9 nicht auf einen bestimmten Grafikchip, sondern auf sogenannte Shader-Einheiten. Satte 192 Stück hat NVIDIA dem Tegra K1 spendiert und das Besondere an diesen ist, dass sie auf der Kepler-Architektur basieren. Sprich, sie sind technisch verwandt mit den Grafikchips von NVIDIA für Desktop-Grafikkarten. Im Endeffekt heißt das, dass es so gut wie kein Spiel im Google Play Store gibt, welches das Nexus 9 auch nur annähernd in die Knie zwingt. Lediglich die mangelnde oder gar komplett fehlende Kompatibilität zu Android 5.0 Lollipop erweist sich als Nachteil im Gaming-Bereich.

Allerdings äußert sich die brachiale Rechenkraft des NVIDIA Tegra K1 auch darin, dass das Tablet recht schnell richtig warm wird auf der Rückseite. Zumindest deutlich wärmer als manch andere Tablets bei derselben Beanspruchung.

 

Akku

Bei einer Größe von fast 9 Zoll dürfte auch ein entsprechend großer Akku verbaut sein. Mit 6.700 mAh ist das auch der Fall, womit man im Dauerbetrieb gut fünf bis sechs Stunden auch hin kommt, bevor die Steckdose ruft. Alices zeigt sich bei der Ausdauer bei gelegentlicher Nutzung zum surfen, spielen oder dem lesen eines eBook. Hier kommt man je nachdem auf gute drei bis vier Tage, was sich mit der Ausdauer anderer Android Tablets deckt.

Wir hatten ehrlich gesagt bessere Werte erwartet, da Google als eine der ganz großen Neuerungen mit Project Volta enorme Verbesserungen bei der Akku-Ausdauer angekündigt hatte. So wirklich zeigen sich die Vorteile bisher nicht, was sich bei dem ebenfalls mit Android 5.0 Lollipop ausgelieferten Nexus 6 von Motorola zu beobachten ist. Entweder ist die neue Erweiterung von Google noch nicht implementiert, oder nur zu unvollständig. So oder so war angesichts der großen Vorstellung mehr zu erwarten.

HTC Nexus 9 Test

 

Konnektivität

Auf Seiten. Der Verbindungsmöglichkeiten ist selbstverständlich nahezu alles verbaut und vorhanden was man sich wünschen kann. Immerhin handelt es sich bei dem Nexus 9 um ein Premium-Tablet und da kann so etwas nun mal erwarten. Das heißt im Klartext WLAN nach dem IEEE-Standard 802.11ac mit bis zu 600 Mbit/Sekunde Datendurchsatz, sofern der Router ebenfalls den ac-Standard unterstützt. Dem gesellt sich das mittlerweile übliche Bluetooth 4.0 und NFC hinzu. Letzteres hat sogar eine nicht ganz unwichtige Funktion unter Android 5.0 Lollipop, aber dazu später mehr.

HTC Nexus 9 Test

Bei den restlichen Möglichkeiten zur Verbindung mit der Außenwelt zeigt sich das Nexus 9 fast schon gewohnt spartanisch: Es ist lediglich eine MicroUSB-Schnittstelle verbaut. Leider ist diese nach wie vor nicht USB-Host-fähig, bzw. werden USB-Sticks nicht automatisch erkannt. Das heißt, dass man auch bei dem neuen Nexus 9 von HTC mit Apps wie dem Nexus Media Importer arbeiten muss.

USB Media Explorer
Entwickler: Homesoft
Preis: 4,39 €

 

Kamera

HTC Nexus 9 Test

Obwohl man sie eher weniger nutzen dürfte, so ist auch im Google Nexus 9 eine Kamera verbaut. Diese löst mit 8 Megapixeln auf und liefert recht brauchbare Fotos. Das diese nicht zwingend mit den Kameras von Smartphones mithalten können dürfte nicht verwundern und zeigt sich bei den aktuellen Google-Tablet einmal mehr. Die Farbdarstellung ist zwar gut, aber eben auch nicht wirklich herausstechend. Negativ fällt das Rauschverhalten der Fotos auf: Ist das Licht optimal hält es sich in Grenzen, aber sobald die Sonne verschwindet nimmt die Bildqualität deutlich ab.

Wie das Ergebnis aussieht zeigt euch wie immer unser Fotovergleich mit der Sony Smart Shot QX10, einer Canon EOS D600 und dem Sony Xperia Z3 Tablet Compact.

Videos an sich nimmt das Google Nexus 9 mit FullHD auf, aber auch deren Qualität ist nicht wirklich berauschend. Bestenfalls mittelmäßig ist deren Qualität und bewegt sich auf dem üblichen Niveau von Kameras wie man sie in Tablets nun mal vorfindet. Insgesamt betrachtet bietet Nexus 9 nur eine durchschnittliche Kamera-Erfahrung und mehr nicht.

Da es sich um ein Google-Tablet handelt, ist dementsprechend die Kamera-Software sich aus Mountain View und gibt sich äußerst spartanischen in ihrer Oberfläche. Über eine Wischgeste kann man lediglich zwischen den Modi Foto, Video, Panorama, Photosphere und Fokuseffekt wechseln. Mehr Aufnahme-Modi wie bei den Apps der größeren Hersteller findet man nicht. Ähnlich spartanisch zeigen sich die allgemeinen Optionen: Auflösung für Foto sowie Video, Blitzlicht, Standort und die manuelle Belichtung stehen zur Verfügung. Wer mehr Möglichkeiten haben will muss zwangsweise zu einer Drittanbieter-App greifen.

 

Multimedia

Bei unserem Testexemplar des Nexus 9 handelt es sich um das kleine Modell mit WLAN, sprich der Variante mit nur 16 GB internem Speicher. Davon stehen dem Nutzer knapp 11 GB tatsächlich zur Verfügung und das ist wirklich wenig im Vergleich zur Konkurrenz. Aber nur aus einem Grund: Der Speicher lässt sich Nexus-typisch nicht erweitern. Gerade für ein Medien-Tablet eine mehr als ungünstige Tatsache, zumal wie weiter oben erwähnt nicht einmal USB-Sticks einfach so genutzt werden können. Eventuell wird sich irgendwann die Community dem annehmen und den USB-Host-Modus auf Kernel-Seite freischalten.

Weitaus besser überzeugen kann das Nexus 9 dafür bei dem Sound. Da es sich um HTC handelt als Hersteller und das Tablet im Premium-Bereich angesiedelt ist, finden sich Stereo-Lautsprecher auf der Vorderseite wieder. Dabei handelt es sich um die vielgelobte BoomSound-Technologie, die mit für mobile Geräte unerwartet viel Volumen, Bass und sogar Raumklang überzeugen kann. Man kann die Audio-Qualität als wirklich hervorragend bezeichnen und absolut auf Augenhöhe zum HTC One M8 (zum Test).

HTC Nexus 9 Test

 

Software

Als neues Flaggschiff-Tablet von Google ist natürlich die neuste Version von Android als Betriebssystem auf dem Nexus 9 von HTC vorinstalliert: Android 5.0 Lollipop. Mit dieser Version setzt Google auf die größte optische Veränderung bisher überhaupt, was auch als Material Design bekannt ist. Kennzeichnend dafür sind große helle Flächen, manchmal etwas zu bunt wirkende Schaltflächen und ausgiebig animierte Übergänge zwischen einzelnen Fenstern und Aktionen.

Solange man bei den Google-eigenen Apps bleibt diese konsistente Oberfläche mit all ihren schick anzusehenden Animationen auch erhalten. Allerdings ist genau diese Material-Design-Optik noch nicht bei allen Apps zu finden. Angesichts der erstmals zur Vorbereitung durch die frühzeitig bereitgestellten Developer Previews für Nexus 5 und Nexus 7 WiFi (2013) frühzeitig mögliche Anpassung nicht ganz nachzuvollziehen. Aller immerhin bessert sich langsam die Situation, da bei vielen Apps der letzten immer häufiger „Material Design“ in den Changelogs zu lesen ist.

Schick anzusehen aber leider auch mit einem Nachteil behaftet ist die neue Übersicht für das Multitasking. Offene Apps werden als einzelne Karten dargestellt, was bei entsprechend vielen Apps unübersichtlich werden kann. Und: Offene Tabs des Chrome Browser werden ebenfalls in dieser Übersicht aufgeführt. Das Verhalten muss man erst manuell im Chrome deaktivieren. Außerdem bleiben die Karten selbst über einen Neustart des Nexus 9 erhalten.

Richtig neu in Android 5.0 Lollipop ist der Einrichtungsprozess des Tablets. Hat man sich mit einem WLAN-Netz verbunden, kann man seine Apps automatisch von einer bei Google Play hinterlegten Sicherung eines Gerätes installieren lassen. Alle registrierten Geräte – Smartphones wie Tablets – sind in einem Drop-Down-Menü aufgelistet. Hat man ein Gerät ausgewählt, lassen sich einzelne Apps ausschließen oder alle installieren. Alternativ kann man Daten sogar von einem anderen Gerät übernehmen. Genau hier kommt das zuvor erwähnte NFC auf besondere Weise zum Einsatz: Man muss das andere NFC-fähige Gerät einfach mit der Rückseite dran halten und schon kann es losgehen.

Abgesehen davon zeigt sich die Oberfläche des Nexus 9 wie zu erwarten sehr nackt. Immerhin ist  gerade die in der Regel als Vanilla Android bezeichnete Oberfläche, welche die Beliebtheit der Nexus-Familie ausmacht. Da darf das Nexus 9 natürlich nicht nachstehen. Selbst irgendwelche App-Zugaben welcher Art auch immer sucht man vergebens: Es sind nur die aller nötigsten Apps vorinstalliert die Google so bietet. Insofern kann man auch sagen, dass das Google Nexus 9 die best-verzahnte Google-Erfahrung bietet, die man bekommen kann.

Eine Sache müssen wir jedoch arg ankreiden und das ist das Verhalten bei einem Day-One-Update. Als wir unser Nexus 9 erhalten haben, kam direkt bei der Einrichtung unseres Tablets ein erstes knapp 37 MB großes Update. Jedoch wollte sich dieses nicht installieren lassen und ohne dieses Update ging es partout nicht weiter. Einziger Ausweg war das Flashen des aktualisierten Factory Images, damit sich das Nexus 9 auch wirklich nutzen lässt.

 

Fazit

HTC Nexus 9 Test

Ist Google in Kooperation mit HTC nun das beste Android Tablet gelungen, dass man derzeit kaufen kann? Die Antwort fällt zwiegespalten aus: Die Leistung sucht wahrlich ihresgleichen und auch die Haptik des Nexus 9 Gehäuses ist wirklich hervorragend und entspricht dem, was man sich unter Premium vorstellen würde. Das Gewicht macht sich allerdings auf Dauer negativ bemerkbar, die Kamera liefert nur mittelmäßige Ergebnisse und auch über die oft im Netz auftauchenden Probleme mit dem Display, sind größere Kritikpunkte am Google Nexus 9 die wir nicht verheimlichen wollen. Dennoch wollen wir anmerken das wir es mit einem Vorserienmodell im Test zu tun hatten – aktuell werden überarbeitete Revisionen ausgeliefert die alle bekannten Probleme beheben (zum Beitrag). HTC üblich überzeugen BoomSound Stereo-Frontlautsprecher und auch Android 5.0 Lollipop macht ordentlich Spaß. Wer immer das neueste Android Betriebssystem haben möchte, kommt um ein Google Nexus Device nicht herum, auch wenn der Konzern diese Saison mit einer ordentlichen Preiserhöhung eingeläutet hat.

Testurteil Google Nexus 9 von HTC

Wertung
Geschwindigkeit 5/5
Display 4/5
Funktionalität 4/5
Verarbeitung 5/5
Preis 4/5

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

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