[Test] HTC One mini 2 – Ist das mini am Ende das bessere HTC One?

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HTC One mini 2 Test

Vor etwa zwei Monaten hat HTC mit dem HTC One M8 sein neues Flaggschiff vorgestellt, welches sich mit bewährten Mitteln gegen die Konkurrenz behaupten soll. Nur mag nicht jeder solch große Smartphones in seiner Hosen- oder Jackentasche, weswegen sich die Mini-Versionen großer Beliebtheit erfreuen. Aber nicht immer ist das Kleine auch so gut wie das Große, wie das HTC One mini 2 in unserem Test zeigt.

HTC One mini 2 TestMiniatur-Ausgaben haben in der Regel eines mit ihren großen Vorbildern gemeinsam: Sie sehen sich äußerlich verdammt ähnlich, aber da hören die Gemeinsamkeiten in der Regel auch schon auf. Ein Mini-Smartphone unterscheidet sich nicht nur durch ein kleineres Gehäuse, sondern auch durch einen kleineren Preis und damit abgespeckter Hardware und einigen gestrichenen Features. Das HTC One mini im letzten Jahr folgte diesen Vorgaben und auch der Nachfolger HTC One mini 2 folgt diesem Ansatz. Und dennoch ist das kleine HTC manchmal dem Großen überlegen oder zumindest ebenbürtig.

 

Technische Daten des HTC One mini 2

Technische Daten

Prozessor

Qualcomm Snapdragon 400 Quad-Core mit 1,2 GHz
GPU: Adreno 305

Betriebssystem

Android 4.4.2 KitKat mit Sense 6

Interner Speicher

16 GB Interner Speicher (via MicroSD-Card erweiterbar)

RAM

1 GB

Modellbezeichnung

M8 mini

Display

4,5 Zoll SLCD2, 1.280 x 720 Pixel

Anschlüsse

MicroUSB 2.0, 3,5mm Audio Klinkenanschluss

Sensoren

Accelerometer, Proximity, Pedometer, Gyroskop, Barometer und Licht

Abmessungen (HxBxT mm)

137,4 x 65 x 10,6 mm

Gewicht

137 Gramm

Gehäusematerial

Aluminium, Kunststoff

Kamera

13 Megapixel Kamera mit LED-Blitzlicht,
5 Megapixel Frontkamera

Internet

GSM (850/900/1.800/1.900 MHz) + UMTS/HSPA+ (850/900/1.800/1.900/2.100 MHz) 42 Mbit/s + LTE (800/1.800/2.600 MHz) + WLAN a/b/g/n

Bluetooth

4.0 HS BLE + aptX

Akkutyp

Fest verbauter Li-Ion

Kapazität

3,7 V/2.100 mAh

Gesprächszeit

20 Std.

Standby-Zeit

496 Std.

Netz

GSM 850/900/1800/1900,
UMTS 850/900/1900/2100 MHz,
LTE 800/900/1.800/2.600 MHz

Preis

UVP 449 Euro (aktuell ab 449 Euro Stand 01/06/14)
Besonderheit WiFi Direct, DLNA, NFC, LED, BoomSound, BlinkFeed

Zubehör

Wie so oft ist das Zubehör des HTC One mini 2 ohne größere Überraschungen. Im quadratischen Karton mit seinen runden Ecken liegt neben dem Smartphone selbst nur noch ein USB-Datenkabel, ein Netzteil-Adapter und das obligatorische Kabel-Headset, bei dem es sich um keine Beats-Kopfhörer handelt. Weiterhin befindet sich eine Kurzanleitung in Papierform im Karton sowie die Garantiebestimmungen von HTC. Ein kleines Zubehörteil packt HTC dann doch noch mit in die Pappschachtel hinein: Einen kleinen metallischen Piekser. Damit kann man die Slots für die Nano SIM und MicroSD-Karte öffnen. Es eignen sich aber auch andere Gegenstände zum öffnen wie eine Nadel oder eine Büroklammer. Letzteres wäre da eher zu empfehlen.

 

Verarbeitung

HTC One mini 2 Test

Schon letztes Jahr teilte sich das HTC One mini etliche Dinge mit seinem großen Vorbild. Das Design ist gleich, die Verarbeitungsqualität stimmte überein und auch die viel gelobten BoomSound Stereo-Lautsprecher fanden ihren Weg in das Mittelklasse-Modell. Dieses Jahr wiederholt HTC die Strategie und doch ist etwas anders: Während das Gehäuse des Vorgängers überwiegend Kunststoff gefertigt wurde, übernimmt das HTC One mini 2 dieses Jahr das Aluminium-Gehäuse des HTC-Flaggschiffs. Zumindest größtenteils und das gibt dem Smartphone eine ungemein hohe Wertigkeit. Zwar handelt es sich nicht um ein Unibody-Gehäuse wie beim HTC One M8 (zum Test), aber ein deutlicher Pluspunkt ist das schon. Lediglich der Rahmen um das Gehäuse herum ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt, was man durchaus als Design-Element für das HTC One mini 2 betrachten kann.

Aber sonst ist der Rest aus Metall und vermittelt ein echtes Premium-Gefühl in der Hand. Leider möchte man fast sagen übernimmt das HTC One mini 2 von seinem Vorbild auch die Eigenschaft nicht gerade allzu kompakt zu sein. Das liegt an dem schwarzen Streifen mit dem HTC-Logo, der zwischen Display und dem unteren der beiden BoomSound-Lautsprecher liegt. Ob das wirklich nötig war ist ein tolles Streitthema und auch ein wenig störend. Dieser schwarze vermeintlich nutzlose Streifen ist denn auch dafür verantwortlich, dass das HTC One mini 2 mit einer Gehäuselänge von 137 mm nicht als winzig durchgehen kann. Die Breite von 65 mm hingegen weiß zu gefallen und ist zusammen mit einer Dicke von 11 mm ein echter Handschmeichler. Zumal die Rückseite des Smartphones abgerundet ist. Es kuschelt sich regelrecht in die Handfläche hinein und durch das gebürstete Aluminium will man es auch nicht so schnell aus der Hand legen.

Dieses Premium-Feeling setzt sich auch bei der Verarbeitung allgemein fort. Nichts klappert, alles sitzt fest an seinem Platz und auch die Spaltmaße sind sehr klein und sauber gearbeitet. In diesem Punkt gibt sich HTC wie gewohnt nicht die kleinste Blöße und bleibt sich seiner viel gelobten Qualität treu. Einzig die Kunststoff-Einsätze auf der Rückseite sind nicht ganz eben und leicht unterschiedlich weit hervorstehend aus dem Gehäuse. Aber das ist sprichwörtlich „Meckern auf hohem Niveau“ im Bezug zur restlichen Verarbeitung und könnte auch nur an dem uns zur Verfügung gestellten Modell liegen.

Die Vorderseite ist dominiert vom 4,5 Zoll großen Display, dem darunterliegenden HTC-Logo und den beiden BoomSound-Lautsprechern. Diese beiden hat HTC im Gegensatz zum HTC One M8 mittig platziert, was optisch ansprechender ist anstatt des leicht versetzten oberen Lautsprechers beim großen Bruder. Mag für manch einen vielleicht egal sein, aber andere könnten sich daran wirklich stören. Der obere Lautsprecher wird auf der rechten Seite von der 5 Megapixel auflösenden Frontkamera flankiert und auf der anderen Seite von Sensoren für die Annäherung und Helligkeit.

Auf der Stirnseite des Smartphone-Korpus befindet sich linkerhand die Power-Taste und rechts daneben die 3,5 mm Audiobuchse für Headsets und anderes auf diesem Anschluss basierendes Zubehör (Stichwort Pressy). Die einzigen weiteren physischen Tasten in Form der Lautstärke-Wippe befinden sich auf der rechten Seite des Gehäuses. Leider sind die Tasten ein wenig zu sehr in das Gehäuse integriert, sodass man sie nicht immer sofort erfühlt. Wer das HTC One mini 2 blind ein- und ausschalten will, der dürfte damit Probleme bekommen. Immerhin ist der Druckpunkt dafür schön direkt und deutlich spürbar.

Oberhalb der Lautstärke-Wippe befindet sich der Slot für die MicroSD-Karte, was die größte und erfreulichste Neuerung gegenüber dem Vorgänger ist. Dieser Slot wie auch der auf der anderen Seite gegenüber liegende Slot für die Nano SIM lassen sich nur mit einer Nadel öffnen oder dem im Karton beiliegenden Piekser. Die Slots selber fügen sich richtig perfekt in das Gehäuse ein. Auf der Unterseite des Gerätes befindet sich der obligatorische MicroUSB 2.0 Anschluss. Die Rückseite des HTC One mini 2 ist wie schon erwähnt aus Aluminium und beherbergt lediglich die 13 Megapixel Kamera mit LED-Blitzlicht und das ausgestanzte HTC-Logo.

Kleines Detail am Rande: Die MicroUSB-Buchse ist um 180 Grad gedreht. Die schmale Seite des MicroUSB-Steckers ist unten, was für Umsteiger eventuell eine Umgewöhnung bedeuten kann.

 

Display

HTC One mini 2 Test

Schon das HTC One mini vertraute auf ein sehr gutes Display und das hat der Nachfolger erfreulicherweise auch. Die Diagonale des Displays ist um 0,2 Zoll auf nunmehr 4,5 Zoll angewachsen und bietet eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixel. Das entspricht einer Pixeldichte von 326 PPI, womit das HTC One mini 2 auf Augenhöhe zum iPhone 5s liegt. Mit der Helligkeit eines HTC One M8 kann sich das HTC One mini 2 zwar nicht messen, aber dennoch ist es hell genug für fast alle Situationen. Lediglich direktes Sonnenlicht kann einem das Display vermiesen, aber daran haben schließlich alle Smartphones fast ohne Ausnahme dran zu knabbern.

Dafür kann das Display mit einer sehr hohen Blickwinkelstabilität punkten. Auch die Kontraste und Farbwerte wissen zu gefallen. Obwohl man Abstriche bei der Auflösung im Vergleich zum HTC One M8 machen muss ist die Darstellung hervorragend. Und mehr braucht man eigentlich ganz nüchtern betrachtet auch nicht.

 

CPU & GPU

HTC One mini 2 TestWie schon der Vorgänger vertraut auch das HTC One mini 2 auf einen Snapdragon 400 von Qualcomm. Allerdings handelt es sich dieses Mal um die Quad-Core-Variante mit 1,2 GHz anstatt dem Dual-Core-Modell mit 1,4 GHz. Der Wechsel bringt in Sachen Leistung zwar nur geringe Unterschiede, aber dafür beherrscht das Kleine von HTC jetzt LTE Cat4. Abgesehen davon ist die Performance des HTC One mini 2 im Alltag ganz passsabel, da es so gut wie zu keinen Gedenkpausen kommt oder etwas ruckelt während der Bedienung. Auch wenn das AnTuTu-Ergebnis mit 17.075 Punkten nicht gerade von einem Überflieger zeugt, ist die Leistung mehr als ausreichend für die meisten Aufgaben.

Lediglich die aktuellsten Blockbuster-Spiele mit Bombastgrafik bringen das HTC One mini 2 an seine Grenzen. Die verbaute Adreno 305 ist halt nicht mehr die jüngste GPU. Trotzdem erstaunlich wie gut das Mini-Smartphone mit einem Real Racing 3 oder Galaxy on Fire 2 zurecht kommt. Trotzdem hätte eine etwas kräftigere Variante des Snapdragon 400 besser zu Gesicht gestanden.

 

Akku

HTC One mini 2 Test

Der Energiespeicher ist wie so oft bei HTC fest verbaut und kann nicht vom Nutzer gewechselt werden. Mit seinen 2.100 mAh ist dieser allerdings kein Leistungswunder und das zeigt sich mitunter in der Ausdauer des Gerätes. Wer nicht allzu viel mit dem Smartphone macht wird locker über den Tag kommen. Allerdings saugt das häufige Nutzen den Akku unerfreulich schnell leer. Etwas Telefonieren, ein bisschen Surfen, hier mal mit dem Bruder über WahstApp unterhalten und dort ein wenig spielen, schon wird es eng die nächste Steckdose rechtzeitig zu erreichen. In dieser Disziplin war der Vorgänger doch ein wenig besser aufgestellt. Spiele-Fans können das Smartphone sogar innerhalb von gerade mal vier Stunden leer bekommen und das ist nicht unbedingt toll.

Wer mehr aus seinem HTC One mini 2 herauskitzeln will kann den „Extremen Energiesparmodus“ aktivieren. Diesen hat HTC vom großen Bruder übernommen und kann ab 20, 10 oder 5 Prozent verbleibender Energie automatisch aktiviert werden. In diesem Modus werden die Features des Smartphones auf das Minimum reduziert: Es stehen nur Telefon, SMS, E-Mails, der Kalender, der Rechner und die Uhrzeit zur Verfügung. Alles andere wird beendet, was laut HTC die Standby-Zeit drastisch erhöhen soll.

 

Konnektivität

Wie schon dessen Vorgänger unterstützt auch das HTC One mini 2 den Datenturbo LTE, allerdings in der Ausbaustufe Cat4. Heißt nichts anderes, als das Daten mobil mit bis zu 150 Mbit/Sekunde heruntergeladen werden können anstatt der 100 Mbit/Sekunde des HTC One mini. Abgesehen davon muss man kaum Einschnitte bei den Verbindungsmöglichkeiten hinnehmen. WLAN, Bluetooth, GPS und selbst NFC ist vorhanden. Zwar ist nur ein WLAN-Modul mit dem 802.11n Standard verbaut, aber in der Praxis ist der Unterschied zum schnelleren ac-WLAN sowieso meistens vernachlässigbar.

Nicht verzichten muss man hingegen auf Bluetooth 4.0 inklusive dem aptX-Protokoll, was für bessere Audio-Komprimierung ohne großartigen Qualitätsverlust für Bluetooth-Headsets sorgt. Wer große Daten übertragen will oder muss kann das über WiFi Direct erledigen, was sich allerdings manchmal etwas zickig anstellte. Mit einem Samsung Galaxy Note 10.1 (2012) wollte die Verbindung nicht gleich klappen, obwohl beide den Standard unterstützen.

Die Gesprächsqualität des HTC One mini 2 kann man als sehr gut bezeichnen, da beide Gesprächspartner sehr deutlich und klar zu verstehen sind. Auch die Lautstärke des Telefonats selbst ist sehr gut. Wer mit seinem Smartphone tatsächlich noch richtig telefoniert, braucht sich über sein HTC One mini 2 definitiv nicht beschweren.

 

Multimedia

HTC One mini 2 Test

Eigentlich möchte man meinen, dass eine Miniatur-Version eines Flaggschiff-Modells in Sachen Multimedia ebenso Abstriche machen muss wie bei der restlichen Hardware. Das HTC One mini 2 zeigt hier deutlich das Gegenteil, denn auf dem Blatt Papier ist das kleine HTC sogar besser ausgestattet was die Kamera betrifft. Anstatt der Ultrapixel-Kamera des Vorgängers bzw. der Duo Kamera des HTC One M8, setzt der taiwanische Hersteller in diesem Fall auf eine klassische Kamera mit nur einem Sensor. Dieser löst mit 13 Megapixel sehr hoch auf und übertrifft in Sachen Bildqualität sein Vorbild. Das gilt im Allgemeinen für die Bilddetails und damit der Bildschärfe, sofern die Gegebenheiten wie Licht und Motiv stimmen. In dunkleren Räumen und bei Nacht allgemein hat das HTC One M8 die Nase vorne, was an dem deutlich lichtempfindlicheren Utlrapixel-Sensor liegt. Aber sonst kann das HTC One mini 2 ganz gut mithalten im Bereich der Fotografie.

Das zeigt ganz deutlich der obligatorische Fotovergleich mit der Sony Smart Shot QX10, der Canon D600 und dem HTC One M8.

Auch wenn das Testfoto einen guten Eindruck vermittelt, kämpft das Smartphone mit zumeist stark überzeichneten hellen Bereichen und auch dunkle Bereiche geben Grund zur Kritik. Leider hat auch der Autofokus mitunter erhebliche Probleme die gewünschten Motive richtig scharfzustellen. Das liegt vor allem an dessen Geschwindigkeit und spätestens an dieser Stelle macht sich der schwächere Snapdragon 400 Quad-Core negativ bemerkbar. Die Fokussierung braucht ein wenig mehr Zeit als potentere Konkurrenten. Dafür ist der Auslöser vergleichsweise richtig schnell. Ähnlich Unschönes lässt sich über die Videofunktion sagen, die mit so ziemlich denselben Problemen zu kämpfen hat was die Bildqualität betrifft. Positiv ist hingegen, dass bei Aufnahmeschwenks das Motiv kaum nachzieht, wenn man sich auf die einfache HD-Auflösung beschränkt. Bei FullHD hingegen zieht das Bild selbst bei kleineren Schwenks sehr deutlich nach.

Bleibt zu hoffen, dass HTC schnell mit einem Software-Update nachbessert, denn dann könnte die Kamera des HTC One mini 2 tatsächlich besser sein als die Duo Kamera des HTC One M8. Ein ungewöhnlich besseres Bild macht dagegen die Frontkamera, welche mit 5 Megapixeln quasi identisch zum HTC One M8 ist. Für Selfies und Videochats ist diese sehr gut geeignet und macht sogar richtig Spaß.

In Sachen Funktionsumfang hat sich bei der Kamera-Software selbst kaum etwas getan. HTC hat diese gefühlt 1:1 vom großen Bruder HTC One M8 übernommen was die tiefer gehenden Optionen wie ISO-Wert, Belichtung, Weißabgleich und so weiter betrifft. Einzig die Videohighlights namens HTC Zoe sind (noch?) nicht mit dabei sowie Pan 360 und die Dual-Aufnahme. HTC hat bereits angedeutet, dass diese Modi dieses Jahr nicht für das Mittelklasse-Modell verfügbar sein wird. Warum HTC Zoe dann allerdings als App im App Drawer vorhanden ist wird wohl nur HTC wissen.

Mobiler Ghettoblaster

Während die Kamera eine Mischung aus Licht und deutlichem Schatten ist, gibt es bei einem anderen Alleinstellungsmerkmal eigentlich kaum Grund zur Kritik. Die Rede ist natürlich von den BoomSound genannten Stereo-Frontlautsprecher. Diese sind eines der Highlights des HTC One mini 2, da sie wirklich ihresgleichen suchen. Die Klangqualität der beiden Lautsprecher bewegt sich in etwa auf der Höhe des HTC One M7 aus dem letzten Jahr, aber kommen nicht an die des HTC One M8 heran. Dafür fehlt es ihnen etwas an Kraft. Heißt nichts anderes, als das sie nicht ganz so laut sind. Einziger Kritikpunkt wäre der fehlende Equalizer, mit dessen Hilfe man den Sound ein wenig anpassen kann.

Wer viel fotografiert und Musik hört, wird sich über den nun vorhandenen MicroSD-Slot sehr freuen. Dieser unterstützt MicroSD-Karten bis zu 64 GB Kapazität, was man bei der gehobenen Mittelklasse mittlerweile als Standard ansehen darf. Ob auch MicroSD-Karten mit 128 GB funktionieren lässt sich mangels Testexemplar nicht ausprobieren. Eine MicroSD ist sowieso sehr zu empfehlen, da der interne Speicher lediglich 16 GB groß ist und davon stehen dem Nutzer lediglich 10 GB zur freien Verfügung. Wenn dann noch Apps und ein paar Spiele hinzu kommen, ist auch dieser schnell sehr gut gefüllt.

 

Software

HTC hat so ziemlich viel von seinem Flaggschiff HTC One M8 in das kleinere HTC One mini 2 gepackt und das gilt auch für die Software. Das heißt nichts anderes als Android 4.4.2 KitKat zusammen mit der HTC-Oberfläche Sense 6 installiert ist und über OnScreen-Tasten bedient wird. Die kapazitiven Tasten hat HTC auch bei seinem kleinen Smartphone wegrationalisiert. Trotzdem muss auf das eine oder andere verzichtet werden, was in gewisser Weise an der Hardware liegt. So sind beispielsweise die Motion Gestures nicht vorhanden, womit sich das Smartphone aus dem Standby heraus per Doppeltap einschalten lässt oder mit drei verschiedenen Wischgesten in den Homescreen, Blinkfeed und die zuletzt genutzte App einschalten und entsperren lässt. Vermutlich will HTC dieses Feature als exklusives Verkaufsargument seinem Flaggschiff vorbehalten und macht ja auch irgendwie Sinn. Ebenfalls gestrichen hat HTC die FitBit-Integration und den Pedometer, womit sich das Smartphone als Schrittzähler nutzen ließe.

Ansonsten findet sich so ziemlich alles wieder an Software auf dem HTC One mini 2 was auch das HTC One M8 bereits ausmacht. Dazu gehört natürlich der HTC BlinkFeed Launcher, welcher durch einige kleinere Überarbeitungen glänzt. So wird jetzt stufenlos durch die Inhalte in BlinkFeed selbst gescrollt anstatt Seitenweise. Auch die längeren Headlines und größeren Bilder für Artikel finden sich wieder und es lassen sich mehr Newsquellen einpflegen in den Stream.

Insgesamt ist die Oberfläche von Sense 6 im Vergleich zu Sense 6 gleich geblieben, sieht man von kleineren Feinheiten wie monochromen Icons in den Einstellungen ab und den neuen Akzentfarben, die sich Systemweit nutzen lassen. Leider kann man als Nutzer keinen Einfluss auf diese nehmen, da diese fest an die jeweilige Szene gebunden sind. Einzig das Hintergrundbild lässt sich ganz nach Belieben aus einer Reihe von vorinstallierten Bildern, Live Wallpaper oder eigenen Fotos austauschen.

 

Fazit zum HTC One mini 2

Das HTC One mini 2 ist definitiv ein würdiger Nachfolger des ersten HTC One mini. In nahezu allen Bereichen hat der Konzern Hand angelegt, aber das offensichtlichste Merkmal ist ganz einfach das Aluminium-Gehäuse. Leider kann die auf dem Papier bessere Kamera mit 13 Megapixel Auflösung ihren theoretischen Vorsprung vor der Duo Kamera des großen HTC One M8 nicht ausspielen, dazu ist die Bildqualität zu schlecht trotz der höheren Details. Trotzdem ist das HTC One mini 2 ein gutes Mittelklasse-Smartphone, dass allerdings durch sein Aluminium-Gehäuse und dem damit verbundenen vergleichsweise sehr hohen Preis ein wenig Premium-Feeling versprüht. Die 449 Euro UVP trotzdem etwas zu hoch angesetzt und das HTC One mini 2 wird es schwer haben. Gerade weil das Xperia Z1 Compact von Sony (zum Test) schon für 50 Euro weniger gibt. Und das hat bedeutend mehr Leistung.

Wertung
Geschwindigkeit 4/5
Display 4/5
Funktionalität 4/5
Verarbeitung 5/5
Preis 4/5

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

3 Kommentare

  1. Klasse Test, danke! Ich denke das Sony ist sicher von der Leistung her das bessere Smartphone. Das HTC wirkt aber um Einiges edler und hat damit sicher auch seine eigene Fangemeinde.

  2. Pingback: HTC One mini 2 - Erste Erfahrungsberichte - Seite 3 - Android-Hilfe.de

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