[Test] HUAWEI Ascend P6 – Wahre Schönheit kommt von innen!

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Test HUAWEI Ascend P6

Einer wahren Schönheit würdig hat HUAWEI am 18. Juni im Londoner Roundhouse das HUAWEI Ascend P6 der europäischen Presse vorgestellt. Scharf, schnittig und elegant soll es sein und wie es sich für ein Topmodell gehört, mit gerade mal 6,18 mm auf die schlanke Linie achten. Wir haben uns nun das Ascend P6 vom Laufsteg geholt und wollen auch auf die inneren Werte einen Blick werfen, um euch einen eventuellen Geheimtipp zu offenbaren.

130827_7_15Und die Verknüpfung mit dem Laufsteg kommt nicht von ungefähr, denn beim Ascend P6 handelt es sich um eines der vermutlich schönsten Smartphones des Jahres, welches sich mehr als offensichtlich bei einer gewissen Konkurrenz bedient aber dazu später mehr. Denn beim HUAWEI Ascend P6 stimmt der Spruch „Mehr Schein als Sein“ leider an manchen Stellen, obwohl im Gesamtpaket das Smartphone für seinen Preis wirklich überzeugen kann. Doch bevor wir uns genauer dem Äußeren widmen, schauen wir uns das nackte Innere in Form des offiziellen Datenblattes an.

 

Technische Daten des HUAWEI Ascend P6

Technische Daten

Ascend P6

Prozessor

Hi-Silicon K3V2 Quadcore mit 1,5 GHz
GPU: : Vivante GC4000 mit 480 Mhz

Betriebssystem

Android 4.2.2 Jelly Bean

Interner Speicher

8 GB Interner Speicher (4,7 GB verfügbar)
Micro SD Slot

RAM

2 GB

Modellbezeichnung

Display

4,7″ True HD IPS Display mit 1.280 x 720 Pixel
aus Corning Gorilla Glass

Anschlüsse

MicroUSB, 3,5mm Audio Klinkenanschluss

Sensoren

Näherung, Umgebungslicht, Digital Kompass, Beschleunigung, Lage, Temperatur

Abmessungen (HxBxT mm)

132,6 x 65,5 x 6,18 mm

Gewicht

120 Gramm

Gehäusematerial

Glas/Aluminium

Kamera

8 Megapixel Kamera, 5 Megapixel Frontkamera

Internet

UMTS (850/900/1.700/1.900/2.100MHz) + HSPA+ 21,6 Mbit/s  + WLAN b/g/n (2,4 GHz)

Bluetooth

3.0 + EDR, AVDTP, AVCTP, A2DP, AVRCP, PAN, GAP,
GAVDP, HFP, HSP, OPP, PBAP, HID profile

Akkutyp

Li-Polymer

Kapazität

2.000 mAh

Gesprächszeit

28,2 h (2G) / 14,5 h (3G)

Standby-Zeit

416 h (2G) / 315 h (3G)

Netz

GSM 850/900/1800/1900, UMTS 850/900/1700/1900/2100 MHz

Preis

UVP 449,- Euro (aktuell 369,- Euro Stand 10/08/13)
Besonderheit LED, DLNA, GPS, Glonass, Emotion UI 1.6

 

Zubehör

130827_7_14Wie schon bei unseren vorhergehenden Testgeräten von HUAWEI, dem Smartphone-Giganten Ascend Mate, kommt unsere Test-Schönheit direkt aus China, was einmal mehr den Blick auf das Netzteil offenbart. Aber keine Sorge: Das normal im Handel zu erwerbende Modell beinhaltet ein für deutsche Steckdosen ausgelegtes Netzteil, welches per Standard-konformer MicroUSB-Buchse, Anschluss an den im Ascend P6 verbauten Akku findet. Das Netzteil und das zugehörige USB-Kabel sind in schlichtem aber eleganten Weiß gehalten, ebenso die üblichen Kopfhörer mit eingebautem Mikrofon, in Fachkreisen auch gerne mal Headset genannt. Leider hat HUAWEI dem Headset lediglich eine Taste zum annehmen und auflegen von Telefonaten spendiert, eine Taste oder einen Schieber zum regulieren der Lautstärke sucht man vergebens.

Was allerdings erstmals wirklich überrascht ist ein standardmäßig beiliegender Bumper für das Gerät selbst, auch wenn dieser das schick-sytlische Aluminium-Aussehen des Ascend P6 nahezu komplett verhüllt. Wer allerdings Wert auf ein rundum geschütztes Gerät legt, der wird den Bumper zu schätzen wissen. Das bringt HUAWEI hier bereits einige Pluspunkte für das Standard-Zubehör ein, das über die üblichen Teile hinausgeht.

 

Verarbeitung

130827_7_13Und damit geht es auch gleich zur Königsdisziplin des HUAWEI Ascend P6, welches hauptsächlich über sein Äußeres die potentielle Kundschaft ansprechen will und das meine Herren: Das tut es verdammt gut. Gleich bei dem Auspacken des Smartphones fühlt es sich unglaublich gut an und das liegt nicht nur an dem Aluminium-Unibody-Gehäuse, welches mit seiner gebürsteten Oberfläche einfach nur sexy aussieht. Diesen Werkstoff für das Gehäuse hat es aber auch bitter nötig, denn mit gerade mal 6,18 mm gehört das Ascend P6 definitiv mit zu den dünnsten hierzulande erhältlichen Smartphones.

130827_7_11Aber abgesehen davon kommt einem das Smartphone bei genauerer Betrachtung merkwürdig bekannt vor, vor allem wenn man sich die Emotion UI in der Version 1.6 vor Augen hält: Gibt es nicht bereits ein sehr ähnliches Smartphone auf dem Markt seit vorletztem Jahr und schimpft sich das nicht aPhone … nein iPhone? Man kann es drehen und wenden wie man will aber die „Inspirationsquelle“ iPhone lässt sich einfach nicht von der Hand weisen und wir glauben, dass HUAWEI da gar keinen Hehl darum macht, da es im Endeffekt sich dennoch genügend stark vom iPhone abzuheben weiß. Dennoch stellt das Ascend P6 den aktuell dreistesten Versuch dar, sich am Erfolgsrezept iPhone-Design zu bedienen und das durchaus erfolgreich, wie man zugeben muss.

Abgesehen davon ist das Aluminium-Gehäuse absolut sauber verarbeitet, es knarzt, wackelt und klappert nicht das geringste und das spricht eindeutig für den chinesischen Hersteller. Lediglich die Front wird vom Corning Gorilla Glass nahezu vollständig eingenommen, die Seiten sind ebenfalls aus gebürstetem Aluminium gefertigt. Interessantes Design-Element ist zudem die abgerundete untere Kante des Ascend P6, welche als probates Mittel zum abgrenzen der Apple-Konkurrenz gelten kann. Dennoch sieht das Ascend P6 insbesondere im oberen Bereich der aktuellen iPhone-Generation extremst ähnlich. Selbst die (zwangsweise notwendigen) Kunststoff-Unterbrechungen im oberen Rahmen sind vorhanden.

130827_7_08Hardware-Tasten findet man lediglich an der rechten Seite, zum Ein- bzw. Ausschalten des Smartphones und zum verändern der Lautstärke, weitere physische oder kapazitive Tasten sucht man vergebens: Die Bedienung erfolgt komplett über den Touchscreen, wie man es unter anderem von der Nexus-Familie her kennt. Zugang zur MicroSIM und MicroSD findet ihr übrigens auf der rechten Seite, allerdings nur mit Hilfe eines spitzen Werkzeugs: Dem Kartenauswurfwerkzeug. Dieses befindet sich praktischerweise direkt schon im Gerät und schließt  gleich noch die seitlich links unten befindliche Buchse für Kopfhörer/Headset. Dennoch ist bei häufigem Gebrauch von letzterem das Praktische schnell unpraktisch, sodass dann doch am Ende des Tages der „Stöpsel“ in der Verpackung landet.

 

Display

130827_7_16Eines der absoluten Glanzstücke des HUAWEI Ascend P6 ist das 4,7″ große HD-Display, bei dem HUAWEI auf die bewährte IPS-LCD-Technologie setzt. Auch wenn das Display nominell „nur“ mit 1.280 x 720 Pixel auflöst, bietet es dank der IPS Plus Technik einen sehr hohen Betrachtungswinkel und eine ebenso hohe Farbbrillanz, welches selbst bei direktem Sonnenlicht noch recht gut ablesbar ist. Selbst die unerwartet schnell schaltende Helligkeitsautomatik für die Anzeige weiß vollends zu überzeugen, insbesondere im Vergleich zur Konkurrenz. Diese ist da nicht immer auf einer Höhe und bringt HUAWEI direkt die nächsten Pluspunkte ein.

 

CPU & GPU

130827_7_10Das Ascend P6 ist von HUAWEI für die gehobene Mittelklasse vorgesehen, weswegen der mittlerweile etwas betagte aber dennoch ordentliche Quadcore aus eigener Produktion zum Einsatz kommt, dem einen oder anderen eventuell als HiSilicon K3V2 bekannt. Dessen vier Kerne basieren noch auf der ARM Cortex A9 Architektur und gehen mit bis zu 1,5 GHz ans Werk, was für ein in nahezu jeder Lage für eine angenehm flüssige Darstellung sorgt. Auch wenn der K3V2 im Ascend P6 mit knapp 14.500 erreichten Punkten im beliebten AnTuTu Benchmark hinter Smartphones wie dem HTC One mit knapp 22.000 Punkten oder dem Galaxy S4 mit knapp 24.000 Punkten bleibt, ist die Bedienung nahezu immer flüssig und darauf kommt es letzten Endes auch an, oder?

Auf Seiten der Grafik vertraut HUAWEI auf eine Vivante GC4000 mit 480 MHz Takt, welche ein ordentliches Ergebnis abliefert. Mit ihren 16 Grafikkernen sollte jedenfalls genügend Leistung für alle gängigen Spiele einschließlich aktueller Topspiele drin sein, wobei letztere vielleicht hier und da ein wenig ruckeln könnten.

Leider offenbart sich hier auch eine kleine Schwachstelle des Ascend P6: Bei richtig starker Beanspruchung durch Grafik intensive Spiele, wird das Smartphone auf der Rückseite recht schnell richtig warm, wenn nicht sogar der Terminus „Heiß“ angemessen ist. Es kam sogar hin und wieder vor, dass das System das Gerät wegen möglicher Überhitzung einfach ausschaltete um abzukühlen, bevor es weiter gehen konnte. Ob das an einer unzureichenden Kühllösung des Chipssatzes liegt oder an der extrem flachen Bauweise können wir nicht definitiv sagen aber unschön ist es allemal.

 

Akku

130827_7_17Hat das Ascend P6 von HUAWEI in Sachen Design/Verarbeitung und Display noch ordentlich vorlegen können, kommt der erste Dämpfer bereits beim Akku, einem Bauteil, welchem eine recht große Bedeutung in der Ausdauer zukommt. Der fest verbaute Lithium-Ionen-Akku mit 2.000 mAh Nennladung ist zwar kein Dauerläufer-Wunder, schlecht ist er zwar auch nicht aber dennoch nur guter Durchschnitt. Einen guten Arbeitstag bei wenig Beanspruchung des Gerätes, sprich wenig Telefonieren, simsen (wer das noch macht) und WhatsApp’en sowie etwas surfen und Twitter-Synchronisation sind dann schon drin, bevor das Ascend P6 am Abend nach der Steckdose lechzt. Im Dauerbetrieb hingegen ists bereits nach nicht einmal 3 Stunden schon zappenduster, bei der Videowiedergabe kommt das Ascend P6 bei uns immerhin auf knapp 4,5 Stunden, bevor der Akku schlapp machte.

Offiziell gibt HUAWEI für das Ascend P6 im 2G-Modus bis zu 28,2 Stunden Gesprächsdauer an, während es im 3G-Modus 14,5 Stunden sei sollen. Mangels Gesprächsthemen (und willigem Gesprächspartner) konnte das leider nicht überprüft werden. Die Hersteller-Angaben zu Standby-Zeiten sind sowieso nie auch nur annähernd zu erreichen, beim Ascend P6 sollen das knapp 17 Tage im 2G-Modus bzw. 13 Tage im 3G-Modus sein und seien wir mal ehrlich: Mit dem eigentlichen Nutzen eines Smartphones sind diese Werte definitiv nicht zu erreichen.

Update:

130827_7_09HUAWEI hat uns während der Testphase noch ein weiteres Ascend P6 zukommen lassen, welches eine finale und überarbeite CPU Steuerung hat. Diese hat einen Vor-ä und einen Nachteil.
Die schlechte zuerst: Die Benchmark-Werte im AnTuTu haben sich drastisch auf 8.766 nach unten orientiert. Dennoch steht das Spielverhalten oder sonstige Arbeitsabläufe in keinem Unterschied zu dem Vorserienmodell, welches wir uns erinnern mit 14.500 gepunktet hat.
Nun aber die gute Nachricht: Das Akkuverhalten hat sich drastisch geändert. Bei normalen Gebrauch, wobei das natürlich immer relativ ist, kommt man locker über einen, wenn nicht sogar zwei Tage. Ausschlaggebend hierfür ist aber auch die entsprechende Einstellung in der Energieverwaltung.

 

Konnektivität

130827_7_04Hier zeigt sich einmal mehr, dass das Ascend P6 lediglich in der Mittelklasse Zuhause ist: HUAWEI beschränkt sich auf standardmäßige Technologien, LTE oder NFC sucht man leider vergebens. Gerade bei NFC könnte das den einen oder anderen stören, da NFC sich durch programmierbare NFC-Tags, NFC-Bezahlstationen und NFC-fähigem Audiozubehör stetig weiter verbreitet und etabliert. (Tipp: Unser Video: Was ist NFC)
Wer LTE im Laufsteg-Gewand haben will, der muss sich noch ein wenig gedulden, denn etwas später im Jahr soll ein LTE-fähiges Modell folgen. Von NFC war nicht die Rede.

Dafür gibt sich das Ascend P6 im Drahtlosbereich betont mittelklassig, was HSPA mit bis zu 21,6 MBit/Sekunde im Download bzw. 5,75 MBit/Sekunde im Upload zeigt, sowie WLAN nach den IEEE-Standards b/g/n im 2,4 GHz-Band. Die Ausstattung komplettiert Bluetooth 3.0, welches immerhin etliche Bluetooth-Profile unterstützt (EDR, AVDTP, AVCTP, A2DP, AVRCP, PAN, GAP, GAVDP, HFP, HSP, OPP, PBAP und HID). Die GPS-Funktion hingegen erwies sich als ein wenig unzuverlässig, da ein GPS-Fix eher selten in annehmbarer Zeit zustande kam. Als Navi-Ersatz eignet sich das Ascend P6 daher eher bedingt, sofern HUAWEI hier nicht mit einem Update reagieren kann.

Beim Telefonieren, einer immer stärker in den Hintergrund rückenden Eigenschaft aktueller Smartphones, leistete sich das Ascend P6 keine Patzer. Beide Gesprächsteilnehmer waren klar und deutlich zu verstehen.

 

Multimedia

130827_7_06Und jetzt kommen wir mal zu den Punkten, die dem Ascend P6 letzten Endes zu einer echten Empfehlung den Weg versalzen haben.

Mit 8 GB intern verbautem Speicher, von dem für den Nutzer gerade mal mickrige 4,7 GB zur freien Verfügung stehen, kann man im Jahre 2013 einfach keinen Blumentopf mehr gewinnen. Das wird insbesondere im Zusammenhang mit HD-fähigen Kameras ein Problem, denn Videoaufnahmen in HD-Qualität kratzen bevorzugt immer öfters am GB-Bereich und da ist der kleine Speicher eine absolute Achillesferse. Selbst die Möglichkeit einer nutzbaren MicroSD Karte bringt da kaum Abhilfe, denn auf dieser lassen sich lediglich Mediendaten wie Musik, Filme und Videos auslagern. Spiele und deren manchmal Gigabyte-großen Spieldaten haben hier selten eine Chance zu landen. Zumindest nicht ohne Root-Zugriff aber das ist eine andere Sache.

130827_7_05Die Kamera selbst, welche nominell mit 8 Megapixel bei Fotos auflöst und Filmaufnahmen in 720p-Qualität schafft, liefert bei Tageslicht recht gute Ergebnisse für ein Mittelklasse-Smartphone, allerdings mit einem leichten Grundrauschen bei Aufnahmen. Details sowie Schärfegrad hingegen wissen wiederum zu gefallen, besonders wenn man sich die Preisklasse vor Augen hält. Bilder in dunklerer Umgebung hingegen fallen erwartungsgemäß schlechter aus, hier nimmt das Bildrauschen sichtbar zu und Artefakte treten auf. Seine Stärke hingegen spielt die Kamera bei Nahaufnahmen aus, denn die Linse eignet sich hervorragend zur Makro-Fotografie, besonders im Vergleich zu Smartphones mit gleichwertiger Kamera.

Insgesamt gesehen kommt die Kamera des Ascend P6 allerdings nicht an Modelle wie beispielsweise dem Galaxy S3 von Samsung aus dem letzten Jahr heran, was hauptsächlich dem Grundrauschen sowie eines hin und wieder ziemlich harten Kontrast der Aufnahmen geschuldet ist. Dennoch macht die Kamera ordentliche Bilder, was man übrigens auch von der ungewöhnlich hochauflösenden Frontkamera behaupten kann: 5 Megapixel jedenfalls suchen in europäischen Breitengraden definitiv ihresgleichen und eignet sich daher definitiv zu mehr als lediglich Videotelefonie-Option.

 

Software

130827_7_03In Sachen Software setzt HUAWEI beim Ascend P6 erfreulicherweise auf ein aktuelles Android und zwar Android 4.2.2 Jelly Bean, um genau zu sein. Davon sieht man jedoch eher wenig, denn wie jeder größere Hersteller der Branche setzt auch HUAWEI auf eine eigens entwickelte Oberfläche, welche über das Android-Betriebssystem gestülpt wird. Die Chinesen nennen diese Emotion UI und lehnt sich einmal mehr an eine gewisse Konkurrenz an. Man könnte behaupten im entfernten Sinne an Apples iOS-Standardansicht, wahrscheinlicher ist allerdings eine Orientierung an der Custom ROM MIUI von Xiaomi. Einen App-Drawer? Sucht ihr vergebens, sämtliche installierten Apps landen auf einer der bis zu 9 Homescreen-Seiten, zwischen denen per Wisch-Geste gewechselt wird.

Wer dennoch ein wenig Ordnung im Chaos will, der kann immerhin mit Ordnern seine Apps sortieren, auch wenn die Handhabung der Icons selbst ziemlich unlogisch erscheint. Neu installierte Apps werden einfach auf den Homescreen-Seiten hinten angehängt. Durch Deinstallation frei gewordene Stellen, werden nicht automatisch befüllt. Da fragt man sich ernsthaft: Wieso, HUAWEI?

Weitaus besser macht sich die Emotion UI dagegen in ihrem Erscheinen, denn dieses kann mittels Themen den eigenen Ansprüchen an Design und Optik angepasst werden, die HUAWEI-eigene Ansammlung an Themes bietet Auswahl en Masse. Zumindest in der Theorie verspricht HUAWEI genau dass: Den Zugriff auf Tausende Themen. Wenn man nicht durch gute Recherche auf einen der besten deutschsprachigen Blogs Zugriff hat wird man wohl nicht an den geheimen Link zu einer chinesischen Seite mit unendlich vielen Themes kommen.
Ups – da ist ja von uns die Rede, na dann hier ist der Link: http://zh.ui.vmall.com/theme.php

130827_7_01Quasi einzigartig und eventuell bei CyanogenMod und Konsorten etwas abgeschaut, ist die Profil-Funktion der Emotion UI, welche per Shortcut über die Notification Bar aufgerufen werden kann. Per wirklich ansehnlichem Ring-Menü können beliebige vordefinierte oder selbst erstellte Profile ausgewählt werden. Dabei beschränkt sich HUAWEI erfreulicherweise nicht nur auf die Lautstärke des Telefons, selbst Datenverbindungen, Helligkeit des Displays und GPS lassen sich einstellen. Ein wirklich dickes Plus in der Usability, was HUAWEI da geschaffen hat.

130827_7_02Ebenfalls als dickes Plus bezeichnet werden kann der Berechtigungsmanager, welcher sich im Ordner „Verwaltung“ auf dem Homescreen versteckt. Damit wird dem Nutzer ein tolles Werkzeug in die Hand gegeben, welches sämtlichste Apps überwacht hinsichtlich von Push-Benachrichtigungen, Internetzugriff, Zugriff auf die persönlichen Daten und noch einiges mehr. Wer Wert auf seine Privatsphäre legt und die (nahezu) volle Kontrolle über sein Gerät und dessen Apps haben will, der wird den Berechtigungsmanager von der ersten Sekunde an lieben. Müsste Android eigentlich schon von Haus aus bieten, solch ein mächtiges Tool.

Abgesehen davon bietet Huawei wie der eine oder andere Mitbewerber aus Südkorea einstellbare Shortcuts im Notification Panel an, mit welchen diverse Funktionen sich schnell ein- oder ausschalten lassen. Die Anordnung der QuickSettings-Schalter lässt sich den eigenen Vorlieben anpassen und neu sortieren.

Fazit des HUAWEI Ascend P6

130827_7_07Um es in einem Satz zum Ausdruck zu bringen: Steht man so wie ich primär auf Design und ein tolles Aussehen des Alltagsbegleiter, dann ist das HUAWEI Ascend P6 die Absolute preiswerte Empfehlung! Nur dann lassen sich fehlende Merkmale wie NFC, LTE oder ausreichend Flashspeicher, bzw. freier Programmspeicher getrost verschmerzen.
Die Kamera macht für ein Smartphone ausreichende Fotos und ist im Makrobereich sogar einigen anderen Smartphone-Kameras überlegen. Die vorinstallierte Software ist von HUAWEI wirklich durchdacht und wird meiner Meinung nach noch viel zu wenig publik gemacht. Die hauseigene CPU macht bei wirklich grafisch aufwendigen Spielen wie Asphalt 7 oder 8 schlapp, reicht aber für den allgemeinen Gebrauch mehr als aus. Letzten Endes macht es aber das wirklich detailreiche und brillante IPS+ LCD Display alles wieder gut. Denn das ist es, was wir wohl zwangsweise wirklich immer benutzen.

testurteil_huawei_ascend_p6

Wertung
Geschwindigkeit 3/5
Display 4/5
Funktionalität 4/5
Verarbeitung 4/5
Preis 4/5

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

8 Kommentare

  1. Queen2612 schreibt:

    …ein Quadcore mit 16 Grafikkernen schafft nicht mal Asphalt 7?Da sieht man mal das „PS“nicht alles ist.Ein I Phone 4s(seit Okt.2011!!!auf dem Markt) macht ohne Probleme Asphalt 8.
    Nicht „PS“ sondern „Drehmoment“entscheidet beim Wettstreit der Systeme.
    (Ich weiß,das wir hier nicht in einer Autozeitung sind…aber der Vergleich passt.)
    Bitte Kommentar mit Humor nehmen…im Krieg der Sterne…sorry..der Systeme.

  2. daniel schreibt:

    Welche Firmware hattet ihr installiert?

  3. natronUI schreibt:

    Freund von mir hat das P6, der hat keine Probleme und ist begeistert. Der hatte aber vorher nen iPhone und spielen tut er mit dem Handy eher weniger.

  4. Wenn das Ding nicht so groß wär‘, könnt‘ ich fast schwach werden… und es müsste noch etwas leichter sein 🙂

    • Zu groß?! Bist du im falschen Test gelandet und hast gerade Ascend Mate gelesen?
      Das P6 ist doch alles andere als groß & schwer, bis vor kurzem war es das Dünnste Android Smartphone.

      Gruß
      MaTT

      • PeterS schreibt:

        Bis vor kurzem? Welches ist denn jetzt das dünnste Smartphone aktuell?

      • @PeterS: Aktuell sind das Umeox X5 und das Vivo X3 von BBK mit 5,6 mm die dünnsten käuflich zu erwerbenden Smartphones, allerdings nur in China zu haben. Wir haben dann einen Termin bei Pearl, welche laut eigener Aussage das dünnste Smartphone im Gepäck haben. Video folgt dann natürlich so schnell wie möglich.

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