[Test] LG G Pad 8.3 – Ist LG bereit für ein Android Tablet?

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LG G Pad 8.3 Test Mit dem G Pad 8.3 wagt sich der südkoreanische Konzern LG wieder in den Markt für Tablets zurück, nachdem man vor Jahren schon einmal in diesem Bereich eher weniger erfolgreich aktiv war. Mit 8,3 Zoll Diagonale liegt es herrlich zwischen anderen Tablets aber gerade das und ein paar andere Dinge machen es zu einem verdammt guten Tablet, wie unser Test zeigt.

140406_5_01Lange Zeit ist es her, als Google mit Android 3.0 Honeycomb erstmals ein eigenes Betriebssystem für Tablets vorstellte. Damals war LG mit dem Optimus Pad einer der ersten Hersteller aber das Tablet floppte damals. An der verbauten Technik lag es nicht, die war mit 10,1 Zoll HD-Display, Tegra 2 Dualcore und 3D-Kamera sogar recht gut. Nur der Preis von knapp 900 Euro UVP passte damals einfach nicht. Dass die Kamera zwar 3D-Fotos ermöglichte aber das Display kein 3D unterstützte war ebenso ein Sargnagel für das eigentlich ganz passable Tablet. Jedenfalls floppte auch der Nachfolger Optimus Pad LTE und so verabschiedete sich LG aus dem Markt. Bis zum Oktober letzten Jahres, als LG das G Pad 8,3 vorstellte. Zwischenzeitlich mal als das bessere Nexus 7 bezeichnet kann LG damit endlich den ersehnten Tablet-Erfolg feiern.

Technische Daten des LG G Pad 8.3

Technische Daten

Prozessor

Qualcomm Snapdragon 600 Quadcore mit 1,7 GHz GPU: Adreno 330

Betriebssystem

Android 4.2.2 Jelly Bean

Interner Speicher

16 GB Interner Speicher

RAM

2 GB

Modellbezeichnung

V500

Display

8,3 Zoll IPS-Display mit 1.920 x 1.200 Pixel

Anschlüsse

MicroUSB 2.0, 3,5mm Audio Klinkenanschluss

Sensoren

Accelerometer, Proximity, Gyroskop und Licht

Abmessungen (HxBxT mm)

216,8 x 126,5 x 8,3 mm

Gewicht

338 Gramm

Gehäusematerial

Aluminium, Kunststoff

Kamera

5 Megapixel Kamera, 1,3 Megapixel Frontkamera

Internet

WLAN a/b/g/n

Bluetooth

4.0 HS BLE + EDR

Akkutyp

Fest verbauter Li-Ion

Kapazität

3,8 V/4.600 mAh

Gesprächszeit

n/a

Standby-Zeit

bis zu 500 Std.

Netz

n/a

Preis

UVP 299,- Euro (aktuell ab 254 Euro Stand 06/04/14)
Besonderheit WiFi Direct, Miracast, IrDA, DLNA, QPair, KnockON

Zubehör

140406_5_15Eine der ersten Überraschungen des G Pad 8.3 ist der erstaunlich flache Karton, in welchem sich das Tablet befindet. Neben dem Gerät selbst befindet sich nur ein MicroUSB-Kabel in dem Karton wieder, ein Netzteil-Adapter und eine Schnellstart-Anleitung nebst den Garantiebestimmungen und dergleichen. Weiteres Zubehör wie bei ein Headset liegt dem Karton nicht bei. Mehr Standard-Zubehör braucht man eigentlich auch weniger für ein Tablet, mal abgesehen von einer Schutztasche mit integrierter Standfuß-Funktion. Solch eine Tasche sowie eine Folie zum Schutz vor Kratzern müssen separat erworben werden.

 

Verarbeitung

140406_5_06Das erste Tablet von LG, das Optimus Pad V900, war noch aus einem für damalige Verhältnisse hochwertigem Kunststoff gefertigt. Das G Pad 8.3 hat zwar auch an einigen Stellen Kunststoff als Material aber die Rückseite ist aus gebürstetem Aluminium und das verleiht dem Tablet ein ungemein wertiges Gefühl. Zusammen mit dem sehr flachen und leichten Gehäuse von gerade mal 338 Gramm erinnert das fast schon an ein bestimmtes Tablet aus Cupertino. Mit dem Unterschied das Android als Betriebssystem installiert ist und es mit 16:10 ein Filmtauglicheres Seitenverhältnis besitzt aber dazu später mehr. Denn zuerst wird nicht selten auf die Verarbeitung des Gerätes an sich geachtet und die ist wirklich tadellos gelungen. Alles ist total sauber verarbeitet, nirgends stehen fühlbare Kanten aus dem Gehäuse hervor und auch die Spaltmaße sind sehr klein und praktisch nicht zu erfühlen. Hier hat LG wahrlich sehr gute Arbeit geleistet.

Zumal die Rückseite aus gebürstetem Aluminium fast um das ganze Tablet herum geht. Das ist designtechnisch eine optische Spielerei, zumal auf der linken Geräte-Seite die Lautstärke-Wippe und Power-Taste bündig eingelassen sind. Die Tasten selbst wissen auch auf Anhieb zu überzeugen, da sie gut zu erfühlen sind (auch blind) und einen guten Druckpunkt aufweisen. Weder zu hart noch zu schwammig, das freut den Tablet-Benutzer ungemein. Durch das flache Gehäuse von gerade mal 8,3 mm sind die Tasten zudem recht gut zu treffen mit nur einer Hand. Einzig der schmale Rand an den langen Seiten des Displays könnte manchen weniger gut gefallen. Ob man es als Vorteil betrachtet, dass sich das G Pad 8.3 durch eben diese schmalen Ränder auch in einer Hand halten lässt, ist jedem selbst überlassen. Für ein Gerät mit einem mehr als 8 Zoll großen Display ist das schon bemerkenswert handlich.

Auf der Oberseite des Gehäuses hat LG neben der obligatorischen Audio-Buchse für Kopfhörer noch eine Klappe für den MicroSD-Slot verbaut und einen Infrarot-Sender. Im Grunde kann man diese beiden Details zusammen mit dem Display als die größten Unterschiede nennen, die das G Pad 8.3 vom Nexus 7 von ASUS und Google abheben und ihm die Bezeichnung „das bessere Nexus 7“ eingebracht haben. Für Kino-Freunde absolut nachvollziehbar, immerhin lassen sich MicroSD-Karten mit bis zu 64 GB Kapazität im G Pad 8.3 nutzen. Unterhalb des Infrarot-Senders befindet sich die 5 Megapixel auflösende Kamera. Auf der Unterseite befindet sich schlussendlich noch der MicroUSB-Anschluss, über welchen das G Pad 8.3 aufgeladen und mit einem PC verbunden werden kann.

140406_5_12Nicht gerade alltäglich sind die auf der Rückseite verbauten Stereo-Lautsprecher, die LG auch noch recht intelligent platziert hat. Egal ob Hoch- oder Querformat, man verdeckt sie in der Regel nicht mit Fingern oder der Handfläche. Trotzdem sind es nur zweckmäßige und keine hochwertigen Lautsprecher. Sie könnten ein besseres Klangbild abgeben. Apropos Rückseite: Trotz gebürstetem Aluminium ist sie ein regelrechter Fingerabdruck-Magnet. Zumindest auf dem schwarzen Modell fallen diese sehr stark auf und Putzen der Rückseite dürfte öfters mal eine Tätigkeit werden.

 

Display

140406_5_04LG vertraut bei seinem G Pad 8.3 auf ein IPS-Display mit 8,3 Zoll Diagonale. Damit ist es größer im Vergleich zum Nexus 7, welches technisch gesehen sehr ähnlich ausgestattet ist. Selbst die Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel ist identisch. Dennoch ist das IPS-Display des G Pad 8.3 im direkten sichtlich besser, was nicht zuletzt an einer wärmeren Farbwiedergabe liegt und einem deutlich besseren Schwarzwert. Selbst die Helligkeit des IPS-Display weiß zu überzeugen. In lichtarmer Umgebung zeigt das G Pad 8.3 das andere Extrem: Die Helligkeit lässt sich sehr stark nach unten reduzieren.

Draußen im Freien bei Sonnenlicht kommt das Display des LG G Pad 8.3 dennoch an seine Grenzen aber das ist eine Eigenschaft die sich so gut wie alle Displays teilen. Sieht man mal von der E-Ink-Technologie ab. Trotzdem lässt sich sagen, dass das 8,3 Zoll große FullHD-Display zu den Sahnestückchen des LG-Tablets gehören. Das trifft insbesondere für die Blickwinkelstabilität zu, die sich wirklich sehen lassen kann und das in alle Richtungen.

 

CPU & GPU

140406_5_16Und was wäre ein richtig gutes Display ohne einen vernünftigen Antrieb, muss man sich LG wohl gedacht haben. Denn im G Pad 8.3 verrichtet ein zwar nicht mehr ganz taufrischer Snapdragon 600 mit 1,7 GHz seinen Dienst, aber dennoch hat dieser Quad-Core von Qualcomm ordentlich was auf der Pfanne. 20.575 Punkte im AnTuTu-Benchmark sprechen da eine deutliche Sprache, dass das G Pad nicht nur ein hervorragendes Tisch-Kino ist, sondern auch zur Spiele-Maschine taugt. Selbst moderne und grafisch anspruchsvolle Spiele stellen das Tablet nicht vor größere Probleme, die zu Ruckel-Orgien führen würden. Für letzteres sorgt inbesondere die Adreno 320 GPU.

Im Alltag ist das G Pad 8.3 ebenfalls sehr flott unterwegs. Apps werden schnell geöffnet, der Wechsel zwischen einzelnen Apps geht flott vonstatten und auch sonst läuft die Oberfläche sehr rund. Erst wenn etliche Apps geöffnet sind kommt es nach einiger Zeit der Nutzung zu ersten Mikro-Rucklern aber das passiert bei jedem Android-Gerät früher oder später. Im Großen und Ganzen läuft das LG-Tablet trotz Android 4.2.2 Jelly Bean sehr rund, was der Konzern schon mit dem LG G2 (zum Test) bestens zeigen konnte.

 

Akku

140406_5_08Nominell hat der wie üblich bei Tablets fest verbaute Akku eine Kapazität von 4.600 mAh. Klingt jetzt nicht besonders groß, dennoch kann man sie als solide bezeichnen. Etliche Tage wenn nicht sogar Wochen im Standby kann das Tablet verbringen, ohne das der Akku komplett zur Neige geht. Bei moderater Benutzung wie dem gelegentlichen lesen von E-Mails, stöbern im Internet über WLAN und dem kleinen abendlichen Spielchen auf der Couch sind gute 2 Tage Nutzung keine Utopie. Lediglich bei der dauerhaften Beanspruchung für Spiele (Need for Speed Most Wanted kann ja so fesselnd sein) oder dem Anschauen von Filmen ist nach wenigen Stunden Feierabend.

 

Konnektivität

140406_5_09Gerade ein Tablet dient gerne mal als Surf-Station auf der Couch, wenn das Smartphone zu klein ist und man keine Lust hat seinen Rechner oder das Notebook einzuschalten. Für diesen Einsatzzweck bietet das LG G Pad 8.3 mit WLAN nach dem 802.11n-Standard alles was man braucht und das auch noch in den Frequenzen von 2,4 und 5 GHz. Einzig wer auch unterwegs in Bus und Bahn über das Tablet ins Netz will muss tethern, da LG nach wie vor kein LTE-Modell vom G Pad 8.3 anbietet. Abgesehen von dem kleinen Manko (okay, das ist Ansichtssache) bietet das LG-Tablet alles was das Herz begehrt an mobilen Verbindungsmöglichkeiten. WiFi Direct für große Datenübertragungen, Bluetooth 4.0 für die kleinen Bildchen zwischendurch oder Zubehör, GPS zum Navigieren und selbst DLNA sowie Miracast unterstützt das Tablet.

Als Besonderheit kann man an dieser Stelle den Infrarot-Sensor auf der Stirnseite nennen, mit dessen Hilfe und der vorinstallierten App QRemote das G Pad 8.3 zur Universalfernbedienung für die heimische Elektronik wird aber dazu später mehr.

 

Multimedia

140406_5_14Klar das ein solch handliches, kraftvolles und Display-technisch tolles Tablet zum medialen Konsum genutzt werden will. Das Display mit seiner FullHD-Auflösung und sehr ordentlichen Farben eignet sich geradezu ideal für den Kino-Ersatz unterwegs. Einen Video-Player hat LG wie eigentlich jeder Hersteller vorinstalliert, welcher die gängigsten Videoformate ohne zu Murren abspielt. Wer mehr will braucht allerdings einen anderen Video-Player. Die klangliche Untermalung für Videos über die rückseitig verbauten Stereo-Lautsprecher ist allenfalls eine Notlösung, da diese nach hinten gerichtet und somit wenig praktikabel sind. Zumal die Klangqualität eher zu wünschen übrig lässt, was aufgrund des fehlenden Volumens ziemlich blechern klingt. Lieber Bluetooth-Lautsprecher oder Kopfhörer nutzen, denn es klingt nicht nur für einen selbst besser: Die Umgebung wird weniger genervt durch metallisch verzerrten Sound.

Für Foto-Freunde ist auf der Rückseite eine Kamera mit nominell 5 Megapixel verbaut, deren Bilder sich durchaus sehen lassen können für eine Tablet-Kamera. Klar, mit einer richtigen Smartphone-Kamera kann das G Pad 8.3 zwar nicht konkurrieren, auch wenn die Kamera-App selbst einen HDR-Modus bietet. Trotzdem fehlt es den Aufnahmen an Schärfe, sodass das Tablet bestenfalls als Notbehelf herhalten kann. Fotografieren sollte man dann doch lieber mit Smartphone oder echter Digitalkamera. Selbiges gilt auch für die Frontkamera: Für Videochats brauchbar, für Selfies in sozialen Netzwerken auch aber zu mehr dann eher weniger.

Im Bezug zum Speicher sieht es nicht schlecht aus, aber auch nicht übermäßig gut. Von den nominell intern verbauten 16 GB sind für den Nutzer gerade mal etwas über 11 GB tatsächlich frei verfügbar, der Rest wird von den LG-eigenen Apps in Anspruch genommen. Zum Vergleich: Ein Nexus 7 (2013) mit ebenfalls 16 GB hat knappe 13,3 GB freien Speicher. Allerdings kann das G Pad 8.3 mit einer MicroSD um zusätzliche 64 GB erweitert werden, ideal für Medien-Dateien wie Filme, Musik und Bilder. Ein Modell mit 32 GB internem Speicher hat LG nicht im Angebot und wird es auch nicht mehr geben. Vielleicht wäre das eine Verbesserung für den Nachfolger.

 

Software

140406_5_23Bei all der tollen Technik die das G Pad 8.3 von LG so bietet kann die Software das Zünglein an der Waage sein. Mit Android 4.2.2 Jelly Bean wird das Tablet zwar mit einer etwas älteren Android-Version ausgeliefert aber wie schon im Bereich CPU & GPU erwähnt ist das kein wirklicher Nachteil: Das System läuft schnell und ohne merkliche Ruckler. Und das trotz zum Teil richtig großer Anpassungen was die Oberfläche betrifft. Sehr gut zu sehen ist das im Notification Drawer, den LG neben einer seitlich scrollbaren Shortcut-Leiste für Hardware-Funktionen (WLAN, Bluetooth, GPS, etc.), den QSlide-Apps zusätzlich mit einem Helligkeits- und Lautstärke-Regler versieht. Auch wenn all das praktisch sein kann, wirkt der Notification Drawer damit etwas arg überfrachtet. Wird dann noch QRemote für den Notification Drawer aktiviert erschlagen einen die Funktionen regelrecht und Benachrichtigungen gehen trotz riesigen 8,3 Zoll Display unter. Hier hätte sich LG besser an „weniger ist mehr“ halten sollen.

Der Feature-Reichtum setzt sich übrigens durch das gesamte System von LG fort. Egal ob Apps oder Optionen in den Einstellungen, überall setzt LG auf eine Vielzahl an zusätzlichen Features. Eines der Nützlicheren wird zweifelsohne KnockON sein, was LG zusammen mit dem G2 eingeführt hat. Dabei klopft man zweimal auf das Display des im Standby befindlichen LG G Pad 8.3 und schon schaltet es sich ein. Zu Beginn braucht es zwar ein wenig Training bis man den Dreh raus hat, aber dann will man es nicht mehr missen. Auf dem Homescreen des LG-eigenen Launchers kann mit KnockON das Tablet auch wieder in den Standby geschickt werden.

140406_5_18Weiter geht es mit den QSlide-Apps, für die sich LG bei Samsung und Sony Ideenmäßig bedient hat: Über dem eigentlichen Geschehen schwebende Mini-Apps. Kalender, Rechner, Notizen und so weiter bietet LG, deren Transparenz sich mit Hilfe eines kleinen Schiebereglers einstellen lässt. Das Thema Multi Window brachte Samsung mit dem Galaxy Note 2 damals im Jahre 2012 ins Rollen und Sony führte die Idee mit kleinen schwebenden Mini-Apps für seine Smartphones fort. In dieselbe Richtung – Multitasking – geht auch Slide Aside. Wischt man mit drei Fingern gleichzeitig seitwärts über das Display, dann lassen sich bis zu drei Apps gesondert „ablegen“. Mit einer erneuten Wischgeste lassen sich diese drei Apps als Karten einblenden und wieder aufrufen. Allerdings nicht als eingefrorene App, denn Spiele beispielsweise landen wieder im Hauptmenü anstatt an der Stelle wo man aufgehört hat. Könnte man eher als eine Art Schnellstarter für besonders häufig genutzter Apps aus jeder Situation heraus betrachten. Der Sinn nach Slide Aside stellt sich spätestens mit Blick auf die dedizierte Taste für das Android-Multitasking. Ist wesentlich einfacher, schneller und vor allem ohne Verrenkungen zu nutzen.

Ein ganz besonders Feature und wirklich einmalig ist allerdings QPair. Damit lassen sich Smartphones mit dem G Pad 8.3 koppeln und Benachrichtigungen sowie allerlei andere Dinge vom Smartphone auf das Tablet „streamen“. Die App funktioniert mit jedem Android-Smartphone das mindestens mit Android 4.1 Jelly Bean und neuer läuft, womit das Feature nicht nur auf LG-Smartphones beschränkt ist. Davon können sich andere Hersteller wahrlich eine Scheibe abschneiden.

QPair
Preis: Kostenlos

140406_5_25Ist das Koppeln von G Pad 8.3 und dem Smartphone gelungen – was mitunter mehrere Anläufe brauchen kann – dann kann das G Pad 8.3 automatisch eine Verbindung zum gekoppelten Smartphone aufbauen, selbst wenn kein Bluetooth auf dem LG-Tablet aktiviert ist. Damit werden eingehende Anrufe auf dem Display des G Pad 8.3 angezeigt mit der Möglichkeit diese abzuweisen und eine vorgefertigte Abwesenheitsnachricht per SMS zu senden. Ein Annehmen der Gespräche ist nicht vorgesehen. Selbst WhatsApp lässt sich übertragen, nur das Antworten wird nicht unterstützt.
Ebenfalls nützlich ist in Verbindung mit QPair ein „Sticker“ der die zuletzt auf dem Smartphone genutzte App anzeigen kann. Ist die betreffende App auch auf dem G Pad 8.3 Tablet installiert, kann diese mit einem einfachen Knopfdruck sofort gestartet werden nach dem Entsperren. Funktioniert auch in umgekehrter Richtung, von Tablet zu Smartphone.

140406_5_29Eines der Highlights dürfte allerdings die LG-eigene App QRemote sein, welche vom verbauten Infrarot-Sender Gebrauch macht. Bekanntlich hat diese Technologie mit der Generation Samsung Galaxy S4 und HTC One ihr großes Comeback gefeiert und gehört in der Premium-Klasse bei zumindest den zwei genannten Herstellern zum Standard-Repertoire. Die Einrichtung erfolgt recht problemlos über die Auswahl des zu steuernden Gerätes, dem Hersteller und dann werden verschiedene ID-Codes ausprobiert. Passt ein Code wird das Gerät in der Übersicht hinterlegt und lässt sich bequem vom Tablet aus steuern. Für ein Multimedia-Tablet keine schlechte Sache.

 

Fazit vom LG G Pad 8.3

140406_5_02LG ist mit dem G Pad 8.3 definitiv die Rückkehr ins Tablet-Geschäft geglückt. Leistung, Verarbeitung und insbesondere das Display gehören mit zum Besten in seiner Klasse, zumal mit 8,3 Zoll Display und sehr schmalem Gehäuse LG eigentlich die Perfekte Größe getroffen hat. In Kombination mit einem Preis von unter 300 Euro, einem Infrarot-Port und der Möglichkeit MicroSD-Karten zu nutzen, ist das G Pad 8.3 eine ernst zunehmende Alternative für das Nexus 7 (2013). Einzig die teilweise überladen wirkenden Software-Dreingaben von LG könnten als Kritikpunkt betrachtet werden aber das ist fast schon Kritik auf hohem Niveau. Wer lieber auf ein pures Android steht sollte sich daher entweder mit dem Thema Custom ROM auseinander setzen (CM11, Mahdi ROM, SlimKat und AOKP sind verfügbar) oder aus Amerika die Google Edition importieren.

Jedenfalls gibt es in der Größenklasse von 8 Zoll kaum ein Tablet das es mit dem G Pad 8.3 technisch aufnehmen kann. Nicht für 299 Euro UVP.

LG G Pad 8.3 Test

Wertung
Geschwindigkeit 5/5
Display 5/5
Funktionalität 5/5
Verarbeitung 5/5
Preis 4/5

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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