[Test] LG G3 s (Beat) – 5 Zoll sind nicht Mini

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LG G3 s Test

Die Top-Smartphones der großen Android-Hersteller wachsen mit jeder Generation immer mehr an, sodass fast alle Unternehmen auf eine Mini-Variante ihrer Flaggschiffe setzen. Das LG G3 s macht da vom Prinzip her keine Ausnahme und dennoch ist es wiederum nicht Mini. Warum soll unser Test des kleinen großen Android Smartphone zeigen.

Seit Samsung 2012 mit dem Samsung Galaxy S3 Mini den Trend zu kleineren Mittelklasse-Ablegern ausgelöst hat, bietet nahezu jeder Hersteller mittlerweile eine Mini-Variante seines Flaggschiffs an. Selbst Apple zieht dieses Jahr mit zwei verschieden großen iPhone-Modellen nach, auch wenn das größere iPhone 6 Plus eher als Maxi-Version zu verstehen ist. Allerdings verzichtet LG bei seinem kleineren LG G3 auf den Namenszusatz „Mini“ und das hat etwas mit der Größe zu tun. Auch wenn das LG G3 s – in Asien übrigens als LG G3 Beat und in un den USA als LG Vigor bezeichnet – auf den Mini-Zusatz verzichtet ist die Technik ganz in der Tradition der Miniatur-Smartphones.

LG G3 s Test

Technische Daten des LG G3 s

Technische Daten

Prozessor

Qualcomm Snapdragon 400 Quad-Core mit 1,2 GHz
GPU: Adreno 305

Betriebssystem

Android 4.4.2 KitKat mit LG UI 3.0

Interner Speicher

8 GB interner Speicher (via MicroSD-Card erweiterbar)

RAM

1 GB

Modellbezeichnung

D722

Display

5 Zoll IPS, 1.280 x 720 Pixel

Anschlüsse

MicroUSB 2.0, 3,5mm Audio Klinkenanschluss

Sensoren

Accelerometer, Proximity, Gyroskop

Abmessungen (HxBxT mm)

137,7 x 69,6 x 10,3 mm

Gewicht

134 Gramm

Gehäusematerial

Polycarbonat

Kamera

8 Megapixel Kamera mit LED-Blitzlicht,
1,2 Megapixel Frontkamera

Internet

GSM (850/900/1.800/1.900 MHz) + UMTS/HSPA+ (850/900/1.800/1.900/2.100 MHz) 42 Mbit/s + LTE (800/1.800/2.600 MHz) 150 Mbit/s + Dualband WLAN a/b/g/n/ac

Bluetooth

4.0 HS BLE

Akkutyp

SiO+, Wechselbar

Kapazität

3,7 V/2.540 mAh

Gesprächszeit

4 Std.

Standby-Zeit

100 Std.

Netz

GSM 850/900/1800/1900,
UMTS 850/900/1900/2100 MHz,
LTE 800/900/1.800/2.600 MHz

Preis

UVP 349 Euro (Weiß, aktuell ab 302,72 Euro, Stand 28/09/14), 419 Euro (Schwarz, Gold)
Besonderheit WiFi Direct, NFC, Rear Keys, Laser-Autofokus, FM Radio

 

Zubehör

Bei einem Smartphone der Einsteiger- oder auch Mittelklasse erwartet man als Käufer nicht gerade umfangreiches oder gar qualitativ hochwertiges Zubehör im Karton. Insofern wird man vom LG G3 s auch nicht enttäuscht, denn in dem fast schon als handlich zu bezeichnenden Karton gibt es neben dem Smartphone selbst lediglich ein schwarzes USB-Kabel mit passendem Netzteil-Adapter, ein weißes Kabel-Headset und eine Kurzanleitung sowie die üblichen Garantiepapiere.

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Verarbeitung

Ein Mini-Smartphone sieht im Normalfall so aus wie das große Original. Das trifft auch auf das LG G 3 s zu, welches dem großen LG G3 (zum Test) sozusagen „wie aus dem Gesicht geschnitten“ ist. Die Front scheint fast nur aus dem riesigen Display zu bestehen, welches eine Diagonale von 5 Zoll besitzt. Da diese Größe nicht heutzutage nicht mehr wirklich als Mini durchgeht, verzichtet LG übrigens auch bewusst auf diesen Zusatz. Leider ist das Ausnutzen der Front durch das Display nicht ganz so kompakt geraten wie bei seinem großen Bruder, weswegen es ähnlich groß ausfällt wie andere 5 Zoll Smartphones. Das wird besonders im Vergleich zum Samsung Galaxy S4 (zum Test) offensichtlich.

Aber ansonsten stimmt die Design-Sprache des LG G3 s mit dem Flaggschiff des Konzerns überein. Das heißt dass die Rückseite rundlich geformt ist, womit das Smartphone richtig gut in der Hand liegt. Dort finden sich auch die einzigen Hardware-Tasten des LG G3 s wieder: Die LG-typischen Rear Keys, bestehend aus einer Power-Taste und den beiden Lautstäre-Tasten. Direkt darüber befindet sich eine 8 Megapixel Kamera die flankiert wird von einem LED-Blitzlicht und dem vom LG G3 her bekannten Autofokus-Laser. Wieder eine Sache die das kleinere Modell vom großen Gerät übernommen hat.

Auf der Rückseite ist auch ein Mono-Lautsprecher untergebracht, der ein unerwartet voluminöses Klangbild bietet für ein solch kleines Smartphone bietet. Zwar kann dieser bei weitem nicht mit den BoomSound-Lautsprechern eines HTC One mini 2 mithalten (zum Test), aber besser als die meiste Konkurrenz in diesem Preissegment ist dieser dennoch. Da sich auf der Rückseite alle physischen Tasten befinden, wird das LG G3 s überwiegend über das Display bedient. Das wiederum bedeutet auch, dass an den Seiten des Smartphones keinerlei Tasten verbaut sind und die Designsprache stören könnten. Die Rückseite lässt sich mit etwas Kraft abnehmen und gibt den Zugang zu den übereinander gelagerten Slots für eine Micro-SIM und eine MicroSD frei sowie dem wechselbaren Akku.

Auf der Stirnseite des Gehäuses befindet sich wie bei der Miniatur-Version eines Konkurrenten aus dem Heimatland von LG ebenfalls ein Infrarot-Sender. Das heißt, dass man mit dem LG G3 s die Fernebdienung zahlreicher Geräte einmotten und nur über das LG-Smartphone steuern kann. Dazu zählen Fernseher, Blu-Ray- sowie DVD-Player. Weitere Geräte wie eine Set-Top-Box lassen sich leider nicht einrichten und das ist etwas weniger als bei dem großen Bruder. Wer seinen Fernseher über eine Set-Top-Box steuert wie zum Beispiel einen Mediareceiver der Deutschen Telekom, der wird nur bedingt Nutzen von dem Infrarot-Sender haben. Neben dem Infrarot-Port befindet sich übrigens ein Mikrofon zur Geräuschunterdrückung während eines Telefonats. Das zweite Mikrofon befindet sich wie zu erwarten auf der Unterseite des LG G3 s, wo sich zudem die MicroUSB-Buchse und die 3,5 mm Audio-Buchse befinden.

Display

Wie schon erwähnt ist das Display des LG G3 s mit 5 Zoll nicht wirklich als klein zu bezeichnen. Die Auflösung mit 1.280 x 720 Pixel hingegen schon, denn es handelt sich wie gesagt um ein Smartphone für die Mittelklasse. Da kann man halt nicht mit einer FullHD-Auflösung rechnen, zumindest nicht von den Großen der Branche wie LG. Nur bei der Display-Qualität hinterlässt das Smartphone einen gemischten Eindruck. Zwar ist es wirklich hell und auch gleichmäßig ausgeleuchtet, aber manchmal hat man den Eindruck das Weiß nicht ganz Weiß ist. Auch sonst sehen Farben manchmal etwas blass aus im Vergleich zu anderen Smartphones und wirken fast so als ob ein Grauschleier über ihnen liegt. Hier hätte LG ruhig ein besseres Panel oder eine bessere Kalibrierung der Farben nutzen sollen.

Was allerdings verwundert: Die Helligkeit des Displays lässt sich ausschließlich manuell regeln, eine Automatik über einen Helligkeitssensor fehlt dem LG G3 s komplett. Eigentlich hat sich eine solche Funktion selbst in dieser Preis- und Leistungsklasse bereits durchgesetzt. Zwar ist ein Helligkeitsregler direkt in der Benachrichtigungsleiste eingebaut und daher schnell zu erreichen, aber komfortabel ist das nur bedingt. Vielleicht als Ausgleich dafür ist das Display im Freien besser zu abzulesen und wird von Gorilla Glass 3 gegen Kratzer geschützt.

CPU & GPU

LG G3 s TestDie Sparmaßnahmen für ein Mittelklasse-Modell wie es das LG G3 s nun mal ist zeigen sich auch in der Leistung. Der Snapdragon 400 Quad-Core von Qualcomm ist in einer Vielzahl an Mittelklasse-Smartphones verbaut und ist mit 1,2 GHz getaktet. Das reicht für die meisten Anwendungen locker aus, aber für anspruchsvolle Spiele beispielsweise ist das Smartphone weniger geeignet. Mit 18.708 Punkten im AnTuTu-Benchmark reiht es sich in den unteren Bereichen der Leistungsskala ein. Allerdings ist auch bei diesem Ergebnis zu beachten, dass die Leistungsbewertung im AnTuTu mit der Version 5 grundlegend überarbeitet wurde und sich daher schlecht mit älteren Versionen vergleichen lässt!

Das die Adreno 305 nicht von der schnellsten Sorte ist bemerkt man nicht immer. Spiele wie Reeal Racing 3 oder Need for Speed werden erfreulich flüssig dargestellt, zumindest überwiegend. Erst wenn es mal wirklich hektisch wird mit vielen Fahrzeugen und Positionskämpfen kommt die Darstellung ins Ruckeln. Was das Smartphone jedoch richtig an den Rand der Leistungsfähigkeit bringt ist GTA 3. Insofern ist das LG G3 s nur bedingt zum Zocken geeignet als der mit einem Snapdragon 801 Quad-Core ausgestattete große Bruder.

Akku

Dafür kann das LG G3 s wiederum im Bereich Akku punkten, immerhin ist ein 2.540 mAh fassender Akku in einem solchen Smartphone untergebracht. Das sollte für eine lange Ausdauer sorgen und dem ist auch so: Einen ganzen Arbeitstag mit aktiviertem WLAN sowie Bluetooth und Synchronisation mit den Google-Servern macht das LG G3 s locker mit und das mit häufigem Chatten via WhatsApp und Hangouts. Selbst ein paar Runden Need for Speed in der Mittagspause sind in einem solchen Tag drin und das schafft nicht jedes Smartphone. Auch in Sachen Standby kann das Android Smartphone überzeugen: Mehrere Tage abseits einer Steckdose im Leerlauf mit aktivem LTE wissen schon zu beeindrucken. Im Dauerbetrieb nimmt die Ausdauer jedoch sehr stark ab und nach fast dreieinhalb Stunden aktiver Nutzung meldet sich die Warnmeldung für einen niedrigen Akku.

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Konnektivität

Ebenfalls zu beeindrucken weiß die Ausstattung an Verbindungsmöglichkeiten zur Außenwelt. Nahezu alles was man sich wünschen könnte packt LG in das LG G3 s hinein. Das WLAN-Modul unterstützt die Standards a, b, g, n und selbst ac, was für Downloads theoretisch mit bis zu 1.300 Mbit/Sekunde reicht. Gigabit-WLAN ist in der Mittelklasse alles andere üblich und somit ein echter Pluspunkt. Für die Übertragung größerer Dateien wird zudem WiFi Direct unterstützt. Selbst Dualband WLAN beherrscht das Modul.

Dafür kann sich der ganze Rest sehen lassen. Über Bluetooth 4.0, GPS mit GLONASS-Unterstützung bis hin zur Nahfunk-Technologie NFC für NFC-fähiges Zubehör oder NFC-Tags gibt es alles was man so gebrauchen könnte. Es gibt fast nichts was das LG G3 s nicht beherrscht und das gilt auch für LTE. Zwar ist dieses bis maximal 150 Mbit/Sekunde im Download durch ein LTE Cat4 Modem beschränkt, aber es ist LTE.

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Dennoch gibt es etwas was man dem Mini-Modell des LG G3 ankreiden könnte und das ist der auf den Datenaustausch und Aufladen des Akkus beschränkte MicroUSB-Anschluss. Es werden weder USB On the Go (OTG) noch der Multimedia-Standard MHL unterstützt. Wer auf diese Funktionen nicht angewiesen ist wird sie auch nicht vermissen, zumal diese in der Mittelklasse sowieso nicht allzu verbreitet sind. Zumindest bei den Mittelklasse-Geräten der namhaften Hersteller ist das zu beobachten.

Multimedia

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Auf der Rückseite des LG G3 s sitzt wie schon erwähnt eine 8 Megapixel auflösende Kamera, die von einem Laser-Autofokus und LED-Blitzlicht flankiert wird. Ersteres hat LG von seinem aktuellen Flaggschiff übernommen und soll für einen schnelleren und vor allem genaueren Autofokus bei der Aufnahme von Fotos sowie Video sorgen, was wir auch bestätigen können. Die Auslöseverzögerung ist im Vergleich zu anderen Mittelklasse-Smartphones als gering zu bezeichnen aber bis das nächste Foto aufgenommen werden kann vergeht richtig viel Zeit. Eine Serienbild-Funktion beherrscht das LG G3 s nicht: Die Kamera-Software bietet lediglich eine Automatik- und Panorama-Funktion mit zuschaltbarer HDR-Option.

Die Bildqualität insgesamt ist bei optimalen Lichtverhältnissen als gut zu bezeichnen, was sich in natürlichen kräftigen Farben und einem guten Kontrast wiederspiegelt. Mit zugeschalteter HDR-Option werden helle Bildbereiche allerdings gerne mal etwas überbelichtet und überstrahlen dabei vor allem dunklere Bildbereiche zum Teil deutlich. Bei schlechteren Lichtverhältnissen nimmt die Bildqualität jedoch sehr schnell ab und das Bild fängt schnell an zu rauschen. Da ist selbst das LED-Blitzlicht kaum eine Hilfe. Immerhin bleibt die Auslöseverzögerung dank des Laser-Autofokus sehr gering.

Wie die Bildqualität für Fotos aussieht zeigt euch unser üblicher Vergleich mit der Sony Smart Shot QX10, einer Canon EOS D600 und dem großen Vorbild LG G3.

Eine brauchbare aber nicht überragende Bildqualität kann man auch der Video-Funktion des LG G3 s bescheinigen: Schnelle Schwenks quittiert das Smartphone mit deutlichem Nachziehen des Bildes. Allerdings arbeitet der Fokus sehr schnell was einmal mehr am vom LG G3 übernommenen Laser-Autofokus liegt. Wer den Fokus lieber manuell regelt kann das auch tun.

Womit LG einerseits überzeugt aber andererseits nichts ist die Kamera-App selbst. Zunächst einmal ist das Interface sehr übersichtlich und nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Allerdings sucht man tiefergehende Einstellungen vergeblich, da sich LG lediglich auf zwei Aufnahme-Modi für Fotos beschränkt (Automatik und Panorama) und auch die Optionen sehr spartanisch ausfallen. Lediglich HDR lässt sich ein-/ausschalten, die Bild- nebst Videogröße verändern, das sprachgesteuerte Auslösen von Fotos, den Countdown für einen Selbstauslöser einstellen und ein Gitternetz über das Display legen. Mehr gibt es nicht, weder Weißabgleich noch ISO-Wert oder sonst was.

Witzige Details gibt es übrigens für Selfie-Aufnahmen: Über einen eingeblendeten Regler kann man den Eingriff des Beauty-Modus anpassen von überhaupt nicht bis stark und wenn man seine Hand ins Bild hält und zu einer Faust formt, löst das einen Countdown bis zur Aufnahme aus. Die Erkennung der Hand ist allerdings manchmal etwas schwierig. Was es auch nicht überall gibt ist eine Blitzfunktion für die Frontkamera, bei der lediglich das Vorschaufenster mit einem dicken hellen Rahmen versehen wird. Nettes Gimmick, mehr aber auch nicht.

In Deutschland wird das LG G3 s nur mit 8 GB internem Speicher ausgeliefert, von dem gerade so etwas unter 4 GB für den Nutzer zur freien Verfügung stehen. Eine MicroSD ist somit zur Pflicht wenn man ein bisschen Musik unterwegs dabei haben will.

Software

Mit Android 4.4.2 KitKat ist wie bei den meisten Neuerscheinungen eine halbwegs aktuelle Version von Android vorinstalliert, die vermutlich kein Upgrade auf Android 4.4.4 KitKat geschweige denn Android L sehen dürfte. Mittelklasse-Smartphones werden in der Regel nicht mit demselben Update-Support bedacht wie ein Top-Modell des Herstellers, wobei es auch hier Ausnahmen von der Regel gibt. Über das Betriebssystem stülpt LG seine hauseigene Oberfläche in der neusten Generation, die sich vor allem durch eine flachere Optik auszeichnet. LG orientiert sich hierbei stellenweise mehr als deutlich an iOS 7/iOS 8 von Apple, was insbesondere im Taschenrechner offensichtlich wird.

Auch wenn LG zahlreiche Funktionen vom großen Flaggschiff übernimmt findet nicht alles den Sprung auf das LG G3 s. Dazu gehört beispielsweise Dual Window, womit sich zwei Apps gleichzeitig öffnen lassen. Wäre zwar theoretisch auch bei einem 5 Zoll HD-Display realisierbar aber LG wird sich schon was dabei gedacht haben. Allerdings gilt das nicht bei allen Funktionen wie sich bei der Benachrichtigungsleiste zeigt. Standardmäßig ist diese nur mit den (editierbaren) Shortcuts zu Funktionen wie WLAN, Bluetooth oder die Display-Drehung ausgerüstet und Regler für Helligkeit nebst Telefon-Lautstärke. Allerdings kann man zusätzlich QSlide für schwebende Apps aktivieren und auch noch die QuickRemote-App einschalten, womit die Benachrichtigungsleiste mehr als nur überfüllt ist. Den Sinn darf man ruhig hinterfragen.

Die nützlicheren vom LG G3 übernommenen Dinge sind dagegen ein Einhand-Modus (Telefon und Tastatur an den linken oder rechten Rand gerückt), die in den Einstellungen in der Höhe veränderbare Tastatur, der Gäste-Modus (nur ausgewählte Apps sind für Gäste sichtbar) oder die anpassbaren Software-Tasten. Man könnte die Oberfläche des LG G3 s sozusagen als Light-Version des LG G3 bezeichnen. Eine der ganz besonderen Funktionen von LG findet sich erfreulicherweise auch auf dem LG G3 s wieder und das ist Knock Code. Dabei handelt es sich um eine Möglichkeit mit Hilfe einer Klopfgeste das Smartphone zu entsperren und das aus dem Standby heraus. Mit seinen mehr als 80.000 Kombinationsmöglichkeiten bewirbt LG dieses Feature als eine der sichersten Möglichkeiten sein Smartphone zu schützen.

Was allerdings durchaus nützlich sein kann ist der sogenannte Smart Cleaner. Dabei handelt es sich um eine App die nach temporären Dateien und länger nicht genutzten Apps sucht, die man zugunsten von mehr Speicher wieder löschen kann. Ebenfalls praktisch sind Schnellstart-Funktionen für die Lautstärke-Tasten: Hält man die Leister-Taste im Standby gedrückt wird die Kamera gestartet und bei der Lauter-Taste LG QuickMemo. Leider lassen sich die hinterlegten Apps nicht verändern.

Fazit zum LG G3 s

Nimmt man all das zusammen und hält sich die unverbindliche Preisempfehlung von 419 Euro vor Augen, dann ist das LG G3 s im Vergleich zu anderen Smartphones derselben Richtung (Mini-Smartphone eines Flaggschiffs) eine sehr interessante Alternative. Was für das Mini-Smartphone des LG G3 ohne Mini im Namen spricht ist die konsequent durchgezogene Design-Sprache mit der minimalistischen Front, den nach kurzer Eingewöhnung wirklich sehr praktischen Rear Keys und zum Teil witzigen Software-Features ist es ein interessantes Smartphone. Was jedoch nicht den Erwartungen entspricht ist eine nicht ganz so überzeugende Performance. Aber daran haben letztlich alle Mini-Versionen zu knabbern. So bleibt unter dem Strich zu sagen, dass das nicht wirklich Mini-hafte Mini-G3 ein brauchbares Smartphone ist. Mehr aber fast auch nicht, da es sich abgesehen von den Rear Keys und dem sehr schnellen Laser-Autofokus kaum durch irgendwelche Besonderheiten aus der Masse hervorhebt.

Was jedoch stutzig macht: In Weiß kostet das LG G3 s die erwähnten 349 Euro UVP, für das schwarze und goldene Modell will LG hingegen 419 Euro haben. Abgesehen von der Gehäuse-Farbe gibt es keinerlei Unterschiede.

Wertung
Geschwindigkeit 4/5
Display 3/5
Funktionalität 5/5
Verarbeitung 5/5
Preis 4/5

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. Sieht irgendwie aus, wie eine billige Nachmache meines HTC One M8s !

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