[Test] LG Optimus 4X HD

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Das Jahr 2012 wird von manchen bereits als das Jahr der mobilen Quadcores bezeichnet und wenn man sich die Riege der Top-Smartphones so anschaut, könnte das wirklich zutreffen. Immerhin haben bereits 3 Hersteller ein entsprechendes Gerät im Angebot: HTC mit dem One X, Samsung mit dem Galaxy S3 und nun auch noch LG mit dem Optimus 4X HD. Wie sich das zweite Tegra3-Smartphone nach dem HTC One X so schlägt, dass könnt ihr in unserem heutigen Test erfahren.

Mit dem Optimus Speed/2X feierte NVIDIA Anno 2010 seinen Einstand bei Smartphones. Das erste Android-Smartphone von LG ist es aber nicht gewesen, das Optimus GT540 wurde zuvor auf den Markt geworfen. Von da an machte LG vor allem durch schlechte Software und eine miese Update-Politik von sich Reden. Sogar auf eine Stufe mit dem ebenfalls eher negativ auffallenden Konzern Motorola wurde LG gehoben. Mit dem Optimus 4X HD wollen die Südkoreaner erneut den Wandel schaffen. Technisch sind sie auf Augenhöhe mit den Marktführern angekommen und auch in Sachen Software gibt es deutliche Verbesserung gegenüber früher. Und zieht man noch den Preis hinzu, bekommt man durchaus einiges geboten. Ist das Optimus 4X HD ein Geheimtipp? Wenn man mit den Macken leben kann, dann auf alle Fälle. In der Zwischenzeit könnt ihr euch das First touch & view von MaTT zu Gemüte führen.

 

Technische Daten des LG Optimus 4X HD

  • NVIDIA Tegra3 AP30H mit 4x 1,5 GHz
  • 4,7″ IPS True HD Display mit 1280 x 720 Pixel Auflösung
  • 1 GB RAM
  • 16 GB interner Speicher
  • Dualband WLAN a/b/g/n, Bluetooth 4.0, GPS, MHL, DLNA, FM Radio
  • Quadband GSM, EDGE, Quadband UMTS, HSPA, HSPA+
  • 8 Megapixel Kamera mit LED Blitzlicht, 1,9 Megapixel Frontkamera
  • MicroUSB, MicroSD
  • 68.1 x 132.4 x 8.9 mm
  • 133 g
  • 2.150 mAh Akku
  • Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich mit Optimus UI 3.0

Zubehör

Es gibt kaum noch ein Hersteller, der mit einem besonders reichhaltigen Zubehör glänzen kann und auch LG ist keine Ausnahme in dieser Hinsicht. Zumindest bei Optimus 4X HD, denn abgesehen vom MicroUSB-Kabel, dem Netzteiladapter, dem Kabel-Headset, diversen Kurzanleitungen und einer (programmierbaren) NFC-Karte gibt es kein herausstechendes Zubehör in der Schachtel zu finden. Die Verpackung macht dafür einen richtig edlen Eindruck, so ganz in Schwarz mit roten Streifen in der Mitte, der sich um die gesamte Schachtel zieht.

 

Verarbeitung

Der geriffelte Akkudeckel

In Sachen Verarbeitung erweckt das Optimus 4X HD einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits sitzt alles fest an seinem Platz, die Spaltmaße sind sehr fein wenn vorhanden, andererseits fasst sich das Gerät etwas „billig“ an. Wer bereits ein aktuelles HTC-Gerät in den Händen gehalten hat, weiß was ich damit meine. Das geht weiter bis zum Deckel, der einfach nur minderwertig wirkt, weniger vertrauenserweckend als der Akkudeckel des Galaxy S3. LG verbaut übrigens die NFC-Antenne im Akkudeckel, was beim Akkukauf bedacht werden sollte. Dieser hat übrigens eine unregelmäßige Riffelung, die wohl ein wenig an Leder erinnern soll. Dummerweise ist der Schuss in meinen Augen nach hinten losgegangen, denn die Riffelung wertet das Gerät optisch nicht gerade auf. Hätte eher in die Optimus-L-Reihe mit dem Optimus L7 gepasst denn zur Speerspitze des aktuellen Portfolios.

Die Front wird von einer Glasscheibe dominiert, welche nahezu nahtlos in den Gehäuserand überzugehen scheint. Wenn das Display eingeschaltet ist, merkt man die Ausmaße erst recht, dass das Smartphone nur aus Display zu bestehen scheint. Aber spätestens beim Einschalten merkt man: Das hat ja kapazitive Tasten! Diese reagieren leider nicht so zackig wie beim Galaxy S2 und dessen Nachfolger von Samsung gewohnt, was wirklich ernüchternd ist. Obwohl der Tegra3 eigentlich für ausreichend Power sorgen sollte, braucht das Optimus 4X HD mitunter etwas Bedenkzeit beim Drücken der kapazitiven Tasten. Die Gehäuseseiten hat LG mit Chrom-inspirierten Kunststoffleisten versehen, die das Gerät aufwerten.

Die 2 Chromstreifen gehen um das ganze Gehäuse

Display

Das 4,7″ große Display ist eines der Sahnestückchen des Optimus 4X HD. Es ist leuchtstark, blickwinkelstabil und bietet mit 1.280×720 Pixel die kleine HD-Auflösung. Damit reiht es sich in die Riege der Displayriesen wie dem Galaxy Note, Galaxy S3 und HTC One X ein. Dennoch muss ich sagen, dass das Display des großen Konkurrenten Galaxy S3 sichtbar farbiger und heller wirkt, zumindest solange man nicht im direkten Sonnenlicht ist. Draußen in freier Natur bei Sonne satt hat das IPS-Display des Optimus 4X HD deutlich die Nase vorn. Wirklich störend ist hier aber der Spiegeleffekt und wenn ich sage Spiegel, dann meine ich auch Spiegel. Für frau sicher manchmal ganz praktisch, denn dann kann der Schminkspiegel in der Handtasche bleiben.

Größenvergleich Galaxy S2 mit Optimus 4X HD

CPU & GPU

Das Optimus 4X HD ist das zweite Smartphone hierzulande, dass auf den Tegra3 Quadcore von NVIDIA setzt. Wie beim Tegra3-Erstling HTC One X gehen die 4 Kerne des Tegra3 im Optimus 4X HD mit jeweils bis zu 1,5 GHz ans Werk. Ein fünfter Kern mit 500 MHz schaltet sich nur dann hinzu, wenn Hintergrundaufgaben bewältigt werden müssen. An dieser Stelle treten übrigens hauptsächlich die eingangs erwähnten Hänger auf: Wenn vom Companion Core auf die normalen Kerne gewechselt wird, zum Beispiel beim entsperren des Gerätes. Wer sich genauer über die Funktionsweise des 4+1-Konzeptes informieren will, dem sei unser Artikel zum Tegra3 empfohlen.

Für grafische Anwendungen steht eine ULV-GeForce mit Technik der GeForce-GT8000-Generation zur Verfügung, die über ganze 12 Kerne verfügt.Das bekommt man auch auf dem Display zu sehen, wenn ein Tegra3-optimiertes Spiel wie zum Beispiel DEAD TRIGGER von Madfinger Games sich die Ehre gibt. Da gibt es Wasserspiegelungen zu sehen oder wabernder Rauch. Oder bei Riptide GP eine auf das Display spritzende Gischt mit herunterlaufenden Wassertropfen. Auf derartige Effekte müssen Nicht-Tegra3-Versionen größtenteils verzichten, nur sind die Konkurrenzchips im Prinzip ebenfalls dazu in der Lage. Zumindest der Mali400 MP im Exynos 4412 dürfte das locker stemmen können, doch mit irgendwas muss sich NVIDIA ja von der Konkurrenz abgrenzen können. Da man das anscheinend weder über die pure Leistung noch über Stromsparfähigkeiten erreichen kann, muss es halt die Exklusivität bei Spielen richten.

Apropos Spiele. Bei diesen kommt der Tegra3 im Optimus 4X HD besonders zum Schwitzen, was sich auf der Rückseite des Smartphones sehr unangenehm bemerkbar macht. Im direkten Vergleich zum Galaxy S3 wird die Rückseite deutlich wärmer. Ob das beim Dauerzocken sich negativ bemerkbar macht mit der Zeit, kann ich nicht sagen, würde mich allerdings nicht allzu wundern. Zumindest sagt mir das, dass die Wärmeableitung nicht ganz optimal gelungen ist, falls etwas Derartiges überhaupt bei Smartphones zum Einsatz kommt.

Zum Vergleich einige Benchmark-Ergebnisse, jeweils im Vergleich zum Galaxy S3 und dem HTC One X, als direkten Konkurrenten.

Optimus 4X HD HTC One X Galaxy S3
Linpack v1.2.8, Single Thread 52,265 MFLOPS 52,103 MFLOPS 56,491 MFLOPS
Linpack v1.2.8, Multi Thread 93,392 MFLOPS 140,908 MFLOPS 155,167 MFLOPS
Nenamark v1.4 59,2 FPS 58,5 FPS 59,9 FPS
Nenamark v2.2 42,6 FPS 48,0 FPS 58,6
SmartBench 2012 Productivity 4279 3588 4134
SmartBench 2012 Gaming 2356 2623 1591
Vellamo Mobile Web v1.0.6 1590 1678 2082
AnTuTu v2.7.3, Default Test 11272 11223 12028
SetCPU v2.3.0, Long Bench* 206ms 214ms 154ms
SetCPU v2.3.0, Native Bench* 541,654053ms 561,979980ms 528,295166ms

*Niedriger ist besser

Akku

In Sachen Akku ist das Optimus 4X HD allerdings richtig Klasse. Der bärenstarke 2.150 mAh große Akku verleiht dem Optimus 4X HD eine Ausdauer die ihresgleichen sucht. Selbst das Galaxy S3 mit seinem 2.100 mAh Akku kommt an die Langlebigkeit des LG nicht immer heran. Einen großen Anteil an dieser Laufzeit hat die deutlich bessere Implementierung der Energiespar-Mechanismen des Tegra3 in die Software des Optimus 4X HD. HTC hat hier immer noch einige Probleme zu bewältigen, die Community sich zwischenzeitlich sogar selbst behelfen. Während bei starker Beanspruchung das Galaxy S3 bis zu zweimal am Tag an die Steckdose musste, hielt das Optimus 4X HD geschätzte 15% länger durch bei starker Beanspruchung. Gemessen auf eine einfache Nutzung des Smartphones zum Telefonieren, SMS verschicken, WhatsApp-Kontakte pflegen und hier und da ein wenig Musik hören sowie surfen, sind bis zu 2 Tage ohne Steckdose sehr realistisch. Hier nehmen sich das Galaxy S3 und Optimus 4X HD sehr wenig. Dennoch hat das Optimus 4X HD in dieser Kategorie die Nase vorn.

 

Konnektivität

Wie eigentlich jedes Topmodel hat auch das Optimus 4X HD von LG nahezu alles an Funktechnik verbaut, was derzeit geht. Ordentlich schnelles Dualband-WLAN (2,4 und 5 GHz), stromsparendes Bluetooth nach dem 4.0-Standard, eher schlechtes GPS und flottes HSPA+ mit bis zu theoretischen 21,1 MBit/Sekunde. LTE bietet das Optimus 4X HD nicht, was in Kombination mit einem Tegra3 einfach noch zu viel Strom verbraucht. Des Weiteren bietet das Optimus 4X HD über die MicroUSB-Schnittstelle nach dem USB-2.0-Standard einen Videoausgang (MHL) und wer Medien lieber ohne Kabelsalat übertragen will, kann DLNA verwenden. Es ist also quasi alles vorhanden was das (Technik)Herz begehrt.

MicroUSB mit MHL auf der Unterseite

Nur GPS ist eine Sache für sich, die ich gesondert ansprechen muss. Denn einen GPS-Fix zu bekommen entpuppte sich im Testzeitraum zur wahren Geduldsprobe. Eigentlich meint man ja, dass nach dem ersten GPS-Fix künftig die Position innerhalb weniger Sekunden bei Unterbrechung wiedergefunden wird. Leider ist dem nicht so, zumindest beim Optimus 4X HD welches ich hatte. Das brauchte teilweise über 5 Minuten bis die Position nach kurzzeitigem Deaktivieren des GPS wieder gefunden wurde. Im Vergleich dazu hatte mein Galaxy S2 nach wenigen Sekunden die Position wiedergefunden.

Die Geschwindigkeiten in den Netzen von o2 und T-Mobile (Congstar) sind erwartungsgemäß fix, auch wenn ich keine empirischen Messdaten liefern kann. Die gefühlte Geschwindigkeit ist auf Augenhöhe mit den Konkurrenten HTC One X und Samsung Galaxy S3. Gleiches gilt auch für das telefonieren, denn sowohl meine Stimme als auch die Stimme des Angerufenen sind laut und klar zu verstehen gewesen. Mir ist kein nennenswertes Hintergrundrauschen aufgefallen. Für das freihändige Telefonieren ist das Optimus 4X HD allerdings weniger zu empfehlen, der Klang des verbauten Lautsprechers war blechern und für meinen Geschmack viel zu leise.

 

Multimedia

Kameras mit 8 Megapixel Auflösung haben sich in der Oberklasse zum Standard entwickelt, nur sagt die Auflösung noch lange nichts über die tatsächliche Bildqualität aus. Das beweist auch das Optimus 4X HD leider nur zu gut, denn nur bei optimalem Licht entstehen ansehnliche Bilder im Speicher. Sobald das Licht etwas schummrig wird nimmt das Bildrauschen enorm zu, selbst der LED-Blitz hilft da nicht mehr viel. Als störend habe ich den Fokus empfunden, da dieser nicht automatisch scharf stellt. Erst wenn sich das zu knipsende Motiv entscheidend verändert, justiert die Kamerasoftware von LG den Fokus nach. Ansonsten wird erst beim Druck auf den Touchscreen neu fokussiert. Auf Dauer schon etwas sehr nervend, zumal wenn man mit Tiefenunschärfe im Hintergrund arbeiten will. Wie die Highend-Konkurrenz von Samsung und HTC, bietet auch das Optimus 4X HD eine Serienbildaufnahme.

Bei Videos sieht es ähnlich aus, auch wenn das Optimus 4X HD diese in FullHD (1.920×1.080 Pixel) bei flüssigen 30 Frames pro Sekunde aufnehmen kann. Dummerweise ist mit 12 MBit/Sekunde die Bildqualität der Videos eher mangelhaft, was sich an manchen Stellen als Pixelbrei bemerkbar macht. Sollte man seinen Freunden und der Familie nicht unbedingt auf einem 40″ Fernseher zeigen, denn auch der Autofokus macht hier wenig Freude. Wie sich das bemerkbar macht, hat MaTT in einem Video festgehalten. Der Autofokus springt immer wieder an und fokussiert das Bild neu, in seinem Schwenk über den Berliner Alexanderplatz ist das sehr gut zu sehen. Mit dem letzten Firmware-Update hat LG das Problem zwar größtenteils behoben, dennoch kommt einem hin und wieder der doofe Autofokus ins Gehege beim Filmen.

Für den Audiogenuss installiert LG einen ansprechenden Player vor, der Musik nach Titel, Interpret, Album und Ordner sortiert, blöderweise aber nicht nach Genre. Was mir wirklich gefallen hat, ist die Protokollierung der am häufigsten angehörten Titel, der zuletzt gespielten sowie kürzlich hinzugefügten. Das bietet nicht jeder vorinstallierte Musikplayer. Sogar ein sehr brauchbarer Equalizer ist schon mit an Bord, der mit Dolby Mobile, fünf Voreinstellungen, sieben Bänder und 12 Stufen zu gefallen weiß. Und das ohne großes Werbebrimborium wie HTC mit Beats Audio. Zumal nicht wirklich einen Unterschied zu erhören ist, trotz nicht gerade billiger Sennheiser- sowie Sony-Kopfhörer. Dennoch ist die Klangqualität über Kopfhörer besser, vor allem in den Höhen und Bässen. Beide kommen vollkommen klar ohne Verzerrung rüber.

An internem Speicher bietet das Optimus 4X HD fast schon als Standardgröße zu bezeichnende 16 GB. Davon stehen dem Nutzer knapp 12 GB zur Verfügung als interne SD, den Rest genehmigt sich Android. Wie eigentlich fast alle Smartphones versteht sich auch das Optimus 4X HD auf den neuen MicroSDXC-Standard, zum Beispiel in Form der 64 GB MicroSD von SanDisk. Damit stehen dem Nutzer insgesamt bis zu 80 GB bei Vollbestückung zur Verfügung, was angesichts des Galaxy S3 mit 64 GB internem Speicher aber ein bisschen wenig vorkommt. Theoretische 128 GB sind im größten Modell der südkoreanischen Konkurrenz namens Samsung machbar.

 

Software

Auf dem Optimus 4X HD kommt Android in Version 4.0.3 zum Einsatz, über das LG seine Optimus UI in Ausgabe 3 stülpt. Diese weiß durch viele Einstellmöglichkeiten zu punkten, die zur Personalisierung dienen. Egal ob Übergangsanimationen beim Seitenwechsel, Stil der Icons oder Wallpaper, LG hat an einiges gedacht. Dennoch wirkt die Optimus UI nicht so überladen wie man es von früher her kennt. Dieses Mal halten sich die Südkoreaner angenehm zurück, wie die landeseigene Konkurrenz bei Samsung. Wie bei HTC finden sich im Sperrbildschirm bis zu 4 Schnellzugriffe wieder, über die aus dem Sperrbildschirm heraus Apps gestartet werden können. Entsperrt wird übrigens durch das Herausziehen des Sperr-Icons aus dem angedeuteten Kreis. Sieht optisch schon klasse aus, wenn der größer werdende Kreis den Hintergrund vom Homescreen freigibt. Dennoch ist der Sperrbildschirm des Galaxy S3 weiterhin eine Klasse für sich, mit der Wellenbewegung oder der von HTC durch seine flüssige Animation.

Homescreen, App Drawer und Widgets

Vorinstalliert hat LG wie auch schon beim von uns getesteten Optimus L7 diverse hauseigene Apps für DLNA-Aufgaben (SmartShare), einen NFC-Launcher oder die App RemoteCall Service. Mit letzterer kann ein LG-Servicemitarbeiter sich direkt auf das eigene Smartphone einloggen und eine erste Ferndiagnose vornehmen. Getestet habe ich das nicht, weiß also nicht wie gut (oder schlecht) das Ganze funktioniert. Wer hier schon Erfahrungswerte hat, kann uns diese gerne mitteilen. Wer zudem seine SMS, Telefonprotokolle, Apps, Kalenderdaten, Kontakte, Browserlesezeichen, Startbildschirmeinstellungen und Telefoneinstellungen sichern will, kann das mit dem Backup-Tool machen. Für Office-Anwendungen steht Polaris Office zur Verfügung.

LGs Backup Tool

Die Tastatur ist wie beim kleinen Bruder Optimus L7 wieder recht angenehm groß gestaltet. Nur ist die Erkennung nicht immer gut, sodass ein Verschreiben fast schon unausweichlich ist. Zudem hat das mir vorliegende Gerät nicht immer neue Wörter gelernt, sodass das Schnellschreiben manchmal eine regelrechte Qual war. Abgesehen davon schreibt es sich mit der Tastatur angenehm schnell. Erwähnenswert ist Des Weiteren die von LG QuickMemo genannte Funktion, vom Bildschirminhalt einen Screenshot zu machen und sofort diesen mit Notizen zu versehen. Das sowie die editierbare Schalterleiste in der Drop-Down-Bar der Notification-Leiste gibt es bisher vorinstalliert nur bei LG und weiß im Alltag wirklich durch seinen praktischen Nutzen zu überzeugen.

LGs vorinstallierte Zusatz-Apps wie QuickMemo oder der LG App Store

 

Fazit

Tja, was soll ich nun vom LG Optimus 4X HD halten, nachdem ich bereits das HTC One X und Samsung Galaxy S3 in der Mangel hatte? Nur eines: Ich bin überrascht, was LG da abgeliefert hat. Die Software ist erstaunlich gut auf die Hardware abgestimmt, was LG vor allem in der Akkulaufzeit beweist. Während das ebenfalls mit dem Tegra3 Quadcore bestückte One X so seine liebe Müh hat, hält das Optimus 4X HD eine gefühlte Ewigkeit durch. Und auch sonst macht LG ungewohnt gute Arbeit bei der Software, sodass abgesehen von kleineren Problemchen das Optimus 4X HD durchaus als Geheimtipp bei Quadcore-Smartphones durchgeht. Zum Fotografieren ist das Optimus 4X HD weniger geeignet, ebenso Mackenbehaftet scheint das GPS zu sein. Sollte LG hier deutlich nachbessern können, ist das Optimus 4X HD definitiv eine Empfehlung für Preisbewusste, die Abstriche in Sachen Bedienkomfort hinnehmen können.

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

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