[Test] Novero Rockdale Bluetooth Kopfhörer

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Keine 14 Tage ist es her das wir den iCandy Freedom 180 Stereo Bluetooth Kopfhörer getestet und mit freundlicher Unterstützung von MobileFun in einer „zwei für eins“ Aktion, die Regale leer geräumt haben. Grund genug für uns auch einmal ein Produkt zu testen was mit knapp 83,-€ fast doppelt so teuer ist. Gemeint ist der Rockdale Bluetooth Stereo Kopfhörer des in Düsseldorf ansässigen Unternehmen novero. Doch ist dieser auch doppelt so gut und somit seinen Preis wert?

Zum Unternehmen:

Zugegeben der Name novero sagt einem als deutscher Hersteller mit Sitz in Düsseldorf und Produktion in Bochum (ehemaliges Nokia Werk) nicht auf Anhieb etwas. Doch hat das 400 Mann starke und im Jahre 2008 gegründete Unternehmen bereits im Jahre 2010 von sich reden gemacht, in dem es als erster Hersteller eine sogenannte exklusive Kommunikations-Accessoires Kollektion, in Form von Schmuck mit Bluetooth Technologie mit dem Namen „Victoria“ in London präsentierte.
Aber auch als Spezialist in Sachen Bluetooth Freisprecheinrichtungen beliefert novero Autohersteller wie Ford, Land Rover und Volkswagen.
Leider verrät uns die Verpackung unseres Bluetooth Stereo Kopfhörer das dieser dann doch in China gefertigt wurde.

Erste Kontaktaufnahme:

Der Rockdale Stereo Kopfhörer kommt in einer schlicht und vor allen Dingen schlank gehaltenen Verpackung daher, die uns unterbewusst aufgrund der verwendeten Farben von Schwarz und Ice Cream Sandwich Blau gleich mal eine gewisse Vertrautheit suggeriert. Dann fragt man sich aber schon wie denn da bitteschön ein geschlossener On-Ear Stereo Kopfhörer Platz finden soll?
Hier spielt der Rockdale ganz klar einer seiner Vorteile aus: Mit 147 Gramm ist er nicht nur extrem leicht, sondern aufgrund seiner klapp- und drehbaren Hörmuscheln auch noch sehr kompakt.

Zubehör:

Ähnlich dem iCandy Fredoom 180 gibt es auch bei dem novero Rockdale nur wenig an Zubehör. In der Verpackung befindet sich ein Ladekabel mit USB Stecker Typ A auf Micro-USB Stecker Typ B, dass an jedes herkömmliche Smartphone Netzgerät mit 5Volt/1 Ampere oder dem PC geladen werden kann. Ein eigenes Netzteil wird nicht mitgeliefert, was aber bei dem aktuellen EU-Standard eh nicht zwingend notwendig ist, da man es eh schon in mehrfacher Ausführung zu Hause hat.
Als nützliches Utensil gibt es noch einen von innen gefütterten „Turnbeutel“ in den man den zusammengeklappten Kopfhörer komfortabel transportieren kann.

In Aktion:

Nun wollen wir aber endlich das gute Stück  auch mal hören und drücken für die erste Verbindung die an der rechten Hörmuschel dezent angebrachte Multifunktionstaste 5-7 Sekunden lang gedrückt bis die LED abwechselnd rot und blau blinkt. Nun noch schnell an unserem Samsung Galaxy Note das bereits aktivierte Bluetooth unter Einstellungen zu einem „Scan nach Geräten“ überreden und schon sind die beiden Geräte mit der Telefon- und Medienwiedergabe verbunden, was auch alle 5 Sekunden durch 2x kurzes blinken der blauen LED bestätigt wird.
Hier kommt nun ein weiterer Clou des Bluetooth Kopfhörers der Firma novero, dieser ist nämlich „Multi-Pairing“ fähig. In der Praxis bedeutet dies, dass wir den Kopfhörer nun mit unserem ASUS TF300T Tablet zum Musik hören verbinden und mit unserem Samsung Galaxy Note Smartphone zum telefonieren. Ach ja richtig, der novero Rockdale Stereo Bluetooth Kopfhörer kann auch zum „freisprechen“ verwendet werden, was aufgrund seines DSP (Digitaler Signalprozessor) zur Rausch- und Echounterdrückung auch hervorragend funktioniert.
Unser gegenüber hat uns, so wie wir ihn, klar und deutlich verstanden. Selbst gleichzeitiges reden und verstehen war trotz DSP-Funktion möglich.

Form & Funktion

Nun sagen wir es mal so, bei uns in der Redaktion wird der Rockdale keinen Designpreis gewinnen obwohl dieser einem typischen DJ-Kopfhörer nachempfunden sein soll. Ob hier die Rede vom legendären HD-25 der Firma Sennheiser  ist, wagen wir zu bezweifeln. Eher dachte man wohl  aufgrund dessen, dass DJ´s nur mit einem Ohr den Sound des Monitors und auf dem anderen die des Kopfhörers lauschen, an die Klappfunktion der Ohrmuscheln.

Der Kopfhörer bietet eine reiche Auswahl an Funktionen die sich alle über die rechte Ohrmuschel und dessen Tasten bedienen lassen. So kann man außer dem üblichen vor-und zurück skippen der Tracks oder der lauter- und leiser Funktion, auch über die Vor-Skip-Taste mit einem dauerhaften Druck von 2 Sekunden die Sprachsteuerung aktivieren, was in unserem Test mit dem Galaxy Note hervorragend funktionierte.
Dem nicht genug bietet die Multifunktionstaste auch die Möglichkeit zum annehmen, ablehnen, beenden, weiterleiten und wiederholen von Anrufen als auch das stumm schalten des Mikrofons.

Durch das geringe Gewicht von gerade mal 147 Gramm, der 80mm großen und gut gepolsterten Ohrmuscheln kann der Kopfhörer auch durchaus mehre Stunden getragen werden ohne unangenehm aufzufallen. Maximal aber „nur“ 14 Stunden, da dann der Akku durch permanenten Musikgenuss entleert sein sollte. Dieser kann dann innerhalb von 2h, über das o.g. Kabel und der USB Buchse an der rechten Ohrmuschel wieder komplett befüllt werden, was durch das erlöschen der roten LED bestätigt wird.

Wie klingt der Klang?

Apropos Musikgenuss, dieser sollte ja bei einem Stereo Kopfhörer nicht vernachlässigt werden. Hier macht sich dann doch der Preisunterschied bemerkbar. Die Musikbreite als auch Transparenz ist schon für ungeübte Zuhörer deutlich zu erkennen.
Die Grundtonwiedergabe ist absolut linear und löst im Höhenbereich gut auf. Die novero Rockdale sind keine Bassbumser, wo hingegen der iCandy Freedom 180 schon mehr zu bieten hatte.
Wer mit dem Namen DJ-Kopfhörer wirbt sollte auch die Basedrum ordentlich kicken lassen. Allerdings bietet so der Kopfhörer ein breiteres Spektrum an Musikvarianten die man mit ihm konsumieren kann.
Alles in allem ist die Klangqualität für diese Preisklasse mit gut zu bewerten.
Einen deutlichen Minuspunkt bekommt der Bluetooth Kopfhörer aber für seine Reichweite, diese war bei unserem Testgerät mehr als unterirdisch. Bereits in einem Zimmer weiter gab dieser schon den Musikstream und anschließend die Verbindung auf. Da sind wir von iCandy Kopfhörer besseres gewohnt, wenn nicht sogar verwöhnt.

Technische Daten:

  • Frequenzbereich von 20-20.000Hz
  • Sensitivity: 105dB (SPL/1mW, 1Khz at 1cm)
  • Bluetooth 2.1 +EDR class 2
  • Integrated DSP for echo cancellation and noise reduction
  • On/off button
  • Profiles: HFP1.5, HSP1.1, A2DP1.0 and AVRCP1.0
  • 2-farbige LED-Anzeige
  • Connector: micro USB
  • Standby-Zeit: bis zu 280 Stunden
  • Spielzeit:  bis zu 14 Stunden
  • Maße: 200 x 150 x 80 mm
  • Gewicht: 147 g

Fazit:

Hier müssen wir gestehen fällt uns ein Urteil schwer. Zu sehr sind wir noch von dem preiswerten iCandy Freedom 180 vorbelastet. Im Vergleich zu ihm müssten wir dem Stereo Bluetooth Kopfhörer von novero im Grunde ein vernichtendes Urteil geben. Denn mit 82,99Euro ist er gut doppelt so teuer, doch ist mit dem Preis noch kein Ende gesetzt. Nehmen wir da nur die Kopfhörer der Marke Beats by Dr. Dre oder Soul by Ludacris die Preise bis zu 400,-Euro aufrufen. Um hier ein endgültiges Urteil abgeben zu können werden wir diese auch demnächst einem Test unterziehen.
Fakt bleibt das die Klangqualität der Rockdale Kopfhörer in nichts zu wünschen übrig lässt, es sei denn man will übertrieben Bass. Die Funktionalität ist nicht zuletzt durch das Multi-Pairing sehr umfangreich und auch der Tragekomfort ist sehr angenehm.
Durch das Klappsystem der Ohrmuscheln ist auch der geringe Platzverbrauch für einen Transport gut geeignet.
Nicht überzeugt haben die Bluetooth Reichweite als auch der Fakt das kein separates Audiokabel angeschlossen werden kann, um auch Musikgenuss mit einem MP3-Player oder äquivalent ohne Bluetooth zu gewährleisten.

Ob die gute Hifi-Qualität des Stereo Kopfhörers den Preis gerechtfertigt, werden wir abschließend erst nach einem Test der Monster Beats und Soul by Ludacris Kopfhörer beurteilen. Bis dahin bekommen die Rockdale von novero ein Gesamturteil: Befriedigend

Wertung
Leistung/Funktion
3/5
Sound
4/5
Verarbeitung/Komfort
4/5
Zubehör
3/5
Preis
3/5

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

2 Kommentare

  1. Lars liebt Licht schreibt:

    sehr gut geschriebener test
    habe den kopfhörer schon etwas länger im gebrauch und kann deine beurteilung so teilen.
    habe meinen aber von amazon für nur 55euro gekauft.
    bin schon auf den nächsten test gespannt.
    weiter so

  2. Pingback: [Test] Moor BTH002 Bluetooth Kopfhörer » anDROID NEWS & TV

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