[Test] OnePlus One – Rauhe Schale – CyanogenMod Kern!

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OnePlus One Test

Seit einigen Monaten macht das OnePlus One des gleichnamigen chinesischen Herstellers auf sich aufmerksam als „Flaggschiff Killer 2014“. Das Smartphone ist zum einen auf Augenhöhe zur Oberklasse-Konkurrenz und zum anderen kostet es gerade mal die Hälfte von diesen. Kann ein solches Gerät auch wirklich halten was es verspricht? Unser Test soll es zeigen.

OnePlus One Test

Ein Oberklasse-Smartphone der aktuellsten Generation zeichnet sich dadurch aus, dass es ein anziehendes Design besitzt, State of the Art Hardware besitzt sowie eine Fülle an Funktionen hat. All das trifft auch auf das OnePlus One zu und dabei kostet es nur einen Bruchteil von einem Samsung Galaxy S5, LG G3 oder HTC One M8, was schon ein wenig stutzig macht. Nach einem als gelungen zu bezeichnenden anfänglichen Marketing ist das Gerät in aller Munde und die Einladungen sehr begehrt. Wir zeigen in unserem Test ob sich der Hype rechtfertigt und das Smartphone wirklich zum selbsternannten Flaggschiff-Killer des Jahres taugt.

Technische Daten des OnePlus One

Technische Daten


Prozessor

Qualcomm Snapdragon 801 Quad-Core mit 2,5 GHz
GPU: Adreno 330

Betriebssystem

Android 4.4.2 KitKat mit CyanogenMod 11S

Interner Speicher

16 GB Interner Speicher oder
64 GB Interner Speicher

RAM

3 GB

Modellbezeichnung

One

Display

5,5 Zoll LTPS-IPS-Display mit 1.920 x 1.080 Pixel und
Gorilla Glass 3

Anschlüsse

MicroUSB, 3,5mm Audio Klinkenanschluss

Sensoren

Accelerometer, Gyroskop, Proximity

Abmessungen (HxBxT mm)

152,9 x 57,9 x 8,9 mm

Gewicht

162 Gramm

Gehäusematerial

Polycarbonat

Kamera

13 Megapixel Kamera, 5 Megapixel Frontkamera

Internet

GSM (850/900/1.800/1.900 MHz) + UMTS/HSPA+ (850/900/1.900/2.100 MHz) 42 Mbit/s + LTE (1.800/2.600 MHz) + WLAN b/g/n/ac (Dualband)

Bluetooth

4.0

Akkutyp

Festverbauter Lithium Ionen Akku

Kapazität

3,8 V/3.100 mAh

Gesprächszeit

36 Stunden

Standby-Zeit

700 Std.

Netz

GSM 850/900/1.800/1.900 MHz
UMTS 850/900/1.900/2.100 MHz
LTE 1.800/2.600 MHz

Preis

UVP 269,- Euro 16 GB, 299 Euro 64 GB (Stand 06/07/14)
Besonderheit WiFi Direct, DLNA, Miracast, Screencast, Standby-Gesten

Zubehör

OnePlus One Test

Ausgeliefert wird das OnePlus One in einem schlichten Pappkarton, der optisch ein kleiner Augenschmaus ist. Zunächst muss eine braune Außenverpackung geöffnet werden mit einem kleinen roten OnePlus-Logo. Das Logo wird mit ein wenig Vorsicht abgezogen um an den Inhalt zu gelangen. Alleine das hebt das OnePlus One schon von der Konkurrenz hervor. Ist das erledigt kommt der komplett in weiß gehaltene eigentliche Karton zum Vorschein, mit dem roten Logo des Herstellers und einer in Rot gehaltenen Schale zum Herausziehen. In dieser befindet sich schließlich das Objekt der Begierde, allerdings mit einem wirklich sehr spartanischen Umfang an Zubehör. Lediglich ein USB-Kabel zum Aufladen und zum Übertragen von Daten. Headset und Netzteil, und sei es nur ein Adapter, sucht man vergebens.

Den Steckdosen-Adapter für das USB-Kabel muss man sich übrigens separat bestellen bei dem Hersteller, es sei denn man hat bereits ein Netzteil. Etwas ungewöhnlich ist das schon, trotz des sehr niedrigen Preises. Auch die üblichen Papiere wie Garantiebestimmungen oder Kurzanleitung befinden sich im Karton. Anzumerken sei, dass je nach Region für welches man das OnePlus bestellt, der Netzteil-Adapter automatisch in den Warenkorb gelegt wird. Schlussendlich liegt noch ein kleiner Piekser zum Öffnen des SIM-Karten-Fachs für eine MicroSIM bei und das in einer schicken Halterung aus Gummi, die man als Schlüsselanhänger mitnehmen kann.

Verarbeitung

Nimmt man das OnePlus One schließlich das erste Mal aus dem Karton, dann denkt man sich zuerst einmal: Ist das riesig. 5,5 Zoll an Display brauchen schließlich ihren Platz. Das Modell mit 64 GB Speicher und der Farbe Sandstone Black macht seinem Namen alle Ehre, denn die Rückseite ist von der Beschaffenheit mit einem Schmirgelpapier zu vergleichen und das fühlt sich trotz der rauen Oberflache sehr hochwertig an. Ein Rutschen in der Hand ist mit dieser Oberfläche quasi kaum möglich und das bestätigt sich auch in der täglichen Nutzung. Es fühlt sich einfach nur fantastisch an in der Hand, neben all dem Kunststoff, gummierten Oberflächen oder gar dem blanken Aluminium der Konkurrenz.

Dieser hochwertige erste Eindruck zieht sich über das gesamte OnePlus One hinweg fort was die Verarbeitung betrifft. Keine Spaltmaße, keinerlei Knarzen des Gehäuses und ein Handschmeichler trotz seiner enormen Größe von immerhin 152,9 x 75,9 x 8,9 mm. Das ist nur ein Stückchen größer als ein LG G3 und selbst ein HTC One M8 ist nicht viel kleiner und das trotz eines enormen 5,5 Zoll großen Displays.

OnePlus One Test

Das Design des OnePlus One kann man als gelungen bezeichnen. Eckig aber nicht zu kantig, mit leichten Abrundungen an Ecken und Rändern des Gehäuses. Neben der mit etwas Aufwand und Fingerspitzengefühl abnehmbaren Rückseite – es gibt mehrere StlyeSwap genannte Cover aus verschiedenen Materialien wie Bambus (zum Beitrag) – ist vor allem der silberne Rahmen ein Stilelement. Es wirkt fast so als ob das Display auf diesen draufgesetzt wurde und das macht echt was her. Ist vor allem mal etwas Neues im stetigen Einheitsbrei der Hersteller.

Auch bei den Hardware-Tasten setzt sich der durchweg positive Eindruck fort. Die Größe des OnePlus One berücksichtigend sitzen diese nicht ganz so weit oben wie man es vielleicht erwartet hätte sondern eher in der Mitte des Gerätes. Man kommt dadurch auch einhändig noch ganz gut an diese heran: Die Power-Taste auf der rechten Gehäuseseite und die Lautstärke-Wippe auf der gegenüberliegenden Seite. Diese sitzen fest im Gehäuse und bieten einen guten wenn auch etwas kurzen Druckpunkt. Zweifelsohne eine Frage des Geschmacks, aber die Tasten selbst könnten durchaus etwas stärker aus dem Gehäuse ragen, sodass man sie besser treffen kann. Unterhalb des Display finden sich zudem drei kapazitive Tasten für Menü, Home und Zurück wieder, die sich auf Wunsch auch deaktivieren lassen aber dazu später mehr.

Direkt über der Lautstärke-Wippe befindet sich der SIM-Tray für die MicroSIM-Karte, an welchen man mit dem beiliegenden Piekser herankommt. Auf der Stirnseite des OnePlus One befinden sich eines der drei Mikrofone und der Port für 3,5mm Klinkenstecker. Auf der Unterseite des Gerätes ist schließlich mittig der MicroUSB-Port untergebracht, flankiert von zwei Lautsprechern und dem zweiten Mikrofon. Leider handelt es sich dabei nur um Mono-Lautsprecher ohne Stereo-Ton. Die Rückseite selbst ziert lediglich die 13 Megapixel Kamera mit Dual-LED-Blitzlicht, das dritte Mikrofon rechterhand, das OnePlus-Logo und das CyanogenMod-Logo. Dieses zeugt übrigens davon, dass das Smartphone mit CyanogenMod 11S ausgeliefert wurde, was bei der Version für den chinesischen Markt nicht der Fall ist.

Display

Mit 5,5 Zoll gehört das OnePlus One definitiv zu den größeren Smartphones und dennoch wirkt es nicht allzu groß. Das wird durch die relativ kompakte Bauweise erzielt und weiß wirklich zu gefallen. Im Gegensatz zum LG G3 liegt die Auflösung des One jedoch bei „nur“ 1.920 x 1.080 Pixel, was zu einer Pixeldichte von 401 PPI führt. Ist aber nicht weiter schlimm, denn die Darstellung ist dennoch sehr gut und auf sehr hohem Niveau. Die Helligkeit ist hervorragend und ist auch unter freiem Himmel brauchbar, woran ja die meisten Geräte in der Regel etwas zu kämpfen haben. Einen Unterschied zu den 2.560 x 1.440 Pixel des G3 kann man nur bei genauem Hinsehen und im direkten Vergleich feststellen. Auch die Kontraste und Farben können überzeugen, ebenso der Blickwinkel.

Das LTPS-IPS-Panel stammt aus der Produktion von Japan Display Inc. (JDI) und ist ab Werk wärmer kalibriert als die meisten Displays bei der Konkurrenz. Das ist auch der Grund dafür, dass manche Besitzer meinen einen Gelbstich warzunehmen. Diesen kann man bedingt mit Bordmitteln beheben, indem die Farbtemperatur unter Einstellungen –> Display -> Bildschirmfarbe angepasst wird. Man muss hier schon ein wenig experimentieren, bis es den eigenen Vorstellungen entspricht.

CPU & GPU

OnePlus One TestFür einen Flaggschiff Killer braucht es natürlich die passende Hardware und die ist zweifelsohne im OnePlus One verbaut. Ein Snapdragon 801 Quad-Core mit ganzen 2,5 GHz stehen auf dem Blatt Papier, welcher unter anderem im Samsung Galaxy S5 (zum Test) und dem LG G3 (zum Test) zum Einsatz kommt. Mit 37.400 Punkten im AnTuTu Benchmark kann das One seine Ansprüche definitiv untermauern und sich an die Spitze des Rankings setzen. Das reicht locker für alle Aufgaben die man so erledigen will, einschließlich von Spielen. Selbst die Oberfläche ruckelt an keiner einzigen Stelle des Systems, was sich auch im sehr schnellen Öffnen von Apps wiederspiegelt. Mit diesem Prozessor ist das OnePlus One alles andere als eine lahme Schnecke.

OnePlus One Test

Die verbaute Adreno 330 GPU taktet mit 578 MHz schneller als in anderen Varianten des Snapdragon 801. Selbst anspruchsvollste Spiele sind damit kein Thema und werden äußerst flüssig auf das Display gezaubert. Man kann OnePlus als Hersteller des Smartphones nur eine sehr gute Arbeit in der Anpassung auf die Hardware zusprechen. Das möchte man nur zu gerne auch von anderen Herstellern sehen, insbesondere von Samsung und dessen Mikrorucklern in der TouchWiz-Oberfläche.

Akku

Mit 3.100 mAh ist der verbaute Akku sehr groß dimensioniert und sollte für eine sehr lange Nutzung ausreichen. Das kann man so auch unterstreichen, denn das Smartphone hielt im Schnitt 1 bis 1,5 Tage durch mit der vollen Google-Synchronisation, Chatten via Hangouts sowie WhatsApp, gelegentlichen Telefonaten, täglich etwa 2 Stunden Musik hören via Bluetooth-Headset und das Surfen im Internet. Trotzdem gab es hin und wieder ordentliche Einbrüche in der Ausdauer, was auf die Google Play Dienste zurückzuführen war. Ob es an den Google-Diensten selbst lag oder der OnePlus-Firmware ist nicht zweifelsfrei auszumachen, aber es deutet auf Letzteres hin. Schließlich soll mit dem Update auf Android 4.4.4 KitKat das und noch einiges mehr behoben sein. Das Update wird für Anfang August erwartet. Trotzdem ist das OnePlus One ein im Standby sehr ausdauerndes Smartphone, welches sich selbst mit den Ausdauer-Läufern von LG anlegen kann.

Zwar ist der Akku angeblich fest verbaut, aber mit ein wenig Aufwand kann man ihn selber austauschen, sollte er mal den Geist aufgeben. Wie das geht zeigen wir euch in einem kleine Tipps & Tricks Video.

Konnektivität

Da der Snapdragon 801 verbaut ist heißt das im Umkehrschluss, dass auch ein LTE-Modem vorhanden ist und hier kommt das erste richtig dicke Minus für das OnePlus One: Das LTE-Band 20 wird nicht unterstützt und das bedeutet kein LTE 800 in Europa/Deutschland. Die 800er Frequenz für LTE wird zwar hauptsächlich in ländlichen Gegenden genutzt, aber in Ballungsräumen setzt vor allem o2 auf diese Frequenz. Heißt also nichts anderes, als das o2-Kunden maximal HSPA+ mit 42 Mbit/Sekunde surfen können. Auch mit Vodafone soll es wohl hin und wieder Probleme im LTE-Empfang geben.

OnePlus One mit LTE 800 für Europa noch in diesem Jahr

Abgesehen davon findet sich so ziemlich alles wieder was man sich vorstellen kann. WLAN nach dem schnellen ac-Standard mit bis zu 1,3 Gbit/Sekunde, Bluetooth 4.0 mit Energie-effizienten LE-Profil, GPS mit der russischen Erweiterung GLONASS und auch NFC mit der Funktion als digitale Geldbörse ist vorhanden. Einzig IrDA wie bei Samsung, HTC und LG könnte man jetzt bemängeln, aber für ein Erstlingswerk eines Herstellers, der gerade mal seit knapp einem dreiviertel Jahr existiert ist das Alles schon hervorragend.

Auch das Telefonieren selbst weiß zu gefallen, auch wenn der Gesprächspartner ein wenig blechern klingt. Die Lautstärke selbst geht auch in Ordnung. Für den Gesprächspartner selbst sind die drei verbauten Mikrofone im OnePlus One ein echter Segen, da sie sehr effektiv störende Umgebungsgeräusche herausfiltern können.

Multimedia

Für ein Flaggschiff-Killer muss unter anderem die Kamera einiges leisten können und das kann das One durchaus. Mit 13 Megapixeln Auflösung befindet sich das Smartphone auf Augenhöhe zur Konkurrenz, auch wenn bei einigen Modellen bereits noch hochauflösendere Sensoren zum Einsatz kommen. Der Sony IMX214 der Exmor RS Reihe liefert dennoch sehr gute Ergebnisse was die Qualität betrifft, welche durch das Objektiv mit gleich sechs Linsen nochmals verbessert wird. Die meisten Smartphone-Kameras kommen lediglich auf fünf Linsen, um mal einen Vergleich anzuführen.

Die besten Ergebnisse lassen sich wie nicht anders zu erwarten ist im HDR-Modus erzielen, da im Automatik-Modus Farben gerne mal etwas zu dunkel dargestellt werden. Ist aber kein wirkliches Problem, da die Kamera auch mit HDR sehr flott auslöst, je nach Motiv und Lichtverhältnisse. Vor allem bei weniger guten Lichtverhältnissen kann das ein paar Sekunden länger dauern, aber dafür kann sich das Ergebnis in der Regel auch sehen lassen. Sobald das Update für RAW-Fotos verteilt wird, dürften Hobby-Fotografen noch mehr aus Bildern herausholen können.

OnePlus One bekommt Unterstützung für RAW-Fotos

Als ein kleines Highlight der Kamera kann man die Software selbst betrachten, welche sich wirklich nur auf das Nötigste an Bedienflächen beschränkt: Auslöser für Fotos nebst Videos (inklusive Bildaufnahme während der Videoaufnahme), Photosphere und die üblichen Schnell-Tasten für die Frontkamera, das Blitzlicht, Effekte und die Einstellungen. Wer jetzt die Taste zum Wechseln der Aufnahme-Modi vermisst, muss einfach mal von oben nach unten Wischen und schon wird der Modus gewechselt. Das geht super einfach von der Hand und kann als eines der Highlights des OnePlus One betrachtet werden.

Wie sich die Kamera im Vergleich zur Sony SmartShot QX10, der Canon EOS 600D und dem Samsung Galaxy S5 schlägt, zeigt euch unser Testfoto:

Auch auf Seiten der Videoaufnahme unterstützt das One so einiges, angefangen natürlich bei FullHD-Video über Slowmotion (720p bei bis zu 120 Frames/Sekunde) bis hin zu 4K. Letzteres stellt eine kleine Besonderheit dar, denn es werden gleich zwei Formate unterstützt: 4K UHD (3.840 x 2.160) und 4K DCI (4.096 x 2.160), was keinesfalls üblich ist. Aber auch abseits davon bietet die Kamera-App eine Vielzahl an Einstellmöglichkeiten, die man sonst eher nicht antrifft. In Sachen Optionen macht OnePlus wirklich alles richtig, auch wenn die Videoqualität etwas stärker als bei der Konkurrenz von kleineren Rucklern betroffen ist. Es besteht die Hoffnung, dass eines der nächsten Updates diese gelegentlich auftretende Schwäche ausbessert.

Fast schon eine Enttäuschung sind die Lautsprecher, die auf der Unterseite des Gerätes untergebracht sind. Entgegen der optischen Aufmachung handelt es sich dabei nicht um Stereo-Lautsprecher. Es ist ein reiner Mono-Lautsprecher, der dennoch ordentlich laut schallt und nicht ganz so blechern wie bei manch anderem Konkurrenten. Trotzdem ist und bleibt es Mono.

OnePlus One Test

Software

Dieser Punkt ist eine kleine Besonderheit, denn das OnePlus One kommt mit vorinstalliertem CyanogenMod in der speziellen Version CyanogenMod 11S zum Käufer. Dieses unterscheidet sich durch kleinere Apps vom normalen CyanogenMod 11, wozu die bereits angesprochene Kamera-App gehören, der AudioFX genannte Equalizer, die Galerie-App, der Lockscreen und die Themen-Galerie.

Der Equalizer AudioFX zeichnet sich in erster Linie durch eine ansprechendere Oberfläche aus im Vergleich zur reinen CM11-Variante. Bei CyanogenMod kommt der DSP-Manager zum Einsatz und hat eine technischere Oberfläche. Die Galerie hingegen hat nur optisch ein wenig andere Funktionen erhalten, wozu das Sortieren nach Augenblicke, Alben und Medien gehört. Auch kann man diverse Cloud-Dienste für Fotos einbinden, woraus sich Fotos in der Galerie-App anzeigen lassen. Der Lockscreen unterscheidet sich dahingehen vom normalen CyanogenMod-Lockscreen, als das er ein Cyan-farbenes Rechteck besitzt, in welchem alle relevanten Informationen wie Uhrzeit, Datum, Wetter und Akkustand angezeigt werden. Mit einem Wisch nach unten wird das Gerät schließlich entsperrt. In der Themen-Galerie werden allerhand CyanogenMod-kompatible Themen vorgestellt, welche sich mit einem Klick installieren. Es gibt auch kostenpflichtige Themen-Pakete. Diese Themen beinhalten je nach Umfang Stile, Icons, Schriftarten, Klingeltöne, Hintergründe und auch Bootanimationen. Allerdings könnte das Smartphone in Zukunft ohne CyanogenMod 11S ausgeliefert werden.

OnePlus One in Zukunft ohne CyanogenMod Firmware

Neben diesen Apps bietet CyanogenMod 11S noch diverse andere Feinheiten bereit. Zum Beispiel unterstützt das OnePlus One Gesten im Standby-Modus, die bestimmte Funktionen auslösen. Mit einem „V“ im ausgeschalteten Zustand wird die LED-Leuchte auf der Rückseite kurzerhand zur Taschenlampe umfunktioniert und lässt sich mit derselben Geste wieder ausschalten. Ein kleiner Kreis startet die Kamera und zwei Finger wiederum nach unten starten den Musikplayer. Mit einem Pfeil in die jeweilige Richtung kann man zwischen den einzelnen Titeln hin und her switchen. Leider reagiert das OnePlus One nicht immer zuverlässig auf diese Gesten und man kann auch keine weiteren hinzufügen, aber ein Mehrwert ist das schon. Mit einem Doppeltap auf das Display im Standby kann man das OnePlus One einschalten und mittels derselben Geste auf die Beanchrichtigungsleiste das Smartphone an jeder Stelle und in jeder App ausschalten.

Die Möglichkeit je nach Vorliebe die kapazitiven Tasten unterhalb des Displays zu nutzen oder lieber auf die Software-Tasten von Android zu setzen ist eine weitere Besonderheit. Das kann man in den Einstellungen je nach Bedarf wieder umstellen. Bietet zwar auch das normale CyanogenMod 11, aber das ist auf keinem Smartphone ab Werk vorinstalliert.

Fazit zum OnePlus One

Die Behauptung der Flaggschiff-Killer 2014 zu sein kann man in großen Teilen wirklich bestätigen. Egal ob Performance, Hardware und Verarbeitung: Das OnePlus One ist in jeder Disziplin ganz weit vorne mit dabei. Echte Kritikpunkte sucht man vergeblich, vor allem zu diesem Preis von 299 Euro für das große Modell mit 64 GB internem Speicher. Hier zeigt sich was für gute Smartphones trotz kleinem Preis machbar sind. Die einzigen wirklichen Kritik-würdigen Punkte sind das Invite-System, denn ohne Einladung darf man kein OnePlus One kaufen. Die Größe sagt nicht jedem zu. Je nach Sichtweise ist der fest verbaute Akku sowie der fehlende MicroSD-Slot ebenfalls ein Nachteil. Hat man jedoch eine Einladung ergattert dann empfiehlt sich definitiv das Modell in Sandstone Black. Dieses hat anstatt der 16 GB ganze 64 GB internen Speicher für gerade mal 30 Euro Aufpreis und das lohnt sich auf lange Sicht wirklich. Gerade in Anbetracht der MicroSD-Sache eindeutig die bessere Wahl, was die Möglichkeiten zum Datenaustausch erheblich einschränkt. Die größte Kritik muss sich OnePlus jedoch für das fehlende LTE-Band 20 gefallen lassen.

Das OnePlus One wirkt äußerlich auf seine sehr angenehme Weise rau und ist dennoch ein echtes Highend-Smartphone, nicht zuletzt Dank des installierten CyanogenMod 11S. Wer nicht unbedingt LTE braucht und mit der Größe von 5,5 Zoll klar kommt, der bekommt für sein Geld kein besseres Smartphone derzeit und das mit Abstand. Sofern man an einen Invite heran kommt und mit den Kritikpunkten klar kommt.

Wertung
Geschwindigkeit 5/5
Display 5/5
Funktionalität 5/5
Verarbeitung 5/5
Preis 5/5

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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