[Test] Panasonic Lumix CM1 – 1 Zoll Kamerasensor im Android Smartphone!

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Panasonic Lumix CM1 bzw. Panasonic Lumix DMC-CM1 Test

Mehr als drei Jahre sind seit dem Eluga vergangen, bevor sich Panasonic mit dem Panasonic Lumix CM1 wieder auf den europäischen Smartphone-Markt wagt. Wie damals versucht es das japanische Unternehmen mit einem wirklich außergewöhnlichen Android Smartphone, welches mehr Kamera als Smartphone sein will. Das hier mehr Sein als Schein herrscht zeigt unser Test.

Das ein Smartphone schon lange nicht mehr nur zum Telefonieren genutzt wird, ist nicht zu übersehen. Neben der Funktion als Kommunikationszentrale und Surf-Maschine ist ein modernes Android Smartphone auch Spielekonsole für die Hosentasche und Fotoapparat sowie Camcorder in einem. Vor allem Top-Smartphones haben mittlerweile richtig gute Kamera-Chips, mit deren Hilfe sie Kompaktkameras gefährlich werden. Das Panasonic Lumix CM1 will genau das auf ein neues Level heben mit einer Kamera, die auf einen gänzlich neuen Sensor für ein Smartphone setzt und ein Objektiv von Leica.

 

Technische Daten des Panasonic Lumix CM1

Technische Daten


Prozessor

Qualcomm Snapdragon 801 Quad-Core mit 2,3 GHz und 32-Bit
GPU: Adreno 330

Betriebssystem

Android 4.4.4 KitKat

Interner Speicher

16 GB Interner Speicher (MicroSD-Erweiterung)

RAM

2 GB

Modellbezeichnung

DMC-CM1

Display

4,7 Zoll IPS Display mit 1.920 x 1.080 Pixel
und Gorilla Glass 3

Anschlüsse

MicroUSB, 3,5mm Audio Klinkenanschluss

Sensoren

Accelerometer, Gyroskop, eKompass, Barometer und Licht

Abmessungen (HxBxT mm)

135,4 x 68 x 15,2 mm (mit ausgefahrenem Objektiv 21,1 mm)

Gewicht

204 Gramm

Gehäusematerial

Aluminium, Kunststoff

Kamera

20,1 Megapixel Kamera mit Leica DC Elmarit Objektiv, 28 mm Festbrennweite, Mehrstufen-Blende und Primärfarbfilter
1 Megapixel Frontkamera

Internet

WLAN a/b/g/n/ac

Bluetooth

4.0 HS BLE

Akkutyp

Fest verbauter Li-Ion

Kapazität

3,8 V/2.600 mAh

Gesprächszeit

bis zu 11 Std. (2G) / 12 Std. (3G)

Standby-Zeit

bis zu 560 Std. (2G) / 630 Std. (3G)

Netz

GSM 850/900/1800/1900,
UMTS 900/2100 MHz,
LTE 800/1.800/2.600 MHz

Preis

UVP 899 Euro, 16 GB (ab 899 Euro, Stand 19.04.15)
Besonderheit LTE, 1 Zoll großer MOS Kamera-Sensor, Leica DC Elmarit Objektiv

 

Zubehör

Auch wenn das Panasonic Lumix CM1  – die genaue Schreibweise lautet Panasonic Lumix DMC-CM1 – ein ganz spezielles Smartphone ist, so vertraut Panasonic dennoch auf das ganz normale Zubehör. Oder auch nicht ganz: Das Netzteil besitzt keinen USB-Anschluss und wird direkt mit dem Android Smartphone verbunden. Ein eigenes USB-Kabel liegt dem Karton nicht bei, sodass man auf ein möglichst schon im Haushalt vorhandenes USB-Kabel ausweichen muss. Mehr als ungewöhnlich, gerade bei einem solch Preis intensiven Smartphone. Zumindest verzichtet Panasonic nicht auf eine gedruckte Kurzanleitung, um das Panasonic Lumix CM1 in Betrieb zu nehmen.

 

Design und Verarbeitung

Wenn ein Hersteller ein Smartphone mit einer echten Kamera zu kreuzen versucht, dann kommt meistens ein recht zwiespältiges Gerät dabei heraus. Auf der einen Seite sieht es aus wie ganz normales Smartphone mit einem Touchscreen und sehr eckigem Design. Dreht man sie jedoch auf die Rückseite – oder Vorderseite, je nachdem als was man die Panasonic Lumix CM1 nun tatsächlich betrachtet – dann erblickt man das klassische Antlitz einer Digitalkamera. Das deutlich aus dem Gehäuse herausragende Leica-Objektiv mit seinem Drehring ist in keinster Weise zu übersehen

Das zeigt bereits, dass es sich keinesfalls um eine 0815-Kamera handeln kann. Einzig das etwas klein geratene Blitzlicht im Vergleich zu echten Digitalkameras stört und zeigt, dass hier kein Xenon-Blitzlicht zum Einsatz kommt wie zum Beispiel im Samsung Galaxy K zoom (zum Test). Allerdings hat sich Panasonic bei der Rückseite versucht Mühe zu geben, denn diese ist mit einer Kunststoffabdeckung versehen, die aussieht wie Leder. Das gibt der Panasonic Lumix CM1 zumindest ein bisschen Wertigkeit und lässt sie in Kombination mit dem Aluminium-Gehäuse wie eine Retro-Kamera wirken. Allerdings wirken sich Objektiv und Gehäuse auf Dicke und Gewicht aus: Mit 15,3 mm und 204 Gramm ist das Android Smartphone weder schlank noch als leicht zu bezeichnen.

Bei den Bedien-Elementen der Panasonic Lumix CM1 beschränkt sich Panasonic nicht nur auf die üblichen Tasten, welche übrigens komplett auf der rechten Seite des Rahmens verbaut sind. Dort finden sich neben der Lautstärke-Wippe und der Power-Taste noch ein Schieberegler und eine dedizierte Kamera-Taste wieder. Letztere ist zweistufig für Fokussieren und Auslösen mit einem angenehm leichten Druckpunkt, was einer verwackelten Aufnahme effektiv entgegen wirkt. Die anderen Tasten stehen kaum aus dem Rahmen heraus und sind daher etwas schwerer zu erfühlen, besitzen aber einen angenehmen Druckpunkt. Nur der Tastenhub könnte ebenso wie die Höhe der Tasten selbst noch etwas größer ausfallen.

Eine Besonderheit ist allerdings der Schiebeschalter, denn damit wird die Kamera-App aus jedem Bildschirm und selbst dem Standby heraus gestartet. Kaum eine andere Smartphone-Kamera ist dermaßen schnell einsatzbereit. Über diesen Schalter lässt sich übrigens die Kamera-App auch wieder schließen und das Leica-Objektiv einfahren.

Die linke Seite des Gehäuses ist wie bereits erwähnt ohne jegliche Tasten ausgestattet und besitzt auch kein Gewinde, um ein Stativ zu befestigen. Gerade das verwundert doch ein wenig bei einem Smartphone, was mehr eine Kompaktkamera sein will als ein richtiges Smartphone. Lediglich eine Klappe für den Zugriff auf MicroSD und Micro SIM befindet sich auf der Unterseite der Panasonic Lumix CM1. Daneben befinden sich noch Kontakte für optionales Zubehör von Panasonic. Auf der Unterseite des Rahmens sitzt der Lautsprecher und auf der Stirnseite die 3,5 mm Audiobuchse und der MicroUSB-Anschluss, der sich hinter einer Kunststoff-Klappe verbirgt.

Die Vorderseite des Panasonic Lumix CM1 Smartphones wird vom 4,7 Zoll großen Display dominiert, welches von einem relativ breiten Rahmen eingefasst wird. Kapazitive Tasten zur Bedienung sucht man jedoch vergebens: Das Smartphone wird mit Hilfe der Display-Tasten von Android bedient, wie sie bei den Nexus-Modellen von Google zum Einsatz kommen. Oberhalb des Displays finden sich der Lautsprecher für Telefonate wieder links die Frontkamera und rechts eine mehrfarbige Status-LED.

Ob gewollte Design-Entscheidung oder Konstruktionsbedingt ist nicht so ganz ersichtlich, aber das Display selbst schließt nicht bündig zum Aluminium-Rahmen ab. Vielmehr ist es so, dass das Display selbst nochmal auf einer Kunststoff-Platte sitzt, die wiederum wie aufgesetzt auf das eigentliche Gehäuse mit seiner Mischung aus Aluminium und Leder-Imitat wirkt. Aber zumindest kann die Panasonic Lumix CM1 mit einer hervorragenden Verarbeitung, gleichmäßigen Spaltmaßen und weichen Kanten begeistern.

 

Display

Das IPS-Display der Panasonic Lumix CM1 misst 4,7 Zoll in der Diagonale und löst mit 1.920 x 1.080 Pixel auf. Dadurch ist das Panel mit 469 PPI nicht nur richtig knackig scharf, sondern kann auch hervorragende Blickwinkel bieten. Lediglich bei extremen Winkeln wird das Bild etwas abgedunkelt, bleibt aber ansonsten bei den Farben sehr natürlich und unverfälscht. Störend sind lediglich die starken Spiegelungen, die sich insbesondere bei Sonneneinstrahlung negativ bemerkbar machen. Allerdings haben daran mehr oder minder alle Smartphone-Displays zu knabbern und das Panasonic Lumix CM1 macht da keine Ausnahme.

Negativ aufgefallen ist eine relativ starke Verschmierung des Displays, sprich Schlieren vom Finger sind zum Teil schneller sichtbar als bei anderen Android Smartphones. Dafür reagiert das Touchscreen-Panel gefühlt ohne Verzögerungen und damit sehr schnell auf Eingaben.

 

CPU & GPU

Mit seinem neuen Smartphone-Versuch nach dem durchwachsenen Panasonic Eluga versucht sich der japanische Hersteller wieder an einem hochwertigen Android Smartphone und dafür setzt Panasonic unter anderem auf eine hohe Performance. Diese liefert ein Snapdragon 801 von Qualcomm mit 2,3 GHz, welcher im Zusammenspiel mit 2 GB RAM eine Leistung von 41.365 Punkten im AnTuTu-Benchmark abliefert. Damit ist das Panasonic Lumix CM1 ohne Zweifel in der oberen Leistungsklasse einzuordnen, was sich auch im Alltag zeigt: Es gibt keine Ruckler, die Oberfläche wird flüssig dargestellt und auch Wartepausen gibt es bei so gut wie keiner Anwendung.

Das gilt auch für den Grafikchip, denn dabei handelt es sich um eine Adreno 330. Damit ist das Panasonic Lumix CM1 leistungstechnisch auch für die neusten Spiele mit anspruchsvoller Grafik mehr als ausreichend gewappnet und zaubert ein hervorragendes Bild auf das Display. Spiele wie GTA San Andreas, Real Racing 3 und so weiter werden ohne größere Wartezeiten oder Ruckler dargestellt.

 

Akku

Eine Smartphone-Kamera wie es die Panasonic Lumix CM1 zu sein versucht, sollte aufgrund ihrer Kamera-zentrierten Funktion auch einen möglichst ausdauernden Akku haben. Mit 2.600 mAh Kapazität hört sich dieser zunächst nach einer nicht allzu langen Ausdauer an, aber das täuscht. Über den Tag kommt das Gerät locker, sofern man sich nicht ausgiebig mit Spielen beschäftigt. Beschränkt man sich auf Chatten, Musikhören, E-Mails lesen und beantworten sowie ein bisschen Telefonieren und ein paar Fotos aufzunehmen, dann sind mitunter sogar bis zu 1,5 Tage möglich.

Bei der reinen Screen-On-Zeit sieht es sogar recht gut aus, angesichts der Kapazität des Akkus. Je nach Nutzung sind durchaus bis zu 5 Stunden Screen-On-Zeit möglich, wobei auch das wieder von den genutzten Apps abhängt. Dennoch kein schlechter Wert, der sich sehen lassen kann.

 

Konnektivität

Bei einem Oberklasse-Smartphone erwartet man eine Vielzahl an unterstützten Funktechnologien und in diesem Punkt enttäuscht die Panasonic Lumix CM1 nicht. Neben LTE mit bis zu 150 Mbit/Sekunde und allen drei deutschen Frequenzbändern bietet das Android Smartphone die volle Bandbreite an modernen Funktechnologien mit Dualband WLAN-ac, Bluetooth 4.0, GPS mit GLONASS und auch NFC. Mit all diesen Schnittstellen ist das Übertragen bzw. Versenden von Fotos in kürzester Zeit erledigt. Alternativ kann man auch einen USB-Stick anschließen, da der MicroUSB Anschluss auch den USB-Host-Modus unterstützt.

Bei den Qualitäten im Bereich des Telefonierens gibt es weder schlechtes noch übermäßig Gutes zu sagen. Die Gesprächsqualität ist eher Durchschnitt was die Lautstärke und die Verständlichkeit betrifft. Gerade bei lauteren Hintergrundgeräuschen wünscht man sich eine höhere Lautstärke, aber telefonieren ist heutzutage sowieso nicht mehr so wichtig bei einem Smartphone.

 

Kamera

Schon wenn man die Panasonic Lumix CM1 das erste Mal sieht, erkennt man, dass die Kamera eindeutig im Vordergrund steht. Auch wenn das Objektiv von Leica mit Objektiv-Ring schon etwas Besonderes darstellen, so befindet sich das eigentliche Highlight im Inneren des Gerätes: Ein 1 Zoll großer MOS-Sensor mit insgesamt 20,1 Megapixel Auflösung. Das bieten nicht mal alle einfacheren Digitalkameras, sodass man alleine davon schon ein hervorragendes Ergebnis bei Fotos erwarten kann. Damit ist der Sensor gut siebenmal so groß wie die sonst in Smartphones verwendeten Kameras und nimmt damit auch deutlich mehr Licht für Fotos auf. Nur auf einen optischen Bildstabilisator verzichtet Panasonic, was der Bildqualität aber keinen großen Abbruch tut.

Mit einer Festbrennweite von 28 mm bei einer Blende von f/2.8 entstehen sehr scharfe und auch detailreiche Bilder, die knackig scharf sind, wenig Bildrauschen aufweisen und sehr natürliche Farben besitzen. Selbst bei wenig Licht produziert die Kamera des Panasonic Lumix CM1 noch deutlich bessere Aufnahmen im Vergleich zu anderen Smartphones, was in erster Linie auf den maximalen ISO-Wert von 12.800 zurückzuführen ist. Allerdings tritt in diesem Modus naturgemäß deutlich stärkeres Bildrauschen auf. Wem die mit er Venus-Engine erstellten Fotos nicht gefallen, der kann auf Wunsch auch im RAW-Modus aufnehmen (Dateiformat RW2) und die Bilder nachher am Desktop-Rechner selbst entwickeln und das Maximum an Qualität herausholen. Zum Importieren in Adobe-Produkten ist der Adobe DNG Converter in Version 8.7 oder neuer nötig. Ebenfalls mit dem RW2-Format der Panasonic Lumix DMC-CM1 umgehen können die kostenlosen Programme IrfanView (Medien-Plugins/AddOns benötigt), GIMP mit dem UFRaw-Plugin sowie RawTherapee.

Angesichts eines solchen Lobes darf unser Kamera-Vergleich natürlich nicht fehlen. Wie üblich treten die Sony Smart Shot QX10 sowie die Canon EOS 600D an und aus naheliegenden Gründen das Samsung Galaxy K zoom. Zusätzlich haben wir noch ein weiteres Testfoto unter freiem Himmel (Download der RW2-Datei):

Videos nimmt das Panasonic Lumix CM1 natürlich auch auf, was laut Datenblatt in maximal 4K-Auflösung erfolgt. Allerdings zeigt sich hier eine erste echte Schwäche und das sind gerade mal 15 Frames/Sekunde für 4K-Videos. Damit eignen sich diese bestenfalls für besonders hochauflösende Zeitraffer-Videos, aber nicht für mehr. FullHD-Videos werden mit 30 Frames/Sekunde aufgenommen, deren Bildqualität wie bei Fotos sehr überzeugen können. Vor allem da der Tearing-Effekt, sprich die Schlieren bei schnellen Kamera-Schwenks so gut wie überhaupt nicht auftreten. Zumindest deutlich weniger als bei der Konkurrenz im Premium-Segment.

Neben dem für ein Smartphone riesigen Kamera-Sensor stellt die Kamera-App des Panasonic Lumix CM1 ein weiteres Highlight dar. Diese orientiert sich in ihrer Oberfläche sowie den verfügbaren Optionen deutlich an Profi-Kameras: Man kann über Belichtung, Antriebsmodus, Bildgröße, Weißabgleich, ISO, Blende Verschlusszeit und einiges mehr je nach Aufnahme-Modus manuell einstellen. So viel Möglichkeiten bietet keine andere Kamera-App der Konkurrenz an, sodass Fotografen mit der Panasonic Lumix CM1 die mit Abstand beste Smartphone-Kamera kaufen können. Dennoch leidet in der Fülle an Möglichkeiten die Bedienung der Kamera-App selbst nur unwesentlich. Die meisten Funktionen sind selbsterklärend und der Zugriff auf die verschiedenen Modi gehen schnell von der Hand.

Einer besonderen Erwähnung findet jedoch der sogenannte 4k Pre-Burst Modus, der jederzeit im Sucher der Kamera-App aus erreichbar ist. Bei diesem Modus nimmt das Panasonic Lumix CM1 ganze 44 Bilder auf einmal auf, die etwa 1,5 Sekunden vor und nach dem Auslösen entstehen. Auf diese Weise lässt sich die beste Aufnahme aus dieser Serie an Bildern auswählen. Allerdings ist die Kamera in diesem Modus die ganze Zeit aktiv, was sich durch leichte Ruckler im Sucher bemerkbar macht und der Tatsache, dass das Smartphone sehr schnell richtig warm wird.

 

Multimedia

Bei einem dermaßen Kamera-fokussierten Smartphone wie dem Panasonic Lumix CM1 braucht es entsprechend viel Speicher. Leider verpasst Panasonic dem Gerät lediglich 16 GB internen Speicher, von welchem lediglich knapp 10,56 GB dem Nutzer frei zur Verfügung stehen. Eine MicroSD ist daher Pflicht, wenn man das Android Smartphone zum ausgedehnten Fotografieren nutzt. Erfreulicherweise werden bis zu 128 GB große MicroSD-Karten unterstützt, sodass es nicht allzu schnell zu Platzproblemen kommen sollte.

Während das Panasonic Lumix CM1 im Foto-Bereich richtig klasse aufgestellt ist, kann man das bei anderen Medien – insbesondere Musik – nicht unbedingt behaupten. Der Mono-Lautsprecher des Android Smartphones liefert allenfalls mittelmäßigen Ton und ist auch nicht sonderlich laut. Dem Klangbild fehlt es an Dynamik und einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Tiefen und Höhen. Vor allem die Höhen wirken sehr dumpf, sodass Musik wirklich nur über Kopfhörer oder Bluetooth-Lautsprecher zu empfehlen ist. Auf der anderen Seite ist das auch nie der Fokus bei diesem Gerät gewesen.

 

Software

Während Panasonic bei der Eluga-Reihe noch auf eine eigene Oberfläche setzte, kommt das Panasonic Lumix CM1 mit einem nahezu puren Android 4.4.4 KitKat zum Kunden. Für Mai ist zudem bereits ein Update auf Android 5.0 Lollipop angekündigt (zum Beitrag), sodass Käufer sich auf ein aktuelles Android freuen können.

Abgesehen von der begrüßenswerten Einstellung, keine eigene Oberfläche implementieren zu wollen, hat Panasonic kaum eigene Software vorinstalliert. Lediglich die Galerie-App mit einer interessanten Touch & Swipe Funktion erweitert das Angebot, die bereits näher angesprochene Kamera-App an sich mit Schnellzugriffen zum 4K Photo sowie 4K Pre-Burst Modus, Photo Search zum Durchstöbern des Online-Dienstes Panoramio und die App Timelapse zum Anfertigen von Zeitraffer-Videos, was eine echt witzige Sache ist. Ansonsten finden sich abgesehen von den Google-Apps keine weiteren zusätzlichen Apps oder Dienste auf dem Panasonic Lumix CM1 wieder.

 

Fazit zum Panasonic Lumix CM1

Panasonic versucht sich wie Samsung mit dem Panasonic Lumix CM1 an der Kombination aus Smartphone und Kamera, was den Japanern aber abgesehen vom fehlenden optischen Zoom um einiges besser gelingt. Für recht happige 899 Euro ohne Vertrag bekommt man kein Smartphone mit einer Kamera, sondern eine sehr gute Kamera mit einem Android-Telefon. Der 1 Zoll große Sensor macht derzeit die mit Abstand besten Fotos im Smartphone-Bereich, was sich Panasonic allerdings mit einem hohen Gewicht und einem dicken Gehäuse erkämpfen muss.

Zwar kommt man mit einem guten Android Smartphone und einer separaten Kompaktkamera preislich günstiger, muss dafür aber immer zwei Geräte mit schleppen. Sollte sich der Preis für das Panasonic Lumix DMC-CM1 schnell nach unten, in Richtung der 600 bis 700 Euro bewegen, dann könnte das Smartphone eine echte Empfehlung werden, aber so ist die Zielgruppe größtenteils auf Hobby-Fotografen begrenzt, die ein gutes Smartphone und eine tolle Kamera in einem Gerät vereint haben wollen. Wäre da nicht der fehlende optische Zoom, wäre sie auch im professionellen Bereich für die Presse aufgrund der schnellen LTE Datenübertragung geeignet. Vergleichbare reinrassige Kameras liegen preislich im unteren Bereich nicht allzu entfernt , sodass die UVP – rein von der Technik her – durchaus gerechtfertigt ist.

testurteil_panasonic_lumix_cm1_androidtv

Wertung
Geschwindigkeit 5/5
Display 4/5
Funktionalität 5/5
Verarbeitung 5/5
Preis 4/5

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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