[Test] Sony Xperia Z3 Compact – Kleines Smartphone ohne Kompromisse!

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Sony Xperia Z3 Compact Test

Anfang des Jahres betrat mit Sony ein weiterer Hersteller den Markt für Mini-Smartphones und das mit einem Paukenschlag sondergleichen. Nun steht mit dem Sony Xperia Z3 Compact die zweite Generation des kleinen japanischen Giftzwergs im Händler-Regal und unser Test soll zeigen, ob Sony das Kunststück des Xperia Z1 Compact wiederholen kann.

Es war das Jahr 2012 in welchem Samsung erstmals mit dem Samsung Galaxy S3 Mini eine Miniaturversion eines Flaggschiff-Smartphones vorstellte und auf den Markt brachte. Anstatt jedoch nur ein kleineres Galaxy S3 zu sein, war zur Enttäuschung vieler auch die Hardware mit geschrumpft. Ein kleines aber richtig kraftvolles Android Smartphone das einen Vergleich mit den Großen standhält gab es lange Zeit nicht. Bis Sony das Xperia Z1 Compact (zum Test) vorstellte und die Kritiker überzeugte. Denn dieses Modell ist in der Tat nur eine kleinere Ausgabe des damals aktuellen Sony-Flaggschiffs gewesen. Die Technik hatte der Winzling übernommen und dasselbe ist nun der Fall bei dem Sony Xperia Z3 Compact.

Sony Xperia Z3 Compact Test

Technische Daten des Sony Xperia Z3 Compact

Technische Daten

Prozessor

Qualcomm Snapdragon 801 Quadcore mit 2,5 GHz
GPU: Adreno 330

Betriebssystem

Android 4.4.4 KitKat mit Xperia Launcher

Interner Speicher

16 GB Interner Speicher
Micro SD Slot

RAM

2 GB

Modellbezeichnung

D5803

Display

4,6 Zoll HD Triluminos IPS Display mit 1.280 x 720 Pixel
und Dragontail Glass

Anschlüsse

MicroUSB, 3,5mm Audio Klinkenanschluss

Sensoren

Accelerometer, Proximity und Licht

Abmessungen (HxBxT mm)

127 x 64,9 x 8,6 mm

Gewicht

129 Gramm

Gehäusematerial

Kunststoff/Glas

Kamera

20,7 Megapixel Kamera mit Sony G Lens Linse, 2,2 Megapixel Frontkamera

Internet

GSM (850/900/1.800/1.900 MHz) + UMTS/HSPA+ (850/900/1.800/1.900/2.100 MHz) 42 Mbit/s + LTE (800/900/1.800/2.100/2.600 MHz) + WLAN a/b/g/n/ac

Bluetooth

4.0 HS BLE und aptX

Akkutyp

Fest verbauter Li-Ion

Kapazität

3,8 V/2.600 mAh

Gesprächszeit

bis zu 14 Std.

Standby-Zeit

bis zu 920 Std.

Netz

GSM 850/900/1800/1900
UMTS 850/900/1700/1900/2100 MHz

Preis

UVP 499,- Euro (aktuell ab 499 Euro Stand 02/11/14)
Besonderheit LED, NFC, DLNA, MHL, Miracast, MirrorLink, ANT+, Wasserdicht nach IP65/68, PlayStation Dualshock Controller kompatibel, PlayStation 4 Remote Play, Stereo-Lautsprecher

 

Zubehör

Sony Xperia Z3 Compact Test

Wie alle Sony-Smartphones kommt auch das neue Sony Xperia Z3 Compact in einem schicken ganz in Weiß gehaltenen Karton daher. In diesem befindet sich das an Zubehör was man sonst auch von anderen Smartphones her kennt. Ein Kabelgebundenes Headset, das USB-Netzteil und ein USB-Datenkabel sind vorhanden, sowie die Kurzanleitung und die Garantiebestimmungen in gedruckter Form. Andererseits legen andere Hersteller ihren Geräten auch nicht viel mehr bei.

 

Design und Verarbeitung

Das Sony Xperia Z3 Compact ist wie der Name schon andeutet „nur“ eine kompaktere Version des aktuellen Flaggschiffs der Japaner. Daher teilt sich das Kleine auch so einiges mit dem größeren Sony Xperia Z3 (zum Test), was schon mal in der Formensprache beginnt. Es wirkt sehr kantig, hat aber abgerundete Ecken und vor allem Kanten, womit es sehr angenehm in der Hand liegt. Es wirkt sprichwörtlich runder gegenüber seinem Vorgänger und das ist nicht nur Einbildung.

Auch wenn das Sony Xperia Z3 Compact technisch ein Abkömmling des größeren Sony Xperia Z3 ist, so unterscheidet es sich in den Materialien und dem Design deutlicher vom großen Schwestermodell. Zwar ist auch auf der Rückseite eine Glasscheibe verbaut, um dem Android Smartphone einen edlen Touch zu geben. Aber der Rahmen ist nicht aus Metall gefertigt, sondern aus einem milchig-transparenten Kunststoff. Dadurch wirkt das Sony Xperia Z3 Compact optisch richtig interessant und ist mal etwas Neues im üblichen Einheitsbrei des Smartphone-Designs.

Allerdings geht der Rahmen nicht in einem geschlossenen Stück um das Smartphone herum: Auf der linken Seite ist dieser gleich an mehreren Stellen unterbrochen. Einmal an den oberen und unteren Ecken des Smartphones und einmal in dem Mittelteil mit dem Dock-Connector. Gerade diese beiden Stellen neben dem Dock-Connector könnten besonders anfällig für Staub sein. Die beiden größeren Furchen im Rahmen haben jedoch ihren Grund, denn diese dienen zum Öffnen der Schutzklappen für den MicroUSB-Port nebst MicroSD-Slot oberhalb des Dock-Ports, während unterhalb die Schutzklappe für den SIM-Karten-Slot sitzt. Die Klappen selbst schließen gefühlt besser als bei dem Vorgänger Sony Xperia Z1 Compact. Übrigens versteckt sich neben dem SIM-Karten Slot – Sony setzt auf eine Nano-SIM-Karte – ein physischer Reset-Button, den man mit einer Büroklammer oder etwas ähnlich dünnem drücken kann. Früher war so etwas Standard, aber heutzutage ist es eine absolute Seltenheit bei Smartphones.

Die Klappen dienen jedoch nicht nur der Optik des Smartphones. Wie all die anderen Oberklasse-Geräte des japanischen Herstellers ist auch das Sony Xperia Z3 Compact Wasserdicht. Sofern die Klappen ordentlich verschlossen sind versteht sich. Zwar gilt auch bei der IP65/IP68 Zertifizierung wieder, dass Wasserschäden lediglich bei Süßwasser ausgeschlossen werden und das auch nur bei maximal 30 Minuten in höchstens 1 Meter Wassertiefe. Sowohl die Mikrofon-Löcher auf der Stirn- sowie Unterseite des Gehäuses sind Wasserfest gebaut. Ebenso die 3,5 m Audio-Buchse für ein Headset auf der Stirnseite des Gerätes.

Auf der rechten Gehäuseseite befinden sich alle physischen Tasten die das Sony Xperia Z3 Compact besitzt. In der Mitte des Rahmens platziert sind die Power-Taste sowie die Lautstärke-Wippe und ein wenig weiter zur Gehäusehecke hin sitzt eine physische Kamera-Taste. Diese ist zweistufig und startet bei Gedrückthalten aus jeder Anwendung und selbst aus dem Standby heraus die Kamera-App. Dank der Power des verbauten Snapdragon 801 Quad-Core ist die Kamera innerhalb einer gefühlten Sekunde einsatzbereit. Die Tasten selbst besitzen zudem das neue und leicht überarbeitete OmniBalance-Design: Die metallische Power-Taste wird nicht mehr von einem silbernen Ring eingerahmt, ist ein kleines bisschen größer und die Lautstärke-Wippe ist nicht mehr konkav geformt.

Display

Ein Mini-Smartphone zeichnet sich dadurch aus, dass es kleiner ist als sein Vorbild. Im Fall des Sony Xperia Z3 Compact bedeutet das ein 4,6 Zoll großes Display anstelle von 5,2 Zoll, womit es deutlich handlicher ausfällt. Allerdings ist die Auflösung auf 1.280 x 720 Pixel geschrumpft. Da könnte man fast anmerken, dass dem Smartphone eine FullHD-Auflösung ganz gut zu Gesicht stehen würde. Bei genauerer Betrachtung ist die Darstellung dennoch sehr scharf und darauf kommt es ja auch mit an.

Das Display-Panel besitzt kräftige Farben und eine Helligkeit, womit das Sony Xperia Z3 Compact auch in praller Sonne unerwartet gut zu nutzen ist. Das sind Dinge, auf die es bei einem Oberklasse-Smartphone letzten Endes auch ankommt, neben der Verarbeitung und der Leistung natürlich. Auch die Blickwinkel sind sehr hoch. Allerdings – das ist durchaus ein Grund zur Kritik – lassen bei besonders spitzem Winkel sowohl Helligkeit als auch Farben sichtlich nach.

CPU und GPU

Sony Xperia Z3 Compact TestHardware-Technisch ist das Sony Xperia Z3 Compact alles andere als klein: Der Snapdragon 801 Quad-Core mit 2,5 GHz Taktfrequenz bietet Leistung pur, die sich wahrlich nicht vor den Großen verstecken muss. Im AnTuTu Benchmark Version 5 erreicht das Mini-Smartphone von Sony satte 44.577 Punkte und liegt damit sogar noch über dem Sony Xperia Z3 mit seinen 41.596 Punkten. Zwar zeigt sich die Leistung nur bedingt im Alltag, denn alles ist bis in die letzte Ecke sehr flüssig. Eben genau das was man von einem Top-Smartphone auch erwartet.

Das zeigt sich auch in der Grafikleistung: Die Adreno 330 GPU ist für alle Situationen geeignet und kaum ein Spiel stellt das Smartphone vor größere Schwierigkeiten. Selbst so leistungsfordernde Spiele wie GTA San Andreas läuft nur so flüssig über den Bildschirm. Trotz des nur 2 GB großen RAM. Eine der wenigen Einschränkungen, die das Sony Xperia Z3 Compact gegenüber dem Xperia Z3 besitzt.

Akku

Diese angesprochenen Einschränkungen sind bedingt durch das kleinere Gehäuse auch ein kleinerer Akku. Mit seinen 2.600 mAh ist dieser dennoch vergleichsweise sehr groß und das macht sich auch in der Ausdauer bemerkbar. Das Sony Xperia Z3 Compact hält locker einen ganzen Arbeitstag mit einigem Surfen, E-Mails beantworten, chatten, Fotografieren, Musik per Bluetooth hören und natürlich Telefonieren. Zwar reicht es noch nicht ganz an zwei Tage heran, aber deutlich mehr als einen Tag abseits der Steckdose ist keine Utopie.

Mit Hilfe des STAMINA-Modus kann diese Ausdauer noch ein wenig mehr erhöhen. Durch das intelligente Abschalten ungenutzter Hintergrund-Dienste und Funktionen sind etliche Tage Standby möglich, in denen das Sony Xperia Z3 Compact trotzdem ganz normal genutzt werden kann.

Neu mit der Generation Sony Xperia Z3 ist der sogenannte Ultra STAMINA Modus hinzugekommen. Diesen kann man mit dem Ultra Power Saving Modus von HTC und Samsung vergleichen, bei welchem auf eine monochrome Darstellung umgeschaltet wird und alles was unnötig Akku verbraucht deaktiviert. Lediglich Telefon, SMS, die Kamera und einige wenige ausgewählte Apps lassen sich in diesem Modus nutzen.

Konnektivität

Sony Xperia Z3 Compact Test

Auch in Sachen Verbindungen zeigt sich das Sony Xperia Z3 Compact von seiner besten Seite und eines Oberklasse-Smartphones würdig. Das dazu Dualband-WLAN gehört versteht sich, ebenso wie die Unterstützung des Standards 802.11ac. Damit sind theoretisch bis zu 1,3 Gbit/Sekunde an Durchsatzrate in darauf ausgelegten WLAN-Netzen möglich und das ist wirklich rasend schnell. Das umfasst natürlich auch die Übertragung zu anderen Smartphones per WiFi Direct oder an Fernseher über DLNA. Die Ausstattung wird komplettiert durch Bluetooth 4.0 inklusive LE, aptX Codec sowie ANT+ Protokoll, GPS mit GLONASS-Support und natürlich LTE. Allerdings „nur“ durch LTE Cat4, was maximal 150 Mbit/Sekunde im Download bedeutet.

 

Sony Xperia Z3 Compact TestTelefonieren wiederum ist auf dem höchsten Niveau. Die Lautstärke ist angenehm, der Ton erfreulich klar und auch der Gesprächspartner hat sich über ein sehr hochwertiges Klangbild gefreut. Was jedoch eine echt spannende Sache ist: Das Sony Xperia Z3 Compact unterstützt einen Anrufbeantworter auf dem Smartphone selbst. Man kann einstellen ab wie viel Sekunden dieser Anspringen soll, allerdings ist eine eigene Grußnachricht zwingend erforderlich.

Kamera

Sony Xperia Z3 Compact Test

Wie schon bei dem großen Modell kommt auch das Sony Xperia Z3 Compact mit derselben bekannten Kamera daher wie sein Vorgänger. Das bedeutet einen 1,/2,3 Zoll großen Sensor mit einer Auflösung von 20,7 Megapixel. Hinzu kommt ein BIONZ-Bildprozessor und ein G-Lens Objektiv mit einer Brennweite von f/2.0, was eigentlich für eine sehr gute Bildqualität sprechen sollte. Dem ist dann leider noch nicht so, auch wenn die Bilder qualitativ sehr hochwertig sind. An die Bildqualität eines Samsung Galaxy S5 beispielsweise reichen sie aber nicht ganz heran.

Wie sich das Ergebnis gegen eine Sony Smart Shot QX10, Canon EOS 600D und dem Sony Xperia Z1 Compact schlägt, zeigt euch unser Testfoto.

Am besten lässt sich die Bildqualität noch mit der des Sony Xperia Z1 Compact vergleichen, welches für seine Größe wirklich hervorragende Fotos machte. Die Farbwiedergabe ist sehr kräftig und Bilddetails aufgrund der vielen Pixel des Sensors erwartungsgemäß sehr hoch. Allerdings neigt das Sony Xperia Z3 Compact zu einem Überzeichnen weißer Hintergründe auf Fotos, was sich jedoch mit dem manuellen Modus und angepasstem Weißabgleich sowie Belichtung sehr gut in den Griff bekommen lässt. Sofern man natürlich die Zeit zum Einstellen hat.

Ansonsten kann das Sony Xperia Z3 Compact einen Nachteil seines Vorgängers ausbügeln: Zu den Seiten der Fotos hin nimmt die Bildschärfe nicht ab. Allerdings kommt es bei künstlichem Licht in geschlossenen Räumen schnell zu Bildrauschen, was an der ISO-Automatik liegt. Subjektiv betrachtet macht das Sony Xperia Z3 Compact insgesamt betrachtet erstaunlicherweise die besseren Fotos als das große Schwestermodell.

Sony Xperia Z3 Compact Test

Die Foto-Modi selbst sind übrigens nahezu identisch zum größeren Modell.

  • Überlegene Automatik: Fotos und Videos werden mit automatischen Einstellungen aufgenommen
  • Manuell: Alle Parameter wie Auflösung, Weißabgleich, ISO-Wert oder Fokus zur Aufnahme manuell festlegen
  • Sound Photo: Aufnahme von Fotos mit Hintergrundgeräuschen
  • AR-Spaß: Verschiedenste virtuelle Objekte in das Bild einfügen kreativ werden
  • Multi-Kamera: WiFi-fähige Sony-Kameras als zusätzliche Sucher hinzunehmen und ein Objekt aus mehreren Perspektiven aufnehmen
  • Face in: Eigenes Konterfei als Briefmarke in eine Aufnahme einfügen
  • 4K-Video: Wie der Name schon sagt, die Videoaufnahme in 4K mit 3.840 x 2.160 Pixel Auflösung
  • Timeshift-Video: Aufnahme eines Videos mit 120 Frames/Sekunde
  • Hintergrund-Unschärfe: Simulierter Unschärfe-Effekt wie bei einer DSLR-Kamera
  • AR-Effekt: Virtuelle Objekte in der Aufnahme, wie zum Beispiel ein durchs Bild laufender T-Rex oder (optionaler Download) Sterne und die ISS im Bild herumfliegen lassen
  • Kreativer Effekt: Diverse Filter und Effekte für Fotos
  • Info-eye: Informationen zu Objekten im Sucher aufrufen
  • Timeshift burst: Serienaufnahme vor und nach dem Drücken des Auslösers
  • Social live: Fotos direkt zu Facebook hochladen
  • Schwenk-Panorama: Aufnahme eines Panoramas durch Schwenken der Kamera
  • Evernote: Aufgenommene Fotos werden direkt in das Notizen-Tool exportiert

Neu ist im Sony Xperia Z3 Compact die Möglichkeit 4K-Videos aufzunehmen. Diese sind 3.840 x 2.160 Pixel groß in der Auflösung und sehen wirklich ansehnlich aus. Details, Farbwiedergabe und Bidlrauschen entsprechend dem was man bereits von den Fotos her kennt. Allerdings kämpft auch das kompakte Z3 bei der Videoaufnahme allgemein mit einem unschön hohen Tearing-Effekt bei Kamera-Schwenks.

Allerdings hat Sony gleich zwei Probleme der Vorgänger gelöst: 4K-Videos sind nur noch beschränkt was die Akku- und Speicherkapazität betrifft. Das Limit von 5 Minuten ist nicht mehr, auch wenn bei der Aufnahme von 4K-Videos das Sony Xperia Z3 Compact schnell merklich heiß wird. Immerhin gibt es eine Abschalt-Automatik die ab einer bestimmten Temperatur greift, damit die Hardware des Smartphones nicht beschädigt wird. Das zweite behobene Problem ist der LED-Blitz: Im Sony Xperia Z1 Compact saß dieser noch zu nah an der Linse und verursachte so bei den Nicht-schwarzen Modellen für störende Lichtpunkte in den Aufnahmen, die es nun nicht mehr gibt.

Multimedia

Sony Xperia Z3 Compact Test

Was der japanische Konzern allerdings wirklich bis zur Perfektion beherrscht sind die Audio-Qualitäten des Sony Xperia Z3 Compact. Das fängt schon mal mit den vom großen Sony Xperia Z3 übernommenen Stereo-Lautsprechern an, die sich unaufdringlich in die Frontseite integrieren. Bis auf HTC mit seiner One-Reihe setzt kein Hersteller aktuell auf diese Eigenschaft, womit sich das Sony Xperia Z3 Compact positiv aus der Masse der Mini-Smartphones hervor hebt. Mit der Qualität eines BoomSound-Lautsprechers kann aber auch dieser nicht mithalten, was sich vor allem in den höheren Bereichen bemerkbar macht. Insgesamt ist der Klang jedoch sehr voluminös und auch kräftig im Bass.

Das eigentliche Highlight liegt aber ganz woanders:Wie das große Schwestermodell unterstützt auch das Sony Xperia Z3 Compact die SEE HX Engine. Damit wird stark komprimierte Musik deutlich verbessert vom Klangbild und dem Spektrum her. Allerdings steht dieses Feature ausschließlich in der Sony-eigenen Walkman-App zur Verfügung. Trotzdem ist auch das für audiophil Veranlagte kein Ersatz zu entsprechend aufbereiteten FLAC-Dateien.

Das Sony mit dem Sony Xperia Z3 Compact die Audioqualitäten ausspielt ist zudem an der Walkman-App zu sehen. Diese unterstützt neben einem sehr umfangreichen Equalizer mit verschiedenen Presets auch noch die virtuelle Simulation von Raumklang mit verschiedenen Einstellungen. Selbst Liebhaber von Hörbüchern werden ihre Freude haben, da die Walkman-App die Auswahl von Musik nach Ordner unterstützt. Interessant ist die Möglichkeit, anhand des angeschlossenen Kopfhörers den Klang zusätzlich zu beeinflussen. Allerdings stehen nur Sony-eigene Kopfhörer zur Auswahl.

Ab Speicher stehen im Sony Xperia Z3 Compact übrigens 16 GB bereit, von denen der Nutzer wiederum gut 11 GB zur freien Nutzung zur Verfügung stehen.

Software

Ein Flaggschiff-Smartphone wie das Sony Xperia Z3 Compact sollte mit der aktuellsten Software ausgestattet sein und das ist auch der Fall. Mit Android 4.4.4 KitKat ist das kleine Smartphone auf dem neusten Stand was Android betrifft und ein Update auf Android 5.0 Lollipop ist ebenfalls schon angekündigt. Wann dieses jedoch verteilt wird ist nicht bekannt. Angesichts der sehr guten Software von Sony ist ein schnelles Update zwar wünschenswert, aber auch kein unbedingtes Muss.

Spannend wird nur sein, wie Sony seine Xperia-Oberfläche auf das neue System anpassen wird. Vermutlich wird der Konzern wie bei der aktuellen Firmware nur sehr behutsam eingreifen und nicht so stark verändern wie andere Hersteller. Trotzdem hat auch Sony seine eigenen Entwicklungen im Sony Xperia Z3 Compact einfließen lassen, was sich unter anderem im Homescreen Launcher und App Drawer zeigt. Zum einen hat Sony die Übersucht zum Hinzufügen von Widgets in den Homescreen selbst verlagert. Dort gelangt man auch direkt zur Übersicht von Themen, mit denen man das Erscheinungsbild nicht nur in den Icons verändern kann sondern auch in den Systemfarben und dem Hintergrundbild.

Eine weitere Besonderheit bei Sony sind die Small Apps, die sich aus dem Multitasking-Menü heraus aufrufen lassen. Neben Taschenrechner, Wecker, Kalender und Telefon lassen sich auch zahlreiche andere Apps hinzufügen, die man aus dem Google Play Store installieren kann. Eine Sache die beispielsweise bei Samsung nicht unbedingt ist. Selbst die auf dem Sony Xperia Z3 Compact installierten Widgets kann man in Small Apps umwandeln lassen.

Ansonsten bietet Sony eine Reihe an eigenen Apps für Medien an (Walkman, Galerie, Videos, PlayStation), mit TrackID eine App zum Erkennen von Musik oder mit Movie Creator eine an HTC Zoe angelegte App für zum Erstellen kurzer Filmchen. Als nützlich erweist sich vor allem die App Smart Connect: Damit lassen sich basierend auf bestimmten Ereignissen Apps starten, Musik wiedergeben oder die Lautstärke ändern. Gerade in Verbindung mit Kopfhörern und anderem Zubehör wie einer SmartWatch ein sehr mächtiges Tool.

Einzigartig für die Sony-Geräte wie das Sony Xperia Z3 Compact ist allerdings die tiefe Verzahnung mit der PlayStation-Welt. Unter anderem kann man einen Dualshock Controller direkt per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden und als Steuermöglichkeit für zahlreiche Spiele nutzen. Zumal in Kombination mit PS4 Remote Play sich das Sony Xperia Z3 Compact mit einer PlayStation 4 koppeln lässt. Einzige Voraussetzung dafür ist dasselbe genutzte WLAN und schon kann man das Spielgeschehen der PlayStation 4 auf dem kleinen Sony-Smartphone genießen.

Fazit zum Sony Xperia Z3 Compact

Mit dem Sony Xperia Z1 Compact setzte Sony Anfang des Jahres ein Ausrufezeichen, indem die Japaner ein Mini-Modell des Flaggschiffs mit nahezu exakt derselben Technik vorstellten. Schon damals machte Sony keine Kompromisse und auch mit dem Sony Xperia Z3 Compact bietet Sony das technisch machbare. Was sogar ein wenig kurios ist: Das Mini-Modell ist zum Teil besser als das Original, was sich insbesondere in der Leistung und der Akku-Ausdauer zeigt. Wer ein kleines aber dennoch richtig kraftvolles Smartphone haben will, der kommt am mit 499 Euro UVP teuren Sony Xperia Z3 Compact einfach nicht vorbei. Eine echte Alternativen gibt es einfach nicht.

Testurteil Sony Xperia Z3 Compact

Wertung
Geschwindigkeit 5/5
Display 4/5
Funktionalität 5/5
Verarbeitung 5/5
Preis 5/5

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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