[Test] Wiko Highway: Smartphone mit Acht-Kern-Prozessor für unter 350 Euro

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Wiko Highway Test

Das Wiko Highway ist seit kurzer Zeit ganz offiziell in Deutschland zu kaufen und zielt auf die preisbewusste Mittelklasse ab. Dennoch bietet das Smartphone aus Frankreich einiges an Technik, was man dem Gerät auf den ersten Blick nicht zutrauen würde. Aber reicht ein Prozessor mit acht Kernen auch aus für eine Empfehlung? Unser Test soll darüber Klarheit verschaffen.

140409_11_02Wiko selbst ist zwar kein allzu junges Unternehmen mehr aber in Deutschland ist der Hersteller aus Frankreich recht neu am Markt. Mit aktuell 13 Modellen versucht sich Wiko am deutschen Markt und das Flaggschiff Wiko Highway haben wir uns mal etwas näher angeschaut. Und nicht nur der verbaute MediaTek MT6592 Octa-Core-Prozessor verheißen viel Gutes, denn auch die Kamera und das Display versprechen so einiges was man von einem guten Smartphone erwartet.

  • 5 Zoll FullHD IPS-Display mit 1.920 x 1.080 Pixel Auflösung
  • MediaTek MT6592 Octa-Core mit 2 GHz
  • 2 GB RAM
  • 16 GB interner Speicher
  • WLAN b/g/n, Bluetooth 4.0, GPS
  • 16 Megapixel Kamera, 8 Megapixel Frontkamera
  • 144 x 70 x 7,7 mm
  • 154 Gramm
  • 2.350 mAh Akku
  • Android 4.2.2 Jelly Bean

Design, Verarbeitung & Display

140409_11_08Das Wiko Highway sieht auf den ersten Blick aus wie eine Mischung aus einem Sony- und einem Apple-Smartphone: Viel Glas und viel Aluminium bestimmen das Bild und das ist ein wirklich hochwertiges. Würde man so für 349 Euro nicht erwarten. Sowohl die Vorder- als auch Rückseite sind komplett aus Glas, welches durch das angesprochene Aluminium zusammengehalten wird. Leider hat das Glas den unangenehmen Effekt, dass Fingerabdrücke geradezu magisch angezogen werden. Dem sehr ansprechenden Design müssen sich allerdings die auf der rechten Seite befindlichen Tasten für Lautstärke und zum Ein- bzw. Ausschalten des Wiko Highway anpassen, denn sie stehen fast nicht aus dem Gehäuse heraus. Auf der Unterseite findet sich der Anschluss für MicroUSB wieder sowie ein Mono-Lautsprecher, der recht vernünftig klingt. Auf der linken sowie rechten Seite des Gerätes finden sich oberhalb die beiden SIM-Karten-Slots wieder, in denen jeweils eine UMTS-SIM-Karte ihren Platz findet.

Die Front dominiert das 5 Zoll in der Diagonale messende Display, bei welchem Wiko auf die IPS-Technologie und eine Auflösung von 1.920 x 1.080 setzt. Die Qualität des Bildes kann man als gelungen bezeichnen. Bildschärfe, Helligkeit und auch die Kontraste stimmen und können sich mit der Konkurrenz definitiv messen. Vor Kratzern wird das Display von Corning Gorilla Glass 2 geschützt. Selbst die Blickwinkel sind bemerkenswert gut. Lediglich bei einem zu steilen Blickwinkel lässt die Helligkeit nach.

Multimedia, Akku & Leistung

140409_11_14Auf der Rückseite etwas unglücklich platziert ist die Kamera, die mit 16 Megapixel ein kleines Ausrufezeichen setzt. Erfreulicherweise lassen sich die Fotos durchaus sehen wenn genügend Sonnenlicht vorhanden ist, selbst in Gebäuden macht die Kamera ordentliche Aufnahmen. Ist ja leider nicht immer der Fall bei günstigeren Smartphones. Selbst die Frontkamera lässt mit 8 Megapixel Auflösung aufhorchen. Freunde der Selfie-Shots dürften auf ihre Kosten kommen. Einziger Wermutstropfen der Kamera ist, das sie gut einen Millimeter aus dem Gehäuse herausragt. Dadurch kippelt das Wiko Highway sobald es auf dem Tisch liegt.

140409_11_19Im Inneren des Wiko Highway ist der erste echte Octa-Core-Prozessor der Welt verbaut: Ein MT6592 von MediaTek. Der französische Hersteller sich für die schnellste Variante mit satten 2 GHz entschieden, was dem Smartphone zu einer zügigen Bedienung verhilft. Echter Octa-Core bedeutet übrigens, dass alle acht Kerne gleichzeitig genutzt werden können und nicht im wechselseitigen Verbund aus jeweils vier Kernen wie es bei Samsung der Fall ist. Daher ist die Leistung von 28.165 Punkten im AnTuTu-Benchmark keine wirkliche Überraschung. Wer gerne spielt wird ebenfalls nicht enttäuscht: Selbst grafisch aufwändigere Spiele wie Riptide GP, Epoch oder Real Racing 3 laufen ohne merkliche Ruckler ab.

Mit 2 GB RAM ist das Wiko Highway zudem gut gerüstet für die Nutzung von mehreren Apps gleichzeitig. Einzig die nicht erweiterbaren 16 GB an internem Speicher sind ein kleiner Dämpfer des Wiko Highway, die sich gerade bei größeren Spielen sehr schnell füllen. Mit etwa 9 GB bietet es zumindest viel freien Speicher für den Nutzer. Ein Modell mit 32 GB internem Speicher gibt es bisher noch nicht in Deutschland, Wiko schließt dieses Modell jedoch etwas später für den deutschen Markt nicht aus.

Der Akku ist mit 2.350 mAh erfreulich groß und hält was er verspricht: Das Wiko Highway legt eine sehr ordentliche Ausdauer hin was Standby und aktive Nutzung mit Spielen, Telefonieren und Surfen via WLAN betrifft.

Kommunikation & Software

140409_11_05Das Wiko Highway ist wie das restliche Portfolio von Wiko auch Dual-SIM-fähig, sprich es können zwei SIM-Karten gleichzeitig genutzt werden. Auch wenn man das schon bei etlichen anderen Geräten gesehen hat kann das Wiko Highway hier auftrumpfen. Denn beide SIM-Karten können mit UMTS ins mobile Netz gehen, wobei das Smartphone maximal 21 Mbit/Sekunde unterstützt. LTE ist nicht vorhanden. Mit WLAN nach dem 802.11n-Standard, Bluetooth 4.0 und GPS bietet das Wiko-Smartphone alles was man so erwartet von einem Smartphone der Mittelklasse.

Als Betriebssystem kommt das nicht mehr allzu frische Android 4.2.2 Jelly Bean zum Einsatz, welches Wiko kaum angefasst hat. Weder eine Vielzahl an eigenen Apps noch eine eigene Oberfläche ist zu erblicken, was inbesondere Liebhaber des puren Android freuen dürfte. Um die Bedienung des Wiko Highway zu verbessern, implementiert der Hersteller etliche Gesten. Zum Beispiel lässt sich ein eingehender Anruf durch simples Umdrehen stummschalten oder ein aufgerufener Kontakt durch die Bewegung ans Ohr direkt anrufen. Allerdings stört der Schreibfehler „Proximy“, der an vielen Stellen auftaucht.

Neben den Google Apps finden sich lediglich ein Equalizer zum Einstellen des Audioklangs, einem FM Radio, TrustGo Anti-Malware, dem TouchPal Keyboard und einige Apps für Audio, Video und Bilder wieder. Davon können sich so manche Konkurrenten gerne eine Scheibe abschneiden. Wer mehr Apps will und braucht findet schließlich im Play Store von Google eine sehr große Auswahl.

Fazit zum Wiko Highway

Mit dem Wiko Highway ist das erste echte Octa-Core-Smartphone in Deutschland angekommen und kann in unserem Kurztest überzeugen. Die Leistung reicht selbst für aufwändigere Spiele aus, die auf dem 5 Zoll großen FullHD-Display zudem sehr gut zur Geltung kommen. Dennoch ist es eine mehr als interessante Alternative zu den etablierten Herstellern. Mit 349 Euro muss Wiko eigentlich nur das Nexus 5 von Google fürchten, welches unterm Strich die aktuellere Software bietet aber auch nur mit einer SIM-Karte genutzt werden kann. Eindeutiger Pluspunkt für das Wiko Highway ist trotz allem sein Design.

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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