Ubuntu Edge Crowdfunding-Projekt bereits schon gescheitert?

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Ubuntu EdgeVor knapp 14 Tagen berichteten wir über das bei IndieGoGo gestartete Crowdfunding-Projekt für das von Canonical geplante Ubuntu Edge Smartphone. Stolze 32 Millionen US Dollar sollten binnen 31 Tagen so auf diesem aktuell populären Wege zusammenkommen. Doch bereits zur Halbzeit lässt sich auch ohne Wirtschaftsstudium prognostizieren, dass diese Summe wohl in der angesetzten Zeit nicht eingenommen werden wird.

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Das Ubuntu Edge

Das südafrikanische Unternehmen Canonical mit Firmensitz in London, welches hinter Ubuntu steht, hat im Vorfeld schon für feuchte Träume unter den Linux, Ubuntu und natürlich auch Android Usern gesorgt. Das für Mai 2014 geplante Ubuntu Edge weiß nicht nur optisch durch seine dominante Kantenführung zu überzeugen, nein man lockt den interessierten zukünftigen Käufer auch mit einer Dualboot-Funktion, die zum einen Ubuntu mobile bzw auch bekannt als Ubuntu touch und Android vorinstalliert haben wird. Etwas gewagt dürfte aber bei den folgenden technischen Daten, unserer Meinung nach, der UVP von 850,- US Dollar sein.

  • 4,5″ HD-Display mit 1.280 x 720 Pixel Auflösung und Saphir-Crystal-Glas
  • Multicore-Prozessor ohne näherer Angabe
  • 4 GB RAM
  • 128 GB interner Speicher
  • 8 Megapixel Kamera, 2 Megapixel Frontkamera
  • Dual-LTE, Dualband WLAN-n, Bluetooth 4.0, GPS, NFC, MHL
  • Stereo Lautsprecher
  • 124 x 64 x 9 mm

32 Mio by Crowdfunding

Vielleicht ist aber auch das genau einer der Gründe, warum das Crowdfunding-Projekt auf der IndieGoGo Plattform etwas ins Stocken geraten ist. Denn nach einem fulminanten Start mit 538.376 US Dollar am ersten Tag, ließ die Bereitschaft auf Unterstützung des Ubuntu Edge Projektes stetig nach.
So sind am heutigen 15. Tag – 8.385.311 US Dollar in der Spendenkasse, was nach Adam und seinem Riesen deutlich weniger als die Hälfte von 32 Millionen US Dollar sind.
Somit muss man bereits schon zur Halbzeit, das geplante Ziel als gescheitert ansehen. Rechnet man aber die bereits eingenommenen Spenden auf das Ende der 31 Tage hoch, so dürfte man mit etwas Optimismus auf knappe 20 Millionen US Dollar kommen. Mit dieser Summe sollte sich doch auch schon etwas in Sachen Ubuntu Edge realisieren lassen oder Canonical? Aber bitte das Smartphone nicht noch teurer machen.

[Quelle: IndieGoGo | via Engadget]

 

 

 

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

Ein Kommentar

  1. bluearchos schreibt:

    Für mich eines der besten Projekte in den vergangenen 2 Jahren.
    Den 600er Perk habe ich leider verpasst. Aber dann habe ich sofort zugeschlagen. Mehr als ein Gerät und ein T-Shirt wollte ich aber auchnicht dazu beitragen. Ob das reicht werden wir sehen.

    Das generelle Problem ist der Preis.
    Da befinden wir uns in Regionen, wo sich doch der Ein- oder Andere viermal überlegt einfach 700 US$ für ein Gerät auszugeben dessen Daten nochnicht so ganz feststehen, obwohl ja andere Qualitäten entscheidend sind.
    Was mich auch allerdings noch mehr wundert ist die mangelnde Bereitschaft von Unternehmen mal ein 100er Los, oder nochmehr, haben zu wollen. Das könnte die Sache zum Ende hin dochnoch überraschend positiv beeinflussen.
    Aber wenn nur Private Enthusiasten ihr Geld „investieren“ wirds leider wohl Nichts – schade – schade – schade.

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