Ubuntu Edge: Heute als Crowdfunding-Projekt vorgestellt

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Ubuntu Edge als Crowdfunding-Projekt vorgestellt

Crowdfunding ist seit dem letzten Jahr eines der ganz großen Worte der Technik-Branche, denn dadurch lassen sich so manche Projekte realisieren oder zumindest auf den Weg bringen, vor denen die ganz Großen vermutlich wegen zu geringen Erfolgschancen zurückweichen würden. Canonical, das hinter Ubuntu stehende Unternehmen jedenfalls hat das Crowdfunding ebenfalls für sich entdeckt, wie das heute vorgestellte Projekt Edge zeigt.

Dabei geisterte das Edge getaufte Smartphone wie die meisten anstehenden Neuvorstellungen bereits im Vorfeld durch das Netz. Am Sonntag beispielsweise tauchten die ersten Fotos eines verdammt eckigen Smartphones auf, welches als Ubuntu Edge und erstes kommerziell erhältliches Smartphone mit Ubuntu Touch betitelt wurde. Tja und heute hat Canonical eben jenes Smartphone auch wirklich vorgestellt. Doch nicht irgendein x-beliebiger Hardware-Partner soll das Smartphone konzipieren und herstellen, nein: Die Community soll stattdessen das Ubuntu Edge auf den Weg bringen.

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Dazu hat Canonical auf der Crowdfunding-Plattform IndieGoGo das entsprechende Projekt bereits online geschaltet, allerdings wirkt die anvisierte Summe fast schon wahnwitzig hoch: Satte 32 Millionen US Dollar erhofft sich das südafrikanische Unternehmen Canonical auf diesem Wege einzunehmen, um das Ubuntu Edge unabhängig von einem großen Hardware-Partner Realität werden zu lassen. Andererseits bekommt man im Gegenzug für seine Spende ein verdammt potent ausgestattetes Smartphone, welches neben der reinen Smartphone-Funktion auch noch den stationären PC ersetzen soll.

 

Der feuchte Traum eines jeden Hardware-Geeks

Dabei bietet Canonical schnellen Bietern das am Ende (hoffentlich) produzierte Ubuntu Edge für läppische 600 US Dollar an. Wer erst ab morgen dem Vorhaben auf IndieGoGo spendet, der bekommt das Smartphone für etwa 850 US Dollar. Dafür gibt es im Gegenzug wie schon erwähnt, ambitionierte Hardware:

  • 4,5″ HD-Display mit 1.280 x 720 Pixel Auflösung und Saphir-Crystal-Glas
  • Multicore-Prozessor ohne näherer Angabe
  • 4 GB RAM
  • 128 GB interner Speicher
  • 8 Megapixel Kamera, 2 Megapixel Frontkamera
  • Dual-LTE, Dualband WLAN-n, Bluetooth 4.0, GPS, NFC, MHL
  • 124 x 64 x 9 mm
  • Ubuntu Touch und Android Dualboot-System

Das Besondere am Ubuntu Edge wird dessen Dualboot-Fähigkeiten werden, denn laut Canonical wird neben dem bereits bekannten Ubuntu Touch (Liste der Portierungen für andere Geräte) mit einer im Dockmodus vollwertigen Desktop-Oberfläche Android für unterwegs vorinstalliert sein. Darüber hinaus werden Stereo-Lautsprecher im Gerät untergebracht sowie Dual-Mikrofone und eine aktive Geräuschunterdrückung. Die Kamera soll nebenbei besonders Lichtempfindlich sein, um in schlechtem Licht bessere Fotos aufnehmen zu können. Die üblichen Sensoren für Helligkeit und Annäherung sowie ein Gyroskop, Kompass und ein Barometer sollen ebenfalls vorhanden sein.

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Fertig sein soll das Smartphone übrigens wenn alles nach Plan läuft und die 32 Millionen US Dollar erreicht wurden im Mai 2014. Wer sich noch schnell ein Ubuntu Edge für läppische 600 US Dollar anstatt der doch recht hohen 850 US Dollar unter den Nagel krallen will, der sollte noch heute am Montag dem 22. Juli 2013, für die IndieGoGo-Kampagne spenden und die notwendigen Steuern gleich mit dazu packen (Versandkostenfrei nur in UK und den USA). Übrigens sind zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels bereits gut 538.376 US Dollar zusammen gekommen. Bis zu den 32 Millionen noch ein langer Weg aber das Projekt läuft ja auch noch 31 Tage.

[Quelle: Canonical/IndieGoGo | via Caschys Blog]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. DerDieter schreibt:

    850 Dollar?
    Ich habe den Eindruck das sich einfach kein Hersteller gefunden hat der das Teil bauen will.
    Viel zu teuer. 32 Millionen Dollar, rundet doch gleich auf 50, ach was sagen wir 100 Millionen auf. Kommt mal klar Jungs.

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