Upgrade-Statistik: Immer weniger Kunden wollen wechseln

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Immer weniger wollen ein Upgrade ihres Smartphones

Jedes Jahr erleben wir das gleiche Spielchen: Hersteller stellen neue Modelle vor oder frischen bereits gut laufende und etablierte Modell-Reihen technisch auf, um uns Kunden zum Neukauf anzuregen. Jedoch ist gerade im Hochpreis-Segment der Markt langsam an einem Punkt angekommen, wo man diesen als „gesättigt“ bezeichnen könnte. Das zeichnet sich mehr und mehr auch im Upgrade-Willen ab.

Das der markt gesättigt ist, könnte man an den gesunkenen Verkaufszahlen und Prognosen von Apple und Samsung festmachen und dann doch wieder nicht, denn im Gegenzug haben Konkurrenten wie Sony Mobile, HTC und selbst Nokia wieder ein Stückchen zulegen können. Gerade Nokia hat mit über 7,4 Millionen verkaufter Lumia-Smartphones positiv überraschen können, zumindest was die reinen Verkaufszahlen betrifft. Dennoch kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens UBS AG zu dem Schluss, dass immer weniger Smartphone-Nutzer ihr „altes“ Gerät gegen ein neueres Modell austauschen.

 

Immer weniger Kunden wollen wechseln

Zwar gilt die Studie lediglich für den US-amerikanischen Markt aber in gewisser weise könnte man die Ergebnisse auch auf den europäischen bzw. deutschen Markt übertragen. Denn als Grund für den Rückgang beim Hardware-Wechsel von immerhin 9% sehen die Studienleiter den immer öfters fehlenden „Wow“-Faktor, insbesondere bei Apples iPhone und Samsungs Galaxy-S-Reihe kann man das beobachten. Beide genannten Konzerne sowie Motorola konnten vom Smartphone-Boom der letzten Jahre in besonders großem Umfang profitieren, dennoch ist der Markt mittlerweile gesättigt.

Einen weiteren Grund sehen die Studienleiter in den hohen Kosten einer Smartphone-Neuanschaffung und der tatsächliche Mehrwert ist ebenfalls nicht immer gegeben, sodass kein Grund für ein Upgrade zu erkennen ist. Zumal sich für Mobilfunkanbieter sich das selten rechnet, müssen diese die verkauften Smartphone sind er Regel subventionieren im Rahmen eines Vertrages. Und ist die Subvention nicht attraktiv genug, wechseln die Kunden ebenfalls nicht auf neue Hardware. Als Konsequenz werden weniger Geräte verkauft und im Umkehrschluss sinken Umsatzzahlen und verkaufte Geräte. Diese Erfahrung mussten bereits Apple und Samsung machen, deren Aktienkurse jeweils gehörig nachgegeben haben, nachdem die Prognosen nach unten korrigiert werden mussten trotz neuer Rekordergebnisse.

 

Neue Maßnahmen für neue Upgrade-Anreize

Ein erster Lösungsansatz der US-Mobilfunkanbieter wie AT&T oder T-Mobile USA ist daher eine „Neuerfindung“ der klassischen 2-Jahresverträge mit neuen Optionen. So kann man bei T-Mobile USA beispielsweise durch hinzubuchen der JUMP-Option (Just Upgrade My Phone) aller 6 Monate sein „altes“ Smartphone gegen ein neues „eintauschen“. Bei AT&T heißt das „Next“ und ist vom Prinzip her das gleiche, nur das hier der Zeitraum mindestens 1 Jahr beträgt und man zusätzlich beim Wechsel eine kleine Gebühr entrichten muss.

Ob die Pläne der großen US-Anbieter im Mobilfunkmarkt fruchten, werden wir vermutlich frühestens in einem Jahr sehen, wenn die ersten statistischen Erhebungen zur Upgrade-Freudigkeit der US-Kunden veröffentlicht werden. Ob sich allerdings ähnliche Tarif-Optionen hierzulande durchsetzen können bleibt fraglich, dass grundsätzliche Problem ist dennoch dasselbe: Neue Smartphones bieten immer weniger echte Gründe, um ein Upgrade auf ein neues Smartphone zu rechtfertigen. Zumal quasi jedes halbe Jahr das neugekaufte Top-Modell wieder zum „alten Eisen“ gehört. Erschwerend kommt fast noch mit hinzu, dass nach nur wenigen Monaten manche Modelle selbst ein Hardware-Upgrade in Form eines neuen Prozessors bekommen. Für manchen Upgrade-Willigen ein zusätzlicher demotivierender Grund für einen Wechsel.

Oder wie seht ihr das: Wechselt ihr trotz allem jedes Jahr euer Smartphone oder reicht euch eine Nutzungsdauer von mindestens 2 Jahren? Wir freuen uns auf eure Meinung.

[Quelle: Wall Street Journal | via AndroidAuthority]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. M. Weber schreibt:

    An jedem neu gekauften Modell fällt mir, nach einiger Zeit, doch jedesmal ein Makel auf, der mich mal mehr und mal weniger stört. Also wechsel ich ca. alle 6 Monate mein Handy. Allerdings gibt es dabei häufig einen lachenden Dritten. Da mir die aktuellen Spitzengeräte meistens viel zu teuer sind bzw. der Werteverfall zu hoch ist, weiche ich auf Hersteller mit günstigeren Angeboten aus. Aktuell bin ich vom Samsung Galaxy S3 auf das Sony Xperia Z umgestiegen. Ein Huawei hatte ich aber auch schon. Nokia ist im Preis-Leistung-Verhältnis ebenfalls (wieder) weit vorne.

    Ach ja, was war noch gleich Apple? 😉

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