[Video] Eine scharfe Waffe für jedermann aus dem 3D-Drucker?

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Liberator-Gefahr aus dem 3D-Drucker

Liberator Pistole aus dem 3D-Drucker – Auf der IFA 2013 in Berlin war neben der Android SmartWatch AW-414.GO auf dem Stand von Pearl, auch der FreeSculpt 3D-Drucker EX1 für nicht mal 800 Euro das Messe-Highlight schlecht hin. Seit Monaten kursiert nun die Frage in den Medien, in wie weit es dem Otto-Normal-Verbraucher möglich ist, durch den Kauf eines 3D-Drucker eine voll funktionstüchtige Pistole herzustellen. Eine Frage der berechtigterweise auch die Polizei- und Regierungsbehörden nachgehen, denn nach wie vor verstößt die Herstellung der sogenannten Liberator Pistole gegen das Deutsche Schusswaffengesetz.

Defence Distributed zeigt Liberator

Im Mai diesen Jahres machte eine US-amerikanische Gruppe namens Defence Distributed Schlagzeilen, in dem sie eine funktionstüchtige Pistole mit dem Namen Liberator vorführten, die sie komplett aus einem Industrie 3D-Drucker gefertigt hatten. Ein Alptraum wird wahr – nicht nur das eine solche Waffe so gut wie gar nicht durch entsprechende Detektoren zu orten ist, nein ein jedermann könnte sich so unbefugt und entgegen dem Gesetz eine eigene Schusswaffe „ausdrucken“.
Ist das wirklich mit einem handelsüblichen 3D-Drucker, wie ihn beispielsweise Pearl ab 799,-€ aktuell verkauft möglich? Dieser Frage gingen Radioeins (rbb) gemeinsam mit c´t Hacks und einem staatlich zugelassenen Büchsenmacher aus Luckenwalde nach.

Funktion auf Konsumer 3D-Drucker?

Auf Basis der Defence Distributed veröffentlichten CAD-Dateien waren die nötigen Bauteile der Liberator Pistole schnell ausgedruckt, von deren Funktionalität Siegmund Mittag beim Zusammenbau der Einzelteile sichtlich beeindruckt war.
Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Trotz ausreichender theoretischer Funktionalität der Kunststofffedern für den Schlagbolzen, löste sich von 8 Versuchen auf dem Schießstand, nicht ein Schuss aus der selbst gefertigten Liberator Pistole aus Kunststoff. Grund hierfür ist, dass sich die Kunststoffteile aus dem 3D-Drucker für Privatanwender, beim Abkühlen leicht verziehen. So waren bei dem Testobjekt die Achsen des Ladehebels und dem Lauf aus dem Mittelstück um einige Millimeter verzogen, sodass der Schlagbolzen nicht die Zündung der Patrone auslösen konnte.

Maßnahmen gegen Missbrauch

Abschließend bleibt noch zu erwähnen das es bei der rasanten Entwicklung nur eine Frage der Zeit ist, wann auch die 3D-Drucker für Privatanwender in der Lage sind, die entsprechenden Werkstücke mit einer Präzision und Wertigkeit herzustellen, wie sie der Defence Distributed Liberator Pistole gelungen war.
In einem Interview mit Heiko Loy (Pressesprecher von Pearl) haben wir erfahren, dass die Industrie in Kooperation mit dem BKA und der Bundespolizei bereits daran arbeitet, dass die Software der 3D-Drucker einen Ausdruck von gefährlichen Schusswaffen verhindert. Sicherlich wird es auch da wieder Potential geben welches das zu umgehen weiß, doch ist so zumindest der Waffen-Ausdruck für den Durchschnittsverbraucher und  Minderjährigen unterbunden.

 [Quelle: radioeins | via Heise.de]

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