Was ist Windows Hello und welche Geräte können es?

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windows-helloDie ersten neuen Windows Smartphones mit Windows 10 Mobile sind auf dem Markt verfügbar und eine der praktischen Funktionen die das auswendig lernen eines Passwortes unnötig macht, hört auf den Namen Windows Hello. Damit ist allerdings keine Einführungstour in das neue Betriebssystem gemeint, sondern eine vielversprechende Möglichkeit, sein Gerät vor Fremdzugriff zu schützen und selbst schnell durch einen Irisscan zu entsperren.

Eine gesteigerte Sicherheit für seine technischen Geräte, auf dem sensible Daten gespeichert werden und die auch noch auf das Internet zugreifen, kann nie schaden. Google testet zum Beispiel seit kurzem eine neue Technologie als Ersatz für Passwörter (zum Beitrag) und auch Microsoft will neue Methoden zum sicheren Login bieten. Mit Windows 10 sowie dessen Smartphone-Ableger Windows 10 Mobile ist das mit Windows Hello der Fall und diese Funktion ist bereits für alle Besitzer kompatibler Geräte nutzbar.

Wie funktioniert Windows Hello?

Laut der offiziellen Beschreibung von Microsoft handelt es sich bei Windows Hello um eine neue Art, sich mit seinem Fingerabdruck, dem Gesicht oder der Iris der Augen an einem Windows 10 Gerät anzumelden. Ab Werk ist die Funktion deaktiviert und muss erst über Einstellungen -> Konten -> Anmeldeoptionen auf dem jeweiligen Gerät aktiviert werden. Doch das funktioniert nicht mit der herkömmlichen eingebauten Web-Cam, sondern benötigt eine spezielle Infrarot-Kamera wie die Intel® RealSense™ 3D Camera oder F200 von Creative Labs.
Zu den ersten Geräten gehören selbstverständlich Modelle von Microsoft wie das Surface Pro 4 Tablet oder der Notebook-Tablet-Hybrid Surface Book. Sogar die beiden Windows Smartphones Microsoft Lumia 950 und Lumia 950 XL unterstützen Windows Hello, wobei diese aktuell die eventuell interessantesten Vertreter darstellen.

Denn bei den beiden Lumia-Geräten erfolgt die Anmeldung wahlweise über einen Gesichtsscan. Dazu ist auf der Front eine kleine Kamera mit einer grünen LED verbaut, welche zur Abtastung des Gesichts dient. Das sollte theoretisch auch bei weniger guten Lichtverhältnissen funktionieren. Zur eigenen Sicherheit ist die Einrichtung einer PIN erforderlich, um eine alternative Möglichkeit für die Anmeldung zu haben. In einem Video zum Lumia 950 XL kann man sehen, wie gut die Technologie bereits funktioniert.

Allerdings muss man das Smartphone relativ nah vor sein Gesicht halten, damit die Erkennung auch problemlos funktioniert. Auch soll sie ersten Tests zufolge noch nicht in 100 Prozent aller Fälle mit dem ersten Versuch klappen, sodass Microsoft bei diesem Aspekt von Windows Hello noch Bedarf für Verbesserungen bei der Genauigkeit und Zuverlässigkeit hat.

Welche Geräte werden unterstützt

Neben den bereits genannten Windows Smartphones Lumia 950 und Lumia 950 XL sind es in erster Linie Notebooks, die bereits offiziell als Windows Hello kompatibel bezeichnet werden.

  • Acer Aspire V 17 Nitro
  • ASUS N551JQ
  • ASUS ROG G771JM
  • ASUS X751LD
  • Dell Inspiron 15 5548
  • Dell Inspiron 23 7000
  • HP Envy 15t Touch RealSense Laptop
  • HP Sprout
  • Lenovo ThinkPad Yoga 15
  • Lenovo ThinkPad E550
  • Lenovo B5030

Laut der Intel-Website sind noch weitere Notebooks mit der Intel® RealSense™ 3D Camera kompatibel, die jedoch noch exklusiv auf dem japanischen Markt angeboten werden. Von daher ist die Liste bei uns nicht ganz so umfangreich und lediglich auf international verfügbare Modelle beschränkt.

In der Theorie her ist allerdings jeder PC, jedes Notebook, Tablet, Smartphone und andere Gerät mit Windows 10 geeignet, sofern die nötige Hardware verbaut ist. Das heißt, dass entweder ein Fingerabdruck-Sensor vorhanden sein muss, wo sich Windows 10 installieren lässt – oder eine RealSense 3D Kamera von Intel. Bei dieser Technologie von Intel handelt es sich um die Kombination von üblicher Kamera-Technik mobiler Geräte mit einem Infrarot-Laser. Erst diese Kamera-Module ermöglichen den 3D-Gesichts- respektive Iris-Scan für Windows Hello. Windows 10 als Betriebssystem reicht damit alleine nicht aus.

Und was ist mit der Sicherheit?

Überall wo intelligente Systeme zur Anmeldung eingesetzt werden, besteht auch die Möglichkeit der potentiellen Sicherheitslücken. Windows Hello wird da keine Ausnahme sein, aber die Entwickler bei Microsoft tun mit Windows 10 auch einiges, um das Betriebssystem, dessen Funktionen und zusätzliche Anwendungen deutlich besser vor Angriffen Dritter zu schützen. So werden zum Beispiel laut Joe Belfiore, dem Corporate Vice President der Operating Systems Group bei Microsoft, die gesammelten biometrischen Daten für die Anmeldung über Windows Hello lokal auf den jeweiligen Geräten gespeichert – verschlüsselt.
Weitere Informationen zur Sicherheit und dem Datenschutz der Funktion hat Microsoft in einer kleinen FAQ zusammengestellt.

Zusätzlich kommen noch etliche weitere Schutzmaßnahmen auf System-Ebene zum Einsatz, die wir in dem folgenden Beitrag etwas näher betrachtet haben:

Windows 10 will das Ende von Malware einläuten

Unterm Strich kann man also sagen, dass Microsoft die Anmeldung an einem Gerät mit Windows 10/Windows 10 Mobile nicht nur einfacher, sondern auch bedeutend sicherer machen will. Dabei stellt Windows Hello in Kombination mit Microsoft Passport den sicheren Zugriff auf Betriebssystem, Apps und zahlreichen Online-Diensten dar. Über entsprechende API-Schnittstellen können Web-Entwickler und App-Programmierer Microsoft Passport in ihre eigenen Anwendungen integrieren.

 

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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