watchOS 2 für die Apple Watch ist da – was ist neu?

Geschrieben von

Apple Watch mit watchOS 2

Neben den neuen iPad-Modellen und dem iPhone 6s hatte am 9. September auch das neue Betriebssystem watchOS 2 für die Apple Watch seine Premiere, beziehungsweise stellte Apple dieses noch mal in alle Ausführlichkeit auf der Keynote vor. Nun steht das Update für alle Besitzer der ersten Smartwatch von Apple zum Download bereit und wir werfen einmal einen Blick auf die neuen Funktionen der Apple Watch mit watchOS 2.

Eigentlich sollte das Update zeitgleich mit der Freigabe von iOS 9 (zum Beitrag) erfolgen, aber ein Fehler in der Software verhinderte in der vergangenen Woche die Verteilung. Nun steht jedoch watchOS 2 bereit, sofern man die Apple Watch mit seinem iPhone verbunden hat, der Akku beider Geräte zu mindestens 50 Prozent aufgeladen ist und die Verbindung mit einem WLAN-Netz steht.

Was ist neu bei watchOS 2

Die größte Neuerung nach dem Update steht in Form von nativen Apps bereit. Das heißt konkret, dass Entwickler nun endlich Apps schreiben können, welche direkt auf der Apple Watch funktionieren und nicht mehr als eine Art Second Screen für die jeweilige iPhone-App dienen. Damit wird die Smartwatch ein Stück unabhängiger vom iPhone und ist zumindest für die jeweiligen nativen Apps nicht mehr auf das iPhone angewiesen (zum Beitrag). Ganz unabhängig davon, dass dieser Umstand auch deutlich die Akkukapazität der Apple Watch schonen sollte.

Das bedeutet aber auch, dass Native Apps nun schneller starten, allgemein mehr Performance bieten und durch den direkten Zugriff auf diverse Sensoren ihre Daten direkt erfassen, verarbeiten und anzeigen können. Alles wie gesagt ohne dem iPhone-Gegenstück. So sind zum Beispiel auch Taschenlampen-Apps möglich, deren Helligkeit sich über die digitale Krone regeln lässt oder eine Fitness-App, die direkt den Pulsmesser anzapfen kann.

Weiterhin gibt es Verbesserungen mit watchOS 2 im Bereich der Ziffernblätter, welche nun weitere Elemente enthalten können oder zusätzliche Informationen wie verpasste Anrufe, ungelesene Mails und so weiter. Zusätzlich erlaubt Apple die individuelle Anpassung solcher Ziffernblätter für den sprichwörtlich persönlichen Touch. Diese Zusatz-Informationen für watchOS 2 bezeichnet Apple als Complications.

Neu ist zudem die erweiterte Mail-App, welche nun das Beantworten von Mails direkt auf der Apple Watch mit installiertem watchOS 2 ermöglicht. Dabei kommt wahlweise eine Standard-Antwort zum Einsatz oder man diktiert die Nachricht ganz einfach über das eingebaute Mikrofon.

Ebenso praktisch ist der neue Wecker-Modus der Apple Watch, welchen watchOS in der Version 2 nun nachliefert. Legt man die smarte Uhr mit verbundenem Ladekabel auf die Seite mit der Krone nach oben, wechselt sie automatisch in den Wecker-Modus, in welchem die digitale Krone als Snooze-Taste dient, während die andere Taste zum ausschalten des Weckers dient. Die Weckzeiten selbst werden über das Touch-Display eingestellt.

Ansonsten finden sich noch kleinere Verbesserungen in dem bisher größten Update der Apple Watch wieder. So lassen sich in den Schnellkontakten nun 12 Personen hinterlegen, in der Scribbles-App kann man Bilder mit verschiedenen Farben versehen, Siri versteht eine ganze Menge an neuen Sprachbefehlen auf der Uhr und man kann die Apple Watch mit einer Aktivierungssperre versehen.

Letzteres bedeutet, dass man seine Apple Watch mit einer Kombination aus Apple ID und Passwort vor dem Zugriff von Fremden schützen kann.Insbesondere bei einem Diebstahl gab es bisher quasi keine Sicherung: Man konnte über das Recovery-Menü die Apple Watch zurücksetzen und mit einem anderen iPhone verbinden, ohne das die Apple ID abgefragt wird (zum Beitrag).

Von daher ist das Update auf Apple watchOS 2 sehr zu empfehlen. Nicht nur wegen der besseren Performance bei Nativen Apps und den neuen Möglichkeiten für Ziffernblätter. Fehlt im Grunde nur noch ein rundes Uhrengehäuse.

[Quelle: WinFuture]

The following two tabs change content below.
Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*


213 Abfragen in 0,485 Sekunden